Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Eine wichtige Lektion für das Gebieten des Guten und das Verbieten des Schlechten

Shaykh ibn Uthaymin (rahimahullah) sagte:

Der welcher das Gute gebietet und das Schlechte verbietet muss sich einer wichtigen Angelegenheit bewusst sein. Und diese ist, dass seine Absicht hierbei ist, seinen Bruder zu einem besseren zu machen.

Und nicht, dass er an ihm Rache übt und ihn ausschließt.

Denn womöglich wird er (der Dawah machende), wenn er in rächerischer Weise auf ihn zukommt und ihn ausschließt, von sich selbst beeindruckt sein.

Und er soll seinen Bruder wertschätzen.

Und es kann sein, dass er ihn von der Barmherzigkeit Allahs ausschließt und sagt: Dieser ist der Barmherzigkeit Allahs fern.

Sodann werden seine Taten zunichte gemacht, wie dies im authentischen Hadith vom Propheten صلى الله عليه وسلم Überliefert wird:

Wahrlich ein Mann sagte zu einem anderen, welcher gegenüber sich selbst unachtsam war:

Bei Allah, Allah wird die Sünden des So und So nicht vergeben.

So sagte Allah der Erhaben: Wer ist derjenige der von mir verliest ich würde dem So und So nicht vergeben?
Wahrlich ich habe ihm bereits vergeben und deine Taten zunichte gemacht.
So achte auf diesen Mann der ein Wort sprach das sein Diesseits und Jenseits zunichte machte.

Es zerstörte all seine Taten und Vorbereitungen.

Und was ihn dazu führte war:
Der Gefallen an sich selbst
Und die Geringschätzung seines Bruders.
Und das Unterschätzen der Barmherzigkeit Allahs.
Solange bis er diese Worte von sich gab.
Und es ergab sich, dass dieses Wort sein Diesseits und sein Jenseits vernichtete.

Entnommen aus : Sharh Riyadh as Salihin 452/3

Übersetzt von : einer vertrauenswürdige Schwester

[12.03.2016, ١٤٣٧/٦/٣ﻫـ]

Advertisements

14. März 2016 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Sprechen | , | Hinterlasse einen Kommentar

Einige Fragen und Antworten bezüglich Yaum Al Arafah (Tag von Arafah)

Bismillah

Es wird von Abu Qatadah al Ansari (radiallahu anhu) berichtet, dass der Gesandte Allahs (sallAllahu aleyhi wa sallam) über das Fasten am Tag von Arafah gefragt wurde und er sagte: „Es tilgt die Sünden des vorangegangenen und kommenden Jahres.“

[Verzeichnet in Muslim 1162]

1.) Was ist Arafah

Shaykh al-Uthaymeen [gest. 1421 nH] Möge Allah barmherzig mit ihm sein, sagte :

Arafah ist ein bekannter Ort um die Ritualen der Hajj zu vollziehen und dort (auf Arafah) zu stehen ist eine Bedingung der Hajj [d.h. es ist etwas, was der Pilgerer tun muss]… Der Gesandte Allahs sagte : ,,Hajj ist Arafah.“

[Authentisch eingestuft von Shaykh Al-Albani in Sunan an-Nisa’i]
2.) Was ist der Tag von Arafah

Er (Shaykh al-Uthaymeen), Möge Allah barmherzig mit ihm sein, sagte auch:

Der Tag von Arafah ist der 9. von Dhul Hijjah, gemäß dem islamischen Kalender. Es wird der Tag von Arafah genannt, weil dies der Tag ist, andem die Pilgerer dort stehen (auf Arafah).
3.) Nutzen dieser prophetischen Tradition :

Shaykh al-Uthaymeen [gest. 1421 nH], Möge Allah barmherzig mit ihm sein, sagte (zusammenfassend) : Einige Nutzen dieser prophetischen Praxis sind folgende :

1. Die Sorgfalt der Gefährten in Bezug auf das Erlernen von nützlichem Wissen

2. Die Belohnung für das Vollziehen einer Tat sind zwei Arten :

a.) Dir wird etwas Wünschenswertes gegeben werden oder

b.) Dir wird etwas unerwünschtes entfernt werden.

Die Belohnung für das Fasten am Tag von Arafah ist die zweite Art (d.h eine unerwünschte Sache die du hast, wird entfernt werden) aufgrund der Aussage des Gesandten Allahs : ,,Das Fasten am Tag von Arafah tilgt die Sünden des vorangegangenen und kommenden Jahres.“

3.) Es ist möglich, dass die vergangenen und ebenso auch die zukünftigen Sünden, gesühnt werden.
4.) Die Fiqh Reglung für das Fasten am Tag von Arafah:

In dem Hanbali Fiqh Buch „Zaad al-Mustaqni“, schrieb Imam al-Hajjawi [gest. 968 nH], Möge Allah barmherzig mit ihm sein : „Und das Fasten am Tag von Arafah ist empfohlen…“
5.) Wenn eine Person die Hajj vollzieht, sollte er oder sie am Tag von Arafah fasten ?

Al-Allamah, Salih Al-Fawzān, Möge Allah ihn bewahren, schrieb :

…die prophetische Rechtleitung lehrte uns, dass es nicht empfohlen ist für den Pilgerer der auf Arafah steht (d.h die Hajj vollzieht) zu fasten. Dies ist, weil der Gesandte Allahs (SallAllahu aleyhi wa sallam) nicht fastete, als er auf Arafah stand.
Der Grund dafür, dass er (sallAllahu aleyhi wa sallam) nicht fastete ist, um Kraft beim Stehen und Flehen bei der Arafah zu haben.

So ist es nicht von dem Weg des Propheten für den Pilgerer am Tag von Arafah zu fasten.
Eher ist es von seinem Weg, an diesem Tag nicht zu fasten (d.h. wenn jemand ein Pilgerer ist und die Hajj vollzieht).
6.) Wann ist der Tag von Arafah?

Dies wurde zu Beginn dieses Artikels genannt, der Tag von Arafah ist der neunte Tag von Dhul Hijja gemäß dem islamischen Kalender.

Dies entspricht Mittwoch dem 23. September 2015, so Allah will.

Möge Allah, der Höchste, den Pilgerern Erfolg und Akzeptanz ihrer Hajj gewähren, und möge Er, der Höchste, denjenigen denen nicht die die Möglichkeit gegeben war die Hajj zu vollziehen, dies in näherer Zukunft gewähren.
Wahrlich, Er ist Derjenige, der fähig ist unsere Bitten zu erhören.

Übersetzung:
eine vertrauenswürdige Schwester
Dhul Hijjah 5, 1435

Quelle:
http://salaf-us-saalih.com/2010/11/13/fasting-on-the-day-of-arafah/

19. September 2015 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Al-Fauzaan, andere Sprachen, Dhu-l-Hijja, der Tag von 'Arafat und das Opferfest, Die Monate des islamischen Jahres, Englisch | | Hinterlasse einen Kommentar

Wie man die Hajj und Umrah vollzieht (PDF)

Hajj und Umrah – SalafiyyatDE- Unterrichte des Wissens, 17.08.2015

19. August 2015 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Al-Hajj | Hinterlasse einen Kommentar

Abwesenheit des Herzens bei der Rezitation von Adhkaar – Al-‚Allamah Ibn ‚Uthaymiin

Die Frage:

Wenn der Mensch die Adhkaar (Bittgebete) rezitiert, die vom Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – überliefert wurden, und sein Herz (dabei) nicht anwesend ist, wird er dann dafür belohnt?

