Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Eine wichtige Lektion für das Gebieten des Guten und das Verbieten des Schlechten

Shaykh ibn Uthaymin (rahimahullah) sagte:

Der welcher das Gute gebietet und das Schlechte verbietet muss sich einer wichtigen Angelegenheit bewusst sein. Und diese ist, dass seine Absicht hierbei ist, seinen Bruder zu einem besseren zu machen.

Und nicht, dass er an ihm Rache übt und ihn ausschließt.

Denn womöglich wird er (der Dawah machende), wenn er in rächerischer Weise auf ihn zukommt und ihn ausschließt, von sich selbst beeindruckt sein.

Und er soll seinen Bruder wertschätzen.

Und es kann sein, dass er ihn von der Barmherzigkeit Allahs ausschließt und sagt: Dieser ist der Barmherzigkeit Allahs fern.

Sodann werden seine Taten zunichte gemacht, wie dies im authentischen Hadith vom Propheten صلى الله عليه وسلم Überliefert wird:

Wahrlich ein Mann sagte zu einem anderen, welcher gegenüber sich selbst unachtsam war:

Bei Allah, Allah wird die Sünden des So und So nicht vergeben.

So sagte Allah der Erhaben: Wer ist derjenige der von mir verliest ich würde dem So und So nicht vergeben?
Wahrlich ich habe ihm bereits vergeben und deine Taten zunichte gemacht.
So achte auf diesen Mann der ein Wort sprach das sein Diesseits und Jenseits zunichte machte.

Es zerstörte all seine Taten und Vorbereitungen.

Und was ihn dazu führte war:
Der Gefallen an sich selbst
Und die Geringschätzung seines Bruders.
Und das Unterschätzen der Barmherzigkeit Allahs.
Solange bis er diese Worte von sich gab.
Und es ergab sich, dass dieses Wort sein Diesseits und sein Jenseits vernichtete.

Entnommen aus : Sharh Riyadh as Salihin 452/3

Übersetzt von : einer vertrauenswürdige Schwester

[12.03.2016, ١٤٣٧/٦/٣ﻫـ]

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14. März 2016 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Sprechen | , | Hinterlasse einen Kommentar

Scharhu-s-Sunnah – Imaam Al-Barbahaariyy (Punkt 79)

79.: Wer An-Nasiihah (den aufrichtigen Ratschlag) vor den Muslimen zurückhält, der hat sich ihnen gegenüber betrügerisch verhalten.

وَلَا يَحِلُّ أَنْ تَكْتُمَ النَّصِيحَةَ لِلْمُسْلِمِينَ, بَرِّهِمْ وَفَاجِرِهِمْ فِي أَمْرِ الدِّينِ, فَمَنْ كَتَمَ فَقَدْ غَشَّ الْمُسْلِمِينَ, وَمَنْ غَشَّ الْمُسْلِمِينَ فَقَدْ غَشَّ الدِّينَ, وَمَنْ غَشَّ الدِّينَ فَقَدْ خَانَ اللهَ وَرَسَولَهُ وَالْمُؤمِنِينَ

Es ist nicht erlaubt, An-Nasiihah vor den Muslimen zurückzuhalten, sei er ein Frommer oder ein Übeltäter, in den Angelegenheiten des Diin. Wer sie also zurückhält, der hat sich gegenüber den Muslimen betrügerisch verhalten. Und wer sich gegenüber den Muslimen betrügerisch verhält, der hat sich gegenüber dem Diin betrügerisch verhalten. Und wer sich gegenüber dem Diin betrügerisch verhält, der hat Allaah, Seinen Gesandten und die Mu-minuun verraten. [1]

*

[1] Tamiim Ad-Daariyy überliefert:
Der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte: „Ad-Diin ist An-Nasiihah.“ Da fragten wir (die Sahaabah): „Gegenüber wem?“ Er sagte: „Gegenüber Allaah, gegenüber Seinem Buch, gegenüber Seinem Gesandten und gegenüber den Imaamen der Muslime und ihrem gemeinen Volk.“

عَنْ أَبِي رُقَيَّةَ تَمِيمِ بْنِ أَوْسٍ الدَّارِيِّ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيَّ صلى الله عليه و سلم قَالَ: „الدِّينُ النَّصِيحَةُ. قُلْنَا: لِمَنْ؟ قَالَ لِلَّهِ، وَلِكِتَابِهِ، وَلِرَسُولِهِ، وَلِأَئِمَّةِ الْمُسْلِمِينَ وَعَامَّتِهِمْ“‏

[Muslim, Riyaadu-s-Saalihiin 1, 181]

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Mehr siehe hier und hier

*

übersetzt aus dem Arabischen von Maimuna Y. Bienas / http://www.quranundhadith.wordpress.com

20. Februar 2014 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Scharhu-s-Sunnah - Imaam Al-Barbahaariyy | | Hinterlasse einen Kommentar

In manchen Situationen jemanden nicht entschuldigen

Shaykhu-l-Islam Ibn Taymiyyah sagte: „Angelegenheiten zu berichtigen ist eine Pflicht, während jemanden zu entschuldigen, empfohlen ist. Wenn uns also die Entschuldigung davon abhält, jemanden zu korrigieren, dann haben wir einer empfohlenen Tat Vorrang vor einer Pflicht gegeben. Dies ist im islamischen Recht nicht zu finden.“

aus „Upright-Moral-Character“ von Shaykh Ibn ‚Uthaymeen

(übersetzt von Y. M. Bienas)

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Not excusing people in some circumstances

Shaykhu-l-Islam Ibn Taymiyyah said: „Correcting affairs is obligatory, while excusing people is recommended. So when excusing someone prevents correction then we have given a recommended deed precedence over an obligation. This is something not found in the Islamic legislation.“

from „Upright-Moral-Character“ by Shaykh Ibn ‚Uthaymeen

28. November 2012 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Aqidah / Manhaj, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Schaykhu-l-Islaam ibn Taymiyyah, Sprechen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

„… und dass ich jedem Muslim gute Ratschläge (A-n-Nus-hi) geben würde.“

Jarîr berichtete:
Ich gab dem Gesandten Allâhs صلى الله عليه وسلم mein Treueversprechen, dass ich bezeugte, dass es keinen Gott gibt, der das Recht hat, angebetet zu werden, außer Allâh, dass Muhammad sein Gesandter ist, dass ich das Gebet auf perfekte Weise verrichtete, dass ich die Zakât abgeben würde, dass ich hören und gehorchen würde (den Befehlen Allâhs und Seines Gesandten), und dass ich jedem Muslim gute Ratschläge (A-n-Nus-hi) geben würde.

حَدَّثَنَا عَلِيُّ بْنُ عَبْدِ اللَّهِ، حَدَّثَنَا سُفْيَانُ، عَنْ إِسْمَاعِيلَ، عَنْ قَيْسٍ، سَمِعْتُ جَرِيرًا ـ رضى الله عنه ـ بَايَعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم عَلَى شَهَادَةِ أَنْ لاَ إِلَهَ إِلاَّ اللَّهُ وَأَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللَّهِ، وَإِقَامِ الصَّلاَةِ، وَإِيتَاءِ الزَّكَاةِ، وَالسَّمْعِ وَالطَّاعَةِ، وَالنُّصْحِ لِكُلِّ مُسْلِمٍ‏.‏

Sahîh Al-Bukhari 2157

17. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Das Gebet (Salaah), Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Schahaada, Sprechen, Tauhid, Zakaah | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Religion ist Nasîha.

Abu Huraira berichtete:
Der Gesandte Allâhs صلى الله عليه وسلم sagte: „A-d-Dînu-n-Nasîha (die Religion ist Nasîha [Beratung]).“, dreimal.
Sie sagten: „Oh Gesandter Allâhs, zu wem (ist diese Nasîha)?
Er sagte: „Zu Allâh, Seinem Buch, den Imâmen der Muslime ihrer Allgemeinheit.

At-Tirmidhi sagte: „Dieser Hadîth ist hasan sahîh.“

حَدَّثَنَا مُحَمَّدُ بْنُ بَشَّارٍ، حَدَّثَنَا صَفْوَانُ بْنُ عِيسَى، عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ عَجْلاَنَ، عَنِ الْقَعْقَاعِ بْنِ حَكِيمٍ، عَنْ أَبِي صَالِحٍ، عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ، قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم ‏“‏ الدِّينُ النَّصِيحَةُ ‏“‏ ‏.‏ ثَلاَثَ مِرَارٍ ‏.‏ قَالُوا يَا رَسُولَ اللَّهِ لِمَنْ قَالَ ‏“‏ لِلَّهِ وَلِكِتَابِهِ وَلأَئِمَّةِ الْمُسْلِمِينَ وَعَامَّتِهِمْ ‏“‏ ‏.‏ قَالَ أَبُو عِيسَى هَذَا حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ ‏.‏ وَفِي الْبَابِ عَنِ ابْنِ عُمَرَ وَتَمِيمٍ الدَّارِيِّ وَجَرِيرٍ وَحَكِيمِ بْنِ أَبِي يَزِيدَ عَنْ أَبِيهِ وَثَوْبَانَ

Jami‘ At-Tirmidhi 23, Hadîth 2051

17. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Religionen, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Begriffserklärung, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Imaan, Sprechen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Scheich Rabie‘ ibn Hadi al-Madchali (1931)

Sein Name und seine Herkunft

Er ist der ehrenwerte Sheikh und Hadith-Gelehrte, Sheikh Rabee’ Ibn Hadi Ibn Muhammad Ibn ’Umair al-Madchali aus dem Stamm der Madachalah, das in der Region Djazan im südlichen Teil von Saudi Arabien angesiedelt ist. Dies ist einer der Stämme von „Banu Schabil“. Schabil war Ibn Yaschjab Ibn Qahtan.

Seine Geburt

Er wurde geboren im Dorf al-Djaradiyah, das etwa drei Kilometer westlich von der Stadt Samitah liegt. Nun wurde das Dorf an diese Stadt gebunden. Er wurde im Jahr 1351 n.H. geboren und zwar in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Sein Vater verstarb ein Jahr und sechs Monate nach seiner Geburt, so dass er in der Obhut seiner Mutter aufwuchs, die ihn erzogen hat, möge Allah mit ihr gnädig sein. Sie wachte stets über ihn und unterstützte ihn auf die bestmögliche Weise. Sie lehrte ihm gute Manieren, wie Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit und motivierte ihn bei der Ausübung der Gebete. Dann gab sie Ihn in die Obhut seines Onkels väterlicherseits.

