Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Scharhu-s-Sunnah – Imaam Al-Barbahaariyy (Punkt 99)

99.: Die Abweichung des Jahmiyy

Und einige der ‚Ulamaa‘ (Gelehrten) – darunter Ahmad ibn Hanbal – sagten:
Der Jahmiyy ist ein Kaafir (Ungläubiger), er ist nicht von den Leuten der Qiblah. Sein Blut ist rechtmäßig. Er erbt nicht, noch wird von ihm ein Erbe empfangen. Denn er sagte, dass es kein Jum’ah und kein Jamaa’ah (Gemeinschafts-Gebet) gibt, und kein ‚Ied-Gebet, und keine Sadaqah. Und (weil) sie sagten: „Jemand, der nicht sagt, dass der Qur-aan erschaffen ist, ist ein Kaafir.“ Sie erlaubten das Schwert (den Kampf und das Töten) innerhalb der Ummah des Muhammad – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam. Sie widersprachen denen, die vor ihnen waren. Sie setzten die Menschen Prüfungen aus mit Dingen, von denen weder der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – noch einer seiner Sahaabah gesprochen hatten. Sie wollten die Masaajid (Moscheen) und die Gemeinschafts-Gebete verlassen sehen. Sie haben den Islaam geschwächt, haben verursacht, dass der Jihaad verlassen wird, und beschäftigten sich mit dem Sektenwesen. Sie widersprachen den Aathar (Überlieferungen) und erhoben ihr Wort mit dem, was aufgehoben war [1]. Sie benutzten Verse von unklarer Bedeutung als klaren Beweis, und brachten so in den Menschen Zweifel über ihre Religion auf. Sie debattierten über ihren Herrn und sagten: „Es gibt keine Bestrafung im Grab, kein Haud (Becken), keine Fürsprache, und Al-Jannah (das Paradies) und An-Naar (das Feuer) wurden nicht erschaffen.“ Sie leugneten vieles von dem, was der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – gesagt hat. Diejenigen, die es für rechtmäßig erklären, dass man sie als Ungläubige bezeichnet, erklären sie zu dem, und erlauben das Vergießen ihres Blutes aufgrund dieser Gesichtspunkte. Denn wer einen Aayah des Buches Allaahs zurückweist, der weist das gesamte Buch zurück. Und wer eine Überlieferung des Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – zurückweist, der weist alle Überlieferungen zurück, und er ist ein Ungläubiger in Allaah Al-‚Adhiim. Sie überdauerten die Zeit und fanden Herrscher, die ihnen dabei halfen und brachten diejenigen, die sich widersetzten, zum Schwert oder zur Peitsche. Das Wissen über die Sunnah und die Jamaa’ah wurde ausgelöscht und geschwächt, so dass sie unterdrückt wurden durch das manifestieren der Bid’ah (Erneuerung), der Rede darüber und ihre große Zahl. Sie gründeten Sitzungen, manifestierten ihre Meinungen, schrieben Bücher, lockten die Menschen und ersuchten Herrschaft für sie. Es war eine sehr große Fitnah (Heimsuchung) [2]. Nur die, die von Allaah beschützt wurden, waren davor in Sicherheit. Das Mindeste, mit dem der Mann, der mit ihnen saß, getroffen wurde, war, dass er Zweifel über seinen Diin (seine Religion) bekam, oder dass er ihnen folgte, oder dass er annahm, sie seien auf dem Haqq (der Wahrheit), nicht wissend ob ihre Aussage auf dem Haqq oder dem Baatil (der Falschheit) war, und so wurde er zum Zweifler. So wurden die Menschen vernichtet bis zur Zeit von Ja’far, der als Al-Mutawakkil [3] bekannt war, durch den Allaah die Bid’ah erlöschen ließ und den Haqq und die Leute der Sunnah hervorbrachte. Sie erhoben ihre Stimmen, trotz ihrer kleinen Anzahl und der großen Anzahl der Erneuerer, bis zu diesem Tag [4]. Was ihre Prinzipien und ihre Irreleitung angeht, so blieben einige von ihnen dabei, danach zu handeln und dazu aufzurufen, mit niemandem, um sie von ihren Aussagen und Taten abzuhalten.

وَقَالَ بَعْضُ الْعُلَمَاءِ – مِنْهُمْ أَحْمَدُ بْنُ حَنْبَلٍ: الْجَهْمِيُّ كَافِرٌ, لَيْسَ مِنْ أَهْلِ الْقِبلَةِ, حَلَالُ الدَّم, لَا يَرِثُ وَلَا يُورَثُ, لِأَنَّهُ قَالَ: لَا جُمْعَةَ وَلَا جَمَاعَةَ, (وَلا عِيدَيْنِ) وَلَا صَدَقَةَ, وَقَالُوا: إِنَّ مَنْ لَمْ يَقُلْ: الْقُرْآنُ مَخْلُوقٌ فَهُوَ كَافِرٌ, وَاسْتَحَلُّوا السَّيْفَ عَلَى أُمَّةِ مُحَمَّدٍ – صلى الله عليه وسلم, وَخَالَفُوا مَنْ كَان قَبْلَهُمْ, وَامْتَحَنُوا النَّاسَ بِشَيْءٍ لَمْ يَتَكَلَّمْ فِيهِ رَسُولُ اللهِ – صلى الله عليه وسلم, وَلَا أَحَدٌ مِنْ أَصْحَابِهِ, وَأَرَادُوا تَعْطِيلَ الْمَسَاجِدِ وَالْجَوَامِعِ, وَأَوْهَنُوا الْإِسْلَامَ, وَعَطَّلُوا الْجِهَادَ, وَعَمِلُوا فِي الْفُرْقَةِ, وَخَالَفُوا الْآثَرَ, وَتَكَلَّمُوا بِالْمَنْسُوخِ, وَاحْتَجُّوا بِالْمُتَشَابِهِ, فَشَكَّكُوا النَّاسَ فِي آرائِهِمْ وَأَدْيَانِهِمْ, وَاخْتَصَمُوا فِي رَبِّهِمْ, وَقَالُوا: لَيْسَ عَذَابُ قَبْرٍ, وَلَا حَوْضٌ وَلَا شَفَاعَةٌ, وَالْجَنَّةُ وَالنَّارُ لَمْ يُخْلَقَا, وَأَنْكَرُوا كَثِيراً مِمَّا قَالَ رَسُولُ اللهِ – صلى الله عليه وسلم, فَاسْتَحَلَّ مَنِ اسْتَحَلَّ تَكْفِيرَهُمْ وَدِمَاءَهُمْ مِنْ هَذَا الْوَجْهِ. لِأَنَّ مَنْ رَدَّ آيَةً مِنْ كِتَابِ اللهِ فَقَدْ رَدَّ الْأَثَرَ كُلَّهُ, وَمَنْ رَدَّ أَثَراً عَنْ رَسُولِ اللهِ – صلى الله عليه وسلم – فَقَدْ رَدَّ الْأَثَرَ كُلَّهُ, وَهُوَ كَافِرٌ بِاللهِ الْعَظِيمِ, فَدَامَتْ لَهُمُ الْمدَّةُ, وَوَجَدُوا مِنَ السُّلْطَانِ مَعُونَةً عَلَى ذَلِكَ, وَوَضَعُوا السَّيْفَ وَالسَّوْطَ دُونَ ذَلِكَ, فَدَرَسَ عِلْمُ السُّنَّةِ وَالْجَمَاعَةِ (وَأَوْهَنُوهُمَا) وَصَارَتا مَكْتُومَيْنِ. لإِظْهَارِ الْبِدعِ وَالْكَلَامِ فِيهَا وَلِكَثْرَتِهِمْ, وَاتَّخَذُوا الْمجَالِسَ, وَأَظْهَرُوا رَأْيَهُمْ, وَوَضَعُوا فِيهِ الْكُتُبَ, وَأَطْمَعُوا النَّاسَ, وَطَلَبُوا لَهُمْ الرِّيَاسَةَ, فَكَانَتْ فِتْنَةٌ عَظِيمَةٌ لَمْ يَنْجُ مِنْهَا إِلَّا مَنْ عَصَمَ اللهُ, فَأَدْنَى مَا كَانَ يُصِيبُ الرَّجُلَ مِنْ مُجَالَسَتِهِمْ أَنْ يَشُكَّ فِي دِينِهِ, أَوْ يُتَابِعَهُمْ أَوْ يَزْعُمَ أَنَّهُمْ عَلَى الْحَقِّ, وَلَا يَدْرِي أَنَّهُ عَلَى الْحَقِّ أَوْ عَلَى الْبَاطِلِ, فَصَارَ شَاكّاً, فَهَلَكَ الْخَلْقُ, حَتَّى كَانَ أَيَّامُ جَعْفَرَ – الَّذِي يُقَالُ لَهُ الْمتَوَكِّلُ, فَأَطْفَأَ اللهُ بِهِ الْبِدَعَ, وَأَظْهَرَ بِهِ الْحَقَّ, وَأَظْهَرَ بِهِ أَهْلَ السُّنَّةِ, وَطَالَتْ أَلْسِنَتُهُمْ, مَعَ قِلَّتِهِمْ وَكَثْرَةِ أَهْلِ الْبِدَعِ إِلَى يَوْمِنَا (هَذَا) وَالرَّسْمُ وَأَعْلَامُ الضَّلَالَةِ قَدْ بَقِيَ قَوْمٌ يَعْمَلُونَ بِهَا, وَيَدْعُونَ إِلَيْهَا, لَا مَانِعَ يَمْنَعُهُمْ, وَلَا أَحَدَ يَحْجُزُهُمْ عَمَّا يَقُولُونَ وَيَعْمَلُونَ

