Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Detaillierter Blick auf ‚An-Nashid‘

Frage:
Was ist das Urteil über An-Nashid?

Antwort:
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
In der vor- und frühislamischen Geschichte beinhalteten Anaschid nützliche Gedichte (über Kämpfe, Siege, Weisheiten, Courage usw.), gesungen in einem nicht-instrumentalen Stil. Also
ohne dem Verwenden von Musikinstrumenten, außer dem Duff (Tamburin ähnliches Instrument ohne Klingeln und Beckenteller), der für Frauen zu einigen Anlässen erlaubt war. Während des 2. Jahrhunderts nach der Hidjrah, wurde durch die mystischen Sufis eine Neuerung in die Ummah eingeführt: Gesungene Dua und Dhikr, die (Praxis) sie (die Sufis) ohne Zweifel von
Christen kopiert haben. Es wurde dann at-Tarbir genannt. All diese Formen wurden, durch die frühen Gelehrten des Islam unter anderem von Imam Schafi’ii, Ibn Taymiyyah, Ibn ul-Qayyim, Ibn Kathir, Ibn Radjab u.v.a. widerlegt. [1]

Die Sufis bauten die meisten ihrer Anbetungen auf gemeinsame Taranim (gesungenes Trillern, oder Kreischen und das rhythmisch/musikalische Erheben der Stimme), wie es die Christen in
ihren Kirchen tun. Dann begannen die Sufis, auch noch körperliche Bewegungen einzuschließen, während sie Dua und Zikr machten, fast so, wie es die Juden tun. Man kann schwerlich einen Sufi Hadrah [2] finden, ohne diese erneuerten Praktiken.
Heutzutage, sind diese Dinge nicht (mehr nur) auf die Sufis beschränkt. Viele muslimische Sekten haben spezielle Bands, die dafür zuständig sind, dass ihre Anhänger und die Ummah im Ganzen emotional angeregt werden!

Vieles was mit diesen Anaschid praktiziert wird, fällt nicht bei wenigstens einer, der folgenden Untersuchungen durch:

1.) Es werden mehr und mehr Leute angezogen – speziell Kinder! Dies beschäftigt sie mit etwas, was wenig, oder gar keinen Nutzen hat.
2.) Anaschid wird von musikalischen Tönen und Instrumenten (westliche und östliche Trommeln) begleitet und das im Namen der Kultur und Tradition. Dies verbreitet sich mehr und mehr, mit Bands die sich durch Wörter und Beats übertreffen wollen.
3.) Erinnerungen an Allah werden in diese Anaschid eingefügt, wie es klar den Christen in ihren Kirchen ähnelt.
4.) Das gemeinsame Musizieren und Singen nimmt eine Stellung ein, wie es bei den mystischen Sufis in ihren Zirkeln getan wird. Ehemalige „Stars“ beschäftigen sich viel mit mystischem Sufismus, durch die so genannte „islamische Naschid“. Manche Bands singen die verrufene Schirk-Poesie, die unter dem Namen „Burdah“ bekannt ist, in der Schirk im großen Maße vorhanden ist, in dem sie mit der Stellung des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) übertreiben.
5.) Es bringt die Kinder dazu, zu singen – speziell die jungen Mädchen, indem sie die beschämenden muslimischen und nicht-muslimischen Sänger imitieren.
6.) Der Qur’an wird von der so genannten Anaschid verdrängt, um dadurch die Jugendlichen zu ködern. Indem sie behaupten, dass sie nicht von den qur’anischen Texten angezogen werden, legalisieren sie es. Dasselbe wird mit der Sunnah gemacht, letztendlich führen sie dadurch die Menschen dazu, vom wahren Leben eines Gläubigen Abstand zu nehmen.
7.) In vielen Gesangszirkeln, halten Musikinstrumente und Liedgut Einzug – (dies ist) etwas Verbotenes im Islam, außer der Duff, für die Frauen.
8.) Das Erscheinen von professionellen Gesangsgruppen, bei Hochzeiten, Partys, an Schulen usw.
9.) Entwicklung der so genannten modernen Arten von Gesangsvideos, als moderne Betrachtung und Nachdenken über Allahs Schöpfung. [3]
10.) Das Erlauben von Bildern junger Mädchen, während sie verschiedene Songs präsentieren, ist an sich schon eine Fitnah und ein Widerspruch zur Scharia‘. Manche machen Filme und Aufnahmen, bei denen junge Mädchen zu bestimmten Anlässen singen.
11.) Viele Unwahrheiten werden in diesen Liedern verbreitet, durch Schauspiel, oder übertriebenes Lob.
12.) Wenn du diese Lieder unter die Lupe nimmst, wirst du sehen, dass sie nur von Tauhid der Herrschaft (Rububiyyah) zeugen – Etwas an das selbst die Muschrikun (Götzendiener) glauben. [4]
13.) Übertretungen der Grenzen (die von der) Scharia‘ festgelegt wurden, in der Form, von Rollenspielen. Du siehst junge Kinder, die in ihrer Rolle, das Salah spielen, sie sagen: „Ich bin das Salah und dies ist mein Nutzen!“ Der nächste spielt die Rolle des Fastens, usw. Am schlimmsten: einer spielt den Qur’an. Obwohl wir wissen, dass der Qur’an das nicht-erschaffene Wort Allahs ist.
14.) In manchen Fällen bewegen sich diese Verlierer unter den männlichen und weiblichen Sängern eingebildet und prahlerisch. Wenn man bedenkt, dass es beim Singen zum Gedenken an Allah passiert.
15.) Wenn man diese Anaschid islamisch nennt, ist es schon eine Übertretung (der Grenzen), im Besonderen, wenn man es als Kunst darstellt und zur Bildung und Nahrung für die Dawa‘
verwendet! Dies ist eine Neuerung in der Din (Religion) und es gehört zur Din der Erneuerer der Sufis [5].
Die Sahaba (Gefährten) sangen Poesie der Weisheit, Courage, Großzügigkeit und Maru’ah (gutem Charakter) und taten das nicht in Versammlungen. Sie sangen manchmal Poesie während der Arbeit und nächtlichen Reisen. Aber niemand nannte dies „islamisch“. Vielmehr hat jede Sache ihr eigenes Urteil, entweder ist etwas erneuert, erlaubt, beliebt, verpflichtend, verhasst, oder verboten. Selbst wenn etwas erlaubt wäre, würden wir es nicht „islamisch“ nennen, denn dadurch würden die Leute denken, es gehöre zum Din. Und um etwas „islamisch“ zu nennen, braucht es einen textlichen Beweis. [6]
In der tat nannte Schaikh Al-Albani (rahimahullah) es „Sufi-Gesang“ und zu einer ähnlichen Schlußfolgerung kam auch Schaikh Abd ul-Aziz Aal usch-Schaikh, der Großmufti Saudi-Arabiens. Genauso auch Schaikh Bakr Abu Zayd (rahimahullah) und Schaikh Abd ul-Aziz Radjihi und andere Gelehrte. (Allah möge sie (diejenigen unter ihnen, die am Leben sind) bewahren, und sich den gestorbenen erbarmen). [7]

Folgende (Frage) erreichte unseren Schaikh Muhammad Ibn Salih Al-Uthaymin (rahimahullah):
„Wie lautet das Urteil zu Anaschid? Ist es dem Rufer zum Islam erlaubt, islamischen Anaschid zuzuhören?“

Der Schaikh antwortete:
„In der Vergangenheit hörte ich diese „islamischen“ Anaschid und es gab nichts Abstoßendes darin. Nachdem ich genauer hinhörte, fand ich sie rhythmisch, mit Verzückung und Unterhaltung, wie die Songs, die von Musikinstrumenten begleitet werden. Ich sehe es nicht als erlaubt an, dass die Leute sie hören. Wenn sie jedoch natürlich und ohne Musikinstrumemte, ohne Verzückung und Unterhaltung sind, so kann man sie anhören. Aber es bleiben auch dann Bedingungen:
(a) Es darf nicht zur Gewohnheit werden, indem man sie die ganze Zeit hört.
(b) Lasse dein Herz nicht nur von ihr (Naschid) ermahnt werden und profitieren.