Sein schulischer Werdegang

Als der Sheikh das Alter von acht Jahren erreicht hatte, trat er dem Studienkreis des Dorfes bei. Dort lernte er das Schreiben und Rezitieren (des Qur`ans). Unter denen, die ihn bezüglich des Schreibens unterrichtet hatten, gehörten der Sheikh Schaiban al-’Arischi und al-Qadi Ahmad Ibn Muhammad Djabir al-Madchali. Er lernte auch bei einer dritten Person namens Muhammad Ibn Hussain Makki aus der Stadt Sibya`. Er studierte den Qur`an beim Sheikh Muhammad Ibn Muhammad Djabir al-Madchali und auch den Tauhid und Tadjwid.

Dann studierte er an der Salafi-Schule von Samitah. Unter den Lehrern, bei denen er dort studiert hatte, war der Gelehrte, Sheikh Naşir Chalūfah Tiyasch Mubaraki – möge Allah mit ihm gnädig sein, der einer der berühmten Gelehrten der Schüler des Sheikh al-Qar’awi – möge Allah mit ihm gnädig sein – war. Er studierte bei ihm die Bücher „Bulūĝ al-Maram“ und „Nuzhatu n-Nadhr“ vom Autor al-Hafidh Ibn Hadjar – möge Allah mit ihm gnädig sein.

Dann trat er der Lehranstalt von Samitah bei und studierte dort bei einer Reihe von edlen Schuyūch. Zu den wohl bekannteste unter ihnen gehörte der Sheikh al-Hafidh Ibn Ahmad al-Hakami – der zu den großen und bekannten Gelehrten gehörte – möge Allah mit ihm gnädig sein. Er studierte aber auch bei seinem Bruder, Muhammad Ibn Ahmad al-Hakami. Er studierte weiter beim großen Gelehrten, der Hadith-Gelehrte, Ahmad Ibn Yahya an-Nadjmi – möge Allah ihn im Guten bewahren und das Fach ’Aqidah beim Gelehrten, Sheikh Dr. Mohammad Aman Ibn ’Ali al-Djami – möge Allah mit ihm gnädig sein. Er studierte auch bei dem Faqih, Sheikh Mohammad Saĝir Chamişi das Buch „Zad al-Muştaqni’“ hinsichtlich des Fiqh. Er studierte auch bei vielen anderen Schuyūch die arabische Sprache, Literatur, Beredsamkeit (Balaĝah) und vieles mehr.

Im Jahre 1380 n.H. (1961 n.Ch.) schloss der Sheikh am Institut von Samitah seine schulische Lehre ab. Im Frühjahr 1381 n.H. (1962 n.Ch.) trat er dann der Fakultät der Schari’ah in Riad bei und blieb dort etwa ein oder zwei Monate. Als die Islamische Universität von Medina ihre Toren öffnete, zog es ihn nach Medina, wo er sich in der Fakultät für Schari’ah der islamischen Universität einschrieb. Er studierte dort vier Jahre und schloss sein Studium im Jahre 1384 n.H. (1965 n.Ch.) mit dem Vermerk „Mumtaz“ (ausgezeichnet) ab.

Zu den Lehrern, bei denen der Sheikh an der islamischen Universität studierte, gehörten unter anderem folgende:

– Der ehemalige Großmufti von Saudi-Arabien, Sheikh ’Abdul-’Aziz Ibn ’Abdullah Ibn Baz – möge Allah mit ihm gnädig sein, bei dem er „al-’Aqidah at-Tahwiyyah“ studierte.
– Der ehrenwerte Sheikh Muhammad Nasir ad-Din al-Albani – möge Allah mit ihm gnädig sein, bei dem er die Hadith-Wissenschaft und die Kette der Überlieferer studierte.
– Der ehrenwerte Gelehrte, Sheikh ’Abdul-Muhsin al-’Abbad, bei dem er für drei Jahre Fiqh und speziell das Buch „Bidayat al-Mudjtahid“ studierte.
– Der ehrenwerte Gelehrte, al-Hafidh und Mufassir, Sheikh Muhammad al-Amin asch-Schanqiti, Autor von „Adwa` al-Bayan“, bei dem er Tafsir und die Grundsätze des Fiqh für vier Jahre studierte.
– Sheikh Salih al-’Iraqi, bei dem er al-’Aqidah (islamische Glaubenslehre) studierte.
– Der ehrenwerte Sheikh und Hadith-Gelehrte ’Abdul-Gaffar Hassan al-Hindi, bei dem er die Hadith-Wissenschaft und ihre Bedingungen studierte.
Nach Abschluss seines Studiums an der Islamischen Universität von Medina, arbeitete er eine Zeit lang als Lehrer in einem Institut der Islamischen Universität. Dann schrieb er sich ein an der Universität „Umm al-Qura“ für höhere Studiengänge und erhielt dort im Jahr 1397 n.H. (1977 n.Ch.) seinen Master im Fach Hadith. Der Abschluss seiner bekannt gewordenen Dissertation hieß: „Zwischen den beiden Imamen, Muşlim und ad-Daraqutni“.

Dann im Jahr 1400 n.H. (1980 n.Ch.) erhielt er seinen Doktortitel an der Universität „Umm al-Qura“, mit dem Vermerk „Mumtaz“ (ausgezeichnet), für seine wissenschaftliche Untersuchung des Buches „an-Nukat ’ala Kitab Ibn aş-Salah“ von al-Hafidh Ibn Hadjar – möge Allah mit ihm gnädig sein.

Danach kehrte er an die Islamische Universität (von Medina) zurück, wo er in der Fakultät für Hadith-Wissenschaften das Fach Hadith und seine Wissenschaften lehrte. Er wurde später dann Leiter der Abteilung Sunnah für Höhere Studiengänge. Derzeit hält er dort einen ständigen Lehrstuhl.

Die Eigenschaften und Merkmale

Der Sheikh – möge Allah ihn im Guten bewahren – ist durch seine Bescheidenheit gegenüber seinen (muslimischen) Brüdern, Studenten und den unterschiedlichen Menschen bekannt, die bezüglich ihrer Fragen zu ihm kommen oder ihn nur besuchen wollen. Er ist auch bezüglich seiner Behausung, seiner Kleidung und seines Fortbewegungsmittels sehr bescheiden geblieben – in all diesen Dingen liebt er keinen Luxus. Es ist stets gut gelaunt und hat immer ein fröhliches Gesicht. Demjenigen, der an seinen Vorträgen teilnimmt, wird niemals langweilig. Seine Lesungen sind stets voller Hadithe, Sunnah und der Warnung vor der Neuerung und ihren Leuten, so dass eine Person, die nicht viel Wissen über ihn hat oder mit ihm nicht viel zu tun hat, denken könnte, dass der Sheikh sich allein nur um das kümmere! Er mag die Salafi-Studenten, die nach Wissen streben, er ist mit ihnen stets höflich und behandelt sie freundlich. Er versucht zu helfen, so viel er kann, sei es physisch und auch finanziell. Sein Haus ist immer offen für Studierende der islamischen Wissenschaft. Es gibt keinen Tag, an dem er sein Frühstück, Mittagessen oder Abendessen alleine einnimmt. Er fragt stets nach seinen Schüler und bietet ihnen seine Hilfe an.

Er gehört zu den Predigern, die bezüglich des Qur`ans, der Sunnah und des Glaubensbekenntnisses des Salaf sehr eifersüchtig sind. Er gehört zu den wenigen übrig gebliebenen, denen ihre große Begeisterung und Leidenschaft für die Sunnah und für das Glaubensbekenntnis des Salaf anzusehen ist. In unserer Zeit gehört er ohne Zweifel zu denjenigen, die die Methodik der rechtschaffenen Salaf verteidigen, Tag und Nacht, heimlich und öffentlich, ohne dabei den Tadel des Tadlers zu fürchten.

Seine Bücher

Seine Bücher sind zahlreich, dafür sei Allah dank. Der Sheikh schrieb über viele wichtige und notwendige Themen, vor allem bezüglich der Widerlegung der Leute der Neuerung und der Gelüste in dieser heutigen Zeit, wo die Heilstifter wenig wurden und die Unheilstifter viele sind. Zu seinen wohl bekanntesten Büchern gehören:

– „Zwischen den beiden Imamen, Muşlim und ad-Daraqutni“ – dies war der Titel seiner Master-Dissertation.
– „an-Nukat ’ala Kitab Ibn aş-Salah“ – es wurde in zwei Bänden gedruckt und war seine Doktorarbeit.
– seine wissenschaftliche Untersuchung des Buches „al-Madchal ila ş-Sahih“ von al-Hakim – der erste Band dieses Buches wurde gedruckt.
– seine wissenschaftliche Untersuchung des Buches „at-Tawassul wa l-Waşilah“ von Ibn Taimiyah – in einem Band.
– „Die Methodik der Propheten im Rufen (Da’wah) zu Allah“.
– „Die Methodik der Ahlu ş-Sunnah wa l-Djama’ah bezüglich der Kritik der Männer, Bücher und Gruppen“.
– „Die Kategorisierung der Hadithe in Sahih (authentisch), Haşan (gut) und Da’if (schwach) – zwischen der Realität der Muhaddithin und den Schwindeleien der Fanatiker“ – eine Widerlegung von ’Abdul-Fattah Abu Guddah und Muhammad ’Awais.
– „Die Enthüllung der Positionen von al-Gazali gegenüber der Sunnah und ihren Leuten“.
– „Das Abwehren der Angriff der Ungläubigen und das Urteil bezüglich der Suche nach Unterstützung bei Nicht-Muslimen“.
– „Der Statut der Leute des Hadiths (Ahlu l-Hadith)“.
– „Die Methodik von Imam Muşlim, bei der Gliederung seines Sahihs“.
– „Die Leute des Hadiths sind die gerettete und siegreiche Gruppe“ – eine Konversation mit Salman al-’Awdah.
– „Eine Abhandlung über die prophetischen Hadithe“.
– „Das Islamische Beleuchten von Sayyid Qutb bezüglich seines Glaubens und seiner Ideologie.“
– „Die Anfechtungen von Sayyid Qutb gegen die Gefährten des Gesandten Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken.“
– „Schutz vor den Gefahren, die in den Büchern von Sayyid Qutb gefunden werden.“
– „Die trennende Grenze zwischen Wahrheit und Lüge“ – eine Konversation mit Bakr Abu Zaid.
– „Die Abenteuer von al-Hidad.“
– „Der klare Weg beim bewahren der Sunnah.“
– „Es gibt nur eine Gruppe (Djama’ah) nicht viele Gruppen und ein Pfad, die nicht viele Pfade“ – eine Konversation mit ’Abdur-Rahman ’Abdul-Chaliq.
– „an-Naşr al-’Aziz ’ala r-Radd al-Wadjiz.”
– „Der verwerfliche Fanatismus und seine (negativen) Auswirkungen.“
– „Klärung der Verdorbenheit des Maßstabs“ – eine Konversation mit einem versteckten Hizbi.
– „Warnung vor den Lügen in „Tawdih Malibari“.“
– „Widerlegung der Lügen von Mūşa ad-Duwaisch.“
– „Die Vernichtung der List von ’Abdul-Latif Baschmil.“
– „Die Attacke der Salafi-Flamme auf den benachteiligten Meteor von „’Adnan“.
– „Der (aufrichtige) Ratschlag ist eine gemeinsame Verantwortung in der Da’wah“ – in der Zeitschrift „at Taw’iyyah al-Işlamiyyah“ gedruckt.
– „Der Qur`an und die Sunnah – die Auswirkungen, der Status und die Notwendigkeit beim Erstellen des Lehrplans an unseren Schulen.“
– „Das islamische Urteil über diejenigen, die den Gesandten Allahs beleidigen oder einen Teil seiner Botschaft verleumden.“ – ein Artikel in der kuwaitischen Zeitung „al-Qabs“ (Nr. 8576 – Erscheinung 9/5/1977).
Der Sheikh hat auch noch weitere Bücher, die wir hier nicht erwähnt haben.