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[1] Die Mu’tazilah und die Raafidah leugneten Aufhebung (Naskh). Vor ihnen hatten die Juden dies geleugnet.

[2] Es wurde verkündet, dass jeder sich an den Glauben der Mu’tazilah halten musste, dass der Qur-aan erschaffen wurde. Die Gelehrten wurden bedroht und es wurde ihnen befohlen, damit einverstanden zu sein. Diejenigen, die sich weigerten, mündlich zuzustimmen, wurden eingesperrt, mit dem Tode bedroht und gefoltert. Imaam Ahmad – rahimahu Allaah – blieb standhaft, trotz mehrerer Monate im Gefängnis, in denen er immer wieder vor die Autoritäten gebracht, mit dem Tode bedroht und in Ketten gelegt wurde. Schließlich wurde er in der Öffentlichkeit heftig ausgepeitscht. ‚Aliy ibn Al-Madiiniyy sagte: “Wahrlich, Allaah hat dieser Religion durch Abu Bakr am Tag der Apostasie (Riddah) und durch Ahmad ibn Hanbal am Tag der Prüfung (Mihnah) geholfen.”
Überliefert von Adh-Dhahaabiyy in Tadhkiratu-l-Huffaadh (2/432).

[3] Der ‚Abbaasid Kaliph, Al-Mutawakkil ‚alaa Allaah: Abu-l-Fadl, Ja’far, Sohn von Al-Mu’tasim bi Allaah, Al-Quraschiyy. Er starb im Jahr 247 nach der Hijrah. Rahimahu Allaah.

[4] Siehe den Brief von Ahmad ibn Hanbal an Al-Mutawakkil, der in As-Sunnah seines Sohnes, ‚Abdullaah, als Punkt 84 erwähnt wird.

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Mehr siehe hier und hier

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übersetzt aus dem Arabischen von Maimuna Y. Bienas / http://www.quranundhadith.wordpress.com

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22. November 2014 Posted by | andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Bid'ah/Erneuerung, Sadaqah, Salafi, Scharhu-s-Sunnah - Imaam Al-Barbahaariyy | , | Hinterlasse einen Kommentar

Scharhu-s-Sunnah – Imaam Al-Barbahaariyy (Punkt 93)

93.: Die Religion war eine einzige Jamaa’ah und teilte sich dann in Sekten auf.

وَاعْلَمْ أَنَّ رَسُولَ اللهِ – صلى الله عليه وسلم – قَالَ: (سَتَفْتَرقُ أُمَّتِي عَلَى ثَلَاثٍ وَسَبْعِينَ فِرْقَةً, كُلُّهَا فِي النَّارِ إِلَّا وَاحِدَةً, وَهِيَ الْجَمَاعَةُ.), قِيلَ: يَا رَسُولَ اللهِ, مَنْ هُمْ؟ قَالَ: (مَا أَنَا عَلَيْهِ الْيَوْمَ وَأَصْحَابِي).
وَهَكَذَا كَانَ الدِّينُ إِلَى خِلَافَة عُمَرَ, وَهَكَذَا كَانَ فِي زَمَن عُثْمَانَ, فَلَمَّا قُتِلَ عُثْمَانُ جَاءَ الْاخْتِلَافُ وَالْبِدْعُ, وَصَارَ النَّاسُ أَحْزَاباً وَصَارُوا فِرَقاً, فَمِنَ النَّاسِ مَنْ ثَبَتَ عَلَى الْحَقِّ عِنْدَ أَوَّلِ التَّغْيِيرِ, وَقَالَ بِهِ وَدَعَا النَّاسِ إِلَيْهِ, فَكَانَ الْأَمْرُ مُسْتَقِيماً حَتَّى كَانَتْ الطَّبَقَةُ الرَّابِعَةُ فِي خِلَافَةِ بَنِي فُلَانٍ انْقَلَبَ الزَّمَانُ وَتَغَيَّرَ النَّاسُ جِدّاً, وَفَشَتِ الْبِدْعُ, وَكَثُرَتِ الدُّعَاةُ إِلَى غَيْرِ سَبِيلِ الْحَقَّ وَالْجَمَاعَةِ, وَوَقَعَتِ الْمحَنُ فِي شَيءٍ لَمْ يَتَكَلَّمْ بِهِ رَسُولُ اللهِ – صلى الله عليه وسلم, وَلَا أَصْحَابُهُ, وَدَعَوْا إِلَى الْفُرْقَةِ (وَنَهَى) رَسُولُ اللهِ عَنِ الْفُرْقَةِ, وَكَفَّرَ بَعْضُهُمْ بَعْضاً, وَكُلٌّ (دَاعٍ) إِلَى رَأْيِهِ, وَإِلَى تَكْفِيرِ مَنْ خَالَفَهُ, فَضَلَّ (الْجُهَّالُ) وّالرَّعَاعُ وَمَنْ لَا عِلْمَ لَهُ, وَأَطْمَعُوا النَّاسَ فِي شَيءٍ مِنْ أَمْرِ الدُّنْيَا وَخَوَّفُوهُمْ عِقَابَ الدُّنْيَا, فَاتَّبَعَهُمُ الْخَلْقُ عَلَى خَوْفٍ (فِي) دُنْيَاهُمْ, فَصَارَتِ السُّنَّةُ وَأَهْلُهَا مَكْتُومِينَ, وَظَهَرَتِ الْبِدْعُ وَفَشَتْ, وَكَفَرُوا مِنْ حَيْثُ لَا يَعْلَمُونَ مِنْ وُجُوهٍ شَتَّى, وَوَضَعُوا الْقِيَاس, وَحَمَلُوا قُدْرَةَ الرَّبِّ فِي آيَاتِهِ وَأَحْكَامِهِ وَأَمْرِهِ وَنَهْيِهِ عَلَى عُقُولِهِمْ (وَآرَائِهِمْ), فَمَا وَافَقَ عُقُولَهُمْ قَبِلُوهُ وَمَا لَمْ يُوَافِقْ عُقُولَهُمْ رَدُّوهُ, فَصَارَ الْإِسْلَامُ غَرِيباً, وَأَهْلُ السُّنَّةِ غُرَبَاءَ فِي (جَوْفِ دِيَارِهِمْ).