Die Antwort:

Es gibt keinen Zweifel, dass es das Beste ist, wenn der Mensch beim Verrichten von Taten der ‚Ibaadah mit dem Herzen anwesend ist. Aber wenn er sie verrichtet und dabei unaufmerksam ist, so wird er dafür (auch) belohnt.

Denn der Grund seiner Tat ist die Absicht, Allaah – ‚azza wa jalla – nahe zu kommen. Und dies ist Beweis genug für die Belohnung.

Doch ist diese ohne Zweifel unvollständig.

Darum sagt Allaah – ‚azza wa jalla:

Und gehorche nicht jemandem, dessen Herz Wir Unserem Gedenken gegenüber unachtsam gemacht haben …“ [Suurah Al-Kahf: 28]

Und Er sagte nicht: „… dessen Zunge wir unachtsam gemacht haben.“

Und dies ist ein Zeichen, dass es notwendig ist für den Menschen, wenn er Allaah gedenkt, dass er mit dem Herzen dabei aufmerksam ist, so dass sein Herz nicht abwesend ist.

Und der Beweis dafür ist, dass der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – berichtete: „Der Schaytaan (Satan) kommt während des Gebetes zum Menschen und sagt: ‚Denk an dies und das … denk an jenes.‘ Er erinnert ihn an das, was er vergessen hatte.

Und der Gesandte sagte nicht: „Sein Gebet ist (dann) ungültig.“

Dies zeigt uns, dass das Gedenken und jede fromme Tat, mit der der Mensch die Nähe zu seinem Herrn sucht, bei der er unaufmerksam ist, für ihn (trotzdem) Belohnung beinhaltet. Und er wird belohnt für die Verpflichtungen, wenn sie obligatorisch sind.

Aber sie sind unvollständig durch den Mangel der Aufmerksamkeit des Herzens.

Silsilat Liqaa-aat al-Baab Al-Maftuuh, Liqaa Al-Baab Al-Maftuuh [117] Al-Adhkaar wa-l-Ad’iyah, Al-‚Allamah Ibn ‚Uthaymiin – rahimahu Allaah.

السؤال:
إذا قال الإنسان الأذكار الواردة عن الرسول صلى الله عليه وسلم،
و كان قلبه غير حاضر،
فهل يُؤْجَر على هذا؟
الجواب:
لا شك أنّ الإنسان إذا فعل العبادة بحضور القلب فهو أفضل،
لكنْ إذا فعلها مع الغفلة فإنه يؤجر على هذا؛
لأنّ أصل فعله إنما كان عن نية التقرب إلى الله عز وجل،
وهذا كاف لثبوت الثواب،
لكنه يكون ناقصاً بلا شك ؛
ولهذا قال الله عز وجل:
﴿وَلا تُطِعْ مَنْ أَغْفَلْنَا قَلْبَهُ عَنْ ذِكْرِنَا﴾ [الكهف:28]
و لَمْ يقل: مَن أغفلنا لسانه ،
وفي هذا إشارة إلى أنه ينبغي للإنسان عند ذكر الله أنْ يكون حاضر القلب ،
حتى لا يكون قلبه غافلاً ،
ويدل لهذا أن النبي صلى الله عليه وسلم أخبر:
«أن الشيطان يأتي الإنسان في صلاته ويقول: اذكر كذا.. اذكر كذا.. يذكره بما كان ناسياً»
و لَمْ يَقُلْ الرسول:
إنّ صلاته باطلة ،
فدلّ ذلك على أنّ الذكر،و كل قربة يتقرب بها الإنسان إلى ربه مع الغفلة يكون له ثواب فيها،
و تُجْزِئه عن الواجب إنْ كانت واجبة،
لكنها ناقصة بحسب نقص حضور القلب.
[سلسلة لقاءات الباب المفتوح،لقاء الباب المفتوح [117]،
الأذكار والأدعية،العلاّمة ابن عثيمين رحمه الله]

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

28. August 2014 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم) | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Student des Wissens handelt mit Weisheit und feinen Manieren beim Umgang mit Gerüchten.

Bezüglich des Studenten des Wissens, der an erster Stelle steht, um die Gerüchteküche auf eine Art und Weise stillzulegen, die Weisheit und gute Manieren beinhaltet, und der nicht derjenige sein sollte, der Gerüchte verbreitet, beriet der Gelehrte Muhammad Ibn Saalih Al-‚Uthaymiin – rahimahu Allaah – seine Studenten mit folgenden Worten:

Und ich empfehle euch ebenso, eure Zeit nicht mit Beschimpfungen und Beleidigungen zu verschwenden. Nicht gegenüber dem allgemeinen Volk, und nicht gegenüber den Autoritäten unter den Gelehrten und der Führer.

Wir sagen: Jeder macht Fehler, daran gibt es keinen Zweifel. Und niemand ist davor geschützt, Fehler zu machen, außer dem, den Allaah – ‚azza wa jall – davor beschützt hat. Aber sollen wir die Fehler anderer als unsere Fehler auf uns nehmen?

Nein. Wenn jemand anderer als wir einen Fehler macht, dann bitten wir Allaah, ihn erfolgreich zu machen auf dem Weg zu dem, was korrekt ist. Und das ist das Höchste, was wir tun können, wenn wir nicht zu ihm gehen können, um ihm zu erklären, dass er sich im Irrtum befindet.

Und darum sage ich: Immer hören wir über So-und-so, dass er diese-und-jene Aussage machte, die wir als Fehler und nicht richtig ansehen. Aber akzeptieren wir das allein auf Basis dessen, was wir gehört haben und bilden uns deshalb eine Überzeugung über diesen Mann, von dem wir gehört haben, dass er dies gesagt haben soll?

Die Antwort: Du hörst über eine Person, sei es ein ‚Aalim (eine Person des Wissens) oder kein ‚Aalim, ein Amiir (Führer) oder kein Amiir, etwas, das du missbilligst. Entweder (missbilligst du es), weil du die Sache selbst missbilligst, oder weil du es missbilligst, dies von dieser Person getan zu sehen. So nimmst du das, was du auf diese Art gehört hast, im ersten Moment an?

Die Antwort: Nein. Also was ist dann deine Pflicht, zu tun?

Die Antwort: Deine erste Pflicht vor allem anderen ist es, die Korrektheit der Nachricht zu überprüfen. Denn es könnte sein, dass über eine Person etwas berichtet wird, was diese gar nicht getan oder gesagt hat. Also muss es sein, dass du als Erstes die Nachricht überprüfst.

Und ich gebe euch einen Grundsatz, den Schaykhu-l-Islaam – rahimahu Allaah – in seiner Zurückweisung der Raafidah in „Manhaaj As-Sunnah“ erwähnt hat: Wenn eine Aussage eines Raafidiyy erwähnt wurde, so sagte er erst als Antwort: „Ich möchte von dir die Authentizität dieser Information wissen.“
Und das ist richtig so. Denn wenn diese Information nicht korrekt ist, dann beruhigst du dich, du bist also zufriedengestellt.
Wenn du also über eine Person hörst, dass sie etwas getan hat, was verwerflich ist, dann überprüfst du als Erstes die Information.

Wenn die Angelegenheit dann für dich erwiesen ist, dass derjenige, der die Information überbracht hat, verlässlich ist und keine Begierden hatte (die ihn dazu verleiteten), dann obliegt dir die nächste Stufe. Und diese ist, zu überprüfen: Ist diese Aussage oder diese Tat (tatsächlich) etwas Schlechtes? So lange der Mann (der kritisiert wurde) für dich also eine Person des Guten ist, und es nicht möglich scheint, dass er dieses Übel getan hat, dann musst du überprüfen: Ist dies (diese Tat oder Aussage) wirklich etwas Verwerfliches?
Denn es könnte sein, dass man die Angelegenheit im ersten Moment als verwerflich ansieht, dann aber nach einer Bedenkzeit man doch erkennt, dass sie nicht verwerflich ist.
So oft hören wir über So-und-so oder So-und-so etwas, was uns eine Gänsehaut macht, und wovon die Seele abgeschreckt ist; dann, wenn wir uns beruhigt haben sehen wir, dass es doch nichts Verwerfliches ist.

Also ist es notwendig, dass man nachdenkt: Ist dies (diese Tat oder Aussage) verwerflich oder nicht verwerflich?

Dies sind die beiden Stufen: Überprüfung, als Erstes.

Dann folgt Überlegung und Nachdenken darüber, ob dies (diese Tat oder Aussage) verwerflich ist oder nicht.

Die dritte Stufe: Wenn du verifiziert hast, dass es etwas Verwerfliches ist, dann es obliegt dir, dass du dich mit der Person in Verbindung setzt, über die diese Nachricht berichtet wurde, und dass du zu ihr sagst: „Oh So-und-so! Mir wurde über dich dieses-und-jenes berichtet. Ist das korrekt?“
Denn viele unserer eifersüchtigen Brüder, wenn sie überzeugt sind, dass eine Aussage verwerflich ist, kommen zu demjenigen, dem diese Aussage oder Tat zugeschrieben wurde, und sagen zu ihm: „Wir haben über dich dieses-und-jenes gehört. Wie kannst du so etwas sagen? Wie kannst du so etwas tun?“
Na’uudhu bi Allaah (Wir suchen Zuflucht bei Allaah)! Ist dies respektvolles Verhalten?

Die Antwort: Nein. Besonders dann nicht, wenn die Person, die du ansprichst, älter ist als du.

So ist es deine Pflicht, zu ihm zu gehen und zu sagen: „Mir wurde über dich dies-und-jenes berichtet. Ist das korrekt?“
Und wenn du weißt, dass es korrekt ist, sagst du (trotzdem) zu ihm: „Ist das korrekt?“

Eventuell sagt er: „Ja, ich habe das gesagt.“ Dann sagst du zu ihm: „Möge Allaah dir Gutes geben, was war (deine) Absicht hinter dieser Aussage?“ Oder: „Was war deine Absicht hinter dieser Tat?“ – bevor du ein Urteil fällst, dass es etwas Verwerfliches ist.

Denn eventuell gibt es einen Beweis dafür, der dir verborgen geblieben ist. Oder er ist in einer Situation, die von ihm erfordert, diese Tat zu verrichten, aber du weißt das nicht.

Und so (geschah es) ‚Abdullaah ibn ‚Umar – radiy Allaahu ‚anhu, dass er vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – berichtete, wie eine Person im Gebet sitzen sollte. Dann sah ihn einer seiner Söhne mit gekreuzten Beinen sitzen, im Gegensatz zu dem, was er vom Gesandten berichtet hatte. So sagte er zu ihm: „Oh mein Vater, wie kann es sein, dass du mit gekreuzten Beinen sitzt?“
Er antwortete ihm: „Wahrlich, meine Beine sind nicht in der Lage, mich zu halten.“

Hat er nun eine Entschuldigung, gegen die Sunnah zu handeln, oder nicht?

Die Antwortet: Er hat eine Entschuldigung. Denn eventuell hat der Mann, dem diese verwerfliche Aussage oder missbilligte Tat zugeschrieben wurde, eine Entschuldigung, die ihn dazu veranlasste, diese Aussage zu machen oder diese Tat zu verrichten.

Doch diese Diskussion sollte mit guten Manieren und taktvoller Rede geschehen.
So wird dir dann entweder klar, dass er sich auf der Korrektheit befindet und du gibst auf, oder es wird dir nicht klar, dass er sich auf der Korrektheit befindet. Und damit hast du den Beweis über diesen Mann erbracht und bist deiner Verpflichtung nachgekommen.

Und wenn wir auf diese Art und Weise in unseren Angelegenheiten verfahren würden, dann wäre die Sache gut und die Ergebnisse lobenswert. Aber viele der Menschen sind froh, wenn sie etwas hören, womit sie So-und-so kritisieren können, und sie fliegen damit in die fernsten Länder, um es bekannt zu machen. Und das ist ein Problem, vor dem man auf der Hut sein muss oder von dem man sich fernhalten muss.

Wasaayaa wa Taujiihaat li Tullaabi-l-‚Ilm S.147 von Schaykh Muhammad ibn Saalih al-‘Uthaymiin – rahimahu Allaah

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (http://www.quranundhadith.wordpress.com)

Englische Übersetzung: http://islamthestudyguides.com/2014/04/16/the-student-of-knowledge-acts-with-wisdom-and-fine-manners-when-dealing-with-rumours/

*

Original S. 147 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/1.jpg

S. 148 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/2.jpg

S. 149 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/3.jpg

S. 150 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/4.jpg

 

 

 

19. Mai 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, andere Sprachen, Arabisch العربية, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Sprechen | , | Hinterlasse einen Kommentar

Eine der Erneuerungen im Monat Rajab

Schaykh Saalih Al-‚Uthaymiin – rahimahu Allaah – sagte:

Der Hadiith vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam:
Er sagte, wenn der Monat Rajab anbrach: Allaahumma baarik lanaa fiy Rajab und Scha’baan wa balaghanaa Ramadaan.

Aber hört, oh Brüder, was ich sage: Dieser Hadiith ist da’iifun munkar. Es ist nicht sahiih vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – überliefert worden, und darum sollte der Mensch dieses Du’aa‘ nicht benutzen, denn es wurde nicht vom Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – genehmigt.

حديث أن النبي صلى الله عليه وسلم
كان يقول إذا دخل شهر رجب:
„اللهم بارك لنا في رجب وشعبان وبلغنارمضان“
ولكن هذا أيها الأ‌خوة وأسمعوا ما أقول
هذا حديثٌ ضعيفٌ منكرٌ لا يصح عن النبي صلى الله عليه وسلم ولهذا لا‌ ينبغي للإ‌نسان أن يدعو بهذا الدعاء لأ‌نه لم يصح عن رسول الله صلى الله عليه وسلم .

http://www.ibnothaimeen.com/all/khotab/article_468.shtml
Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

4. Mai 2014 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Al-'Uthaymien, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Bid'ah/Erneuerung, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Rajab, Ramadaan, Scha'baan | , | Hinterlasse einen Kommentar

Fatwaa: Was ist das Urteil für jemanden, der zornig wird, wenn ihn ein Übel trifft?

Frage:
Was ist das Urteil für jemanden, der zornig wird, wenn ihn ein Übel trifft?

Antwort:
Die Menschen haben im Zustand eines Übels vier Stufen:

Erste Stufe:
Der Zorn, und er besteht aus verschiedenen Arten:

1.: Der Ärger im Herzen, wie wenn man auf seinen Herrn zornig wird. Man ärgert sich über das, was einem Allaah bestimmt hat, und das ist haraam (verboten). Und es kann sogar zum Kufr (Unglauben) führen. Allaah – ta’aalaa – sagte:
„ومن الناس من يعبد الله على حرف فإن أصابه خير اطمأن به وإن أصابته فتنة انقلب على وجهه خسر الدنيا والآخرة“
„Und unter den Menschen gibt es manchen, der Allaah nur am Rande dient. Wenn ihn etwas Gutes trifft, ist er damit beruhigt, doch wenn ihn eine Versuchung trifft, macht er eine Kehrtwende. Er verliert das Diesseits und das Jenseits.“ [Al-Hajj:11]

2.: Der Zorn ist auf der Zunge, wie wenn man ein Du’aa‘ (Bittgebet) um Vernichtung und Zerstörung und dergleichen macht, und das ist haraam.

3.: Der körperliche Zorn, wie das Schlagen auf die Wangen, das Zerreißen der Kleider, das Ausreißen der Haare und dergleichen, und all dies ist haraam und ist im Gegensatz zur verpflichteten Geduld.

Zweite Stufe:
As-Sabr (Geduld) behalten, wie ein Dichter sagte: „Und die Geduld, wie ihr Name, ist bitter im Geschmack, aber ihre Auswirkungen sind süßer als Honig.
So sieht die Person diese Angelegenheit (das Übel) schwer auf sich lastend, jedoch erträgt sie es, obwohl sie hasst, dass es geschehen ist. Aber durch den Iimaan schützt sie sich vor der Unzufriedenheit und dem Ärger. So sind die Zeiten mit und ohne Übel nicht gleich für sie.
Und dies ist eine Pflicht, weil Allaah – ta’aalaa – die Geduld befohlen hat und sagte:
„واصبروا إن الله مع الصابرين“
„Und seid standhaft! Gewiss, Allaah ist mit den Standhaften.“ [Al-Anfaal:46]

Dritte Stufe:
Das Zufrieden sein, so dass der Mensch einverstanden ist mit dem Übel. Es ist ihm gleich, ob es geschieht und nicht, es ist nicht schwer für ihn, dass es passiert, und er erträgt es nicht als eine schwere Bürde.
Und dies ist mustahabb (erwünscht), aber nicht verpflichtend, gemäß der korrektesten Meinung.
Der Unterschied zwischen dieser und der vorangegangenen Stufe ist offensichtlich, da das Geschehen oder Nicht-Geschehen des Übels ihm gleich ist durch seine Zufriedenheit, im Gegensatz zur vorigen Stufe, in der ihm das Übel schwierig ist, er aber trotzdem Sabr behält.

Vierte Stufe:
Die Dankbarkeit, und dies ist die höchste Stufe. Dies ist, wenn der Mensch Allaah dankt für das, was einen an Übel heimsucht. Er weiß, dass dieses Übel ein Grund für das Auslöschen der Sünden und möglicherweise für die Steigerung seiner guten Taten ist.
Der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte:
„ما من مصيبة تصيب المسلم إلا كفر الله بها عنه حتى الشوكة يشاكها“
„Es gibt kein Übel, das den Muslim trifft, außer dass Allaah ihm dafür (seine Sünden) sühnt, sogar wenn ein Dorn ihn sticht.“ [Sahiih Al-Bukhaariyy 56:40]

Quelle: Muhammad Ibn Saalih Al-‚Uthaymiin, Fataawaa Arkaan Al-Islaam, S. 126, Frage 64

*

ما حكم من يتسخط إذا نزلت به مصيبة؟ لفضيلة الشيخ محمد بن صالح العثيمين رحمه الله
السؤال :
ما حكم من يتسخط إذا نزلت به مصيبة؟
الجواب :
الناس حال المصيبة على مراتب أربع:

المرتبة الأولى : التسخط وهو على أنواع:
النوع الأول : أن يكون بالقلب كأن يسخط على ربه يغتاظ مما قدره الله عليه فهذا حرام ، وقد يؤدي إلى الكفر قال – تعالى : (ومن الناس من يعبد الله على حرف فإن أصابه خير اطمأن به وإن أصابته فتنة انقلب على وجهه خسر الدنيا والآخرة ) الحج 11
النوع الثاني: أن يكون باللسان كالدعاء بالويل والثبور وما أشبه ذلك ، وهذا حرام.
النوع الثالث: أن يكون بالجوارح كلطم الخدود ، وشق الجيوب ، ونتف الشعور وما أشبه ذلك وكل هذا حرام مناف للصبر الواجب.

المرتبة الثانية: الصبر وهو كما قال الشاعر :
والصبر مثل اسمه مر مذاقته لكن عواقبه أحلى من العسل
فيرى أن هذا الشيء ثقيل عليه لكنه يتحمله وهو يكره وقوعه ولكن يحميه إيمانه من السخط ، فليس وقوعه وعدمه سواء عنده وهذا واجب لأن الله تعالي أمر بالصبر فقال: (واصبروا إن الله مع الصابرين) الأنفال46 .

المرتبة الثالثة: الرضا بأن يرضى الإنسان بالمصيبة بحيث يكون وجودها وعدمها سواء فلا يشق عليه وجودها ، ولا يتحمل لها حملاً ثقيلاً ، وهذه مستحبة وليست بواجبة على القول الراجح ، والفرق بينها وبين المرتبة التي قبلها ظاهر لأن المصيبة وعدمها سواء في الرضا عند هذا أما التي قبلها فالمصيبة صعبة عليه لكن صبر عليها.

المرتبة الرابعة: الشكر وهو أعلى المراتب ، وذلك بأن يشكر الله على ما أصابه من مصيبة حيث عرف أن هذه المصيبة سبب لتكفير سيئاته وربما لزيادة حسناته قال صلى الله عليه وسلم „ما من مصيبة تصيب المسلم إلا كفر الله بها عنه حتى الشوكة يشاكها“.

المصدر :
فتاوى أركان الإسلام لفضيلة الشيخ محمد بن صالح العثيمين رحمه الله ص126

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

24. Dezember 2013 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, andere Sprachen, Arabisch العربية, Du'aa (Bittgebete), Heimsuchungen und das Ende der Welt, Imaan, Sprechen | , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

„Warum spricht der Mensch ein Du’aa‘ und es wird nicht beantwortet erhört? Allaah – ‚azza wa jall – sagt: ‚Ruft Mich an, so erhöre Ich euch.’“

duaaSchaykh Muhammad Ibn Saalih Al-‚Uthaymiin – rahimahu Allaah ta’aalaa – wurde gefragt:
Warum spricht der Mensch ein Du’aa‘ und es wird nicht beantwortet (erhört)? Allaah – ‚azza wa jall – sagt: ‚Ruft Mich an, so erhöre Ich euch.‘?

Der Schaykh – rahimahu Allaah – antwortete:
Al-hamdu lii Allaah, dem Herrn der Welten. Mögen die Gebete und der Frieden auf unserem Propheten Muhammad, seiner Familie und seinen Gefährten sein. Und ich bitte Allaah für mich und meine muslimischen Brüder um die Fähigkeit zur Korrektheit in der Aqiidah, der Rede und den Taten.

Allaah – ‚azza wa jall – sagt: „Euer Herr sagt: „Ruft Mich an, so erhöre Ich euch. Gewiß, diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Hölle gedemütigt eingehen.“[Qur-aan 40:60]

Der Fragende sagt, dass er Allaah – ‚azza wa jall – anrief, aber Allaah ihm nicht geantwortet hat. So bekommt er Zweifel an diesem noblen Aayah, in dem Allaah – ta’aalaa – verspricht, dass Er demjenigen antworten wird, der ein Du’aa‘ an Ihn richtet. Doch Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – bricht Sein Versprechen nicht.

Und die Antwort darauf ist, dass bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Du’aa‘ beantwortet wird. Und diese sind:

Erste Bedingung: Der Ikhlaas gegenüber Allaah – ‚azza wa jall, denn der Mensch muss aufrichtig in seinem Du’aa‘ sein und sich so an Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – richten, mit aufmerksamem Herzen, wahrhaftig in seinem Wenden an Ihn, wissend, dass Er – ‚azza wa jall – fähig ist, die Bittgebete zu beantworten, und in der Hoffnung, dass es von Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – beantwortet wird.

Zweite Bedingung: Der Mensch muss während des Du’aa‘ empfinden, dass er Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – braucht, Ihn wahrlich dringend braucht. Und Allaah – ta’aalaa – ist der Einzige, der die Bittgebete desjenigen erhört, der in Not ist, und Derjenige, der das Schlechte entfernt.

Dritte Bedingung: Dass man das Essen von Haraam (Verbotenem) vermeidet. Denn wenn man Haraam verspeist, bildet dies eine Barriere zwischen dem Menschen und der Erhörung seines Du’aa‘. Wie im Sahiih vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – überliefert wurde, der sagte: „Wahrlich, Allaah ist gut und akzeptiert nur das Gute. Und wahrlich, Allaah hat den Mu-minuun (Gläubigen) befohlen, zu tun, was Er den Gesandten zu tun befohlen hat.“
Allaah – ta’aalaa – sagte: „Oh ihr, die ihr glaubt, esst vom Guten, mit denen ich euch versorgt habe.“ [Suuratu-l-Baqarah 2:172]
Und Er – ta’aalaa – sagte: „Oh ihr Gesandten! Esst von den Guten Dingen und verrichtet rechtschaffene Taten.
Dann erwähnte der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – den Mann, der von einer langen Reise kam und mit Staub bedeckt und zerzaust war, seine Hände zum Himmel ausstreckte und sagte: “Oh Herr! Oh Herr!”, während sein Essen Haraam war, sein Getränk Haraam war und er von Haraam gespeist war. Da sagte der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam: “Wie kann er so erhört werden?[Muslim Nr. 1015 über Abuu Hurayrah – radiy Allaahu ‚anhu]

Dann erklärte der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam, warum sein Du’aa‘ nicht erhört wurde, obwohl die offensichtlichen Faktoren für die Erhörung erfüllt worden waren, welche sind:
1.: Das Erheben der Hände zum Himmel, also zu Allaah – ‚azza wa jall, weil Allaah – ta’aalaa – im Himmel über dem Thron ist. Das Ausstrecken der Hände zu Allaah – ‚azza wa jall – gehört zu den Gründen für das Erhören des Du’aa‘, wie im Hadiith von Imaam Ahmad im Musnad zur Sprache kommt: “Wahrlich, Allaah ist Lebend, am Großzügigsten. Er schämt sich gegenüber Seinem Diener, wenn er seine Hände zu Ihm erhebt und Er sie leer zurückweist.[Sahiih. Überliefert von Ahmad (5/438) und Abuu Daawud (Nr. 1488). Von Al-Haafidh Ibn Hajar in Fathu-l-Baariyy (11/143) für authentisch erklärt.]
2.: Dieser Mann rief Allaah – ta’aalaa – mit dem Namen Ar-Rabb an: “Oh Herr! Oh Herr!”. Und At-Tawassul (Ersuchen der Nähe zu Allaah – ta’aalaa) mit diesem Namen gehört ebenso zu den Gründen für die Beantwortung eines Du’aa‘. Denn Ar-Rabb (der Herr) ist Al-Khaaliq (der Schöpfer), Al-Maalik (der Herrscher/König/…) und der Meister aller Dinge und Angelegenheiten. So liegt die Herrschaft der Himmel und der Erde in Seinen Händen. Aus diesem Grund findet man die meisten Bittgebete, die im Qur-aan enthalten sind, mit diesem Namen beginnend:
Unser Herr (Rabb), gewiß, wir hörten einen Rufer, der zum Glauben aufrief: Glaubt an euren Herrn. Da glaubten wir. Unser Herr, vergib uns unsere Sünden, tilge unsere bösen Taten und berufe uns ab unter den Gütigen. Unser Herr, und gib uns, was Du uns durch Deine Gesandten versprochen hast, und stürze uns nicht in Schande am Tag der Auferstehung. Gewiß, Du brichst nicht, was Du versprochen hast.“ Da erhörte sie ihr Herr: „Ich lasse kein Werk eines (Gutes) Tuenden von euch verlorengehen, sei es von Mann oder Frau; die einen von euch sind von den anderen. Denen also, die ausgewandert und aus ihren Wohnstätten vertrieben worden sind und denen auf Meinem Weg Leid zugefügt worden ist, und die gekämpft haben und getötet worden sind, werde Ich ganz gewiß ihre bösen Taten tilgen und sie ganz gewiß in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, als Belohnung von Allah.“ Und Allaah – bei Ihm ist die schöne Belohnung.[Qur-aan 3:193-195]
So gehört At-Tawassul zu Allaah – ta’aalaa – mit diesem Namen zu den Gründen für das Erhören eines Bittgebetes.
3.: Dieser Mann war ein Reisender. Und die Reise ist häufig ein Grund dafür, dass ein Du’aa‘ beantwortet wird. Denn der Mensch spürt auf der Reise stärker, dass er Allaah – ‚azza wa jall – braucht, als wenn er zuhause bei seiner Familie bleibt. Er war „mit Staub bedeckt und zerzaust”, wie unbedeutend in sich selbst, und die wichtigste Sache für ihn war es, zu Allaah zu flehen – in welchem Zustand auch immer er war, ob zerzaust und staubig oder reich und im Wohlbefinden. Staubig und zerzaust zu sein wirkt sich auch auf die Beantwortung des Du’aa‘ aus, wie im Hadiith, in dem vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – überliefert wurde, dass Allaah – ta’aalaa – am Tag von ‚Arafah zum Himmel der Dunyaa (dieser Welt) herabsteigt und gegenüber den Engeln die (auf ‚Arafah) Stehenden rühmt mit den Worten: “… Sie kamen zu mir staubig und zerzaust …[Sahiih. Überliefert von Ibn Hibbaan (Nr. 1006), von ‚Abdullaah Ibn ‚Amr – radiy Allaahu ‚anhu. Von Schaykh Al-Albaaniyy in Sahiihu-l-Jaami‘ (Nr. 1868) für authentisch erklärt.]
Doch diese Basis für die Beantwortung eines Du’aa‘ brachte nichts hervor, denn sein Essen war Haraam, seine Kleidung war Haraam und all seine Nahrung war Haraam.
So sagte der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam: “Wie kann er so erhört werden?”

Dies sind die Voraussetzungen für die Erhörung eines Du’aa‘. Und wenn sie nicht erfüllt sind, dann scheint die Erhörung weit entfernt. Wenn sie erfüllt sind, das Du’aa‘ des Bittenden von Allaah aber dennoch nicht erhört wird, so ist dies durch die Weisheit von Allaah – ‚azza wa jall – die Er kennt und der Bittende nicht. So liebt ihr vielleicht etwas, doch es ist schlecht für euch.
Und wenn diese Bedingungen erfüllt sind und Allaah – ‚azza wa jall – nicht antwortet, dann wurde entweder etwas Schlechtes vom Bittenden abgewendet, was größer ist als das, worum er gebeten hatte, oder Allaah spart es für ihn bis zum Yaumu-l-Qiyaamah auf, und dies bringt mehr Belohnung. Denn dieser Bittende, der Allaah anruft und die Bedingungen erfüllt, und dem nicht geantwortet wird, von dem aber größeres Unheil abgewandt wurde, hat die Gründe (für die Beantwortung) hergestellt und die Antwort wurde verhindert durch Allaahs Weisheit. So bekommt er zweimal die Belohnung: Einmal für sein Du’aa‘ und einmal für das Ertragen der Nicht-Beantwortung. Also wurde das, was großartiger und vollständiger ist, bei Allaah – ‚azza wa jall – für ihn aufbewahrt.

Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass der Mensch nicht ungeduldig gegenüber der Beantwortung sein soll, denn auch dies gehört zu den Gründen, die die Beantwortung verhindern, wie im Hadiith vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – zur Sprache kommt: “Jeder wird erhört (wenn er ein Bittgebet spricht), der nicht hastig wird.” Sie sagten: “Wie wird man hastig, oh Gesandter Allaahs?” Er sagte: “Wenn man sagt: ‚Ich rief (sprach ein Du’aa‘) und rief und rief, aber ich wurde nicht erhört.‘[Überliefert von Al-Bukhaariyy (11/140) und Muslim (Nr. 2735) von Abuu Hurayrah – radiyy Allaahu ‚anhu.]
So soll also der Mensch nicht ungeduldig gegenüber der Beantwortung werden und dann enttäuscht sein und das Sprechen des Du’aa‘ aufgeben. Er soll stattdessen auf dem Sprechen des Du’aa‘ weiter beharren, denn jedes Du’aa‘, mit dem Allaah – ‚azza wa jall – angerufen wird, gehört wahrlich zur ‚Ibaadah (Anbetung). Es bringt dich näher zu Allaah – ‚azza wa jall – und steigert deinen Lohn.

Du, mein Bruder, sollst also in jeder deiner Angelegenheiten, seien sie öffentlich oder privat, schwer oder einfach, das Du’aa‘ nutzen. Und wenn es auch nur ausschließlich eine Tat der ‚Ibaadah für Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – sei, so wäre es dessen doch wert, darauf zu achten.

Wa Allaahu Al-Maufiq.

Aus: Majmuu’u-l-Fataawaa wa-r-Rasaa-il

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

*

سئل فضيلة الشيخ ـ رحمه الله تعالى ـ هل تجوز الزيادة على هذا الدعاء الذي علَّمه رسول الله صلى الله عليه وسلّم الحسن بن علي رضي الله عنهما ـ فأجاب فضيلته ـ رحمه الله ـ.

لا بأس أن يزيد الإنسان على هذا الدعاء في قنوت الوتر؛ وإن كان وحده فليدعُ بما شاء، ولكن الأفضل أن يختار الإنسان جوامع الدعاء؛ لأن النبي صلى الله عليه وسلّم كان يدعو بجوامع الدعاء ويَدَعُ ما دون ذلك، وينبغي للإمام أن لا يطيل على الناس وأن لا يشق عليهم(4).

وسُئل فضيلة الشيخ ـ رحمه الله تعالى ـ عمن يدعو ويستبطئ الإجابة ويقول: قد دعوت الله ـ عزَّ وجلَّ ـ فلم يستجب لي.

فأجاب فضيلته ـ رحمه الله ـ بقوله:

الحمد لله رب العالمين وأصلي وأسلم على نبينا محمد وعلى آله وأصحابه أجمعين وأسأل الله تعالى لي ولإخواني المسلمين التوفيق للصواب عقيدةً وقولاً وعملاً يقول الله ـ عزَّ وجلَّ ـ: {وَقَالَ رَبُّكُـمْ ادْعُونِي أَسْتَجِبْ لَكُمْ إِنَّ الَّذِينَ يَسْتَكْبِرُونَ عَنْ عِبَادَتِي سَيَدْخُلُونَ جَهَنَّمَ دَاخِرِينَ} [غافر: 06]، ويقول السائل إنه دعا الله ـ عزَّ وجلَّ ـ ولم يستجب الله له فيستشكل هذا الواقع مع هذه الاية الكريمة التي وعد الله تعالى فيها من دعاه بأن يستجيب له، والله سبحانه وتعالى لا يخلف الميعاد. والجواب على ذلك أن للإجابة شروطًا لابد أن تتحقق وهي:

الشرط الأول: الإخلاص لله عزَّ وجلَّ بأن يخلص الإنسان في دعائه فيتجه إلى الله سبحانه وتعالى بقلب حاضر صادق في اللجوء إليه عالم بأنه عزَّ وجلَّ قادر على إجابة الدعوة، مؤمل الإجابة من الله سبحانه وتعالى.

الشرط الثاني: أن يشعر الإنسان حال دعائه بأنه في أمس الحاجة؛ بل في أمس الضرورة إلى الله سبحانه وتعالى، وأن الله تعالى وحده هو الذي يجيب دعوة المضطر إذا دعاه ويكشف السوء.

أما أن يدعو الله ـ عزَّ وجلَّ ـ وهو يشعر بأنه مستغنٍ عن الله سبحانه وتعالى وليس في ضرورة إليه وإنما يسأل هكذا عادة فقط أو للتجربة فإن هذا ليس بحري بالإِجابة.

الشرط الثالث: أن يكون متجنبًا لأكل الحرام فإنَّ أكل الحرام حائل بين الإنسان والإجابة كما ثبت في الصحيح عن النبي صلى الله عليه وسلّم أنه قال: «إن الله طيب لا يقبل إلا طيبًا، وإن الله أمر المؤمنين بما أمر به المرسلين فقال تعالى: {يأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُواْ كُلُواْ مِن طَيِّبَاتِ مَا رَزَقْنَاكُمْ وَاشْكُرُواْ للَّهِ إِن كُنْتُمْ إِيَّاهُ تَعْبُدُونَ} [البقرة: 271]، وقال تعالى: {يأَيُّهَا الرُّسُلُ كُلُواْ مِنَ الطَّيِّبَاتِ وَاعْمَلُواْ صَالِحاً إِنِّي بِمَا تَعْمَلُونَ عَلِيمٌ}[المؤمنون:15]، ثم ذكر النبي صلى الله عليه وسلّم الرجل يطيل السفر أشعث أغبر يمد يديه إلى السماء يا رب يا رب ومطعمه حرام وملبسه حرام وغذِّي بالحرام قال النبي صلى الله عليه وسلّم: «فأنى يستجاب لذلك»(5).

فاستبعد النبي صلى الله عليه وسلّم أن يستجاب لهذا الرجل الذي قام بالأسباب الظاهرة التي بها تستجلب الإجابة وهي:

أولاً: رفع اليدين إلى السماء أي إلى الله ـ عزَّ وجلَّ ـ لأنه تعالى في السماء فوق العرش، ومد اليد إلى الله ـ عزَّ وجلَّ ـ من أسباب الإجابة كما جاء في الحديث الذي رواه الإمام أحمد في المسند: «إن الله حييّ كريم يستحيي من عبده إذا رفع إليه يديه أن يردهما صِفْرًا»(6).

ثانيًا: هذا الرجل دعا الله تعالى باسم الرب «يا رب يا رب» والتوسل إلى الله تعالى بهذا الاسم من أسباب الإجابة؛ لأن الرب هو الخالق المالك المدبر لجميع الأمور فبيده مقاليد السموات والأرض ولهذا تجد أكثر الدعاء الوارد في القرآن الكريم بهذا الاسم: {رَّبَّنَآ إِنَّنَآ سَمِعْنَا مُنَادِياً يُنَادِي لِلإِيمَانِ أَنْ آمِنُواْ بِرَبِّكُمْ فَآمَنَّا رَبَّنَا فَاغْفِرْ لَنَا ذُنُوبَنَا وَكَفِّرْ عَنَّا سَيِّئَاتِنَا وَتَوَفَّنَا مَعَ الأَبْرَارِ * رَبَّنَا وَآتِنَا مَا وَعَدتَّنَا عَلَى رُسُلِكَ وَلاَ تُخْزِنَا يَوْمَ الْقِيَامَةِ إِنَّكَ لاَ تُخْلِفُ الْمِيعَادَ * فَاسْتَجَابَ لَهُمْ رَبُّهُمْ أَنِّي لاَ أُضِيعُ عَمَلَ عَامِلٍ مِّنْكُمْ مِّنذَكَرٍ أَوْ أُنْثَى بَعْضُكُم مِّن بَعْضٍ فَالَّذِينَ هَاجَرُواْ وَأُخْرِجُواْ مِن دِيَارِهِمْ وَأُوذُواْ فِي سَبِيلِي وَقَاتَلُواْ وَقُتِلُواْ لأُكَفِّرَنَّ عَنْهُمْ سَيِّئَاتِهِمْ وَلأُدْخِلَنَّهُمْ جَنَّاتٍ تَجْرِي مِن تَحْتِهَا الأَنْهَارُ ثَوَاباً مِّن عِندِ اللَّهِ وَاللَّهُ عِندَهُ حُسْنُ الثَّوَابِ} [آل عمران: 391 ـ 591].

فالتوسل إلى الله تعالى بهذا الاسم من أسباب الإجابة.

ثالثًا: هذا الرجل كان مسافرًا والسفر غالبًا من أسباب الإجابة؛ لأن الإنسان في السفر يشعر بالحاجة إلى الله ـ عزَّ وجلَّ ـ والضرورة إليه أكثر مما إذا كان مقيمًا في أهله، لاسيما في الزمن السابق «وأشعث أغبر» كأنه غير مَعْنِي بنفسه كأن أهم شيء عنده أن يلتجىء إلى الله ويدعوه على أي حال كان هو، سواء كان أشعث أغبر أم مترفًا، والشعث والغبر له أثر في الإجابة كما في الحديث الذي روي عن النبي صلى الله عليه وسلّم أن الله تعالى ينزل إلى السماء الدنيا عشية عرفة يباهي الملائكة بالواقفين فيها يقول «أتوني شعثا غُبْرًا ضاحين من كل فج عميق».

هذه الأسباب لإجابة الدعاء لم تُجْدِ شيئًا لكون مطعمه حرامًا وملبسه حرامًا وغذِّي بالحرام قال النبي صلى الله عليه وسلّم: «فأنى يستجاب لذلك» فهذه الشروط لإجابة الدعاء إذا لم تتوافر فإن الإجابة تبدو بعيدة، فإذا توافرت ولم يستجب الله للداعي فإنما ذلك لحكمة يعلمها الله ـ عزَّ وجلَّ ـ ولا يعلمها هذا الداعي فعسى أن تحبوا شيئًا وهو شر لكم وإذا تمت هذه الشروط ولم يستجب الله ـ عزَّ وجلَّ ـ فإنه إما أن يدفع عنه من السوء ما هو أعظم، وإما أن يدخرها له يوم القيامة فيوفيه الأجر أكثر وأكثر؛ لأن هذا الداعي الذي دعا بتوفر الشروط ولم يستجب له ولم يصرف عنه من السوء ما هو أعظم يكون قد فعل الأسباب ومُنِعَ الجواب لحكمة فيعطى الأجر مرتين: مرة على دعائه ومرة على مصيبته بعدم الإجابة فيدخر له عند الله ـ عزَّ وجلَّ ـ ما هو أعظم وأكمل. ثم إن المهم أيضًا أن لا يستبطىء الإنسان الإجابة فإن هذا من أسباب منع الإجابة كما جاء في الحديث عن النبي صلى الله عليه وسلّم: «يستجاب لأحدكم ما لم يعجل قالوا: كيف يعجل يا رسول الله؟ قال: يقول: دعوت ودعوت ودعوت فلم يستجب لي»(7)فلا ينبغي للإنسان أن يستبطىئ الإجابة فيستحسر عن الدعاء ويَدَع الدعاء بل يلح في الدعاء فإن كل دعوة تدعو بها الله عزَّ وجلَّ فإنها عبادة تقربك إلى الله ـ عزَّ وجلَّ ـ وتزيدك أجرًا فعليك يا أخي بدعاء الله ـ عزَّ وجلَّ ـ في كل أمورك العامة والخاصة الشديدة واليسيرة ولو لم يكن من الدعاء إلا أنه عبادة لله سبحانه وتعالى لكان جديرًا بالمرء أن يحرص عليه، والله الموفق.
(4) مجموع فتاوى ورسائل فضيلة الشيخ ـ رحمه الله ـ (41/831)

(5) رواه مسلم، كتاب الزكاة، باب قبول الصدقة…، رقم (5101).

(6) رواه الترمذي، كتاب الدعوات، باب في دعاء النبي صلى الله عليه وسلّم….، رقم(6553)، وأبوداود، كتاب الصلاة، باب الدعاء، رقم(8841)، وابن ماجة، كتاب الدعاء، باب رفع اليدين في الدعاء، رقم(5683).

(7) رواه البخاري، كتاب الدعوات، باب يستجاب للعبد ما لم يعجل، رقم(0436)، ومسلم، كتاب الذكر والدعاء…، باب بيان أنه يستجاب للداعي ما لم يعجل…، رقم(5372).

من موقع الشيخ المجاهد بقية السلف

محمد بن صالح ال العثيمين رحمه الله

http://www.sahab.net/forums/index.php?showtopic=95324

24. Dezember 2013 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Qur-aan, Sprechen, Yaumu-l-Qiyaamah (der "Tag der Auferstehung") | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Erläuterung des Wortes „Dunyaa“ (Welt)

الدُّنْيَا (Ad-Dunyaa – die Welt) ist das Leben, in dem wir uns befinden. Es wurde aufgrund von zwei Gründen Dunyaa genannt:

Erstens: Sie ist أدنى (adnaa – näher/dichter) als الآخرة (al-Aakhirah – das Jenseits), weil sie vor dem Jenseits kam, wie Allah sagt: „Und das Jenseits ist wahrlich besser für dich als das Diesseits.“ (Suurah ad-Duhaa, Aayah 4)

Zweitens: Sie ist دنيئة (danie-ah – schmachvoll/geringwertig); sie ist Nichts im Vergleich zum Jenseits, wie Imam Ahmad berichtete: „Ein Platz im Paradies in der Länge einer Peitsche ist besser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist.“ (Musnad von Imaam Ahmad (22290) und Bukhaarie, gemäß Sahl ibn Sad, radie Allaahu ‚anhu)

Der Platz, die Größe eines kurzen kleinen Stocks (Peitsche) im Paradies ist besser als ad-Dunyaa und das, was auf ihr ist, von ihrem Anfang bis zum Ende.

Scheikh ‚Uthaymien, rahimahu Allaah
Scharh Riyaad as-Saalihien (3/355)

*

الدنيا: هي حياتنا هذه التي نعيش فيها، وسميت دنيا لسببين
السبب الأول: أنها أدنى من الآخرة؛ لأنها قبلها كما قال تعالى: (وَلَلْآخِرَةُ خَيْرٌ لَكَ مِنَ الْأُولَى) الضحى:4
والثاني: أنها دنيئة ليست بشيء بالنسبة للآخرة، كما روى الإمام أحمد رحمه الله من حديث المستورد بن شداد أن النبي صلى الله عليه وسلم قال:“ لموضع سوط أحدكم في الجنة خير من الدنيا وما فيها“ موضع السوط: موضع العصى القصيرة الصغيرة في الجنة خيرٌ من الدنيا وما فيها من أولها على آخرها، فهذه هي الدنيا

http://www.waqfeya.com/book.php?bid=3727

*

Quelle der Übersetzung: http://www.islamfatwa.de/aqidah-tauhid/135-tag-der-auferstehung-anzeichen/paradies-hoelle/1015-erlaeuterung-des-wortes-dunya-welt

2. November 2013 Posted by | Ahaadiith, Al-'Uthaymien, andere Sprachen, Arabisch العربية, Begriffserklärung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ist das Abspielen eines Tonbandes mit der Suuratu-l-Baqarah ausreichend, um der Schaytaan aus dem Haus zu vertreiben?

Frage an den Schaykh Muhammad bni Saalih Al-‚Uthaymien – rahimahu Allaah ta’aalaa:

Oh Schaykh, ein Hadith des Propheten – صلى الله عليه وسلم – besagt, dass wenn der Mensch die Suuratu-l-Baqarah rezitiert, der Schaytaan sein Haus nicht betritt. Aber was ist, wenn sich die Suurah auf einem Tonband aufgezeichnet ist? Erlangt man das Gleiche?

Antwort:

Nein … nein … ein Tonband ist nichts, es hat keinen Nutzen. Denn man würde (dann) nicht sagen, dass er den Qur-aan rezitiert, sondern man würde dann sagen: „Er hörte der Stimme eines früheren Rezitators zu.“
Daher, wenn wir den Adhaan des Mu-aththin aufzeichnen und dann, wenn die Zeit (für das Gebet) gekommen ist, ihn auf das Mikrofon setzen und abspielen, ist das ausreichend? Nein, es ist nicht ausreichend.
Und daher, wenn wir die ergreifende Khutbah eines Khatieb (Predigers) aufzeichnen und dann, wenn der Jumu’ah (Freitag) gekommen ist, diesen Recorder mit dem Tape darin vor das Mikrofon stellen, und der Recorder dann sagt: „As-salaamu ‚alaikum wa rahmatu Allaahi wa barakaatuh.“, dann der Mu-aththin den Adhaan ruft, dann (das Tonband) beginnt und die Khutbah abspielt, ist das ausreichend? Nein, es ist nicht ausreichend.
Warum? Weil dies die Aufnahme einer Stimme aus der Vergangenheit ist. So, als hättest du es auf ein Papier geschrieben. Wenn du es geschrieben hast oder einen Mus-haf in deinem Haus liegen hast, ist das (in gleicher Weise) ausreichend wie die Rezitation? Nein, es ist nicht ausreichend.

Asch-Schaykh Muhammad bni Saalih Al-‚Uthaymien – rahimahu Allaah ta’aalaa
„Liqaa-u-l-Baabi-l-Maftuuh“, Vol. 2/280, Sitzung 34, Frage Nummer 986

السّــؤال : يا شيخ هناك حديث عن النبي صلى الله عليه وسلم أن الإنسان لو قرأ سورة البقرة لا يدخل الشيطان في بيته لكن لو كانت السورة مسجلة على شريط هل يحصل نفس الأمر ؟
الجــــواب : لا .. لا .. صوت الشريط ليس بشيء، لا يفيد
؛ لأنه لا يقال قرأ القرآن ، يقال : استمع إلى صوت قارئ سابق
… ولهذا لو سجلنا أذان مؤذن فإذا جاء الوقت جعلناه في الميكرفون وتركناه يؤذن
، هل يجزئ ؟؟ لا يجزئ ،
ولو سجلنا خطبة خطيب مثيرة ، فلما جاء يوم الجمعة وضعنا هذا المسجل وفيه الشريط أمام الميكرفون ، فقال المسجل : السلام عليكم ورحمة الله وبركاته ، ثم أذن المؤن ثم قام فخطب ، هل تجزئ؟؟ لا تجزئ
.. لماذا ؟؟ لأن هذا تسجيل صوت ماضٍ كما لو أنك كتبته في ورقة ، لو كتبت ورقة أو وضعت مصحفاً في البيت ..هل يجزيء عن القراءة ؟ لا.. يجزئ

الشّيـخ محمّـد بـن صـالـح العثيميــن -رحمـه الله تعـالـى-
لقـــآء البـاب المفتـوح جـ2/280 الّلقــآء 34 / ســؤال رقــم 986

*

übersetzt von Maimuna Y. Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com) aus http://www.sahab.net/forums/index.php?showtopic=135153

27. September 2013 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, andere Sprachen, Arabisch العربية, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Qur-aan | , , | Hinterlasse einen Kommentar