Wir bitten Allah, dass Er ihn bei der Vollendung seines wohltätigen Marsches unterstützt und dass Er ihn bezüglich den Dingen hilft, die Er liebt und die Ihm gefallen. Denn Allah ist die Quelle der Kraft und Der Einzige, der dazu fähig ist.

Übersetzt von: Abu Yunus – basseera.de

http://www.wegdersalaf.de/gelehrte/zeitgenoesische-gelehrte/255-sheikh-rabee-ibn-hadi-al-madkhali

9. November 2012 Posted by | Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Madkhali | , | Hinterlasse einen Kommentar

Scheich Rabie‘ bin Haadie Al-Madchalie über das Unterteilen der Gelehrten in die „übertrieben strenge Gruppe“ und die „tolerante Gruppe“

Übersetzung ins Englische von Manhaj.com

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Yvonne Bienas

Der Fragende sagt: „Oh ehrenwerter Scheich, ein neuartiger Weg, die Leute von den Gelehrten abzuschrecken, ist aufgetreten, welcher die Gelehrten kategorisiert in die „übertrieben Strengen“ und die „Milden (Toleranten)“, und manchmal sagen die Leute (die dies behaupten), dass die Gelehrten einer bestimmten Region übertrieben streng sind, und die einer anderen tolerant. Was ist Ihre Unterweisung diesbezüglich?“

Scheich Rabie‘: „Dies ist eine der Methoden der Feinde der Salafi Manhaj.
Unter den Salaf gab es jene, die streng waren, und jene, die mild waren, aber sie hielten es einander niemals vor. Eher war es so, dass diejenigen, die übertrieben streng gegenüber den Folgern der Falschheit waren, respektiert wurden.

Zum Beispiel Hammad b. Salamah. Imam Ahmad lobte ihn und mißtraute der Religion von jedem, der gegen ihn sprach. Und er sagte: „Wer immer gegen Hammad b. Salamah spricht, dessen Religion soll mißtraut werden, denn er war übertrieben streng gegenüber den Leuten der Bid’ah.“

Die übertriebene Strenge gegenüber den Leuten der Falschheit war laut der Salaf von Wert.

Aber weil die Leute der Bid’ah und Irreführung gekommen sind und den Verstand eines Großteils der Jugend eingenommen haben, ist sehr bedauerlicherweise die Strenge gegenüber den Leuten der Falschheit ein Fehler und eine Schwäche geworden, und entspannt und flexibel (mit ihnen) zu sein, zu einer Auszeichnung und ehrenwerten Eigenschaft.

(Ihr müßt) euch festhalten an der Salafi Manhaj und die Position der Salaf gegenüber den Leuten der Bid’ah einnehmen.
Es ist nicht falsch, sie weise und durch gute Ermahnung zu Allah zu rufen. Wenn sie darauf eingehen, alhamdulillah.
Wenn sie dies nicht tun, dann ist nichts falsch daran, streng mit ihnen zu sein und … die Salaf waren streng gegen sie, und haben (in einigen Fällen) befohlen, sie zu exekutieren … (die Salaf) haben viele Werke geschrieben (als Widerlegung gegen sie). Was sagt ihr zu ihnen? Lies Al-Schari’ah von Al-Ajurri, lies As-Sunnah von ‚Abdullah b. Ahmad, lies As-Sunnah von Al-Challal. Diejenigen (die die Strenge gegenüber den Leuten der Falschheit schlechtmachen) haben diese Werke nicht gelesen. Sie haben diese Werke nicht gelesen und die Haltung der Salaf gegenüber den Leuten der Bid’ah und Fehlleitung nicht gesehen.
Was soll unser Standpunkt gegenüber den Jahmiyyah sein, was soll unser Standpunkt gegenüber den Rafidah sein und was soll unser Standpunkt gegenüber ihren Nachfolgern und Unterstützern sein? Viele, die sich selbst mit der Salafi Manhaj assoziieren, wurden von diesen Strömungen beeinflußt und beeinträchtigt, und haben angefangen, gegen die Aufrufer zur Wahrheit und zur Sunnah zu kämpfen (durch die Beschuldigung, sie seien übertrieben streng).

Ich habe (Widerlegungen) geschrieben, und ich bin der Strengste. Ich schrieb während der Zeit von Ibn Baz, Al-Albani und Al-‚Uthaimien.
Ich habe „Ichwan Al-Muslimien“ (die Bruderschaft der Muslime), „At-Tabliegh“ (Tablieghi Jamat) und alle Leute der Bid’ah widerlegt, und diese Gelehrten haben diese Schriften befürwortet und haben Rabie‘ unterstützt. Keiner von ihnen war gegen ihn …
Albani machte eine Aussage, die Rabie‘ lobte: „(Scheich Rabie‘) ist der Halter des Standards des Jarh und Ta’diel in dieser Ära.“
Hmmm, was denkt ihr darüber?
Dann sagte (Al-Albani): „(Aber Scheich Rabie‘) hat etwas übertrieben Strenges in sich.“ Diese Beeinträchtigenden jubelten und strömten mit diesem Zitat (verbreiteten es überall).
Ich kontaktierte Scheich Al-Albani und sagte: „Warum, oh Scheich, beschuldigst du mich, übertrieben streng zu sein?“
Er sagte: „Bei Allah, dies ist, was ich persönlich denke.“
Ich sagte: „Oh Scheich, dies schadet der Salafi Da’wah und es schadet mir.“
Da entschuldigte sich der Scheich – möge Allah ihm gnädig sein.
Kurz darauf schickte ich ihm (mein Buch) Al-‚Awasim mimmafl Kutub Sayed Qutb min Al-Qawasim, welches das strengste Buch ist, das ich geschrieben habe.
(Scheich Al-Albani) las es und befürwortete es, weil es die Wahrheit war, und sagte: „Du hast die Wahrheit gesprochen, also fahre fort und tu sogar noch mehr, oh Scheich Rabie‘.“ oder Worte mit diesem Sinn, möge Allah ihm gnädig sein.

Ibn Baz niemals … Er pflegte zu sagen: „Widerlege die Leute der Bid’ah mit Weisheit und guter Ermahnung.“ Er lehnte mich niemals ab, und bei Allah, er schrieb mir: „Ich habe erfahren, dass du Al-Maududie widerlegt hast – rahimahullah – und ich hoffe, dass du mir eine Kopie dieser Widerlegung schicken kannst. Er hatte niemals etwas gegen mich.

Scheich At-Tuwayjirie widerlegte, und er widerlegte auf strenge Weise, die Leute der Bid’ah, und Scheich Ibn Baz befürwortete ihn und empfahl seine Bücher.
Hmm, er sagte niemals – und (Scheich At-Tuwayjirie) widerlegte (auch) Scheich Al-Albani – barakAllahu feek.
Scheich Ibn Baz hat ihn niemals zum Schweigen gebracht. Er hat niemals zu ihm gesagt: „Sei still.“, er hat niemals gesagt: „Du bist übertrieben streng.“ – barakAllahu feekum.

Scheich Fauzan widerlegte die Leute der Bid’ah während der Zeit von Scheich Ibn Baz, und er sagte niemals: „Sei still.“ – barakAllahu feekum. Er hat ihn eher unterstützt … es gibt so viele Schriften von Scheich At-Tuwayjirie, die (Scheich Ibn Baz) empfahl, und er lobte meine Bücher und meine Methodik (Manhaj), rahimahullah. Alle von diesen Maschaaich waren Befürworter.

Dies ist die Mahnhaj, in der wir schwach geworden sind. Wir sind nicht auf dem gleichen Level, auf dem wir zur Zeit derer waren. Wir sind eher schwach geworden, aber trotzdem wird gesagt, dass wir übertrieben streng sind. Und sie sagen: „Ibn Baz (war nicht wie du).“ Bei Allah, Ibn Baz pflegte, die Leute der Bid’ah zu bekämpfen, und die zu untertützen, die sie bekämpften, und die zu loben, die sie bekämpften. BarakAllahu feekum.
Bringt mir einen Beweis, dass Ibn Baz eine Person zum Schweigen brachte, die die Leute der Bid’ah widerlegte. Hat er Al-Fauzan zum Schweigen gebracht? Hat er Scheich At-Tuwayjirie zum Schweigen gebracht oder hat hat er Rabie‘ zum Schweigen gebracht? Hat er Al-Albani zum Schweigen gebracht? Nicht einen von ihnen.
Ebenso haben alle Gelehrten diejenigen unterstützt und befürwortet, die die Wahrheit gesprochen haben und das widerlegt haben, was falsch ist. Man fragte Scheich ‚Uthaimien und sagte: „Die Leute sagen dies und das über Scheich Rabie‘:“ Er sagte: „Dies ist weil er den Zustand ihrer Ikonen und Anführer verdeutlicht.“ Und nach einiger Zeit unterstützte er mich …

Nachdem Ibn Baz, Al-‚Uthaimin und Al-Albani von uns gegangen waren, sagte man: „Diese (verbliebenen Scheiche) sind übertrieben streng.“ Bei Allah, sie haben gelogen, bei Allah, sie haben nur die Gelegenheit ergriffen. Der Tod dieser Gelehrten war eine Gelegenheit für sie, über die Salaf Manhaj und ihre Anhänger herzufallen, und sie mit Methoden und Prinzipien der falschesten und korruptesten Art auseinanderzureissen. Sie haben die Salafi-Jugend auf der ganzen Welt auseinander gerissen und in ihren Verstand (diesen Gedanken) gepflanzt, diese Gruppe sei übertrieben streng und extrem.
Wie kann das sein …? Die Gelehrten haben niemals (die Gelehrten die widerlegt haben) kritisiert. Wie können wir die Salafi Manhaj (auf diese Art) geltend machen, wenn (die Gelehrten) die strengsten gegenüber den Leuten der Bid’ah waren? Entweder lehnen wir die Manhaj der Salaf ab und folgen den Leuten der Bid’ah, oder wir sagen, dass wir Salafis sind, und folgen diesem Weg (dieser Salaf) im Einnehmen der entschiedenen und resoluten Haltung gegenüber den Leuten der Bid’ah.