Und wisse, dass der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte: „Meine Ummah wird sich in dreiundsiebzig Sekten spalten. Alle werden im Feuer sein, außer einer, und das ist die Jamaa’ah.“ Es wurde gesagt: „Oh Gesandter Allaahs! Wer sind sie?“ Er sagte: „(Die darauf sind,) worauf ich und meine Sahaabah (Gefährten) heute sind.“ [1]
Und so war der Diin zur Zeit der Khilaafah von ‚Umar (Ibn Al-Khattaab), und so war es in der Zeit von ‚Uthmaan. Und als ‚Uthmaan getötet wurde kamen Meinungsverschiedenheiten und Bid’ah auf, und die Menschen teilten sich in Parteien und Sekten. Unter den Menschen gab es welche, die der Wahrheit weiterhin folgten, als Änderungen kamen, und sie sprachen der Wahrheit entsprechend und luden die Menschen dazu ein.
Die Angelegenheiten blieben in Ordnung bis zur vierten Generation in der Khilaafah von So-und-so. Als es sich wendete und die Menschen sich stark geändert hatten, verbreitete sich die Bid’ah und es erschienen viele Aufrufer zu einem anderen Weg als den der Wahrheit und der Jamaa’ah. Die Menschen wurden mit Dingen geprüft, von denen weder der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – noch ein einziger seiner Sahaabah gesprochen hatten. Es wurde zu Sekten aufgerufen, obwohl der Gesandte Allaahs Aufspaltung verboten hatte. Die einen Gruppen erklärten die anderen zu Ungläubigen. Jeder rief zu seiner eigenen Meinung auf und machte Takfiir auf diejenigen, die mit ihm uneins waren. So gingen die Unwissenden, das gemeine Volk und die, die ohne Wissen waren, in die Irre. Sie machten die Menschen habgierig auf die Dinge der Dunyaa und liessen sie die Strafe der Dunyaa fürchten. So folgten ihnen die Leute aus Angst um ihre Angelegenheiten der Dunyaa. Die Sunnah und Ahlu-s-Sunnah wurden unterdrückt, und die Bid’ah erschien und wurde verbreitet. Die Menschen begingen Unglauben unterschiedlichster Art und Weise, derer sie sich nicht bewußt waren. Sie nutzen Analogie und fassten die Macht des Herrn, Seine Zeichen, Seine Gesetzgebungen, Seine Befehle und Verbote entsprechend ihres Intellekts und ihrer Meinungen auf. Was ihrem Intellekt entsprach, das akzeptierten sie. Und was ihrem Intellekt nicht entsprach, wurde von ihnen zurückgewiesen. Der Islaam wurde zu etwas Fremden, und die Leute der Sunnah wurden zu Fremden innerhalb ihrer eigenen Häuser [2].

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[1] Der Hadiith ist hasan und wurde von At-Tirmidhiyy (Nr. 2643), Ibn Waddaah in Al-Bid’ah (S. 85), Al-Aajurriyy in Asch-Scharii’ah (S. 15) und in Al-Arba’iin, Al-Haakim (1/128-129), Ibn Nasr in As-Sunnah (Nr. 62), Al-Laalikaa’iyy in As-Sunnah (Nr. 147), Ibn Al-Jauziyy in Talbiis Ibliis (S. 16) und Al-‚Uqailiyy in Ad-Du’afaa‘ (2/262) vom Hadiith von ‚Abdullaah Ibn ‚Amr überliefert.

[2] Vielleicht bezieht sich der Autor auf das, was durch die Prüfungen, die durch die Aussage, der Qur-aan sei erschaffen, geschah, und durch die Prüfungen der Gelehrten der Sunnah diesbezüglich. Siehe Ar-Radd ‚ala-l-Jahmiyyah von Ad-Daarimiyy.

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Mehr siehe hier und hier

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übersetzt aus dem Arabischen von Maimuna Y. Bienas / http://www.quranundhadith.wordpress.com

16. Mai 2014 Posted by | Ahaadiith, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Bid'ah/Erneuerung, Salafi, Scharhu-s-Sunnah - Imaam Al-Barbahaariyy | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die drei Flüsse der Reinigung – Ibnu-l-Qayyim

Ibnu-l-Qayyim – rahimahu Allaah – sagte:

Für die Leute der Sünden gibt es drei große Flüsse, in denen sie sich in der Dunyaa (dieser Welt) reinigen. Und wenn dies nicht ausreicht, um sie zu reinigen, dann werden sie im Fluß des Höllenfeuers am Yaumu-l-Qiyaamah (dem Tag der Auferstehung) gereinigt:

– der Fluß der aufrichtigen Taubah (Reue);
– der Fluß der Hasanaat (guten Taten), der die Sünden ertränkt, die sie umgeben;
– der Fluß der großen Katastrophen, die (die Sünden) sühnen

So wenn Allaah für Seinen Diener Gutes will, dann bringt er ihn in einen dieser drei Flüsse, so dass er am Yaumu-l-Qiyaamah sauber und rein einherkommt und keine vierte Reinigung benötigt. – Ende.