Denn, wenn es zur Gewohnheit wird, so wird man das verlassen, was wichtiger ist. Wenn man so handelt, wird man die größte Ermahnung verlassen, und dies ist das Buch Allahs und die Sunnah des Gesandten Allahs (sallallahu ‚alaihi wa sallam). Aber wenn man ihnen manchmal zuhört, oder sie als Hilfsmittel benutzt, zum Beispiel um nicht unkonzentriert zu werden, während man mit dem Auto in wildem Gebiet unterwegs ist, so liegt kein Schaden darin. [8]

Und er (Schaikh Al-Uthaymin) wurde gefragt:
„Ist es erlaubt, dass die Männer „islamische“ Anaschid singen und dazu den Duff (Tamburin ohne Klingeln) schlagen?
Ist es erlaubt, diesen Duff, verbunden mit Gesang zu benutzen?
Und ist Anaschid auch außerhalb der Feste, wie ‚Id, erlaubt?“

Der Schaikh antwortete:
„Die „islamsiche“ Anaschid ist eine Neuerung, welche von den Sufis erfunden wurde. Darum sollte man sich davon fernhalten und sich lieber an die Ermahnung in Qur’an und Sunnah halten. Wenn man sie (Anaschid) jedoch als Motivation auf dem Schlachtfeld für den jihad auf dem Pfade Allahs, Des Höchsten, benutzt, ist es gut, wenn man dazu den Duff schlägt.“ [9]

Bei vielen weiteren Gelegenheiten hielt er die Leute dazu an, die bestmögliche Aufmerksamkeit auf den Qur’an und die Sunnah zu richten, denn dies ist die wahre Ermahnung.

Spezielle Warnung vor der dreckigen Poesie von al-Busiri, welche den Namen „Burdah“ trägt:

Dies ist klarer Schirk, weil es dem Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) göttliche Attribute zuschreibt, als würde er das ungesehene (Ghaib) und alles, auf den wohlbewahrten Tafeln Geschriebene, kennen. Soviel dazu. Unvorstellbar, es breitete sich auf der ganzen muslimischen Welt aus, besonders in Südostasien, genauer in Indonesien. Stell dir vor: es gibt Musikbands in diesen Ländern, die nur auf diese Gedichte spezialisiert sind; speziell auf „Burdah“. In gekürzter Fassung wird es von Khalid Belhrouzi feat. Yusuf Islam gesungen. (Ja!) Dies ist ein Eintrag im Internet, mit dem Titel:
„Burdah (Audiotape) Khalid Belhrouzi und Yusuf Islam“ (arabisch + englisch) [10]
In diesem Gedicht wird behauptet: „Und dein Wissen ist, das Wissen des Stiftes und der wohlbewahrten Tafeln!“ Der Stift, bezieht sich auf den Stift Allahs, welchem Allah befahl:
„Schreib!“ Er antwortete: „Was soll ich schreiben, mein Rabb?“ Allah sagt: „Schreibe alles Vorherbestimmte auf, bis zum Erscheinen der Stunde.“ (Sahih al-Bukhari Band 4, S. 9, Hadith Nr. 13)
Diesem Gedicht zufolge weiß der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) was der Stift schrieb und was auf den wohlbewahrten Tafeln steht. Allah möge uns vor solchen Lügen-Gedichten (wie „Burdah“) schützen.
Ich bitte Allah, dass Er uns auf der Wahrheit wandeln, sie uns akzeptieren und uns ihre Anhänger sein lässt.

Shaykh Salih as-Salih, hafidhahullah
_____________________

[1]
Al-Qawl ul-Mufiid fi Hukmil-Anaschid. Verfasst von ‘Isaam Ibn Abd ul-Mun’im al-Mir’ri (1423/2002), Maktabu al-Furqan, Adjman VAE.

[2]
Hadrah = Anwesend – wird von den Sufis der generellen Bedeutung nach verwendet. „In der Anwesenheit Allahs sein“. Der mystischen Schule Ibn Arabi’s nach, gibt es „Fünf (Formen) göttlicher Anwesenheit“ es ist eine metaphysische Lehre, in der es Stufen der Realität gibt, die verschiedenen Formen haben. Diese Lehre wird von neoplatonistischen Konzepten beeinflusst, nämlich den „Stufen, oder Lehren des Seins“ [Betrachte: Mu’djam al-Mustalahat as-Suffiyyah, von al-Hafni S. 237 und shorter Ecyclopedia of Islam, S. 125, verfasst von H.A.R Gibb undJ. H.Kramers, 4. Ausgabe, 1995. Veröffentlicht von E.J. Brill, Niederlande] Der Murid weiß, das Hadrah der Start ist, dann (kommt) die Mukaschafah (mystisch-spirituelle Offenbarung, der Wahrheit (Allah) und des Ghaib (Ungesehene), in dieser Phase sieht man (ungesehene) Dinge, als würde man sie mit eigenen Augen sehen).
Die nächste Stufe ist die Muschahadah (Bezeugen der Wahrheit). Sufigesänge, Klatschen und Taumeln kombiniert mit Trommeln sind Teil des Rituals! Manche Sufis behaupten sogar, dass der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) in ihren Zirkeln anwesend sei!

[3]
D.h. verschiedene Videos, die mit Musik untermalt sind, in denen ein Sprecher Allahs Schöpfung betrachtet und lobt. Dies ist sehr bekannt im arabischen Fernsehen

[4]
D.h. über die Zeichen Allahs in Seiner Schöpfung, Sein Lenken der Dinge, Seine volle Autorität usw.

[5]
Fatwa von Schaikh Salih al-Fawzan (Allah möge ihn bewahren), in Khutab al-Manbariyyah, 3/184-185.

[6]
Schaikh al-Fawzan Ibid, S. 56.

[7]
Ibid S. 32, 49, 62-68.

[8]
As-Sahwah al-Islamiyyah Dhawabit wa-Tawdjihat (Sammlung von Fataawa und Aussagen Ibn Uthaymins, gesammelt von Abu Anas, Ali Ibn Hasan Abu Lawz (1414/1993) S. 123, Nr. 40)

[9]
Fatwa al-Aqidah – Nr. 369, S. 651 Maktabat us-Sunnah

[10]
Anmerkung: Der Link zur Überprüfung der Beweise ist hier aus einigen Gründen entferntworden und wir rufen nicht dazu auf, danach zu suchen.

http://www.islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/180-bilder-medien-musik/musik/509-detaillierter-blick-auf-qan-nashidq

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4. Januar 2013 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Aqidah / Manhaj, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Salafi | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bilder von ledendigen Wesen zu machen führt zu Polytheismus.

Lebendige Wesen abzubilden bedeutet, die Gestalt eines lebendigen Wesens durch Malen, Fotographieren mit einer Kamera oder durch Gestaltung einer Skulptur, zu imitieren, sei das Bild ein Gemälde, ein Blatt Papier oder eine Statue.

Die Gelehrten pflegten das Thema des Abbildens von lebendigen Wesen zu behandeln während sie Themen bezüglich des islamischen Glaubens erklärten, denn solche Bilder zu machen ist eine Tat des Polytheismus und ein Versuch, Allaahs Schöpfung zu imitieren, und solche Gegenstände neben Allah anzubeten. Die erste polytheistische Tat auf der Welt geschah durch Bilder von lebendigen Wesen, als das Volk von Nuh (Noah) Abbildungen einiger verstorbener rechtschaffener Männer machte und diese Bilder dort platzierte, wo sie sich versammelten.

Der Prophet, sallallaahu ‚alaihi wa sallam, verbot den Muslimen jede Art der Abbildung von lebendigen Wesen. Er, sallallaahu ‚alaihi wa sallam, warnt diejenigen, die solche Bilder machen, vor der schweren Strafe, die für sie im Jenseits vorbereitet ist. Er, sallallaahu ‚alaihi wa sallaaam, befiehlt den Muslimen sogar, Bilder von lebendigen Wesen zu vernichten, da das Machen solcher Bilder ein Versuch ist, die Schöpfung Allaahs, Allmächtig und Majestätisch ist Er, und Er ist der Einzige Schöpfer, zu imitieren; wer Bilder von lebendigen Wesen macht, versucht die einzigartige Schöpfung Allaahs zu imitieren. Dies (der Befehl, diese zu vernichten) ist wegen der Tatsache, dass das Abbilden von lebendigen Wesen zum Polytheismus führt. Die erste polytheistische Tat der Welt geschah durch Bilder von lebendigen Wesen, als Satan das Volk von Nuh (‚alaihi sallam) anstiftete, Bilder von den rechtschaffenen Männern zu machen, und sie an den Orten, wo sie sich versammelten, zu platzieren, um ihnen zu gedenken und ihrer Art, Allaah anzubeten, zu folgen. Schließlich betete das Volk von Nuh diese Bilder an und glaubte an ihre Macht, ihnen Nutzen und Schaden zu bringen. Daher ist das Machen von Bildern die Hauptursache für Polytheismus, denn es ist ein Zeichen des Glorifizierens der verkörperten Person, vor allem wenn eine solche Person Macht, Wissen oder Frömmigkeit darstellte, und wenn das Bild an die Wand gehängt oder auf einer Strasse oder einem Platz aufgestellt wird. Dann werden die unwissenden Menschen, so wie auch die irregegangenen, langsam solchen Bilder anhängen. Außerdem ist dies der Anfang, Götzenbilder und Statuen zu machen, um diese anzubeten, neben Allaah …

Aus dem Buch: Guide to Sound Creed

Autor: Dr. Saalih Al-Fawzaan

übersetzt von M. Y. Bienas
http://sabeelalmumineen.wordpress.com/2012/07/15/maken-pictures-of-a-living-being-is-a-means-of-comitting-polytheism/

siehe auch: https://quranundhadith.wordpress.com/2012/07/14/was-mit-dem-bildermacher-in-der-holle-geschieht/

https://quranundhadith.wordpress.com/2012/07/13/jemand-der-bilder-macht-wird-in-die-holle-gehen/

https://quranundhadith.wordpress.com/2011/07/21/bilder-und-skulpturen/

23. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-Fauzaan, andere Religionen, Aqidah / Manhaj, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Nuh (Noah), Tauhid | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Händeschütteln der Sitzenden, wenn man einen Ort betritt

Frage:
Gibt es Beweise aus dem Buch oder der Sunna des Propheten (sallAllahu alahi wa sallam) für das Händeschütteln, wenn man einen Ort betritt, in dem Leute sitzen? Möge Allah dich mit dem Guten belohnen.

Antwort:
Ich weiß nichts dergleichen aus der Sunna, daher ist es nicht angebracht dies zu tun. Einige Leute fangen an, von der ersten Person bis zur letzten Person die Hände zu schütteln und dies ist, meines Wissens nach, nicht legitim. Das Händeschütteln ist nur dann vorgesehen, wenn man sich gegenseitig trifft. Was das Händeschütteln angeht, wenn man eine Versammlung betritt, so ist dies nicht von Manhaj des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) oder seiner Gefährten, welches sie sonst zu tun pflegen würden.

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) pflegte es, zu kommen und am Ende des Majlis (Sitzungsraum) zu sitzen und wir haben noch nie gehört, dass er sich hinsetzte und die anderen aufgestanden sind und angefangen haben seine Hand zu schütteln – demnach ist das Händeschütteln nicht legitim.

Ich fragte dies die vertrauenswürdigen Gelehrten unter uns, die antworteten, dass sie kein Wissen über den Ursprung dieses Handelns aus der Sunna haben.

Shaykh Muhammad bin Saalih al-Uthaymin

Bid’ah wa Muhdathaat wa ma la Asla lahaa, Seite 478

http://www.islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/147-gesellschaft-aktuelles/begruessung-a-beglueckwuenschung/199-haendeschuetteln-der-sitzenden-wenn-man-einen-ort-betritt

7. November 2012 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Aqidah / Manhaj, Ehe, Scheidung, Familie, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | , | Hinterlasse einen Kommentar

Jede Neuerung (Bid’a) ist Irreführung (Scheich al-Albaani, rahimahullah)

Eine Sache über die sich die Gelehrten in Ihrer Meinung überhaupt nicht unterscheiden ist die Tatsache, dass der Islam auf zwei großartige und grundlegende Prinzipien aufgebaut ist. Gewiss diese sind:

Erstens: Allah alleine zu verehren, abseits von anderen
Zweitens: Das Befolgen und Beispiel nehmen des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam –, abseits von anderen

Was ich hier nur besprechen möchte, betrifft das Prinzip, welches aussagt: Der Imaan (Glaube) eines Muslims wird nicht vollständig, bis er glaubt, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – der Gesandte Allahs ist. Und dass, wenn eine beliebige Person auf dem Gesicht dieser Erde Allahs Einheit bezeugen würde, entsprechend den drei Kategorien (des Tauhids), nicht eher Gläubig sein wird, bis er hinzufügt, dass er glaubt, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – Allahs Diener und Gesandter ist. Also ist es für jeden Muslim erforderlich, die Bedeutung dieser wunderbaren Aussage (vom Tauhid) zu erlernen.

„Wisse nun, dass Laa Ilaaha illa Allah (kein anbetungswürdiger Gott, außer Allah ist)“ (Sure 47, Muhammad, Vers 19) und erkenne den wahren Sinn dieser Bedeutung in zwei Teile an. Erstens, an den Sinn zu glauben und zweitens, es in sich selbst zu verinnerlichen, durch seine Anbetung und sein Glaube in Allah.

Ebenfalls ist es für jeden Muslim obligatorisch, die Bedeutung von: „Und ich bezeuge, dass Muhammad Allahs Diener und Gesandter ist“ zu kennen. Dieses Zeugnis (von der Bezeugung, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – Allahs Diener und Gesandter ist) schließt das erste Zeugnis ab (von der Bezeugung, dass es keine Gottheit gibt, die mit Recht angebetet wird außer Allah).

Aufgrund dessen ist das Glaubensbekenntnis nicht vollständig, ohne dass der Muslim auch an das zweite Zeugnis glaubt – es erstens verstehend, glaubend und akzeptierend und zweitens, anwendend in den Angelegenheiten dieses Lebens. Also bedingt unsere Aussage: „Und ich bezeuge, dass Muhammad Allahs Diener und Gesandter ist“ unter anderem, dass wir glauben, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – die Botschaft übermittelte und seine Aufgabe vollkommen und perfekt ausgeführt hat, derart, dass niemand nach ihm kommt, wie groß und hoch dieser jemand auch sein möge, und einen Teil davon korrigieren oder verbessern kann. Unser Herr, möge Allah verherrlicht und erhaben sein, stellt diese Tatsache in der folgenden Aussage dar: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt.“ (Sure 5, al-Maa’idah, Vers 3)

Deswegen wurde authentisch vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – aus zahlreichen Pfaden überliefert, dass er sagte: „Ich habe nichts ausgelassen von dem, was euch Allah näher bringen kann und euch von dem Höllenfeuer entfernt, ausgenommen dem, was ich euch aufgetragen habe. Und ich habe nichts Ausgelassen, dass euch dem Höllenfeuer nähert und euch von Allah entfernt, außer dem was ich verbot.“

Also wurde kein Raum gelassen um etwas von ihr zu ergänzen, nicht mal für eine einfache oder belanglose Sache. Deswegen wurde vom Imam aus Daar al-Hidjrah (Medina), Imaam Maalik Ibn Anas – möge Allah mit ihm gnädig sein, berichtet, dass er sagte: „Wer auch immer eine Neuerung in den Islam einführt, welche er als gut erachtet, der hat behauptet dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – das Vertrauen des Übermittelns der Botschaft verrat.
Lese die Aussage Allahs, des Allmächtigen und Majestätischen: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt.“ (Sure 5, al-Maa’idah, Vers 3)

Also was auch immer an diesem Tage kein Teil der Religion war, ist auch am heutigen Tage kein Teil dieser Religion. Und der letzte Teil dieser Ummah (Gemeinschaft) wird nicht berichtigt, außer durch das, was im ersten Teil (der Ummah) verbessert wurde.“

Das war das Verständnis von Imam Malik, dem Imam aus Daar al-Hidjrah, derart, dass er in einer klaren arabischen Aussprache sagte, dass wer auch immer nur eine Neuerung im Islam einführt und diese für etwas Gutes erachtet, in der Tat behauptet, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – die Botschaft verrat. Und wer auch immer dies behauptet, glaubt nicht (aufrichtig), dass „Muhammad Allahs Diener und Gesandter ist.“ Wie es sehr klar in den Worten des edlen Imam zu sehen ist, ist Neuerung „kein Teil dieser Religion am heutigen Tage.“

So ist es also an dem Muslim, Ittibaa’ (Folgen des Propheten) durchzuführen, in der Art, dass er aufrichtig in seiner Aussage, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – Allahs Gesandter und Diener ist sein kann und dass er – sallAllahu alayhi wa sallam – die vollkommene und reine Botschaft brachte, ohne etwas hinzuzufügen oder außer Acht zu lassen. Wenn dies das Argument ist, dann muss jeder Muslim das Ausmaß anerkennen und an den Punkten haltmachen, wo sein Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – die Grenzen für ihn aufstellte, welche Taten der Anbetung und Taten des Gehorsams zu Allah sind.

Denn die Feder, mit dem was vorher offenbart wurde ist getrocknet (es kommt keine Offenbarung mehr nach Muhammad). Und es wurde kein Raum gelassen, der eine Tat der Anbetung, die nicht schon vorher in den ersten Tagen existierte (vom Propheten), anerkennt. Folglich sind unsere rechtschaffenen Vorgänger (Salaf as-Saalih) gekommen und gegangen, bestätigend des Umfanges des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam, indem er (der Prophet) erstens seine Mission erfüllte und die Botschaft übermittelte, wie du weißt. Und zweitens, dass er der beste Anbeter unter den Anbetern Allahs war und der Allah am meisten Fürchtende.

Also gibt es keinen Raum ihn zu korrigieren:
1. Vom Standpunkt der Gesetzgebung (offenbarte Inhalte) in der Religion, wie im Vers und Kommentar von Imam Malik hierüber zu sehen ist.
2. Hiermit würde behauptet, dass es jemanden gibt, der ein besserer Anbeter Allahs ist und Allah mehr verehrt als der Gesandte Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam. Dies ist unmöglich!

Wer also immer diese zwei Tatsachen verstanden hat, bezüglich dem Glauben, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – Allahs Diener und Gesandter ist, der wird seine Anbetung Allahs nur auf das beschränken, was von Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – in Ahadith überliefert wurde.
Und er wird kein anderes Vorbild oder Beispiel für sich nehmen als den Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam. Noch wird er jemals den zweiten Punkt behaupten, also das es möglich sei, dass sich in den Gedanken eines Gläubigen darstellen würde, dass dieser jemand gehorsamer oder fürchtender gegenüber Allah ist, oder Allah mehr verehrt als er – sallAllahu alayhi wa sallam. Dies ist eine Sache der Unmöglichkeit.

Wir werden aufführen was in den zwei Sahih-Sammlungen (Sahih al-Buchari und Sahih Muslim) mit der Befugnis von Anas Ibn Maalik – möge Allah mit ihm gnädig sein überliefert wurde: Dass eine Gruppe von Leuten auszog um den Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – zu sehen, aber sie seine Frauen fragten, da sie nicht in der Lage waren ihn zu finden. So fragten sie seine Frauen über die Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – Allah gegenüber, über sein Stehen im Gebet in der Nacht, sein Fasten während des Tages und über seine Beziehung zu seinen Frauen. So führten sie ihnen auf, was sie über seine Führung diesbezüglich wussten – und seine Führung ist die beste Führung auf dem Gesicht dieser Erde, wie es in der Khutba al-Haajah geäußert wurde: „Und die beste Führung ist die Führung Muhammads.“

Die Frauen berichteten den Männern, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – fasten würde und sein Fasten brechen, dass er in der Nacht beten und auch schlafen, und dass er Frauen heiraten würde.

Anas – möge Allah mit ihm gnädig sein – sagte: „Als sie das von den Frauen des Propheten hörten, befanden sie seine Anbetung zu Allah für gering.“
Sie dachten sie wäre gering, aufgrund dessen was in Ihren Gedanken war. Sie dachten, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – die ganze Nacht lang beten, ständig fasten und wie ein Mönch nicht in die Nähe einer Frau kommen würde. So waren sie also überrascht etwas vorzufinden, was nicht mit ihrer Vorstellung übereinstimmte. Also nahmen sie an, dass der Grund dafür war, dass Allah die vergangenen und zukünftigen Sünden des Propheten vergeben hat. Daher sagten sie: „Der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – verringerte nur seine Anbetung Allahs – von welcher sie dachten, dass sie gering war – weil Allah ihm seine Sünden vergab.“

Dies war ohne Zweifel ein Fehler ihrerseits. Sie wussten nicht, dass diese Anbetung, die sie für klein und gering hielten, in der Tat eine Anbetung darstellt, die von keinem vollkommen erfüllt werden kann. Auch nicht durch die Besten unter den Menschen, in der Anbetung Allahs, auch nicht Dawud – Allahs Frieden auf ihm, über den in Sahih al-Buchari authentisch berichtet wird, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – sagte: „Dawud war der beste Anbeter Allahs unter der Menschheit.“

Diese Gruppe von Leuten wusste nicht, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – der beste Anbeter Allahs unter der Menschheit war mit seiner Anbetung. Auch die besten Diener Allahs unter der Menschheit sind nicht dazu in der Lage, seine Anbetung auszuführen, wie ich erklärt habe.
Und dies war unter den Dingen, worüber er – sallAllahu alayhi wa sallam – gefragt wurde, als einige Leute – die über seine Gewohnheiten Bescheid wussten, nicht wie die Gruppe von Leuten, die seine Gewohnheiten ignorierten – ihn fanden und Mitgefühl zeigten, als sie den Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – im Gebet stehen sahen und seine Füße angeschwollen waren. So sagten sie zu ihm – sallAllahu alayhi wa sallam: „O Gesandter Allahs! Allah vergab dir (doch) deine vergangenen und zukünftigen Sünden.“

Sie meinten damit: „Hab doch Erbarmen mit dir, O Gesandter Allahs! Sei leicht in deiner Anbetung, weil deine Füße anschwillen.“ Und seine – sallAllahu alayhi wa sallam – Antwort war: „Sollte ich deswegen kein dankbarer Diener sein?“

Dies ist eine Widerlegung bezüglich der falschen Argumentation, die durch die kleine Gruppe von Leuten aufgestellt wurde, die sagte, dass der Grund für die leichte Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – gegenüber Allah die Vergebung Allahs seiner vergangenen und zukünftigen Sünden sei. Sie hatten kein Wissen darüber, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – in der Nacht solange im Gebet stand, dass seine Füße anschwollen. Also als zu ihm gesagt wurde: „O Gesandter Allahs! Allah vergab dir (doch) deine vergangenen und zukünftigen Sünden“, antwortete er: „Sollte ich deswegen kein dankbarer Diener sein?“

Basierend auf ihre Einbildung, die Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – gegenüber Allah sei gering und was sie über die Vergebung Allahs seiner vergangenen und zukünftigen Sünden wussten, nahm jeder dieser Personen dieser kleinen Gruppe an, dass sie verpflichtet sind, diese Anbetung zu überschreiten und dass sie das, was sie über die Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – gegenüber Allah hörten, in Bezug auf sein Fasten, sein Beten in der Nacht und seine (eheliche) Beziehung mit Frauen, übertreffen müssten. So versprachen sie sich Folgendes untereinander: Die erste Person sagte: „Ich werde die ganze Nacht beten und nicht schlafen.“ Die zweite Person sagte: „Was mich betrifft, ich werde ununterbrochen fasten und keinen Tag auslassen, ohne zu fasten.“ Und die dritte Person sagte: Ich werde keine Frau heiraten.“

Warum? Weil sie annahmen, dass die Heirat eine Ablenkung ist und einem von der Perfektion der Anbetung Allahs abhält. Aber sie wussten nicht – und Allah weiß es am besten, doch auf mich wirkt es so, als wären sie neu zum Islam zurückgekehrte Personen, die noch nichts über die Vorschriften und Regelungen im Islam lernten – dass die Heirat in sich eine Anbetung Allahs ist, wie es in einem bekannten Hadith zu finden ist, als eine Gruppe von armen Leuten zum Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – kamen und sagten: „Die Leute mit großem Reichtum und Einkommen haben uns übertroffen – Sie beten, wie wir beten, sie fasten, wie wir fasten, und sie machen Hadj, wie wir Hadj machen. Und sie spenden ihr Geld wohltätig, aber wir spenden nichts wohltätig!“ So sagte der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – zu ihnen: „Soll ich euch nicht anweisen etwas zu tun, was, wenn ihr es tut, euch verhilft, diejenigen zu übertreffen, die vor euch sind und die, die hinter euch sind niemals aufholen können (in der Belohnung), außer für diejenigen, die dasselbe wie ihr tun?“

So ging der Vertreter der armen Leute zurück zu seinen Gefährten des armen Volkes und überbrachte ihnen die frohe Kunde, die er vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – mitnahm. So waren sie sehr glücklich darüber, davon zu hören. Es verging nicht viel Zeit bis der Vertreter wieder zum Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – kam um ihm mitzuteilen: „O Gesandter Allahs! Was du uns erzähltest, hat auch das reiche Volk erreicht, so begannen sie auch das zu tun, was wir tun.“ So sagte der Gesandte Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam: „Dies ist die Großzügigkeit Allahs, welche Allah dem gibt, der Ihm gefällt.“ Dies ist die Überlieferung von Imam Muslim, zu finden in seinem Sahih.

In anderen Überlieferungen des Hadiths, wird berichtet, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – zu ihnen sagte: „Wahrlich in jedem Tasbih (sagen von Subhaana Allah) ist Wohltätigkeit für dich. Und in jeder Tahmid (sagen von al-Hamdulillah) ist Wohltätigkeit. Und in jeder Takbir (sagen von Allahu Akbar) ist Wohltätigkeit. Und in jeder Tahlil (sagen von Bismillah) ist Wohltätigkeit. Das Gute gebieten ist Wohltätigkeit und das Schlechte verbieten ist Wohltätigkeit. Und das Entfernen von einem schädlichen Hindernis auf dem Weg ist Wohltätigkeit.“

Dann fuhr der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam –mit der Aufzählung der noblen Charaktereigenschaften fort. Am Ende des Hadithes sagte er: „Und in euren Beziehungen mit euren Frauen ist Wohltätigkeit.“ Sie sagten erstaunt: „O Gesandter Allahs, wird jemand von uns seine Begierden erfüllen (mit seinen Frauen) und dafür belohnt?“ So sagte der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam: „Siehst du nicht, dass wenn jemand es in einer verbotenen Weise erfüllt, eine Bürde (einer Sünde) dafür trägt?“ Sie sagten: „Natürlich, O Gesandter Allahs.“ So sagte er: „Ebenso ist es, wenn er es auf erlaubtem Wege erfüllt, so wird er dafür belohnt.“

Also waren sie sich nicht über diesen Hadith oder andere Ahadith bewusst, in denen Anregung zur Heirat, insbesondere vom Zeugen von Kindern und Nachkommen, wie es in dem authentischen Hadith zu sehen ist, zu finden sind: „Heiratet die fruchtbaren und liebevollen Frauen, mit Gewissheit ich werde durch euch mit anderen Völkern konkurrieren, bezüglich demjenigen, der die größte Anhängerschaft am Jüngsten Tage hat.“

Also wird derjenige, der heiratet, sich und seine Frau keusch hält dafür belohnt werden. Diese Gruppe ignorierte dies. So war einer unter ihnen, der sich selbst versprach, dass er nicht heiraten würde, mit der Aussage: „Was mich betrifft, ich werde keine Frauen heiraten.“ Dann ging die Gruppe und als der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – heimkehrte, informierten ihn seine Frauen darüber, was sie von der Gruppe von Leuten an Versprechungen, die sie unter sich machten, hörten. Also sprach der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – über diese Angelegenheit in einer Khutbah in der Moschee: „Was ist los mit den Leuten, die dies und jenes sagen“ – wiederholend vor den Zuhörern, was diese einzelnen Personen sagten, als sie bei ihm zu Hause waren. Die letzte Person will keine Frauen heiraten. Der Zweite sagte er würde jeden Tag fasten und keinen Tag auslassen, ohne zu fasten. Und der Andere sagte, dass er die ganze Nacht beten will und nicht schlafen.“

Es gehörte zu Umgangsform und Anstand des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – wenn er die Leute ermahnte, verwies und belehrte, dass er die Fehler derjenigen, die Fehler verübten oder sündigten, versteckte, indem er ihre Namen nicht nannte. Er stellte sie nicht bloß, vielmehr machte er Aussagen, wie die oben erwähnte: „Was ist los mit den Leuten, die dies und jenes sagen?“ Denn es hat keinen Nutzen den Namen der Person zu nennen, die Fehler begangen hat, außer wenn seine Fehler eine große Gruppe von Leuten betrifft und er für die Mahnung anwesend ist. Aber wenn die Leute gehen und er geht, verschwindet die Gelegenheit, sie zu erinnern. In dieser Situation musste man es den Leuten also öffentlich nennen. Und es ist nicht so, wie manche denken, die über Wissen und Güte beim „Gebieten von Gutem und Verbieten von Schlechtem“ Bescheid wissen, für die nicht realisiert wird, dass Güte die Kritik an jemanden, der, eine Gruppe von Leuten betreffend einen Fehler beging, nicht aufhebt.

Die Geschichten über unsere Salaf (Vorgänger), gepriesen sei Allah, sind gefüllt mit Überlieferungen, die Zeugnis über diesen Fakt ablegen. Es ist für mich genügend, zu nennen was die beiden Schuyukh (al-Buchaari und Muslim) in ihren Sahihs vom Hadith von ’Abdullah Ibn ’Ummar überliefern, der sagte: ’Ummar Ibn al-Khattaab – Allahs Wohlgefallen auf ihm – hielt die Freitagsrede – normalerweise in der Moschee des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – als ein Mann von den Gefährten des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam –, eintrat. In einer anderen Überlieferung wird berichtet, dass es ’Uthmaan Ibn ‘Affaan war. So stoppte ’Ummar seine Khuttbah und drehte sich in Richtung dieser Person, die zu spät kam und es verpasste, früh zu kommen, um die Freitagsrede zu hören. So antwortete die Person: „O Führer der Gläubigen, ich tat nichts anderes außer den Adhaan (Gebetsruf) zu hören, die Gebetswaschung zu verrichten und zur Moschee zu kommen.“ So sagte er rügend mit einer missbilligenden, verhörenden Art zu ihm: „Auch über die Wudu` (Gebetswaschung) hörte ich den Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – sagen: „Wer auch immer zum Freitagsgebet geht, soll Gusl (die große Waschung) vollziehen.“

Der Punkt, den wir aus dieser Überlieferung ableiten wollen ist, dass er ’Uthmaan Ibn ’Affan öffentlich vor einer großen Ansammlung von Zeugen rügte, weil er zu spät zur Freitagspredigt und Freitagsgebet kam. Also daher: Das Prinzip jemanden zu belehren und zu ermahnen basiert auf die Grundlage von: Verstecken der Fehler der Leute, außer es ist ein Nutzen darin, der veranlasst es öffentlich zu machen. Das ist das Prinzip, das der Gesandte Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – einschloss als er die Khuttbah hielt mit bezüglich der Gruppe von Leuten, die in sein Haus kamen. So sagte er: „Was ist los mit den Leuten, die dies und dies sagen?“. Er machte eine Andeutung auf diese Leute nannte aber niemanden von ihnen namentlich.

Der Punkt ist, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – sagte: „Was mich betrifft …“, was eine Widerlegung des Wesentlichen ist, was über die Leute berichtet wurde, die die Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – für gering hielten und dies damit begründeten, dass Allah ihm seine vergangenen und zukünftigen Sünden vergab. Also sagte er: „Was mich betrifft, ich bin der Allah am meisten fürchtende unter euch, und der meist gehorsame unter euch, vor Allah. Was mich betrifft, gewiss ich faste und ich faste nicht […].“ Mit der Bedeutung, ich faste nicht ununterbrochen. „Und ich bete in der Nacht und ich schlafe […].“ Mit der Bedeutung, ich bleibe nicht die ganze Nacht wach, wie es von den Fanatischen unter den Dienern, die Ihre Anbetung steigerten, mit dem Versuch die Anbetung des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – zu übertreffen, gemacht wurde. Das ist der Grund, warum ‘A`ischah sagte, wie es in Sahih Muslim berichtet wird: „Der Prophet verbrachte niemals eine ganze Nacht in der Anbetung.“

So sagte der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam, uns ermahnend, dass die Religion Mäßigung, und die Mäßigung Anbetung ist – weder Übertreibung noch Vernachlässigung: „Was mich betrifft ich bin der Allah am meisten fürchtende unter euch, und der meist gehorsame unter euch, vor Allah. Was mich betrifft, gewiss ich faste und ich faste nicht. Und ich bete in der Nacht und ich schlafe. Und ich heirate Frauen. Also wer auch immer sich von meiner Sunnah abwendet, gehört nicht zu mir.“

Also ist die Sunnah des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – wie sie vom Islam zu uns kam, dass woran alle Muslime verpflichtet sind festzuhalten. Und ich garantiere, dass wenn Dawud – der gemäß der Aussage des Gesandten Allahs, der beste Diener unter der Menschheit war – nachdem der Prophet mit dem vollständigen und perfekten Islam gesandt wurde, kommen würde, er nicht in der Lage sein würde, alle Taten der Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – zu umfassen.

Das bedeutet alle Taten der Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – gleichwohl in: Seiner Rede, seinen Taten und stillen Zustimmung. Infolge dessen bleibt kein Platz mehr für irgendeinen Muslim, um Taten der Anbetung hinzuzufügen, nachdem Allah Seine Religion durch die Sendung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – mit dem perfekten Islam vervollkommnete.

Also sollte nach der Realisierung, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – der beste Anbeter unter der Menschheit, der Allah am meisten Gehorsame sowie Allah am meisten Fürchtende ist, nichts anderes zählen, als das befolgen des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam.
Wir sind sicher, dass wir niemals in der Lage sein werden die Anbetung des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – zu umfassen, außer zeitweise oder zu kurzen Zeitperioden. So sind wir völlig unfähig den Fußstapfen des Gesandten Allahs in seiner Anbetung zu folgen. Das ist unmöglich – mit Respekt gegenüber jedem Einzelnen unter der Menschheit, nach dem Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam.

Darum bleibt nichts außer, dass wir alle zwei Dinge bestreben:

Erstens: die Sunnah des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – zu lernen, in allen Angelegenheiten, die vom Islam zu uns gelangen – gleichwohl in Glauben, Anbetung oder Charakteristik und Benehmen. Und wie ich vorher sagte, wir werden niemals in der Lage sein, mehr zu tun als ihn nur nachzuahmen, wie es gesagt wurde: „So ahme sie nach, wenn du nicht wie sie bist, wahrlich, das Nachahmen der Rechtschaffenen ist Erfolg.“
Es ist nicht zulässig, jemand anderen unter der Menschheit zu folgen außer ihm Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam –, weil er der perfekteste der Menschen ist, gemäß der einstimmigen Zustimmung. Und jeder, der ihn, nachdem er ging, nachahmt und folgt, wird überwältigt von seinem Ozean der Anbetung sein.

Zweitens: Die erste Sache ist, dass wir die Sunnah des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – kennen müssen, zustimmend zu der breiten und erheblichen Bedeutung. Dies seit der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – bezüglich der Gruppe von Leuten sagte: „Also wer auch immer sich von meiner Sunnah abwendet, gehört nicht zu mir.“ Der Satz in dem Hadith bezieht sich nicht auf das Verlassen der empfohlenen Sunnah-Handlungen, z. B. dass diese Person nicht vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – ist. Das ist nicht mit diesem Hadith gemeint. Vielmehr bedeutet „Also, wer auch immer sich von meiner Sunnah abwendet“: „von meinem Weg und meiner Methodik, in allen Angelegenheiten meines religiösen Lebens“.

Das ist die Art einer Person, die nicht von ihm ist. Und diese Art von Person variiert im Hinblick auf seine Angelegenheiten des Befolgens des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam.

So hat die Sunnah zwei Bedeutungen:

Erstens: eine Religiöse, auf die arabische Sprache basierende: das worauf der Gesandte Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – und diejenigen, die seinem Weg folgten, waren.

Zweitens: Das, was bei den Gelehrten als Brauch auftritt als Trennwand der Anbetung in zwei Typen – Fard (Pflicht) und Sunnah (empfohlen). Die Sunnah ist hier in Zustimmung mit Ihrer Definition: „Das, wofür jemand der es tut, belohnt und wofür jemand, der es unterlässt, nicht bestraft wird.“
Also ist die Person welche die Sunnah des Gesandten Allah – sallAllahu alayhi wa sallam – mit ihrer ersten Bedeutung unterlässt (sein Weg und seine Methodik), in Irreführung. Und seine Abweichung kann entweder groß oder klein sein, in Abhängigkeit seiner Nähe und Abgeschiedenheit des Befolgens des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam.

Basierend darauf sollten wir sehen, dass es keine Notwendigkeit gibt, etwas zu ändern oder eine „gute Neuerung“ („Bid’a Hasanah“) in den Islam einzuführen, behauptend das nichts Falsches an einer Neuerung ist. Denn wir sollten uns als unfähig ansehen, dem vortrefflichen Propheten in allem, was uns überliefert wurde zu folgen, bezüglich seiner Anbetung Allahs, ob es nun mit dem Bittgebet zusammenhängt, dem Gedenken an Allah oder das Gebet. Also ist es ausreichend, ihm gemäß unseren Fähigkeiten zu folgen.

Hier möchte ich eine Geschichte erwähnen, die bei al-Buchari in seinem Sahih überliefert ist, damit du den Wert von Allahs Aussage realisierst: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt.“
Al-Buchaari berichtet, dass einer der jüdischen Rabbis zu ’Ummar Ibn al-Khattaab während der Zeit seines Kalifats kam und sagte: „O Führer der Gläubigen, es gibt eine Ayah (Vers) in eurem Buch, die ihr rezitiert. Wäre sie auf uns Juden herab gesandt worden, hätten wir den Tag ihrer Offenbarung zu einem Fest für uns gemacht.“ Er (’Ummar) fragte: „Welche Ayah ist diese?“ Der Jude nannte den Wortlaut wie folgt: „Heute habe Ich euch eure Religion vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Glauben erwählt […].“ ’Ummar sagte: „Wir kennen doch diesen Tag und wissen, an welchem Ort diese Ayah auf den Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – herab gesandt worden ist! Es war an einem Freitag, während er in ‘Arafat stand (in seiner Abschiedspilgerfahrt).“

Warum sagte dieser Jude: „Wäre sie auf uns Juden herab gesandt worden, hätten wir den Tag ihrer Offenbarung zu einem Fest für uns gemacht“? Er sagte es, weil er sich bewusst über die Großartigkeit dieses Segens war, welche Allah über seine Diener verlieh. Aber was ist mit uns Muslimen heute? Bedauerlicherweise verleihen wir diesem großen Segen keinen Wert. Das ist der Grund, warum man viele Leute in der Vergangenheit fand – in vergangenen Generationen – welche die Muslime mit Gebeten, Worten des Gedenkens und Bittgebeten, die nicht vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – kamen, füllten.

Was zu uns vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – kam, ist wahrhaftig genügend und passend. Fakt ist, es ist mehr als unsere menschliche Befähigung erfassen kann. Wie auch immer, jeder von uns nimmt von dieser Anbetung, wozu er imstande ist und was seiner Befähigung und seinem Vermögen entspricht.

Scheich al-Albaani, rahimahullah

http://www.islamfatwa.de/manhaj/113-religioese-erneuerungen-bida/412-jede-neuerung-bida-ist-irrefuehrung

15. Oktober 2012 Posted by | 'Ibaadah, Al-Albaaniyy, Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Reinigung (Tahaara), Salafi, Schahaada | , | Hinterlasse einen Kommentar

Meinung von Gelehrten zum Thema Demonstration

Frage:

Was ist das Urteil bezüglich Demonstrationen? Ist es für die Ummah nützlich oder schädlich? Und dürfen Frauen an Demonstrationen teilnehmen? Bārakallahu fīk.

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah!

Die Gelehrten haben sich gegen Demonstrationen ausgesprochen und haben ihre Sichtweise wie folgt belegt:

  1. Demonstrationen sind keine Methode, die der Scharī’ah entsprechen, um sie für die Da’wah anzuwenden. Im Gegenteil, solche Demonstrationen beinhalten meistens mehrere Verstöße gegen die Scharī’ah, die während einer Demonstration immer wieder begangen werden.
  2. Demonstrationen, so wie wir sie heute kennen, sind Neuerungen in der Religion. Die ersten, die solche Demonstrationen durchgeführt haben, war der Westen. Es gibt keine geschichtliche Überlieferung die belegen könnte, dass Muslime solche Demonstrationen durchgeführt haben, weder in der Zeit der Gefährten (Sahabah) noch in der Zeit ihrer Schüler (Tābi’īn). Auch ist nichts darüber bekannt bei den Fiqh-Gelehrten oder bei den Ĥadīth-Gelehrten. Somit ist diese Tat eine Neuerung in der Religion, die hinzugefügt wurde.
  3. Demonstrationen können dazu führen, dass gegen die Herrscher rebelliert wird und man sie zu Ungläubigen erklärt. Demonstrationen sind somit Ursache für den Angriff auf die Ehre der Gelehrten und Herrscher.
  4. Alle Ĥadīthe, die diejenigen erwähnt haben, die es als erlaubt ansehen, solche Demonstrationen durchführen zu können, sind von der Zeit vor der Auswanderung von Mekka nach Medina und somit bevor die Scharī’ah  vervollkommnet wurde. Es ist jedoch bekannt, dass man sich hauptsächlich auf die Gebote und Verbote beziehen soll, die nach der Auswanderung bekräftigt wurden. Was jedoch das Freitagsgebet, die religiösen Feste und andere Versammlungen anbetreffen, zu denen der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – aufgerufen hat, wie das Gebet bei Sonnenfinsternis oder ähnliches, so dienen diese Versammlungen dem Zweck, die Riten des Islam sichtbar zu machen. Dies hat rein gar nichts mit Demonstrieren zu tun.
  5. Demonstrationen können zu Krawalle und Chaos führen. Sie geben aber auch Krawallsuchenden eine Möglichkeit, Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt anzuzetteln.
  6. Demonstrationen sind Nährboden für Rassismus und lassen die Zeit der Unwissenheit wieder aufleben.

Zahlreiche Gelehrte haben sich gegen solche Demonstrationen ausgesprochen und ihren Schaden offen dargelegt.

Scheich Muqbil hat gesagt: „Ich habe – und dafür sei Allah dank – stets vor diesen Demonstrationen in den ’Id- und Freitagspredigten gewarnt.“

Scheich Ben Bāz hat gesagt: „Ich denke nicht, dass Demonstrationen und Aufmärsche von Frauen und Männern, zur Heilung führt. Im Gegenteil, ich sehe es als etwas an, dass zur Fitnah, Übel und zur Unterdrückung einiger Personen führt. Es führt auch in den meisten Fällen dazu, dass man Hass gegen einige Personen empfindet. Die Scharī’ah hat bestimmt, dass man Briefe schreibt, Ratschlag erteilt und zum Guten einlädt. Dies sind die durch die Scharī’ah festgelegten Mittel, die von den Gelehrten erläutert wurden.“

Scheich Ibn ’Uthaimīn hat gesagt: „Deshalb unterstützen wir keine Demonstrationen, Proteste und ähnliches. Wir unterstützen diese unter keinen Umständen, da Verbesserungen auch ohne diese Dinge möglich sind. Es ist ein Fakt, dass es verborgene Kräfte gibt, die solche Aktionen unterstützen, sei es im Verborgenen oder auch öffentlich.“

Scheich Fauzān hat gesagt: „Es liegt kein Nutzen in Demonstrationen – sie sind lediglich Aufruhr. Sie stiften lediglich Verwirrungen und Chaos. Wie soll es dem Feind Schaden zufügen, wenn die Leute rausgehen, in den Strassen demonstrieren und ihre Stimmen erheben? […] Islam ist eine Religion des Friedens und der Ruhe; es ist eine Religion des Wissens. Es ist keine Religion des Geschreis und des Tumults.“

Und Allah weiß es am besten!

http://www.basseera.de/faa/manhadj/verschiedenes/171-sind-demonstrationen-aus-der-sicht-des-islams-erlaubt.html

29. August 2012 Posted by | Al-'Uthaymien, Al-Fauzaan, Aqidah / Manhaj, Bid'ah/Erneuerung, Demonstrationen und andere Angelegenheiten, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Salafi, Umgang mit Nicht-Muslimen | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wie das Feiern des Geburtstags begann

Auf der ganzen Welt feiern Freunde und Verwandte Geburtstag, geben dem Gefeierten Geschenke und wünschen ihm „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“. Aber warum? Wo hat diese allgemeine Gewohnheit ihren Ursprung?

Das Welt Buch – Childcraft International sagt bezüglich „Feiertage und Geburtstage“: „Seit tausenden von Jahren haben die Menschen auf der ganzen Welt an den Geburtstag als einen sehr besonderen Tag gedacht. Vor langer Zeit glaubten Menschen, dass einer Person an ihrem Geburtstag von guten Geistern geholfen werden kann, oder dass ihr von bösen Geistern geschadet werden kann. Wenn also jemand Geburtstag hatte, versammelten sich Freunde und Verwandte, um sie oder ihn zu beschützen. Und so begann das Feiern des Geburtstags.“
„Die Idee, Kerzen auf eine Geburtstags-Torte zu stecken, stammt aus der griechischen Antike. Die Griechen beteten viele Götter und Göttinnen an. Darunter war eine, die Artemis genannt wurde.“ „Artemis war die Göttin des Mondes. Die Griechen feierten ihren Geburtstag einmal in jedem Monat, indem sie ihr spezielle Kuchen zu ihrem Tempel brachten. Die Kuchen waren rund wie der Vollmond. Und weil der Mond scheint waren die Kuchen mit brennenden Kerzen dekoriert.“
Die Griechen glaubten, dass jeder einen Schutz-Geist oder Dämon hatte, der schon bei der Geburt dabei war, und der über ihn oder sie im Leben wachte. Dieser Geist hatte eine mystische Beziehung zu dem Gott, an dessen Geburtstag die Person geboren war.
Die Römer haben diese Idee ebenfalls übernommen. Diese Vorstellung wurde im menschlichen Glauben mitgeführt und reflektiert sich im Schutzengel, der guten Fee und dem Schutzheiligen. Geburtstags-Kerzen haben im Volksglauben eine spezielle Magie, um Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Leuchtende Kegel und Opferfeuer haben eine mystische Bedeutung seit der Mensch das erste Mal einen Altar für seine Götter errichtete. Die Geburtstags-Kerzen sind also eine Ehre und Anerkennung für das Geburtstags- Kind und sollen Glück bringen.
Dieser Experte sagte weiter: „Mehr und mehr aber schreiben die Menschen auf der ganzen Welt ihrem tatsächlichen Geburtsdatum eine gewisse Magie zu. Wir tragen einen Ring mit unserem Geburtsstein als Glücksbringer; und wenn wir die Kerzen auf unserem Geburtstags-Kuchen auspusten, passen wir auf, dass wir geheim halten, was wir uns gewünscht haben. Wenn wir es verraten, geht es natürlich nicht in Erfüllung.“
„Mit anderen Worten, man folgt sehr oft DEM ALTEN GEBURTSTAGSGLAUBEN. Man wird aufmerksam auf die Bedeutung altertümlicher Geburtssymbole und frönt alten Festen. Man nimmt diese nicht ernst – hauptsächlich zum Spaß.“
Warum sagen Leute „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ zueinander? Der Experte sagt: „Weil uns die guten Wünsche unserer Freunde und Familie vor bösen Geistern schützen sollen.“
Ägypter feierten Geburtstage, aber nur für ihre Herrscher. Sie führten Paraden, Zirkusse, Gladiatoren-Wettkämpfe und prächtige Feste auf. Die Römer inszenierten Paraden und Wagenrennen, um Geburtstage zu feiern; einige davon wurden für ihre Götter geschaffen. Sterbliche wurden nicht geehrt oder auch nur an den Tag ihrer Geburt erinnert.
Die Geburtstags-Torte ist erst 200 Jahre alt! Kuchen aus gesüßtem Brotteig und mit Zucker überzogen waren die ersten Geburtstags-Kuchen und sie haben ihren Ursprung in Deutschland. Es wurde gesagt, dass es ein Zeichen von Unglück im kommenden Jahr sei, wenn der Kuchen beim Backen fällt. Münzen, Knöpfe und Ringe wurden in den Kuchen gebacken. Dem Gast, der das Stück mit der Münze bekam, war Reichtum in der Zukunft garantiert, der Ring stand für Heirat.
In der Antike beteten Menschen über den Flammen eines offenen Feuers. Sie glaubten, dass der Rauch ihre Gedanken hinauf zu den Göttern trug. Heute glaubt man, dass ein Wunsch wahr wird, wenn man alle Kerzen mit einem Atemzug auspustet.
Alle diese Bräuche und Traditionen, die mit dem Feiern des Geburtstags verbunden sind, haben mit dem Voraussagen der Zukunft, guten Wünschen für die Zukunft und Glücksbringern gegen böse Geister und dergleichen zu tun. Alle Geburtstags-Rituale, Spiele und Zeremonielle sind eine Form der Beglückwünschung des Geburtstags-Kindes, welche ihre Magie im kommenden Jahr ausüben sollen.
Aber, wie wir sehen, dieser Brauch ist absolut HEIDNISCH!
Die Tradition von Geburtstags-Feiern begann in Europa vor langer Zeit. Es wurde befürchtet, dass böse Geister es besonders am Geburtstag einer Person auf diese abgesehen haben. Um sie vor Schaden zu schützen, kamen Freunde und Familie zu der Person, die Geburtstag hatte, um gute Gedanken und Wünsche zu bringen. Geschenke brachten sogar noch mehr gute Stimmung, um die bösen Geister abzuwehren.
So begann das Feiern des Geburtstags.
Zuerst wurden nur die Könige als wichtig genug angesehen, eine Geburtstags Feier zu haben (vielleicht hat so die Tradition der Geburtstags-Krone begonnen?). Nach einiger Zeit wurden Kinder miteinbezogen. Die ersten Kinder- Geburtstage fanden in Deutschland statt und wurden Kinderfeste genannt.
Sollte ein Muslim etwas zu tun haben mit Zeremonien, die zurückzuführen sind auf heidnische Zeiten und Rituale? Sollte ein wahrer Muslim oder seine oder ihre Kinder heidnische Geburtstags-Feiern geniessen, nur weil sie so reizend, lustig und „unschuldig“ sind?
Diese Geburtstags-Veranstaltungen stammen also aus dem heidnischen Glauben. Sie beinhalten auch die Imitation der Juden und Christen in ihren Geburtstags-Feiern. Um uns davor zu warnen, ihrer Art und ihren Traditionen zu folgen, sagte der Prophet صلى الله عليه و سلم : „Ihr werdet dem Weg der Leute vor euch Schritt für Schritt folgen. Selbst wenn sie in das Loch, in das sich eine Eidechse zurückzieht, gehen würden, würdet ihr dort auch hineingehen.“ Dann sagten die Sahabah: „Oh Gesandter Allahs! Meinst du die Juden und Christen?“ Er sagte: „Wer sonst?!“ (Überliefert von Bukhari und Muslim)
Der Prophet صلى الله عليه و سلم sagte auch: “ Wer immer ein Volk imitiert, ist einer von ihnen.“ (Abu Dawud)
In der Sunnah: Anas ibn Maalik رضي الله عنه sagte: Der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم kam nach Medinah, und sie hatten zwei Tage, an denen sie (entspannten und) spielten. Er sagte: „Was sind diese zwei Tage?“ Sie sagten: „Wir pflegten in der Jahiliyyah (an diesen beiden Tagen) zu spielen.“ Der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم sagte: „Allah hat euch statt dessen etwas besseres gegeben: Yawm Ul-Duha (Eid Al-Adha) und Yawm Al-Fitr (Eid Ul-Fitr).
(Überliefert von Abu Dawud)
Dies zeigt deutlich, dass der Prophet صلى الله عليه و سلم seiner Ummah definitiv verbot, die Feste der Kuffaar zu feiern, und er versuchte mit allen Möglichkeiten, sie abzuschaffen. Die Tatsache, dass die Religion der Leute der Schrift akzeptiert ist, bedeutet nicht, dass ihre Feste zugelassen sind oder von der Ummah aufrecht erhalten werden sollen, so wie der Rest ihres Unglaubens und ihrer Sünden nicht zugelassen sind. Tatsächlich bemühte der Prophet صلى الله عليه و سلم sich sehr, seiner Ummah zu befehlen, sich in vielen mubaah (erlaubten) Dingen von ihnen zu unterscheiden, und in vielerlei Hinsicht in der Anbetung. Dieses Anderssein war eine Barriere in allen Aspekten, denn je mehr unterschiedlich man ist, umso weniger wahrscheinlich ist es, dass man so handelt wie diejenigen, die in die Irre gehen.
Der Hadith „Jedes Volk hat seine Feste, und dies ist unser Fest.“ impliziert Exklusivität, dass jedes Volk seine eigenen Feste hat. Wie Allah sagt (Interpretation der Bedeutung): „Jeder hat eine Zielrichtung, zu der er sich hinwendet.“ (Qur’an 2:148) und „Für jeden von euch haben Wir ein Gesetz und einen deutlichen Weg festgelegt.“ (Qur’an 5:48). Dies impliziert, dass jede Nation ihre eigene Art hat. Das Laam in Li-Kulli (für jeden) impliziert Exklusivität. Wenn also die Juden ein Fest haben, und die Christen ein Fest haben, so ist es nur für sie, und wir sollten keinen Teil daran haben; so wie wir nicht ihre Qiblah (Gebetsrichting) oder ihre Gesetzte teilen.

http://www.calgaryislam.com/
übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas aus:
http://sabeelalmumineen.wordpress.com/2011/12/11/how
-birthday-parties-began/

13. Februar 2012 Posted by | Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Graues Haar

Amr ibn Schu’aib رضي الله عنه berichtete von seinem Vater رضي الله عنه, dass sein Großvater رضي الله عنه berichtete:

Der Prophet صلى الله عليه وسلم hat gesagt: „Zupft nicht das graue Haar aus, denn es ist des Muslims Licht am Tag der Auferstehung.“

عن عمرو بن شعيب، عن أبيه، عن جده رضي الله عنه، عن النبي صلى الله عليه وسلم قال‏:‏ ‏ „‏لا تنتفوا الشيب؛ فإنه نور المسلم يوم القيامة‏“‏‏.‏ حديث حسن‏.‏

(Abu Dawud, At-Tirmidi und Nasai mit guten Überlieferungsketten. At-Tirmidi sagt: „Er ist ein guter Hadith.“)

1. November 2011 Posted by | Ahaadiith, andere Sprachen, Arabisch العربية, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Yaumu-l-Qiyaamah (der "Tag der Auferstehung") | , , | Hinterlasse einen Kommentar