Ja, rufe zu Allah mit Beweisen und überzeugenden Argumenten, erkläre und verdeutliche, wenn vor dir ein Ketzer steht, ein Rafidie, Sufi, Grabanbeter usw.. Rufe zu Allah mit Weisheit und guter Ermahnung, und mit Beweisen und überzeugenden Argumenten.
Aber wenn es darum geht, über den Glauben der Rafidah zu schreiben, der Lügen, Sünde und Extremismus beinhaltet, dann erwähnen wir diese Dinge nicht?
Wenn es um die Sufis geht, unter denen es Lügen, Sünde und Extremismus gibt, dann erwähnen wir diese Dinge nicht?
Wenn man diese Lügen und den Verrat und die Sündhaftigkeit erwähnt, dann sagen sie, man ist übertrieben streng.
Ein Sufi, Ichwani … Hizbut Tahriri, der übertritt , lügt, betrügt, der … Allah hat erklärt (… Audio bricht ab …)

(Die Gelehrten der Salaf pflegten zu sagen): „So-und-so ist ein Lügner, er ist dies oder das.“ – barakAllahu feekum- sie sprachen dies deutlich aus. Schau in die Bücher des Jarh und Ta’diel, in die Bücher über Aqiedah, wir können den Level nicht erreichen (den die Salaf erreicht haben) ihres Jihad gegen die Leute der Bid’ah und des Schirk. Bei Allah, wir können diesen Level jetzt nicht erreichen. Warum? Weil jetzt diejenigen gegen uns stehen, die sich selbst mit der Salafi Manhaj assoziieren, (aber) gegen diese Ablehnung (der Leute der Bid’ah) kämpfen und diese als übertriebene Strenge beschreiben.
Wir bitten Allah, die Herzen zu vereinen, und ich rate der Jugend – und bei Allah, ich habe zehn, oder eher hundert Ratschläge and die Salafi-Jugend diesbezüglich – ich rate ihnen, sich zusammenzuschliessen und einander Brüder zu sein, und im Umgang miteinander die vornehmsten Manieren zu verwenden, barakAllahu feekum. Sie sollten Geduld, Nachsicht und Weisheit anwenden. In meinen Unterrichten, Lesungen und Tele-Links, in welche sie mich von überall her einladen, bei Allah, rufe ich sie dazu auf, zusammenzukommen. Aber diese Leute, die diese Manhaj ablehnen, sind diejenigen – bei Allah – die die Salafi-Jugend auf der ganzen Welt, im Osten und im Westen, auseinanderreissen.
Sie reissen sie auseinander und pflanzen falschen Glauben in sie hinein. Und dann beschuldigen sie uns, Spaltung zu verursachen. Bei Allah, ich bringe die Jugend zusammen, und meine Bücher und Aufnahmen, welche übertragen wurden, bezeugen alle, dass ich versuche, die Jugend zu vereinen.
In Algerien, Marokko, in Jemen, Scham (Syrien, Jordanien), Palästina, überall versuche ich, die Jugend zu vereinen, von denen ich weiß, dass sie Salafis sind. Ich versuche sie auf jede mir mögliche Art zu vereinen. Aber sie (die Ablehner dieser Manhaj) verursachen Spaltung und Teilung. Niemals ist die Sprache von Spaltung und Teilung außer wenn diese sündhafte Rede unterstützt wird, barakAllahu feekum.
Wir sprechen uns vor Allah frei von dem, womit sie uns in falschen Verdacht bringen.

Ich habe euch bereits gesagt, dass Weisheit wahrlich nötig ist, aber … über die Rafidah und die Leute der Bid’ah, verdeutliche ihren Zustand. Tu ihnen nicht Unrecht und lüge nicht über sie, aber stelle die Wahrheit ihrer Angelegenheiten dar …

… Lasst mich die Antwort bezüglich der Frage nach der übertriebenen Strenge zuende beantworten.

‚Abd Al-Rahman war mein Kollege, ‚Abd Al-Rahman ‚Abd Al-Chaliq war mein Kollege in der islamischen Universität bis ich 1384 H. meinen Abschluß machte.
Durch einige Umstände ging er nach Kuwait. Er rief zu Allah und wird ermutigten ihn und wir waren froh, dass er in der Da’wah zur Salafi Manhaj aktiv war.
Aber dann veränderte er sich, Stück für Stück begann er, sich zu verändern. Also beriet ich ihn; ich schrieb ihm freundliche Ratschläge. Er kam hierher und blieb im Gebiet von Al-Qiblatayn … Ich nahm ihn in meinem Auto mit, brachte ihn zur Universität und wieder zurück, nahm ihn mit zu mir nach Hause. Ich beriet und beriet ihn, bis meine Beratung 12 Jahre dauerte, barakAllahu feekum. Ich beriet ihn bis er über alle Grenzen ging und begann, die Gelehrten zu attackieren und zu verspotten usw. und ich widerlegte ihn.

Nach ihm kam ‚Adnan ‚Ar’ur. Er behauptete, der Salafiyyah zu folgen, aber er attackierte die Salafi Manhaj, indem er sagte, dass die Salafi Manhaj keine wirklichen Prinzipien hätte, Scheich Ibn Baz die Grundsätze nicht aufgestellt hätte aber Sayed Qutb die Prinzipien hätte und solchen Unsinn …
Dass ich über Sayed Qutb schreiben sollte.
Ich pflegte, besser über Sayed Qutb zu denken. Ich entdeckte Fehler, aber ich überging sie. Bei Allah, es gab Fehler, bezüglich derer ich mein Urteil 20 Jahre lang zurückhielt, überzeugt davon, dass sie absolut falsch waren, aber mit dem Wunsch, die ausreichenden Beweise zu haben.
Nachdem ich überzeugt war, dass ich ihn widerlegen muss, schrieb ich „Mata’in Sayed Qutb As-habi Rasulillah“ (Die Angriffe des Sayed Qutb auf die Begleiter des Gesandten Allahs, sallallahu ‚alaihi wa sallam). Dieses Buch kursierte, es wurde veröffentlicht und kursierte. ‚Adnan ‚Ar’ur ging zu Scheich Al-Albani und fragte ihn über einen undeutlichen Satz in dem Buch. (Trotz) des Spottes von Sayed Qutb über den Gesandten Allahs Musa, sallallahu ‚alaihi wa sallam, seiner Angriffe auf die Begleiter, hauptsächlich ‚Uthman, Mu’awiyah und ‚Amr b. Al-‚As, seines Angriffs auf die gesamte Ummah und seines Takfir auf sie, seiner Negierung der Eigenschaften Allahs, seiner Behauptung der Ewigkeit der Seele und seiner Befürwortung des Sozialismus – endlose Verirrung, die ich in diesem Buch erklärt habe (und) durch das Werfen des islamischen Lichtes auf die Überzeugungen des Sayed Qutb, nahm (‚Ar’ur) mein Buch und rannte zu Scheich Al-Albani, um ihn über diesen Satz zu fragen, und der Scheich gab eine Antwort, die seinen (‚Adnans) Wünschen entsprach.
Der Scheich hatte den Inhalt nicht gesehen. Sieh dir (‚Ar’urs) Hinterhältigkeit an; (in diesem Buch) begann ich mit der Erklärung von (Qutbs) Verunglimpfung des Propheten Allahs – Musa – er (‚Ar’ur) hat dies nicht erwähnt.
Zweitens erwähnte ich seine Verunglimpfung des Begleiter, hauptsächlich ‚Uthman: (Qutb behauptete, dass) die Grundlagen des Islam in seiner Zeit zerrüttet waren, der Geist des Islam in seiner Zeit zerstört war, (Qutb) unterstützte Bewegungen wie die Sabalyah Sekte gegen ‚Uthman und zog sie seinem Weg vor – barakAllahu feekum.
(‚Ar’ur) hat keine dieser Sachen erwähnt. Er erwähnte einen Satz und Al-Albani antwortete in einer Art, die mit seinen Wünschen übereinstimmte … Er ging und verbreitete das Tape und war extrem aktiv (gegen mich) … Ich war mit ihm geduldig.

Dann, ein Jahr später, besuchte er mich mit einer Gruppe von Leuten. Ich sagte ihm, dass er sich entschuldigen müsse, und er versuchte, Ausflüchte zu nehmen. Ich sagte ihm, er müsse sich entschuldigen, und die Anwesenden sagten ihm auch, er müsse dies, also versprach er, es zu tun. BarakAllahu feekum, er versprach, es zu tun.
Plötzlich fand ich heraus, dass er drei Bücher herausgebracht hatte, „The Struggle“ … so-und-soein Buch und einen anderen Titel, die sich alle um die Grundsätze des Sayed Qutb drehten und ihn lobten. Das war seine Entschuldigung.
Sieh, als er dieses Stadium erreicht hatte, barakAllahu feek, hielt er zudem noch eine Konferenz ab, in der er über das Thema des Al-Jarh wa Ta’diel sprach, zusammen mit einigen anderen – ich will deren Namen nun nicht nennen – begann er einen erbitterten Feldzug gegen mich, also begann ich, ihn zu widerlegen. Nach wie langer Zeit war dies? Nach einigen Jahren, nach einer langen Zeit der Geduld und des Wartens. Bei Allah, ich glaube nicht, dass jemand so viel Geduld hat wie ich.