Quelle: Madaariju-s-Saalikiin (1/312)

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

قال ابن القيم رحمه الله :

„لأهل الذنوب ثلاثة أنهار عظام يتطهرون بها في الدنيا فإن لم تف بطهرهم طهروا في نهر الجحيم يوم القيامة :

– نهر التوبة النصوح.
– ونهر الحسنات المستغرقة للأوزار المحيطة بها.
– ونهر المصائب العظيمة المكفرة.

فإذا أراد الله بعبده خيرا أدخله أحد هذه الأنهار الثلاثة فورد القيامة طيبا طاهرا
فلم يحتج إلى التطهير الرابع “ اهـ. “

مدارج السالكين“ 1/312

20. Februar 2014 Posted by | 'Ibaadah, andere Sprachen, Arabisch العربية, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Reinigung (Tahaara), Yaumu-l-Qiyaamah (der "Tag der Auferstehung") | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Tafsiir Ibn Kathiir der Suurah 94 – Asch-Scharh (Alam Naschrah)

ash-sharh

Im Namen Allaahs, des Gnädigen, Barmherzigen.

Haben Wir dir nicht deine Brust aufgetan (1)
Und dir deine Last abgenommen, (2)
Die deinen Rücken niederdrückte, (3)
Und dir dein Ansehen erhöht? (4)
Wahrlich, mit der Erschwernis ist Erleichterung, (5)
Wahrlich, mit der Erschwernis ist Erleichterung. (6)
Wenn du nun fertig bist, dann strenge dich an (7)
Und nach deinem Herrn richte dein Begehren aus. (8)

°

Allaah – ta’aalaa – sagt: “Haben Wir dir nicht deine Brust aufgetan“, was bedeutet: “Wir haben sie erleuchtet, und wir haben sie geräumig, ausgedehnt und weit gemacht.“
Dies ist wie Allaah sagt: “Wen Allaah rechtleiten will, dem tut Er die Brust auf für den Islaam.” (Qur-aan 6:125)
Und so wie Allaah seine Brust aufgetan hat, so hat Er Sein Gesetz aufgetan, weit, beherbergend und einfach gemacht, mit nichts Bedenklichem darin und ohne Lst und Drangsal.

يَقُول تَعَالَى „أَلَمْ نَشْرَح لَك صَدْرك“ يَعْنِي أَمَا شَرَحْنَا لَك صَدْرك أَيْ نَوَّرْنَاهُ وَجَعَلْنَاهُ فَسِيحًا رَحِيبًا وَاسِعًا كَقَوْلِهِ „فَمَنْ يُرِدْ اللَّه أَنْ يَهْدِيه يَشْرَح صَدْره لِلْإِسْلَامِ“ وَكَمَا شَرَحَ اللَّه صَدْره كَذَلِكَ جَعَلَ شَرْعه فَسِيحًا وَاسِعًا سَهْلًا لَا حَرَج فِيهِ وَلَا إِصْر وَلَا ضِيق

Bezüglich Allaahs Aussage: “Und dir deine Last abgenommen,“: Dies bedeutet: “Damit dir Allaah das von deinen Sünden vergebe, was vorher war und was später sein wird.” (Qur-aan 48:2)

وَوَضَعْنَا عَنْكَ وِزْرَكَ
بِمَعْنَى „لِيَغْفِرَ لَك اللَّه مَا تَقَدَّمَ مِنْ ذَنْبك وَمَا تَأَخَّرَ

Die deinen Rücken niederdrückte,“
Al-Inqaad“ meint das Geräusch. Und mehr als einer der Salaf hatten bezüglich Allaahs Aussage “Die deinen Rücken niederdrückte,” gesagt: Es bedeute: “Das Gewicht wiegt schwer auf dir.”

الَّذِي أَنْقَضَ ظَهْرَكَ
الْإِنْقَاض الصَّوْت وَقَالَ غَيْر وَاحِد مِنْ السَّلَف فِي قَوْله „الَّذِي أَنْقَضَ ظَهْرك“ أَيْ أَثْقَلَك حَمْله

Allaah sagt dann: “Und dir dein Ansehen erhöht?
Mujaahid sagte: “Mir (Allaah) wird nicht gedacht, außer dass dir mit Mir gedacht wird: Ich bezeuge, dass es nichts und niemanden gibt, der es in Wahrheit würdig ist, angebetet zu werden, außer Allaah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allaahs ist.” [At-Tabariyy 24:494]
Qataadah sagte: “Allaah erhöhte sein Ansehen in der Dunyaa (diesem Leben) und Al-Aakhirah (im Jenseits). Niemand hält eine Predigt, verkündet das Zeugnis des Glaubens (Schahaadah), oder betet ein Gebet (Salaah), ohne dass er dies ausruft: Ich bezeuge, dass es nichts und niemanden gibt, der es in Wahrheit würdig ist, angebetet zu werden, außer Allaah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – ist.” [At-Tabariyy 24:494]

وَرَفَعْنَا لَكَ ذِكْرَكَ
قَالَ مُجَاهِد لَا أُذْكَرُ إِلَّا ذُكِرْتَ مَعِي أَشْهَد أَنْ لَا إِلَه إِلَّا اللَّه وَأَشْهَد أَنَّ مُحَمَّدًا رَسُول اللَّه وَقَالَ قَتَادَة رَفَعَ اللَّه ذِكْره فِي الدُّنْيَا وَالْآخِرَة فَلَيْسَ خَطِيب وَلَا مُتَشَهِّد وَلَا صَاحِب صَلَاة إِلَّا يُنَادِي بِهَا أَشْهَد أَنْ لَا إِلَه إِلَّا اللَّه وَأَنَّ مُحَمَّدًا رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ

Bezüglich Allaahs Aussage: “Wahrlich, mit der Erschwernis ist Erleichterung, wahrlich, mit der Erschwernis ist Erleichterung.“:
Allaah – ta’aalaa – informiert, dass man mit jeder Erschwernis Erleichterung findet, und dann bekräftigt Er dies (durch die Wiederholung).

وَقَوْله تَعَالَى „فَإِنَّ مَعَ الْعُسْر يُسْرًا إِنَّ مَعَ الْعُسْر يُسْرًا“ أَخْبَرَ تَعَالَى أَنَّ مَعَ الْعُسْر يُوجَد الْيُسْر ثُمَّ أَكَّدَ هَذَا الْخَبَر

Allaah sagt: “Wenn du nun fertig bist, dann strenge dich an. Und nach deinem Herrn richte dein Begehren aus.“, was bedeutet: “Wenn du fertig bist mit deinen Angelegenheiten und Aufgaben in der Dunyaa, und du dich von der Routine gelöst hast, dann steh auf zur ‚Ibaadah (Anbetung), und sei mit Eifer und Unterwerfung dabei und reinige deine Absichten und Wünsche gegenüber deinem Herrn.”
Dem entspricht die Aussage des Propheten صلى الله عليه و سلم in einem Hadiith, der allgemein als authentisch eingestuft wurde:
Es gibt kein Gebet, wenn das Essen serviert ist, oder wenn das Schlechte (Urin und Stuhl) die Person bedrückt.” [Muslim 1:393]
Der Prophet صلى الله عليه و سلم sagte auch:
Wenn die Zeit des Gebets gekommen ist und das Abendessen serviert ist, dann beginnt mit dem Abendessen.” [Fath Al-Baariyy 9:498]
Mujaahid sagte bezüglich des Aayah: “Wenn du frei bist von den Angelegenheiten der Dunyaa, dann steh auf zum Gebet, und wende dich deinem Herrn zu.” [At-Tabariyy 24:497]

وَقَوْله تَعَالَى „فَإِذَا فَرَغْت فَانْصَبْ وَإِلَى رَبّك فَارْغَبْ“ أَيْ إِذَا فَرَغْت مِنْ أُمُور الدُّنْيَا وَأَشْغَالهَا وَقَطَعْت عَلَائِقهَا فَانْصَبْ إِلَى الْعِبَادَة وَقُمْ إِلَيْهَا نَشِيطًا فَارِغ الْبَال وَأَخْلِصْ لِرَبِّك النِّيَّة وَالرَّغْبَة وَمِنْ هَذَا الْقَبِيل قَوْله صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي الْحَدِيث الْمُتَّفَق عَلَى صِحَّته „لَا صَلَاة بِحَضْرَةِ طَعَام وَلَا وَهُوَ يُدَافِعهُ الْأَخْبَثَانِ“ وَقَوْله صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ „إِذَا أُقِيمَتْ الصَّلَاة وَحَضَرَ الْعَشَاء فَابْدَءُوا بِالْعَشَاءِ“ قَالَ مُجَاهِد فِي هَذِهِ الْآيَة إِذَا فَرَغْت مِنْ أَمْر الدُّنْيَا فَقُمْت إِلَى الصَّلَاة فَانْصَبْ لِرَبِّك

Dies ist das Ende des Tafsiirs der Suurah Asch-Scharh und aller Dank und alles Lob gebühren Allaah.

آخِر تَفْسِير سُورَة أَلَمْ نَشْرَح وَلِلَّهِ الْحَمْد وَالْمِنَّة

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Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com).

7. Januar 2014 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Das Gebet (Salaah), Qur-aan, Salafi, Schahaada, Tafsiir von Ibn Kathiir auf deutsch | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Erwidern des Salaams für die Frau – Schaykh Muqbil [rahimahu Allaah]

Frage:
Soll man die Frauen verbal mit dem Salaam grüßen oder nicht?

Schaykh:
Es ist nichts Falsches daran, verbal mit dem Salaam zu grüßen, wenn sie und er geschützt vor Fitnah sind, und zu sagen: „As-Salaamu ‚alaikum.“. Wenn er jedoch befürchtet, dass der Salaam zu etwas führt, was danach an Fitnah entsteht, dann nicht.
So wie gesagt wurde: „Ein Blick, dann ein Lächeln, dann der Salaam, dann das Reden, dann eine Verabredung, dann ein Treffen.“
Wenn er also keine Fitnah für sich selbst und keine Fitnah für sie befürchtet, dann liegt kein Problem darin, zu sagen: „As-Salaamu ‚alaikum.“ Die Frauen des Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – wurden auch mit dem Salaam begrüßt. Wa Allaahu-l-Musta’aan.

Fragender:
Ist das Beantworten des Salaam Pflicht für die Frau?

Schaykh:
Für die Frau ja, sie muss antworten. Und dasselbe gilt für sie. Wenn sie für sich selbst Fitnah befürchtet, oder dass sie den Mann in Versuchung führt, dann antwortet sie innerlich bei sich selbst oder sie bewegt ihre Lippen mit einem Geräusch, das er nicht hören kann.
Und wenn sie für sich selbst nichts (keine Fitnah) befürchtet, oder er ist ein Mahram für sie, dann ist nichts Falsches daran, zu sagen: „Wa ‚alaikumu ssalaam.“
Wenn sie das Auftreten von Fitnah befürchtet, dann gibt es nichts, was  der Sicherheit des Herzens gleichkommt.

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وهل شرع السلام اللفظي على النساء، أم لا؟
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تاريخ إضافته: 16 صفر 1433هـ

نص السؤال: وهل شرع السلام اللفظي على النساء، أم لا؟

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نص الإجابة:
السلام اللفظي إذا كان أمن الفتنة عليها وعليه فلا بأس أن يقول السلام عليكم ، و إذا كان يخشى أن يجر السلام إلي ما بعده من الفتنة فـلا ، كما قيل :
نظرة فإبتسامة فسلام فكلام فموعد فلقاء

فإذا كان لا يخشى عليه الفتنة و لا يخشى عليها هي فلا بأس أن يقول : السلام عليكم ، فقد كان يسلم علي نساء النبي – صلى الله عليه و علي آله و سلم – و الله المستعان .

س: الرد على السلام هل يكون واجب علي المرأة؟
ج: علي المرأة نعم ترد وهي أيضا كذلك ، إن كانت تخشي على نفسها الفتنة أو أن تفتن الرجل ردت في نفسها أو تحرك شفتها مع شئ من الصوت بحيث لا يسمع ، وإذا كانت لا تخشى علي نفسها أو هو محرم لها فلا بأس أن تقول : وعليكم السلام ، لكن إذا تخشى حدوث فتنة فسلامة القلب لا يعادلها شئ .

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من شريط : ( أسئلة شباب يريم )

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http://www.muqbel.net/fatwa.php?fatwa_id=99

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

24. Dezember 2013 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Muqbil, Sprechen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Scharhu-s-Sunnah – Imaam Al-Barbahaariyy (Punkt 34)

34.: Es ist weder erlaubt, den Herrscher zu bekämpfen, noch gegen ihn zu rebellieren, auch wenn er unterdrückt.

وَلَا يَحِلُّ قِتَالُ السُّلْطَانِ وَالْخُرُوجُ عَلَيْهِ وَإِنْ جَاروا, وَذَلِكَ قَولُ رَسُولِ اللهِ – صلى الله عليه وسلم – لِأَبِي ذَرٍّ: „اصبر, وَإِنْ كَانَ عَبْداً حَبَشِيّاً“. وَقَولُهُ لِلأَنْصَارِ: „اصْبِرُوا حَتَّى تَلْقُوْنِي عَلَى (الْحَوضِ)“. وَلَيْسَ مِنَ السُّنَّةِ قِتَالُ السُّلْطَانِ, فَإِنَّ فِيهِ فَسَادَ الدِّينِ وَالدُّنْيَا

Und es ist nicht zulässig, den Sultaan (Herrscher) zu bekämpfen und gegen ihn zu rebellieren, auch wenn er unterdrückt. Und jenes ist das Wort des Gesandten Allaahs – صلى الله عليه وسلم – zu Abuu Dharr: „Sei geduldig, auch wenn er ein Abessinischer Sklave ist.“ [1], und seine Aussage zu den Ansaar: „Seid geduldig, bis ihr mich (am Becken) trefft.“ [2] Es Es gibt keinen Kampf gegen den Sultaan in der Sunnah. Es verursacht Korruption im Diin und in der Dunyaa. [3]

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[1] Wie überliefert von Muslim (Eng. Übers., Vol.3. Nr.4525, 4526)