Nach ihm traf ich Abul Hasan. Von der ersten Sitzung an, in der ich ihn traf, verteidigte er die Leute der Bid’ah, allen voraus Sayed Qutb, At-Tabliegh und Al-Ichwan, die er verteidigte. In dieser Versammlung war eine Gruppe, die ihn begleitete, die vom Jemen her kamen. Sie gingen nach draußen, wollten ihn petrifizieren, zornig und ärgerlich, und wollten sich von ihm lossagen. Wir sagten zu ihnen, dass sie geduldig sein sollten. Und ich war mit ihm einige Jahre lang geduldig. Und ich forderte ihn auf, diese Dinge zurückzunehmen. Einige Tage später war er nur noch schlechter geworden, indem er ein Buch herausbrachte, welches dem Anschein nach wie die Sunnah aussah, welches aber im Haqq falsch ist. Er präsentierte es einigen Gelehrten und sie kritisierten einiges davon. Dann zeigte er es mir und ich kritisierte darin 15 Dinge von Manhaj und Aqiedah. (Es beinhaltete) Kampf gegen die Manhaj As-Salafi. Er sagt nicht, dass dieses Buch gegen Rabie‘ geschrieben ist, jedoch nach einigen Jahren ist es so, als ob er sagte: „Warum warst du nicht von Anfang an mit mir einverstanden, oh Scheich Rabie‘?“ Und ich widerlegte ihn in meinem Buch „As-Seraaj Al-Wahhaaj“ im Jahre 1418 H.. Siehe, er veröffentlichte dieses Buch und widerlegte mich.
Ich las also dieses Buch und es beinhaltet Irreführung (d.h. Lügen) über Rabie‘, Irreführung über Usul (Grundsätze der) Salafiyyah, Irreführung über Al-Jarh wat-Ta’diel. Irreführung über Scheich Muqbil und heimliche Irreführung. Und ich sage freundlich wallaahi: „Wenn du den Satz verändert hättest, dann hätte ich nicht gewußt, dass du diese Person meinst (die du beschuldigt hast).“ Und ich sage: „Wenn du den Satz geändert und in dieser und jener Weise gesagt hättest.“
Trotz all dieser Verbrechen behandelte ich ihn mit Mitgefühl, und ich sendete ihm Antworten – bei Allah – privat, von meinem Fax zu seinem, und ich erzählte es niemandem. BarakAllahu feek.

Dann fuhr er fort, Probleme und Versuchungen zu verursachen, bis die Gelehrten verstorben waren. Scheich Ibn Baz starb, Scheich Al-‚Uthaimien starb und Al-Albani starb und (Abul-Hasan) begann, Krieg zu führen, indem er bekanntgab, dass er sich von den Salafis abspaltete und sie angriff, und sie kläglich und schwach nannte, und die Leute der Falschheit lobte, barakAllahu feek.

Ich schrieb ihm zwei Ratschläge, Tanbieh Abil-Hasan und … den zweiten Ratschlag schrieb ich zwischen mir und ihm, aber er nahm ihn und gab öffentlich den Krieg gegen mich bekannt. Verstehst du das? Niemand ist so geduldig oder nachsichtig.

Bei Allah, all dies war um der Sache der Salafi Manhaj Willen, und für die Einheit. Aber sie haben Teilung und Spaltung gesät. Das war es.
Abul-Hasan bildete seine eigene Sekte; eine in Medinah, eine in Jemen, eine in Libyen, in Marokko, überall, barakAllahu feek. Alles auf seiner Manhaj und seinen Grundsätzen basierend, ungefähr 20 Grundsätze.
Ich widerlegte diese Grundsätze mit schlüssigen Argumenten und Beweisen. 20 Grundsätze, unter denen: die umfassende Manhaj, was bedeutet, dass er eine umfassende Manhaj wollte, die Ahl-u-Sunnah und den Rest der Ummah miteinbezog; „wir korrigieren (Fehler), aber wir zerstören nicht.“, „Wir korrigieren, aber wir verunglimpfen nicht.“, barakAllahu feek. Grundsätze wie: „Ich bin nicht gezwungen (die Warnung oder Regelung eines bestimmten Gelehrten ernst zu nehmen).“
All diese Grundsätze wurden aufgestellt, um die Wahrheit zurückzuweisen; um die Salafi Manhaj zu schlagen, barakAllahu feek.
Ich widerlegte die falschen und korrupten Prinzipien. BarakAllahu feek.
Traurigerweise wurden Leuten überall von ihm hereingelegt.

Vorher, barakAllahu feek, während der Tage dieser Gelehrten, als ‚Adnan zu Lebzeiten von Scheich ‚Uthaimien erschien, erklärten die Gelehrten, dass (‚Adnan) fehlgeleitet (abgewichen) war. Zwölf Gelehrte streckten ihn nieder und erklärten seine Abweichung. Er verwarf sie alle.
Nur Abul-Hasan und ‚Ali Hasan ‚Abd Al-Hamied (Al-Halabi) aus Scham blieben bei ihm, verteidigten ihn und beurteilten ihn, als ob er immer noch der Salafiyyah folgte, bis zum heutigen Tag. Abul-Hasan kam mit diesen seinen Grundsätzen und dieser Sündhaftigkeit und diesen Abweichungen; und in Medinah, in Scham und überall gab es bestimmte Leute, die ihn verteidigten, bis zum heutigen Tag.

Dann kam ‚Ali Hasan (Al-Halabi) mit der Katastrophe der Katastrophen, die sie in jeder Fitnah unterstützte. Er kam mit der Katastrophe der Katastrophen. Vielleicht haben (die Nachrichten über diese Katastrophe) euch erreicht; und diejeigen, die sie nicht erreicht hat, wird sie bald erreichen, barakAllahu feek.

Bis heute sind sie die Salafis und wir die übertrieben Strengen. Was bedeuetet, dass sie all die Dinge tun, die die Leute der Bid’ah nicht getan haben: die falschen Grundsätze, barakAllahu feek; bei Allah, die Leute der Bid’ah haben diese Dinge nicht getan. Trotzdem sind sie die Salafis und wir die übertrieben Strengen.

Seht euch diese Urteile an, diese gefährlichen Haltungen, barakAllahu feek. Passt auf und folgt der Manhaj der Salaf; wer immer etwas sagt, was falsch und unrichtig ist, zieht ihn zur Rechenschaft für die Falschheit. Und wer immer etwas sagt, was wahr und richtig ist, den seid ihr verpflichtet zu unterstützen.

Helft einander zur Güte und Gottesfurcht, aber helft einander nicht zur Sünde und feindseligem Vorgehen. (Qur’an 5:2)

Die Salaf unterstützten die Wahrheit, (und dies setzte sich fort) bis zur Zeit von Ibn Baz, Ibn ‚Uthaimien und anderen, sie alle unterstützten die Wahrheit. Nachdem diese (Gelehrten) von uns gegangen sind, wurden einige der Scheiche geprüft, barakAllahu feek, jedesmal wenn sie ihren Kopf mit einem Wort der Wahrheit erhoben, brachen diese (Gegner) ihre Köpfe. Jedesmal wenn sie ihren Kopf mit einem Wort der Wahrheit erhoben, erniedrigten sie sie, während sie die rebellischen Abweicher unterstützten und sie für Salafis hielten, und uns Extremisten (nannten).
Abul-Hasan beschreibt uns als Extremisten, warum? Weil wir Sayed Qutb kritisieren, wir Ichwan kritisieren, wir At-Tabliegh kritisieren und weil wir (andere) Leute der Bid’ah kritisieren.
Er nennt uns Extremisten und – bei Allah – hält die Sozialisten, Baathisten und Nasiris für Muslime, und hält At-Tabliegh und die Ichwan – bis zum heutigen Tag – für Ahlu-s-Sunnah, während er weiß, dass die Gelehrten der Sunnah – an ihrer Spitze Ibn Baz und Al-Albani – entschieden haben, dass diese beiden Sekten, At-Tabliegh und die Ichwan, nicht von Ahlu-s-Sunnah sind, und dass sie von den Leuten der Bid’ah sind, und dass sie zu den verurteilten Sekten gehören.

Aber er widersetzt sich stur den Gelehrten, bis zum heutigen Tag, obwohl sie von Ibn Baz und Al-Albani angeführt werden, barakAllahu feek. Er sagt, sie seien von Ahlu-s-Sunnah, und er hält die gesamte islamische Bevölkerung für – er sagt „die große Mehrheit der Ummah“ sind alle Salafis.

(Er sagt) also, At-Tabliegh und die Ichwan seien Ahlu-s-Sunnah, und Rabie‘ und seine Anhänger seien Extremisten und dies und das … Und wenn er zu den Rafidah kommt, so verhält er sich manierlich, und wenn er zu anderen Leuten der Bid’ah kommt, ebenso. Und bis zu diesem Tag, (laut ihm) ist er der Salafi und wir sind die Extremisten.

Versteh diese Verschwörungen und diese Spiele und diese Tricks. Wie lange war ich geduldig mit ihm?Ich war mit ihm geduldig für sieben Jahre oder mehr. Dann ging ich mit ihm diplomatisch um und debattierte mit ihm privat, während er (andere) anstiftete und Krieg erklärte. Er erklärte den Gelehrten von Jemen den Krieg und stieß sie alle ab, und er distanzierte sich von ihnen und von den Salafis. Er gab seine Trennung bekannt, und sie sagten: „Nimm es zurück.“ Er sagte: „Niemals.“ …

(Ich frage euch) bei Allah, Brüder: Eine Person, die gerecht ist, kann sie diesen Mann respektieren? Kann eine Person, die gerecht ist, und die ein wahrer Salafi ist, diesen Mann respektieren? …

Seid Männer; wenn ihr wahre Salafis seid, studiert die Manhaj der Salaf aus Originalquellen und haltet euch an ihr fest, und fürchtet nicht den Tadel der Tadler, wenn ihr aufrichtig für Allah sprecht.
Wenn euer Vater oder Bruder abweicht, die Person, die euch am nächsten steht, erklärt ihr die Wahrheit der Abweichung, der sie folgt. Das ist die Bedeutung von Aufrichtigkeit (Nasiehah) zu Allah.

Religion ist Nasiehah zu Allah, Seinem Buch, Seinem Gesandten, und zu den Führern der Muslime und der Öffentlichkeit der Muslime.“ (Sahih Muslim)

O die ihr glaubt, seid Wahrer der Gerechtigkeit, Zeugen für Allah, auch wenn es gegen euch selbst oder die Eltern und nächsten Verwandten sein sollte!“ (Qur’an 4:135)

Wo sind diese Verse und Überlieferungen?

Wo sind diejenigen, die diese (die die Falschheit widerlegen) unterstützen? Wo sind diese Texte? Wo ist die Manhaj der Salaf? Wo ist die Manhaj der Imame … Ibn Baz usw., wo ist sie?

BarakAllahu feekum, ich weiß dass es eine Verbreitung von Prüfungen und Heimsuchungen gibt, dass es eine Verbreitung von Bid’ah und Irreführung gibt, und dass die Leute betrogen und getäuscht werden. Also laß dich von niemandem täuschen.
Wer immer sich irrt – wenn Ibn Taymiyyah sich irrt, wenn Ibn Baz sich irrt – bei Allah, wir würden seinen Fehler widerlegen. Dies ist unser Weg, bei Allah, außer Dem nichts und niemand der Anbetung würdig ist.

Ich ging zu Scheich Ibn Baz. Scheich Ibn Baz sagte: „Ich werde (Scheich Rabie‘) beraten.“ Ich ging zu ihm und sagte: „Ich habe erfahren, dass du mich beraten willst.“ Er antwortete: „In der Tat.“ Ich sagte: „Was ist dein Ratschlag?“ Er antwortete: „Mein Ratschlag ist: Wenn (Muhammad) Ibn Ibrahim (der früheren Mufti von Saudi-Arabien und der Lehrer von Ibn Baz) oder Ibn Baz sich irrt, widerlege sie.“ Bei Allah, außer Dem nichts und niemand der Anbetung würdig ist.

Wenn eine Person in einer seiner Unterrichte oder Treffen etwas falsches sagte, widerlegte Ibn Baz dies. Jeder weiß dies; alle früheren Studenten der (islamischen) Universität wissen dies über Ibn Baz. Er ließ niemals einen Fehler ohne Widerlegung (Korrektur). Ein Fehler in einer Zeitung, einem Magazin, einer Seite, irgendwo, Ibn Baz wäre nicht still geblieben, er würde es widerlegen, barakAllahu feek.

Und er ermutigte die Salafis, zu widerlegen, und er unterstützte sie.

Dies ist die Manhaj der Salaf. Ich bitte Allah, uns und euch alle, darin zu festigen, und uns wahres Wissen und Einsicht in die Religion zu schenken. Wahrlich, unser Herr ist Der, Der die Gebete hört und erhört. Und möge Allahs Segen und Frieden auf dem Propheten Muhammad, auf seiner Familie und seinen Begleitern sein.

genutztes Video: http://www.youtube.com/watch?v=owwctw2vUIA&feature=plcp

9. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Al-Albaaniyy, Al-Fauzaan, Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Madkhali, Moses / Musa, 'alaihi salaam, Salafi, Schaykhu-l-Islaam ibn Taymiyyah | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Drei Ratschläge

Bismillah

Über Abu Ayyub Al-Ansaari:
Ein Mann kam zum Propheten, sallallahu ‚alaihi wa sallam, und sagte:
„Oh Gesandter Allahs, gib mir Rat und fasse ihn zusammen.“
Der Prophet, sallallahu ‚alaihi wa sallam, sagte (ungefähre Bedeutung):
„Wenn du im Gebet stehst, dann bete, als wenn es dein letztes Gebet wäre. Benutze keine Worte, für die du dich morgen entschuldigen müßtest, und sei ohne Hoffnung auf das, was in der Hand der Menschen liegt.“
(Musnad Ahmad, authetifinziert von Al-Albani)

Scheich Abdur-Rahmaan bin Naasir As-Si’di (möge Allah ihm gnädig sein) sagte über diese Überlieferung:

„Dies sind drei Ratschläge, und wie schön sind sie. Wenn der Diener sich daran hält, werden seine Angelegenheiten komplett, und er wird erfolgreich sein.

Der erste Ratschlag beinhaltet das Vervollständigen des Gebetes und das Streben danach, es in der besten Art und Weise zu verrichten. Dies geschieht dadurch, dass er (der Diener) sich selber zur Rechenschaft zieht über jedes Gebet, welches er betet, und auch, dass er vervollständigt, was im Gebet pflichtmässig und was empfehlenswert ist. Er verwirklicht darin den Zustand des Ihsaan (Perfektion), welches der höchste aller Zustände ist. Dies tut er, indem er sich beim Stehen im Gebet vorstellt, dass er vor seinem Herrn steht, und dass er Ihn anspricht mit dem, was er in seiner Rezitation sagt, mit Worten des Gedenkens und der Bitte. Er macht sich selbst demütig gegenüber Ihm, in seinem Stehen, Beugen, Niederfallen, Sich-Erniedrigen und -Erheben im Gebet. Was ihm bei diesem edlen Ziel helfen wird, ist, dass er sich darauf (das oben genannte) festlegt, ohne zu schwanken, und keine Faulheit des Herzens. Er stellt sich auch in jedem Gebet vor, dass dies sein letztes Gebet sein könnte, als ob er nach diesem Gebet kein weiteres Gebet beten würde. Man weiß, dass derjenige, der Abschied nimmt, mit seinem Äußersten strebt, und sich in seiner Sache anstrengt mit aller Kraft, die er zur Verfügung hat. Er hört nicht auf, diese positiven Bedeutungen und starken Mittel (zur Erreichung) mit sich zu tragen, bis die Sache einfach für ihn wird und er sich daran gewöhnt. Das Gebet, welches in dieser Art und Weise verrichtet wird, schützt den Betenden vor allen abscheulichen Eigenschaften und ermutigt ihn, alle schönen Eigenschaften zu wahren. Dies ist wegen der Wirkung des Ansteigens des Glaubens, des Lichtes im Herzen, der Glücklichkeit und des absoluten Wunsches nach Gutem in sich selbst.

Der zweite Ratschlag: Das Hüten der Zunge und das genaue Wachen darüber. Tatsächlich ist das Hüten der Zunge die Drehachse (des eigenen Lebens), und es ist die Kontrolle über die Angelegenheiten des Dieners. Darum kontrolliert der Diener seinen ganzen Körper, wenn er seine Zunge kontrolliert. Jedoch wenn seine Zunge ihn kontrolliert, und ihn nicht vor schlechter Rede schützt, dann werden seine Angelegenheiten wahrlich zügellos, was seine Religion und sein weltliches Leben betrifft. Daher sollte er nicht sprechen, außer wenn er weiß, dass es seiner Religion und seinem weltlichen Leben nutzen wird. Jede Rede, die möglicherweise verursachen würde, dass er kritisiert wird oder sich entschuldigen muss, soll er unterlassen. Denn wenn er sie ausspricht, dann wird diese Rede ihn besitzen, und er wird ihr Gefangener. Oder sie bringt ihm möglicherweise Schaden, welchen er nicht mehr abwenden kann.

Der dritte Ratschlag: Man soll sich darauf festlegen, mit Allah allein verbunden zu sein, was die Angelegenheiten des Lebens und des Jenseits angeht. Man fragt niemanden außer Allah, und man verlangt nach nichts außer der Gunst Allahs. Der Diener legt sich darauf fest, ohne Hoffnung zu sein auf das, was in den Händen der Menschen liegt (er hofft nicht, von ihnen das zu bekommen, was sie haben). Tatsächlich ist das Aufgeben der Hoffnung (auf das, was in den Händen der Menschen liegt) ein Schutz. Wer die Hoffnung aufgibt, etwas zu haben, wird davon unabhängig. So wie er mit seiner Zunge niemanden außer Allah um etwas bittet, so verbindet er sein Herz mit niemandem außer Allah. Daraus resultiert, dass er wirklich ein Diener Allahs bliebt, frei von der Dienstbarkeit der Schöpfung. Er hat sich sicher von ihrer Slaverei befreit und dabei Ehre und Adel gewonnen. Denn wahrlich, wer an der Schöpfung hängt, erwirbt Schande und Niedergang gemäß des Grades der Anhänglichkeit.
Und Allah weiß es am besten.“

Entnommen aus „Bah-ja-tu Quloob al-Abraar. Explanation of Hadeeth 74“

Möge Allah diese Worte des Wissens und der Weisheit für uns alle nützlich machen, in diesem Leben und im Jenseits. Amin.

Abu Yusuf Khaleefah Brooklyn NYC
8th of Ra-bee‘ ath-Thaanee 1431h. March 23 2010

übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas

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On Abu Ayyoob al-Ansaaree: A man came to the Prophet and said „Oh Messenger of Allaah give me advice and summarize it“. The Prophet (sallallaahu alayhi wa sallam) said (what means) „When you stand to pray, pray as if it is your last pray, don’t speak with that which you would apologize for tomorrow,and be hopeless for that which is in the hands of the people“ (Musnad Ahmad/Authenticated by al-Albaanee)

Shaykh Abdur-Rahmaan bin Naasir as-Si’dee (may Allaah have mercy upon him said about this narration): „These are three pieces of advice and how beautiful they are . If the servant holds on to it, his affairs would be complete and he will be successful. The first piece of advice consist of completing the prayer and striving to perform it in the best manner.That is by him (the servant) taking account of himself for every prayer that he prays, also that he will complete all of that which is within the prayer from that which is obligatory and recommended. He actualizes the state of Ihsaan (perfection) in it which is the highest of states. That is by him standing in the prayer bringing to mind his standing in front of his Lord, and that he is addressing Him with that which he says from his recitation, words of remembrance and supplication. He humbles himself to Him in his standing, bowing,prostration, lowering of himself and rising up in the prayer. That which will aid him upon this noble goal is settling oneself upon that (which was mentioned) without wavering and no laziness of the heart. He also brings to mind in every prayer that it is the last prayer as if he will prayer no other prayer. From that which is known that the one who is bidding farewell strives with his utmost and exerts himself in his affair with all that is at his disposal. He does not cease to carry these beneficial meanings and strong means (of attainment) until the matter becomes easy for him and he becomes accustomed to that. The prayer (being performed) in this manner prevents the one who is praying from every repugnant characteristic and encourages him to observe every beautiful characteristic. That is due to the effects of the increase of faith, the light of the heart, its happiness,and complete desire for the good within himself. As for the second advice: It is the preserving of the tongue and closely watching over it. Indeed upon the preservation of the tongue there is the pivot (of ones life)and it is the controlling of affair of the servant. Therefore when the servant controls his tongue he controls all of his limbs. However when his tongue controls him and doesn’t protect him from the harmful speech then indeed his affair(s) become disorderly in his religion and worldly life. Therefore he should not speak with any speech except that he knows its benefit in his religion and his worldly life. Every speech that possibly has in it something that the person will be criticized for or apologize for then let him leave it. That is because if he speaks with it his speech owns him and he becomes a prisoner of it. Or it is possible that it brings about a harm upon him and he wont be able to fend it off. As for the third advice: It is settling oneself upon being connected to Allaah alone in the affairs of his lively hood and hereafter. He doesn’t ask anyone except for Allaah. Nor does he desire (anything) except for His bounty. He settles within himself the despair for that which is in the hands of the people (he doesn’t hope for getting from them what they have). Indeed giving up hope (for that which is in the hands of the people) is a protection. Whoever gives up hope for having something becomes independent of it. So just as he doesn’t ask with his tongue except Allaah, likewise he doesn’t connect his heart to anyone except for Allaah. As a result of that he truly remains a servant of Allaah, free from the servitude of the creation. He certainly has freed himself from their slavery and he has earned by way of that the honor and the nobility. For indeed the one who is attached to the creation earns the disgrace and the downfall according to the degree of his attachment to them (the creation) and Allaah knows best“.

Taken from Bah-ja-tu Quloob al-Abraar. Explanation of Hadeeth 74.

May Allaah make these words of knowledge and wisdom a benefit for us all in this life as well as in the hereafter. Aameen

Abu Yusuf Khaleefah Brooklyn NYC
8th of Ra-bee‘ ath-Thaanee 1431h. March 23 2010.

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http://www.calgaryislam.com/articles/islaamic2/tazkiyah/350-three-beautiful-pieces-of-advice.html

30. September 2012 Posted by | andere Sprachen, Das Gebet (Salaah), Du'aa (Bittgebete), Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Imaan, Sprechen | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Muss ich mich der „Salafiyyah“ zuschreiben? (Frage/Antwort)

Frage:
Ich möchte gerne wissen ob etwas falsch daran ist, wenn ich mich nicht einen Mazhab zuschreibe? Ich habe von beiden gelernt, von Salafis und von Sunnis (versuche mich an den Koran und die Sunnah zu halten), aber möchte nicht behaupten das ich einem von beiden zugehörig bin, den ich habe die Befürchtung das ich zu Stolz werde, und ich deshalb die Wahrheit ablehne, wenn sie von einer anderen Quelle kommt.
In anderen Wörtern, ich möchte nicht wie einige Leute werden, die sich einen Mazhab zuschreiben, und sich nicht ändern wollen, auch wenn der Beweis gegen sie ist. Bitte gib mir einen Ratschlag.

Antwort:
Die Frage erfordert zuerst eine Klärung. Es sieht so aus, als ob der Fragende im ersten Teil der Frage über das blinde folgen der Mazhab fragt. Dann verweist er auf das Folgen eines allgemeinen Manhaj (Methodologie), den Mazhab von Fiqh, und den Salafi/- oder Sunni Manhaj. Dann macht er einen Unterschied zwischen einen Salafi und einen Sunni, obwohl der Salafi einer ist, der der Sunnah des Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam) folgt, wie es die Salaf (us salih) (rechtschaffenen Vorfahren) verstanden haben, möge Allah sie belohnen.

Also ist jeder Salafi ein Sunni, und jeder Sunni ein Salafi. Und bei der Benutzung des Wortes „Salafi“ geben wir dem Wort „Sunni“ die treffendste Bedeutung. Anhand seiner Aussage in der Frage: “Ich lerne von beiden, den Salafis und den Sunnis” erscheint es so, als ob ein Unterschied zwischen einem Salafi und einem Sunni gemacht wird. Es kann daraus verstanden werden, dass der Fragende nicht versteht, das Salafiyyah und Sunniyyah ein und dasselbe sind, und dass jeder Salafi ein Sunni ist, und jeder Sunni ein Salafi ist …

[ Jemand unterbricht, “Oder es kann sein, das er von Sunnis lernt, und damit gemeint ist, das es Sufis sind, die behaupten Sunnis zu sein, und behaupten „wir sind Ahlu-Sunnah“?]

Also besteht hier Verwirrung über die Namen. Wenn das der Fall ist, das Sufis behaupten Sunnis zu sein, obwohl sie eigentlich Sufis sind, dann ist dies eine starke Art von Täuschung, wovor gewarnt werden muss. [1]

Wie auch immer, lasst mich die Frage wiederholen und dann beantworten:
Ist der Muslim dazu verpflichtet einem Fiqh-Mazhab zu folgen? Und ist der Muslim dazu verpflichtet der Salafiyyah zu folgen, oder kann er auch dem Manhaj von anderen Gruppen und Parteien folgen, wie dem Manhaj von den Tablighis (Jamaa´atu Tabligh), den Sufis, den Ichwanis (Ichwan al-Muslimun), den Tahriris (Hizb ut-Tahrir), usw.?

Was das Folgen eines Fiqh-Mazhabs angeht, wie dem Hanafi-Mazhab, Maliki Mazhab, Schafi´i Mazhab oder dem Hanbali Mazhab, so sage ich: Die Grundregel bezüglich dieser Angelegenheit ist, das der Muslim nicht verpflichtend ist einer von diesen vier Mazhab zu folgen.

Der Gesandte (sallAllahu alayhi wa sallam) hat die Leute nur zum Buch (Koran) und der Sunnah gerufen. Und er hat ihnen erklärt, dass sie das Buch und die Sunnah so verstehen müssen, wie es die Gefährten verstanden haben. Er hat auch betont, den vier Rechtgeleiteten Khalifen zu folgen. Dies war der Fall bis zur Zeit der vier Imame des Fiqh und anderen. Es war für den Muslim nie verpflichtend einem der vier Mazhab zu folgen.

Aufgrund dessen, sage ich, dass die korrekte Einstellung ist, dass der Islam von dem Muslim nicht fordert, einer der vier Mazhab zu folgen. Dies ist klar, inschaa‘Allah.

Der Muslim soll sich selber bewerten. Wenn er meint, das er den Stand des Ijtihad (selber Urteile fällen können, aufgrund der Beweise von Koran und Sunnah) erreicht hat, und in die Beweise schauen kann, dann muss er in die Beweise schauen, und das folgen was am klarsten ist, auch wenn es im Widerspruch mit Hanafi, Maliki, Schafií oder dem Hanbali Mazhab steht. Es ist nichts Schlimmes daran, den das wichtige ist, das wir den Beweisen folgen.

Wenn der Muslim nicht in der Lage dazu ist, in die Beweise zu schauen, und Ijtihad zu machen, dann ist es für ihn verpflichtend die Leute des Wissens (Ahlul-Ilm) zu fragen. Diejenigen die dafür bekannt sind, das sie sich an Koran und Sunnah, im Lichte der aufrichtigen Salaf halten. Dies ist darauf begründet das Allah (subhanahu wa ta´ala) sagt: „Fragt die Leute des Wissens, wenn ihr nicht wisst.“ (an-Nahl:43)

Deswegen sollte der “gewöhnliche” Muslim, der nicht dazu in der Lage ist in die Beweise zu schauen und kein Ijtihad machen kann, die Leute des Wissens (Ahlul-Ilm) fragen. Und die Angelegenheiten der Religion, die er braucht, von ihnen lernt, ohne das er sich einem bestimmten Mazhab zuschreibt. Wie ein Gelehrter sagte: „Der Mazhab eines gewöhnlichen Muslims, ist der, von jenem, der ihm die Fatwa gab.“

Eine letzte Sache noch, bevor ich auf den nächsten Teil der Frage eingehe: In unserer Zeit, und auch in der Zeit vor uns, gibt es große Gelehrte die sich einem Mazhab zugeschrieben haben, obwohl sie in Wahrheit den Beweisen gefolgt sind. Deren Zuschreibung zu einem Mazhab kam daher, dass sie einen bestimmten Mazhab studiert haben, oder das dieser Mazhab in dem Land, aus dem sie kamen vorherrschend war. Infolgedessen hat man sich diesem Mazhab zugeschrieben und nicht etwa, weil sie blinde Anhänger dieses Mazhabs waren.

Zum Beispiel wird gesagt, dass Ibn Taymiyyah ein Hanbali war, obwohl er in Wahrheit den Beweisen gefolgt ist. Es wird gesagt, dass Ibn Qayyim auch ein Hanbali war, obwohl er in Wahrheit den Beweisen gefolgt ist. Es wird gesagt, das Ibn Hajj ein Schafi´i war, obwohl er in Wahrheit den Beweisen gefolgt ist. Es wird gesagt, das Al-Laknawi ein Hanafi war, obwohl er in Wahrheit den Beweisen gefolgt ist. Es wird über Shaykh Ibn Baz und Shaykh Ibn Uthaymin gesagt, dass sie Hanbalis waren, obwohl sie in Wahrheit den Beweisen gefolgt sind. Es wird gesagt, das Shaykh Muhammad ibn Ibrahim ein Hanbali war, obwohl er in Wahrheit den Beweisen gefolgt ist. Es wird gesagt, das Shaykh Al-Fauwzan ein Hanbali ist, obwohl er den Beweisen folgt.

Der Manhaj all dieser großartigen Gelehrten war, das sie im Einklang zu den Beweisen, Rechtsgutachten (Fataawa) gegeben haben. Wenn die Beweise sie erreicht haben, dann sind sie ihnen gefolgt. Wenn sie keine Beweise hatten, dann haben sie die Fatwa im Einklang ihres Mazhabs gegeben. Sie haben eine Erklärung aufgrund dessen was sie in ihrem Mazhab gefunden haben, gegeben. Das ist ein wichtiger Punkt, den wir beachten müssen, wenn wir darüber sprechen, dass jemand einen Mazhab folgt.

Wir sagen nicht, das jeder ein Mujtahid (einer, der Ijtihad machen kann) sein, und den Beweisen folgen muss. Ohne Zweifel sind die gewöhnlichen Muslime nicht in der Lage dazu, Ijtihad zu machen und in die Beweise zu schauen. Wir sagen aber auch nicht, dass jeder einen bestimmten Mazhab folgen muss. Was wir sagen ist, dass jeder, der in der Lage dazu ist, in die Beweise zu schauen und von dieser Grundlage aus seine Entscheidung trifft, der sollte Ijtihad machen. Er sollte in die Beweise schauen und ihnen folgen.

Und sein Stand, das er einer ist, der Ijtihad machen kann und in die Beweise schaut, sollte ihn nicht davon abhalten, sich dem Mazhab zuzuschreiben den er studiert hat, oder der in seinem Land vorherrschend ist. Oder das er von dem Mazhab-Imam nimmt, der am nächsten an der Wahrheit ist, falls er keinen Beweis gefunden hat. Dies hat keinen Schaden für denjenigen der Ijtihad macht und den Beweisen folgt.

Was denjenigen angeht der diesen Stand nicht erreicht hat, der muss die Leute des Wissens (Ahlul-Ilm) fragen. Wie Allah (subhanehu wa ta´ala) sagt: „Fragt die Leute des Wissens, falls ihr nicht wisst.“ (an-Nahl:43)

Wenn er fragt, dann sollte er sich sehr Bemühen und sich sicher sein, das er jemanden fragt, der von den Ahlul-Ilm ist, und er sollte nicht nur diejenigen fragen, die sich einem bestimmten Mazhab zuschreiben. Vielmehr sollte er dem folgen, was der Gelehrte ihm als Fatwa gegeben hat, solange er (der Gelehrte) es beweisen kann.
Und Allah weiß es am besten.