[2] Überliefert von Al-Bukhaariyy aus dem Hadiith von Usayd ibn Al-Hudayr (Eng. Übers., Vol.5, Nr.136)

[3] Hudhayfah – radiyy Allaahu ‚anhu – berichtete in einem längeren Hadiith, dass der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte: „Nach mir werden Imaame (Herrscher) kommen, die nicht meiner Rechtleitung und meiner Sunnah folgen. Unter ihnen werden Männer sein, die Herzen von Schayaatiin in menschlichen Körpern haben.“ Er (Hudhayfah) fragte: „Was soll ich tun, oh Gesandter Allaahs, wenn ich dies erreiche?“ Er antwortete: „Höre und gehorche, sogar wenn sie deinen Rücken schlagen und deinen Besitz nehmen. Dann höre und gehorche noch immer.“
Sahiih Muslim 1847 b
وَحَدَّثَنِي مُحَمَّدُ بْنُ سَهْلِ بْنِ عَسْكَرٍ التَّمِيمِيُّ، حَدَّثَنَا يَحْيَى بْنُ حَسَّانَ، ح وَحَدَّثَنَا عَبْدُ اللَّهِ بْنُ عَبْدِ الرَّحْمَنِ الدَّارِمِيُّ، أَخْبَرَنَا يَحْيَى، – وَهُوَ ابْنُ حَسَّانَ – حَدَّثَنَا مُعَاوِيَةُ، – يَعْنِي ابْنَ سَلاَّمٍ – حَدَّثَنَا زَيْدُ بْنُ سَلاَّمٍ، عَنْ أَبِي سَلاَّمٍ، قَالَ قَالَ حُذَيْفَةُ بْنُ الْيَمَانِ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنَّا كُنَّا بِشَرٍّ فَجَاءَ اللَّهُ بِخَيْرٍ فَنَحْنُ فِيهِ فَهَلْ مِنْ وَرَاءِ هَذَا الْخَيْرِ شَرٌّ قَالَ نَعَمْ ‏.‏ قُلْتُ هَلْ وَرَاءَ ذَلِكَ الشَّرِّ خَيْرٌ قَالَ ‏“‏ نَعَمْ ‏“‏ ‏.‏ قُلْتُ فَهَلْ وَرَاءَ ذَلِكَ الْخَيْرِ شَرٌّ قَالَ ‏“‏ نَعَمْ ‏“‏ ‏.‏ قُلْتُ كَيْفَ قَالَ ‏“‏ يَكُونُ بَعْدِي أَئِمَّةٌ لاَ يَهْتَدُونَ بِهُدَاىَ وَلاَ يَسْتَنُّونَ بِسُنَّتِي وَسَيَقُومُ فِيهِمْ رِجَالٌ قُلُوبُهُمْ قُلُوبُ الشَّيَاطِينِ فِي جُثْمَانِ إِنْسٍ ‏“‏ ‏.‏ قَالَ قُلْتُ كَيْفَ أَصْنَعُ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنْ أَدْرَكْتُ ذَلِكَ قَالَ ‏“‏ تَسْمَعُ وَتُطِيعُ لِلأَمِيرِ وَإِنْ ضُرِبَ ظَهْرُكَ وَأُخِذَ مَالُكَ فَاسْمَعْ وَأَطِعْ

Al-Khallaal berichtet in As-Sunnah (Nr.87): Abuu Bakr erzählte uns: „Ich hörte, dass Abuu ‚Abdullaah (Imaam Ahmad) das Blutvergiessen vermied, und er verbot strengstens die Rebellion.“

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Mehr siehe hier

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übersetzt aus dem Arabischen von Maimuna Y. Bienas / http://www.quranundhadith.wordpress.com

18. Oktober 2013 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Demonstrationen und andere Angelegenheiten, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Heimsuchungen und das Ende der Welt, Salafi, Scharhu-s-Sunnah - Imaam Al-Barbahaariyy | , , | Hinterlasse einen Kommentar

„… sogar wenn sie deinen Rücken schlagen und deinen Besitz nehmen. Dann höre und gehorche noch immer.“

Hudhayfah – radie Allaahu ‚anhu – berichtete in einem längeren Hadieth, dass der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte: „Nach mir werden Imaame (Herrscher) kommen, die nicht meiner Rechtleitung und meiner Sunnah folgen. Unter ihnen werden Männer sein, die Herzen von Schayaatin in menschlichen Körpern haben.“ Er (Hudhayfah) fragte: „Was soll ich tun, oh Gesandter Allaahs, wenn ich dies erreiche?“ Er antwortete: „Höre und gehorche, sogar wenn sie deinen Rücken schlagen und deinen Besitz nehmen. Dann höre und gehorche noch immer.

وَحَدَّثَنِي مُحَمَّدُ بْنُ سَهْلِ بْنِ عَسْكَرٍ التَّمِيمِيُّ، حَدَّثَنَا يَحْيَى بْنُ حَسَّانَ، ح وَحَدَّثَنَا عَبْدُ اللَّهِ بْنُ عَبْدِ الرَّحْمَنِ الدَّارِمِيُّ، أَخْبَرَنَا يَحْيَى، – وَهُوَ ابْنُ حَسَّانَ – حَدَّثَنَا مُعَاوِيَةُ، – يَعْنِي ابْنَ سَلاَّمٍ – حَدَّثَنَا زَيْدُ بْنُ سَلاَّمٍ، عَنْ أَبِي سَلاَّمٍ، قَالَ قَالَ حُذَيْفَةُ بْنُ الْيَمَانِ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنَّا كُنَّا بِشَرٍّ فَجَاءَ اللَّهُ بِخَيْرٍ فَنَحْنُ فِيهِ فَهَلْ مِنْ وَرَاءِ هَذَا الْخَيْرِ شَرٌّ قَالَ نَعَمْ ‏.‏ قُلْتُ هَلْ وَرَاءَ ذَلِكَ الشَّرِّ خَيْرٌ قَالَ ‏“‏ نَعَمْ ‏“‏ ‏.‏ قُلْتُ فَهَلْ وَرَاءَ ذَلِكَ الْخَيْرِ شَرٌّ قَالَ ‏“‏ نَعَمْ ‏“‏ ‏.‏ قُلْتُ كَيْفَ قَالَ ‏“‏ يَكُونُ بَعْدِي أَئِمَّةٌ لاَ يَهْتَدُونَ بِهُدَاىَ وَلاَ يَسْتَنُّونَ بِسُنَّتِي وَسَيَقُومُ فِيهِمْ رِجَالٌ قُلُوبُهُمْ قُلُوبُ الشَّيَاطِينِ فِي جُثْمَانِ إِنْسٍ ‏“‏ ‏.‏ قَالَ قُلْتُ كَيْفَ أَصْنَعُ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنْ أَدْرَكْتُ ذَلِكَ قَالَ ‏“‏ تَسْمَعُ وَتُطِيعُ لِلأَمِيرِ وَإِنْ ضُرِبَ ظَهْرُكَ وَأُخِذَ مَالُكَ فَاسْمَعْ وَأَطِعْ

Sahieh Muslim 1847 b

18. Oktober 2013 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Demonstrationen und andere Angelegenheiten, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Heimsuchungen und das Ende der Welt, Salafi | , | Hinterlasse einen Kommentar

Der „Arabische Frühling“ – Ratschlag an das ägyptische Volk – Schaykh Saalih As-Suhaymie

Oh Brüder, die islamischen Länder die wegen der Hizbiyaat (Parteilichkeiten) und den Ahzaab (Parteien) brennen – bittet Allaah, sie zu retten (von dieser Fitnah). Und beratschlagt die, mit denen ihr in Verbindung steht – vor allem die Studenten des Wissens – dass sie in ihren Häusern bleiben bis die Katastrophe verschwindet. Sie müssen in ihren Häuern bleiben! Sie sollen nicht mit so-und-so gehen, oder mit der einen oder anderen Hizb (Partei).

Der rechtgeleitete Khalif ‚Uthmaan ibn ‚Affaan – radiyy Allaahu ‚anhu – wurde von den Ahlu-sch-Scharr (den Leuten des Schlechten) umzingelt von allen Seiten und sie hatten sich versammelt um ihn zu töten. Was hat er (‚Uthmaan) zu seinen Gefährten, die aufstanden um ihn zu verteidigen, gesagt? Was hat er zu ihnen gesagt? Er sagte: „Ich bitte euch bei Allaah. Ich bitte jeden, der mir ein Versprechen gegeben hat, in sein Haus zu gehen und dort zu bleiben.“
Allaahu akbar! Gab es zu dem Zeitpunkt eine größere Fitnah als das Töten des Khalifen? Und doch verbot er ihnen, sich daran (an der Fitnah) zu beteiligen. Um was zu ersparen? Das Blut der Muslime! Die Gefährten gingen nicht und riefen in den Strassen: „Lang lebe so-und-so und nieder mit so-und-so.“ A’uudhu bi Allaah!

Oh Brüder, dies ist ein ernstes Prinzip, bei Allaah! Jetzt sind die Strassen zerstört und die muslimischen Länder sind verloren durch diese Illusion, wegen den Versammlungen auf den Straßen und der Aufruhr! Männer und Frauen! Alte Menschen, Kinder und Jugendliche! Fürchtet Allaah – ‚azza wa jall!

Ich rufe die Menschen dieser Länder, die meine Stimme erreicht, auch durch die Medien – sendet ihnen diesen Aufruf: Ich appelliere an die Muslime, und Ahlu-s-Sunnah im Speziellen, dass sie in ihren Häusern bleiben bis die Katastrophe verschwindet. Sie sollen nicht auf die Straßen gehen und demonstrieren! Demonstrationen sind ein jüdisches Prinzip! Bei Allaah, ein jüdisches Prinzip, eines der Freimaurer und Zionisten! Sie sind nicht vom Dien (der Religion) Allaahs – ‚azza wa jall!!! Und wer immer eine Fatwaa gibt, dass Demonstrationen vom Dien Allaahs seien, so ist er ein Erfinder von Lügen über Allaah!! Und er ist jemand, der über Allaah spricht mit etwas anderem als dem Haqq (der Wahrheit)! Es gibt keine Demonstrationen im Islaam.

Ich habe euch die Geschichte erzählt: Der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – und Banuu Haaschim waren drei Jahre lang im Schi’b (Gebirgspass) von Abuu Taalib gefangen. Gingen die Sahaabah um zu demonstrieren, um den Gesandten Allaahs aus diesem Ort zu befreien? Sie haben dies nicht getan! Er wurde aus Mekkah vertrieben! Gedärme wurden auf ihn geworfen! Er wurde verletzt! Sie versuchten, ihn umzubringen! War er (der Gesandte) nicht in der Lage, alle Sahaabah aufzurufen, um Abuu Jahl und diejenigen mit ihm zu töten? Er war in der Lage! Aber Allaah hat Sunan (Wege) in Seiner Schöpfung, und es ist nicht korrekt, sie zu überschreiten.

Gebt Acht, oh Brüder! Lasst den Hass nicht über euch kommen während ihr in diesem guten Land seid! Preist und dankt Allaah für diese Ni’mah (Gunst)! Betet euren Herrn an und preist und dankt Ihm für die Sicherheit und den Schutz, in dem ihr seid.

Ich rufe speziell meine Brüder in Ägypten, wie ich sie von der Masjid An-Nabawiyy vor zweit Tagen gerufen habe. Ich rufe sie und erinnere sie an Allaah, beliebt in euren Häusern! Hütet euch vor dieser Feindseligkeit! Verlasst diese Demonstrationen, Streiks, Sit-ins und Zerstörungen von Besitz! Die Juden werden euch ausbeuten! Die Feinde des Islaam werden euch ausbeuten! Diejenigen, die Positionen und Herrschaft suchen werden euch ausbeuten! Die Feinde des Islaam werden euch von überall her ausbeuten, aus dem Osten und dem Westen!

Also kehrt zurück zu Allaah! Bleibt in euren Häusern! Schließt euch selbst in euren Häusern ein bis ihr sicher seid. Ich bitte Allaah, den Großzügigsten, den Herrn des mächtigen Throns, mit Seinen schönen Namen und herrlichen Eigenschaften, dass Er mir und euch Erfolg schenkt für nützliches Wissen und rechtschaffene Taten; und dass Er mich, euch und die muslimischen Länder vor diesen Fitan schützt – dem was davon ersichtlich ist und dem was verborgen ist; und dass Er mich und euch zu denen macht, die in diesem gesegneten Monat (Ramadaan) vor dem Höllenfeuer errettet werden, denn nur Er ist es würdig, angebetet zu werden, und nur Er ist fähig, dies zu beenden. Und als Abschluß: Al-hamdu lillaahi Rabbi-l-‚Aalamien. Möge Allaah den Rang unseres Propheten Muhammad, seiner Familie und alle seiner Sahaabah erhöhen, ihnen Frieden schenken und sie segnen.