Was den zweiten Teil der Frage angeht, der darauf bezogen ist, sich dem Manhaj der so genannten „Bewegungen“ zuzuschreiben, wie man sie nennt, so sage ich, das der Muslim dazu verpflichtet ist, sich den Salafi-/ Sunni-Manhaj zuzuschreiben. Weiter, sage ich, dass der wahre Islam, der ist, das man befolgt, worauf der Gesandte (sallAllahu alayhi wa sallam) und seine Gefährten waren.
Man hat die Religion so zu verstehen, wie sie die Rechtschaffenden Vorfahren verstanden haben. Der Muslim ist in der Tat dazu verpflichtet diesem Manhaj zu folgen. Es ist für den Muslim nicht erlaubt das zu verlassen worauf der Gesandte (sallAllahu alayhi wa sallam) und seine Gefährten waren, egal aus welchem Grund.

Daher ist dies der Manhaj, der gerade Weg, auf dem eine Person Erlösung am Tag des Gerichts (Jauwmal Qiyama) bekommen wird, inschaa‘Allah. Der Gesandte (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte: „Die Juden spalten sich in 71 Sekten/Gruppen, die Christen spalten sich in 72 Sekten/Gruppen. Meine Nation (Ummah) wird sich in 73 Sekten/Gruppen spalten. Alle werden im Höllenfeuer eingehen, außer eine.“ Es wurde gefragt. “Wer sind sie, oh Gesandter Allahs?” Er antwortete. „Jene, worauf ich und meine Gefährten sind.“
(authentischer Hadith, überliefert von Abu Dawud, at-Tirmidhi, Ibn Majah und anderen. Al-Albani hat über die verschiedenen Überlieferungsketten diskutiert und diese behandelt in seinem Silsilatul-Ahaadith-Sahihah (203-204))

Dies ist der Salafi-Manhaj. Es ist das Befolgen des Gesandten (sallAllahu alayhi wa sallam) und seiner Gefährten (radiAllahu anhumma). Also können wir die neuen Muslime fragen: „Du bist nicht dazu verpflichtet diesem Manhaj zu folgen?“ Nein! Vielmehr sagen wir: „Dein Islam wird niemals richtig sein, bis du dem folgst, worauf der Gesandte (sallAllahu alayhi wa sallam) und seine Gefährten waren. Wer auch immer im Widerspruch zu dem, worauf der Gesandte (sallAllahu alayhi wa sallam) und seine Gefährten waren, ist von den Leuten der Spaltung, und innerhalb der 72 Sekten/Gruppen.
Er ist immer noch Muslim, doch er ist auch unter denen, die mit der Drohung in oben genannten genannten Hadith angesprochen werden. Und zwar: „Alle werden im Höllenfeuer sein, außer eine.“ Wenn ich sage: “Er ist mit unter denjenigen, die mit dem Höllenfeuer bedroht werden, wie in dem Hadith erwähnt”, dann meine ich damit, dass er unter dem Willen Allahs steht. Wenn Allah will, bestraft er ihn, und wenn Er will, vergibt er ihm.

Infolge des im Widerspruch-Stehens zu dem, worauf der Gesandte (sallAllahu alayhi wa sallam) und seine Gefährten waren, fällt jener unter eine der zwei Kategorien:
1) Sein Widerspruch wirft ihn aus der Religion, dann ist er einer von den Ungläubigen.
(2) Sein Widerspruch wirft ihn nicht aus der Religion, somit ist er einer von den Leuten des Ungehorsams und der Erneuerung (Ahlul-Bida‘), und somit ist er von den 72 Sekten/Gruppen und fällt unter die Bestrafung.
Und Allah weiß es am besten.

Hiermit haben wir zwischen dem Befolgen eines Fiqh-Mazhab und den Angelegenheit bezüglich des Befolgens des Salafi-Manhaj unterschieden. Der Muslim ist nicht dazu verpflichtet, einem Mazhab zu folgen. Aber was das folgen des Salafi-Manhaj angeht – also die Religion im Lichte worauf der Gesandte (sallAllahu alayhi wa sallam) und seine Gefährten waren, also dem Weg der Salaf folgen – so sage ich, dass dies der wahre Islam ist.
Wer sich auch immer davon entfernt, entfernt er sich vom wahren Islam. Und seine Abweichung vom wahren Islam ist entweder eine Abweichung, die ihn ganz aus dem Islam wirft, oder diese Abirrung vom geraden Weg macht ihn von den Leuten der Erneuerung (Ahlu-Bida‘), oder den Leuten des Ungehorsam, die auf der Flachheit sind und somit fällt er unter die 72 Sekten/Gruppen.
Und Allah weiß es am besten.

Schaykh Muhammed ´Umar Bazmul, Lehrer an der Umm Al-Quraa Universität in Mekka

Aus einer Kassette, die aufgenommen wurde mit der Erlaubnis des Schaykhs. Nummer der Kassette: AAMB040, am 17.8.1423
_______________________
[1] Dies ist der Fall mit vielen abgeirrten Gruppen von heute. Sie versuchen einen Unterschied zwischen Salafiyyah und Ahlus-Sunnah zu machen. Sie sagen das Salafiyyah eine neue Sekte oder Mazhab ist, die anders ist, als Ahlus-Sunnah. Doch in Wahrheit ist es ein und dasselbe, wie der Schaykh erklärt hat.
Diese Verwirrung kommt von verschiedenen Gruppen, wie von Jama´tu Tabligh, den Naqschibandis und anderen Sufi-Gruppen. Während sie behaupten, dass sie von Ahlus-Sunnah sind, obwohl sie in Wahrheit von den Ahlu-Bida‘ (Leuten der Erneuerung) sind, und weit entfernt von der Sunnah.

http://islamfatwa.de/manhaj/112-das-folgen-der-salaf-us-salih/244-muss-ich-mich-der-salafiyyah-zuschreiben

10. September 2012 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Salafi | , | Hinterlasse einen Kommentar

Meinung von Gelehrten zum Thema Demonstration

Frage:

Was ist das Urteil bezüglich Demonstrationen? Ist es für die Ummah nützlich oder schädlich? Und dürfen Frauen an Demonstrationen teilnehmen? Bārakallahu fīk.

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah!

Die Gelehrten haben sich gegen Demonstrationen ausgesprochen und haben ihre Sichtweise wie folgt belegt:

  1. Demonstrationen sind keine Methode, die der Scharī’ah entsprechen, um sie für die Da’wah anzuwenden. Im Gegenteil, solche Demonstrationen beinhalten meistens mehrere Verstöße gegen die Scharī’ah, die während einer Demonstration immer wieder begangen werden.
  2. Demonstrationen, so wie wir sie heute kennen, sind Neuerungen in der Religion. Die ersten, die solche Demonstrationen durchgeführt haben, war der Westen. Es gibt keine geschichtliche Überlieferung die belegen könnte, dass Muslime solche Demonstrationen durchgeführt haben, weder in der Zeit der Gefährten (Sahabah) noch in der Zeit ihrer Schüler (Tābi’īn). Auch ist nichts darüber bekannt bei den Fiqh-Gelehrten oder bei den Ĥadīth-Gelehrten. Somit ist diese Tat eine Neuerung in der Religion, die hinzugefügt wurde.
  3. Demonstrationen können dazu führen, dass gegen die Herrscher rebelliert wird und man sie zu Ungläubigen erklärt. Demonstrationen sind somit Ursache für den Angriff auf die Ehre der Gelehrten und Herrscher.
  4. Alle Ĥadīthe, die diejenigen erwähnt haben, die es als erlaubt ansehen, solche Demonstrationen durchführen zu können, sind von der Zeit vor der Auswanderung von Mekka nach Medina und somit bevor die Scharī’ah  vervollkommnet wurde. Es ist jedoch bekannt, dass man sich hauptsächlich auf die Gebote und Verbote beziehen soll, die nach der Auswanderung bekräftigt wurden. Was jedoch das Freitagsgebet, die religiösen Feste und andere Versammlungen anbetreffen, zu denen der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – aufgerufen hat, wie das Gebet bei Sonnenfinsternis oder ähnliches, so dienen diese Versammlungen dem Zweck, die Riten des Islam sichtbar zu machen. Dies hat rein gar nichts mit Demonstrieren zu tun.
  5. Demonstrationen können zu Krawalle und Chaos führen. Sie geben aber auch Krawallsuchenden eine Möglichkeit, Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt anzuzetteln.
  6. Demonstrationen sind Nährboden für Rassismus und lassen die Zeit der Unwissenheit wieder aufleben.

Zahlreiche Gelehrte haben sich gegen solche Demonstrationen ausgesprochen und ihren Schaden offen dargelegt.

Scheich Muqbil hat gesagt: „Ich habe – und dafür sei Allah dank – stets vor diesen Demonstrationen in den ’Id- und Freitagspredigten gewarnt.“

Scheich Ben Bāz hat gesagt: „Ich denke nicht, dass Demonstrationen und Aufmärsche von Frauen und Männern, zur Heilung führt. Im Gegenteil, ich sehe es als etwas an, dass zur Fitnah, Übel und zur Unterdrückung einiger Personen führt. Es führt auch in den meisten Fällen dazu, dass man Hass gegen einige Personen empfindet. Die Scharī’ah hat bestimmt, dass man Briefe schreibt, Ratschlag erteilt und zum Guten einlädt. Dies sind die durch die Scharī’ah festgelegten Mittel, die von den Gelehrten erläutert wurden.“

Scheich Ibn ’Uthaimīn hat gesagt: „Deshalb unterstützen wir keine Demonstrationen, Proteste und ähnliches. Wir unterstützen diese unter keinen Umständen, da Verbesserungen auch ohne diese Dinge möglich sind. Es ist ein Fakt, dass es verborgene Kräfte gibt, die solche Aktionen unterstützen, sei es im Verborgenen oder auch öffentlich.“

Scheich Fauzān hat gesagt: „Es liegt kein Nutzen in Demonstrationen – sie sind lediglich Aufruhr. Sie stiften lediglich Verwirrungen und Chaos. Wie soll es dem Feind Schaden zufügen, wenn die Leute rausgehen, in den Strassen demonstrieren und ihre Stimmen erheben? […] Islam ist eine Religion des Friedens und der Ruhe; es ist eine Religion des Wissens. Es ist keine Religion des Geschreis und des Tumults.“

Und Allah weiß es am besten!

http://www.basseera.de/faa/manhadj/verschiedenes/171-sind-demonstrationen-aus-der-sicht-des-islams-erlaubt.html

29. August 2012 Posted by | Al-'Uthaymien, Al-Fauzaan, Aqidah / Manhaj, Bid'ah/Erneuerung, Demonstrationen und andere Angelegenheiten, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Salafi, Umgang mit Nicht-Muslimen | , , , | Hinterlasse einen Kommentar