Quelle: http://drosuae.com/play.php?catsmktba=17985

Übersetzt ins Englische von Yâsîn Abu Ibrâhîm

Vom Englischen (http://salaf-us-saalih.com/tag/arab-spring/ )/Arabischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

7. Oktober 2013 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Aqidah / Manhaj, Demonstrationen und andere Angelegenheiten, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Heimsuchungen und das Ende der Welt, Salafi | , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Rebellieren gegen die Befehlshaber

Das Rebellieren gegen die Befehlshaber gehört zu den Heimsuchungen, mit denen die Muslime seit jeher heimgesucht wurden. Die Ahlu ş-Şunnah vertreten jedoch die Ansicht – und dafür sei Allah dank – dass das Rebellieren gegen den Befehlshaber nicht zulässig ist. Denn der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, hat gesagt: „Wer zu euch kommt, wenn ihr vereint hinter einem Manne steht, und versucht, eure Einheit zu spalten oder eure Gemeinschaft zu zersplittern, so tötet ihn!“1

Und der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagte auch: „Wenn zwei Kalifen der Treueeid (Bay’ah) geleistet wird, so tötet den Zweiten von ihnen!“2

Ubādah Ibn aş-Şāmit, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, rief uns zum Treueeid (Bay’ah) auf und wir gaben sie ihm. Zu dem, wozu er uns die Bay’ah abnahm, zählte, dass wir hören und gehorchen, in allem, was uns lieb und unlieb ist, im Leichten wie im Schwierigen, auch auf die Bevorzugten (der Befehlshaber) uns selbst gegenüber hin, und dass wir die Befehlsgewalt jenen, die sie innehaben, nicht streitig machen. Er ergänzte: Es sei denn, ihr seht einen offenkundigen Unglaube (Kuffr), für den ihr von Allah einen klaren Beleg habt!“3

Das Rebellieren gegen die Befehlshaber wird als Fittnah gesehen und ist der Grund für das Blutvergießen und das Schwächen der Muslime. Das gilt auch dann, wenn der Befehlshaber ungläubig sein sollte, bis die Muslime in die Lage kommen, ihn abzusetzen, ohne dass dabei das Blut der Muslime vergossen wird. Denn Allah, Ruhmreich und Erhaben ist Er, hat gesagt: „Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle, ewig darin zu bleiben. Und Allah zürnt ihm und verflucht ihn und bereitet ihm gewaltige Strafe.„4

Seit jeher zeigt die Geschichte der Ahlu ş-Şunnah, dass es nicht erlaubt ist, gegen den muslimischen Befehlshaber zu rebellieren. In dieser heutigen Zeit darf selbst das Rebellieren gegen einen ungläubigen Befehlshaber nur unter strengen Voraussetzungen stattfinden. Wenn der Befehlshaber jedoch unwissend sein sollte, dann muss er belehrt werden. Außerdem darf ein Übel nicht zu einem größeren Übel führen. Und das Blut der Muslime darf dabei unter keinen Umständen vergossen werden.

Scheikh Muqbil Ben Hādī al-Wādi‘ī in „Tuĥfat al-Mudjīb“ S. 227

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1 Verzeichnet bei Muşlim

2 Verzeichnet bei Muşlim

3 Verzeichnet bei Bukhārī und Muşlim

4 An-Nişā` 4:93

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Quelle: http://www.basseera.de/manhadj/fuehrermachthaber/366-das-rebellieren-gegen-die-befehlshaber.html

weitere Überlieferungen und Fataawaa hier: https://quranundhadith.wordpress.com/category/aqidah-manhaj/demonstrationen-und-andere-angelegenheiten

14. September 2013 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Aqidah / Manhaj, Demonstrationen und andere Angelegenheiten, Muqbil, Qur-aan, Salafi | , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Geduld – As-Sabr

assabrSchaykhu-l-Islaam Ibn Taymiyyah – rahimahu Allaah – sagte:

Das Auftreten von Leid ist eigentlich ein Segen, da es eine Wiedergutmachung für die Sünden ist, die begangen wurden, und eine Person zur Geduld ruft – für die sie wiederum gebührend belohnt wird.
Ebenso bringen sie eine Person dazu, sich Allaah in Reue zuzuwenden und demütig und unterwürfig Ihm gegenüber zu sein, während sie sich gleichzeitig von der Hoffnung in die Dinge der Schöpfung abwendet.
Es gibt außer diesen noch andere große Vorteile.

So sind jene Leiden, die eine Person heimsuchen, eigentlich die Ursache dafür, dass Allaah ihre Sünden auswischt, und dies ist eine der größten Segnungen.
Also ist das Geschehen von Leid eine Quelle der Gnade und Gunst, vorausgesetzt dass eine solche Person nicht in etwas fällt, was die Ursache für noch größeren Ungehorsam als vorher ist. Denn dieses Leid wird dann noch größeres Unheil für die Religion der Person verursachen.
Wahrlich, es gibt Menschen, die – wenn sie mit einer Prüfung oder einem Unheil getroffen werden, wie z.B. Armut, Krankheit oder Hunger – Heuchlerei in sich sprießen lassen, oder deren Herzen erkranken, oder es bringt sie zu Undankbarkeit und Unglauben, oder dazu, bestimmte Pflichten zu verlassen oder verbotene Taten zu begehen – was alles extrem schädlich für die Religion einer Person ist.
So ist es besser, davor sicher zu sein und sich selbst vor solchen Heimsuchungen und Prüfungen zu schützen, da die Heimsuchungen und Prüfungen dann eine Quelle großer Verletzung werden – statt einer Quelle des Segens zu sein. Wenn die Person jedoch Sabr hat und gehorsam bleibt, dann würde eine solche Heimsuchung die Ursache großer Barmherzigkeit und Segnungen von Allaah – ‚azza wa jall – sein, was Seine Lobpreisung erfordert.

Wer also mit einem Unglück heimgesucht wird und mit Sabr ausgestattet ist, so ist diese Sabr ein Segen für die Person, und eine Barmherzigkeit für sie, da ihre Sünden dadurch gesühnt wurden. Ebenso schenkt sein Herr ihr Lob und Segen, wie Allaah – ta’aalaa – sagt:
„وَلَنَبْلُوَنَّكُم بِشَىْءٍۢ مِّنَ ٱلْخَوْفِ وَٱلْجُوعِ وَنَقْصٍۢ مِّنَ ٱلْأَمْوَ ٰلِ وَٱلْأَنفُسِ وَٱلثَّمَرَ ٰتِ ۗ وَبَشِّرِ ٱلصَّـٰبِرِينَ
ٱلَّذِينَ إِذَآ أَصَـٰبَتْهُم مُّصِيبَةٌۭ قَالُوٓا۟ إِنَّا لِلَّهِ وَإِنَّآ إِلَيْهِ رَ ٰجِعُونَ
أُو۟لَـٰٓئِكَ عَلَيْهِمْ صَلَوَ ٰتٌۭ مِّن رَّبِّهِمْ وَرَحْمَةٌۭ ۖ وَأُو۟لَـٰٓئِكَ هُمُ ٱلْمُهْتَدُونَ“
„Und Wir werden euch ganz gewiß mit ein wenig Furcht und Hunger und Mangel an Besitz, Seelen und Früchten prüfen. Doch verkünde frohe Botschaft den Standhaften, die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: „Wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir zurück.“ Sie sind es, denen Segnungen von ihrem Herrn und Erbarmen zuteil werden, und sie sind die Rechtgeleiteten.
[2:155-157]
So einer Person werden von ihrem Herrn auch ihre Sünden vergeben, und sie wird zu höheren Rängen erhoben – alles durch As-Sabr.

[zusammengefasst aus Majmuu’u-l-Fataawaa (10/48) von Ibn Taymiyyah]

via ummuabdulazeez
übersetzt aus dem Englischen von Maimuna Y. Bienas – quranundhadith.wordpress.com

4. September 2013 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Begriffserklärung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Heimsuchungen und das Ende der Welt, Imaan, Qur-aan, Schaykhu-l-Islaam ibn Taymiyyah | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar