Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Einige Fragen und Antworten bezüglich Yaum Al Arafah (Tag von Arafah)

Bismillah

Es wird von Abu Qatadah al Ansari (radiallahu anhu) berichtet, dass der Gesandte Allahs (sallAllahu aleyhi wa sallam) über das Fasten am Tag von Arafah gefragt wurde und er sagte: „Es tilgt die Sünden des vorangegangenen und kommenden Jahres.“

[Verzeichnet in Muslim 1162]

1.) Was ist Arafah

Shaykh al-Uthaymeen [gest. 1421 nH] Möge Allah barmherzig mit ihm sein, sagte :

Arafah ist ein bekannter Ort um die Ritualen der Hajj zu vollziehen und dort (auf Arafah) zu stehen ist eine Bedingung der Hajj [d.h. es ist etwas, was der Pilgerer tun muss]… Der Gesandte Allahs sagte : ,,Hajj ist Arafah.“

[Authentisch eingestuft von Shaykh Al-Albani in Sunan an-Nisa’i]
2.) Was ist der Tag von Arafah

Er (Shaykh al-Uthaymeen), Möge Allah barmherzig mit ihm sein, sagte auch:

Der Tag von Arafah ist der 9. von Dhul Hijjah, gemäß dem islamischen Kalender. Es wird der Tag von Arafah genannt, weil dies der Tag ist, andem die Pilgerer dort stehen (auf Arafah).
3.) Nutzen dieser prophetischen Tradition :

Shaykh al-Uthaymeen [gest. 1421 nH], Möge Allah barmherzig mit ihm sein, sagte (zusammenfassend) : Einige Nutzen dieser prophetischen Praxis sind folgende :

1. Die Sorgfalt der Gefährten in Bezug auf das Erlernen von nützlichem Wissen

2. Die Belohnung für das Vollziehen einer Tat sind zwei Arten :

a.) Dir wird etwas Wünschenswertes gegeben werden oder

b.) Dir wird etwas unerwünschtes entfernt werden.

Die Belohnung für das Fasten am Tag von Arafah ist die zweite Art (d.h eine unerwünschte Sache die du hast, wird entfernt werden) aufgrund der Aussage des Gesandten Allahs : ,,Das Fasten am Tag von Arafah tilgt die Sünden des vorangegangenen und kommenden Jahres.“

3.) Es ist möglich, dass die vergangenen und ebenso auch die zukünftigen Sünden, gesühnt werden.
4.) Die Fiqh Reglung für das Fasten am Tag von Arafah:

In dem Hanbali Fiqh Buch „Zaad al-Mustaqni“, schrieb Imam al-Hajjawi [gest. 968 nH], Möge Allah barmherzig mit ihm sein : „Und das Fasten am Tag von Arafah ist empfohlen…“
5.) Wenn eine Person die Hajj vollzieht, sollte er oder sie am Tag von Arafah fasten ?

Al-Allamah, Salih Al-Fawzān, Möge Allah ihn bewahren, schrieb :

…die prophetische Rechtleitung lehrte uns, dass es nicht empfohlen ist für den Pilgerer der auf Arafah steht (d.h die Hajj vollzieht) zu fasten. Dies ist, weil der Gesandte Allahs (SallAllahu aleyhi wa sallam) nicht fastete, als er auf Arafah stand.
Der Grund dafür, dass er (sallAllahu aleyhi wa sallam) nicht fastete ist, um Kraft beim Stehen und Flehen bei der Arafah zu haben.

So ist es nicht von dem Weg des Propheten für den Pilgerer am Tag von Arafah zu fasten.
Eher ist es von seinem Weg, an diesem Tag nicht zu fasten (d.h. wenn jemand ein Pilgerer ist und die Hajj vollzieht).
6.) Wann ist der Tag von Arafah?

Dies wurde zu Beginn dieses Artikels genannt, der Tag von Arafah ist der neunte Tag von Dhul Hijja gemäß dem islamischen Kalender.

Dies entspricht Mittwoch dem 23. September 2015, so Allah will.

Möge Allah, der Höchste, den Pilgerern Erfolg und Akzeptanz ihrer Hajj gewähren, und möge Er, der Höchste, denjenigen denen nicht die die Möglichkeit gegeben war die Hajj zu vollziehen, dies in näherer Zukunft gewähren.
Wahrlich, Er ist Derjenige, der fähig ist unsere Bitten zu erhören.

Übersetzung:
eine vertrauenswürdige Schwester
Dhul Hijjah 5, 1435

Quelle:
http://salaf-us-saalih.com/2010/11/13/fasting-on-the-day-of-arafah/

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19. September 2015 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Al-Fauzaan, andere Sprachen, Dhu-l-Hijja, der Tag von 'Arafat und das Opferfest, Die Monate des islamischen Jahres, Englisch | | Hinterlasse einen Kommentar

„Islamische“ Text Nachrichten, die dazu auffordern sie an all eure Kontakte weiterzuleiten, weil euch sonst eine Bedrohung und Strafe befällt? – Shaykh Salih al- Fawzan حفظه الله

„…sie senden Nachrichten in denen steht „tuh dies und jenes es ist Sunnah, bete dies und jenes, faste dies und jenes“, sie ermutigen die Leute und sagen wer dies tut, erhält diese und jene Belohnung und wer dies ignoriert den überkommt Strafe und eine böse Bedrohung ist über ihm.
Sie fügen jegliche Arten von (Fantasie bedingten Einbildungen) Bedrohung und Strafe hinzu, die die Person treffen kann, wenn er ignoriert.
So seid gewarnt vor ihnen !
Akzeptiert nichts von ihnen (Verbreitet und sendet solche Nachrichten ohne Basis nicht weiter)
Akzeptiert nichts von ihnen ohne es aus Quran und Sunnah überprüft zu haben.

(Oftmals) erwähnen sie erfundene Überlieferungen, oder erfinden vornerein selbst Überlieferungen!

[Aus der Khutba des Shaykh, aus dem Archiv seiner Offiziellen Webseite]

Ins Englische übersetzt von abu Muadh Taqweem

Ins Deutsche übersetzt von einer vertrauenswürdige Schwester

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23. August 2015 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-Fauzaan, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | Hinterlasse einen Kommentar

Sich hinter (falschen) Namen, Titeln oder Kunyahs verstecken, die die Identität einer Person verbergen

Al-Muhaddith, der Träger der Flagge des Jarh wa Ta’diil unserer Zeit, Asch-Schaykh Rabii‘, beriet die Salafis auf der ganzen Welt über einige Dinge, die extrem wichtig sind für die Da’wah Salafiyyah und diejenigen, die sich der am meisten gesegneten Manhaj zuschreiben. Zu den Dingen, über die der Schaykh sprach, gehört die Angelegenheit der schlechten Menschen, die im Internet posten und sich hinter unbekannten Pseudonymen verstecken. Er sagte:

„… Bei Allaah! Niemand verbirgt seinen (echten) Namen, außer einer schlechten Person. Astaghfiru Allaah! Astaghfiru Allaah! Warum verbirgst du deinen (echten) Namen?! Wenn du auf der Wahrheit bist, dann gib deinen Namen bekannt, wenn du auf der Falschheit bist, dann fürchte Allaah! Sag nichts! Es gibt keinen Grund, deinen (echten) Namen zu verbergen, keinen erdenklichen Grund, das ist unter den Salaf etwas unbekanntes ….“

Wenn man sich die Nutzen des Postens unter dem echten Namen anschaut, dann kommen einem die folgenden Dinge im ersten Augenblick in den Sinn:

1. Man wird sich Zeit nehmen, nachsinnen und tief nachdenken, bevor man etwas veröffentlicht.
2. Wir werden Bescheid wissen über das Niveau des Wissens und der Manhaj des Schreibers.
3. Es wird keine Hektik oder unnütze Eile geben, Dinge zu veröffentlichen, bevor sie bestätigt und auf die Leute des Wissens bezogen wurden.
4. Das Schreiben unter dem eigenen echten Namen wird ein Gefühl der Verantwortlichkeit und der Rechenschaft für das, was geschrieben wurde, mit sich bringen.
5. Es wird übermäßiges Schreiben und Verbreiten (von Dingen ohne Nutzen) vermindern.
6. Es wird das Schreiben und das Anbieten von Ratschlägen auf die Leute des Wissens und ihre Studenten beschränken, und nicht jeder Hans und Franz wird posten.
7. Es wird die Leute des Wissens hervorbringen und ihre wahre Position, ihr wahres Recht und ihre Autorität bezüglich Rechtleitung, Erziehung und Kritik verdeutlichen.
8. Es wird die Salafiy Manhaj in ihrer schönen und vollständigen Form erscheinen lassen, durch die Kenntnis der Überlieferer und ihrer Situation und Persönlichkeit.
9. Wir werden in der Lage sein, die Gesetze der Scharii’ah gegen diejenigen einzusetzen, die dem widersprechen, die sich stur (dem korrekten Weg) widersetzen, und gegen die Lügner. Wir werden Berichte bestätigen und verifizieren können, wenn wir die Personen kennen. Aber diese Möglichkeit wird verschwinden solange wir  sie nicht kennen, oder sie anonym sind.
10. Es wird einen Anstieg an Veröffentlichung von nützlichem Wissen geben, das die Manhaj verdeutlicht, und schwache Posts oder die ohne Nutzen werden sich vermindern.
11. Wir werden uns auf edle Art und Weise von den Wegen der voreingenommenen Partisanen und Leuten der geheimen Bewegungen und Organisationen entfernen, und wir werden uns ihrer List und ihrem Verstecken hinter falschen Namen oder Kunyahs widersetzen, wenn ihre Eigenschaften und Gifte bekannt werden.
12. Wir werden Klarheit und gegenseitige Wahrhaftigkeit verbreiten, zwei Eigenschaften, die zu den wichtigsten Eigenschaften der Salafiy Manhaj gehören.

Zusammengestellt nach Aussagen von ‚Ubayd ibn ‚Abdillaah ibn Sulaymaan Al-Jaabiriyy, dem früheren Professor an der Islaamischen Universität von Al-Madiinah 1423/7/21
Quelle: http://salaf-us-saalih.com/2013/02/20/hiding-behind-false-names-titles-or-kunyahs-that-hide-the-identity-of-a-person/
Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

12. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Madkhali, Salafi | Hinterlasse einen Kommentar

Sei gerecht bevor du über eine zweite Frau nachdenkst – Schaykh Muhammad bin Hadiy

Frage: 

Jener sagt: Der, der eine Frau und Kinder hat, aber kein Haus besitzt, sondern zur Miete wohnt, und er heiratet eine weitere Frau während er nichts für seine Kinder und seine erste Frau aufgebaut hat – ist diese Person ein Sünder?

Antwort:

Ja, es ist seine erste Pflicht, das aufzubauen, was gegenwärtig waajib (verpfichtend) für ihn ist.
Als Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – die Mehrehe erlaubte, sagte Er – subhaanahu wa ta’aalaa:
„فَإِنْ خِفْتُمْ أَلَّا تَعْدِلُوا۟ فَوَ ٰحِدَةً“
„… Wenn ihr aber befürchtet, nicht gerecht zu handeln, dann (nur) eine …“
[Suurah An-Nisaa‘:3]
Also ist Gerechtigkeit eine Sache. Doch was verpflichtend ist bezüglich des Unterhalts, ist eine andere Sache. Das was dir obliegt, ihnen zu geben (d.h. der ersten Familie), ist eine andere Sache.
So wenn du ihnen nicht ihr Recht gibst oder du kein Vermögen hast, außer dem, womit du ihr Recht erfüllen kannst, und du eine weitere Frau heiraten willst, dann sagen wir: Ihr Recht (d.h. der ersten Familie) hat momentan Vorrang.
Und wenn Allaah dich (mit mehr Besitz) gesegnet hat, dann heirate, heirate eine weitere Frau. Es gibt nichts, was dich davon abhalten könnte.
Was mit Gerechtigkeit zwischen den Frauen gemeint ist, ist bezüglich der Angelegenheiten der Dunyaa, welche die Person aufteilen kann.
Was das angeht, was man nicht teilen kann, so ist das die Zuneigung des Herzens. Das liegt in der Hand von Allaah – tabaaraka wa ta’aalaa. Allaah läßt die Herzen sich zu derjenigen und weg von der anderen neigen; oder zu anderen hin und weg von dieser.
Der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – pflegte zu sagen:
„اللهم هذا قسمي فيما أملك فلا تؤاخذني فيما لا أملك“
„Oh Allaah! Dies ist meine Aufteilung von dem, worüber ich Kontrolle habe. So strafe mich nicht für das, worüber ich keine Kontrolle habe.“
Und das ist die Zuneigung des Herzens. Na’am, es ist nichts Falsches daran.

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

Audio (arabisch)/ Video (englisch): https://www.youtube.com/watch?v=8DX4GNZ85Os&feature=youtu.be

11. Oktober 2014 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Arabisch العربية, Ehe, Scheidung, Familie, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | Hinterlasse einen Kommentar

Warum es so wichtig ist, den Übersetzer zu erwähnen!

Können wir von einem unbekannten Übersetzer profitieren? – Q&A mit Schaykh Ahmad Bazmuul (hafidhahu Allaah)

Fragen gestellt von Anwar Wright & Abu Yusuf Khaleefah

Audio (arabisch)/Video (englisch) auf: http://salaf-us-saalih.com/2012/06/20/can-we-benefit-from-an-unknown-translator-qa-with-shaykh-ahmad-bazmool/

Übersetzung vom Arabischen ins Deutsche von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

Frage: Was ist der Hukm (Rechtsspruch) bezüglich des Nutzens der Bücher der ‚Ulamaa‘, welche ins Englische* übersetzt wurden, doch wo der Übersetzer nicht bekannt ist oder Fehler in der Manhaj hat?

Antwort: Wenn das Buch ein Salafi-Buch ist, der Übersetzer aber unbekannt ist oder Fehler in der Manhaj hat, dann ist es nicht erlaubt, aus diesen Büchern Nutzen zu ziehen, es ist nicht erlaubt, auf diese übersetzten Bücher zurückzugreifen. Das ist weil sie den Hukm des Übersetzers einnehmen.

Wenn also gesagt wird, dass der Autor des Buches Salafiy ist, und der Übersetzer – auch wenn er ein Hizbiy ist – „nur ein gewöhnlicher Übersetzer ist“, dann sagen wir, dass die Weisheit dahinter ist, dass wir nicht sicher sein können, dass dieser Übersetzer nicht die Bedeutungen verzerrt und mit Baatil (Falschheit) zusammenbringt. Und wir haben es geprüft und haben viele Übersetzer gefunden, die live für einige der Salafi-Gelehrten übersetzt haben, und das übersetzt haben, was Baatil ist. Es wurde von einem Salafi-Gelehrten berichtet, dass er Tauhiid lehrte und einen Übersetzer bei sich hatte, den er nicht kannte. So bestätigte er (der Gelehrte) den Tauhiid (in seinem Unterricht), während der Übersetzer Schirk bestätigte, als wenn es die Worte des Gelehrten seien, bis jemand den Gelehrten davon in Kenntnis setzte!

So schau, wie diese Personen täuschen. Dann geben wir dir ein Beispiel: Die Leute der Bid’ah erklären das Buch Allaahs und die Sunnah des Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – und dies nehmen wir von ihnen nicht an. Ebenso der Übersetzer. Wenn er im Gegensatz (zur Wahrheit) steht oder unbekannt ist, dann nehmen wir nicht von ihm an.

*Anmerkung: Gilt natürlich auch für andere Sprachen!

11. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Bid'ah/Erneuerung, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | Hinterlasse einen Kommentar

Die Nutzung der Fußnoten anderer Authoren, Hadiith-Verweise, usw., ohne die Quelle zu erwähnen – Moosaa Richardson

As-salaamu ‚alaikum wa rahmatu Allaah

Es existiert eine Angewohnheit unter einigen Brüdern, wenn sie Artikel oder Fußnoten zu Übersetzungen schreiben, dass sie Fußnoten oder Verweise Anderer benutzen ohne zu erwähnen, dass sie die Fußnoten von ihnen genommen haben oder sie zusammengefasst haben.

Ich meine damit, um ein praktisches Beispiel zu geben: Zum Beispiel du schreibst einen Artikel über die Wichtigkeit, an den ‚Ulamaa‘ festzuhalten. So findest du einen schönen und sehr relevanten Hadiith aus einem Artikel auf spubs.com. Also setzt du eine Notiz in deinen Artikel und benutzt (nur) den Verweis, der von spubs.com angegeben wurde, wie z.B. „Al-Mu’jam Al-Kabiir von At-Tabaraaniyy, 12/203“.

Einige der Gefahren dieser Praxis können wie folgt beschrieben werden:

1) Du hast Wissen ohne die Angabe der Quellen nicht korrekt vermittelt;
2) Du hast die Nachforschung anderer gestohlen;
3) Du hast das Vertrauen der Wissensvermittlung verletzt;
4) Du hast Menschen denken lassen, dass du mehr Wissen besitzt, oder mehr in der Lage bist, Nachforschungen anzustellen, als das tatsächlich der Fall ist;
5) Du gebrauchst möglicherweise das Internet, um eine Identität für dich selbst aufzubauen, einen Forscher, etwas, von dem du weit entfernt bist (und dies wurde oft gesehen).

Schaykh Rabii‘ wurde zu dieser Praxis gefragt und er sagte es sei „SARIQAH, SARIQAH!“ (Diebstahl, Diebstahl!). Er sagte, dass in diesem Fall eine Person Verdienst für etwas beansprucht, was sie nicht getan hat.

Lieber Bruder, zähle nicht die Male, in denen du diese Praxis gesehen hast, und führe dich so selbst in die Irre zu denken, dass daran etwas nicht wirklich falsch ist!

Sondern steigere deine Bescheidenheit, erwähne deine Quellen, verdeutliche die Dinge und erlaube nicht, dass die Leute dich für etwas anerkennen, was du nicht getan hast.

Es wurde überliefert, dass Schaykh Al-Albaaniyy – rahimahu Allaah – ein Dawwaar (ein rotierendes Bücherregal) hatte, welches er auf seinem Schreibtisch aufgestellt hatte. Der Schaykh hatte es eigentlich selbst gebaut. So bemerkte einer seiner Studenten, welch schlaue Erfindung es sei. Da erzählte der Schaykh ihm, dass es ursprünglich nicht seine eigene Idee gewesen war, sondern dass er sie von Schaykh Ahmad Schaakir hatte und nur eine größere Version angefertigt hatte.

Schau wie unser Schaykh nicht wollte, dass irgendjemand dachte, dass er auch nur eine Idee hatte, die nicht wirklich seine eigene war. Schau auf die Reinheit der Seele in einer solchen Tat, schau auf die Klarheit!

Also alles was uns obliegt, ist die vollständige Erwähnung der Quellen. Wenn wir die Notizen von jemandem zum Takhriij eines Hadiith übersetzen, dann sagen wir nach der Erwähnung einfach: „Dies ist Fulaans Takhriij des Hadiith aus dem Buch „Kathaa“, S. xx“.
Dadurch nehmen wir den Weg der Klarheit ein und befreien uns selbst von den oben genannten Problemen.

Lasst uns einander gegenseitig raten, diese schlechte Angewohnheit zu verlassen, ohne jemanden dafür zu beschuldigen, es aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit getan zu haben. Denn es ist sehr weit verbreitet und möglicherweise hat bisher noch niemand davor gewarnt.

Es ist etwas, was korrigiert werden muss, da es „schlimmer als Tadliis (Betrug)“ ist, wie es Schaykh Rabii‘ beschrieb.

Ich bete, dass Allaah dir damit nützt, Und Allaah weiß es am besten.

Moosaa Richardson

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com) aus: http://www.salafitalk.net/st/viewmessages.cfm?Forum=14&Topic=1991

11. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | | Hinterlasse einen Kommentar

Der Student des Wissens handelt mit Weisheit und feinen Manieren beim Umgang mit Gerüchten.

Bezüglich des Studenten des Wissens, der an erster Stelle steht, um die Gerüchteküche auf eine Art und Weise stillzulegen, die Weisheit und gute Manieren beinhaltet, und der nicht derjenige sein sollte, der Gerüchte verbreitet, beriet der Gelehrte Muhammad Ibn Saalih Al-‚Uthaymiin – rahimahu Allaah – seine Studenten mit folgenden Worten:

Und ich empfehle euch ebenso, eure Zeit nicht mit Beschimpfungen und Beleidigungen zu verschwenden. Nicht gegenüber dem allgemeinen Volk, und nicht gegenüber den Autoritäten unter den Gelehrten und der Führer.

Wir sagen: Jeder macht Fehler, daran gibt es keinen Zweifel. Und niemand ist davor geschützt, Fehler zu machen, außer dem, den Allaah – ‚azza wa jall – davor beschützt hat. Aber sollen wir die Fehler anderer als unsere Fehler auf uns nehmen?

Nein. Wenn jemand anderer als wir einen Fehler macht, dann bitten wir Allaah, ihn erfolgreich zu machen auf dem Weg zu dem, was korrekt ist. Und das ist das Höchste, was wir tun können, wenn wir nicht zu ihm gehen können, um ihm zu erklären, dass er sich im Irrtum befindet.

Und darum sage ich: Immer hören wir über So-und-so, dass er diese-und-jene Aussage machte, die wir als Fehler und nicht richtig ansehen. Aber akzeptieren wir das allein auf Basis dessen, was wir gehört haben und bilden uns deshalb eine Überzeugung über diesen Mann, von dem wir gehört haben, dass er dies gesagt haben soll?

Die Antwort: Du hörst über eine Person, sei es ein ‚Aalim (eine Person des Wissens) oder kein ‚Aalim, ein Amiir (Führer) oder kein Amiir, etwas, das du missbilligst. Entweder (missbilligst du es), weil du die Sache selbst missbilligst, oder weil du es missbilligst, dies von dieser Person getan zu sehen. So nimmst du das, was du auf diese Art gehört hast, im ersten Moment an?

Die Antwort: Nein. Also was ist dann deine Pflicht, zu tun?

Die Antwort: Deine erste Pflicht vor allem anderen ist es, die Korrektheit der Nachricht zu überprüfen. Denn es könnte sein, dass über eine Person etwas berichtet wird, was diese gar nicht getan oder gesagt hat. Also muss es sein, dass du als Erstes die Nachricht überprüfst.

Und ich gebe euch einen Grundsatz, den Schaykhu-l-Islaam – rahimahu Allaah – in seiner Zurückweisung der Raafidah in „Manhaaj As-Sunnah“ erwähnt hat: Wenn eine Aussage eines Raafidiyy erwähnt wurde, so sagte er erst als Antwort: „Ich möchte von dir die Authentizität dieser Information wissen.“
Und das ist richtig so. Denn wenn diese Information nicht korrekt ist, dann beruhigst du dich, du bist also zufriedengestellt.
Wenn du also über eine Person hörst, dass sie etwas getan hat, was verwerflich ist, dann überprüfst du als Erstes die Information.

Wenn die Angelegenheit dann für dich erwiesen ist, dass derjenige, der die Information überbracht hat, verlässlich ist und keine Begierden hatte (die ihn dazu verleiteten), dann obliegt dir die nächste Stufe. Und diese ist, zu überprüfen: Ist diese Aussage oder diese Tat (tatsächlich) etwas Schlechtes? So lange der Mann (der kritisiert wurde) für dich also eine Person des Guten ist, und es nicht möglich scheint, dass er dieses Übel getan hat, dann musst du überprüfen: Ist dies (diese Tat oder Aussage) wirklich etwas Verwerfliches?
Denn es könnte sein, dass man die Angelegenheit im ersten Moment als verwerflich ansieht, dann aber nach einer Bedenkzeit man doch erkennt, dass sie nicht verwerflich ist.
So oft hören wir über So-und-so oder So-und-so etwas, was uns eine Gänsehaut macht, und wovon die Seele abgeschreckt ist; dann, wenn wir uns beruhigt haben sehen wir, dass es doch nichts Verwerfliches ist.

Also ist es notwendig, dass man nachdenkt: Ist dies (diese Tat oder Aussage) verwerflich oder nicht verwerflich?

Dies sind die beiden Stufen: Überprüfung, als Erstes.

Dann folgt Überlegung und Nachdenken darüber, ob dies (diese Tat oder Aussage) verwerflich ist oder nicht.

Die dritte Stufe: Wenn du verifiziert hast, dass es etwas Verwerfliches ist, dann es obliegt dir, dass du dich mit der Person in Verbindung setzt, über die diese Nachricht berichtet wurde, und dass du zu ihr sagst: „Oh So-und-so! Mir wurde über dich dieses-und-jenes berichtet. Ist das korrekt?“
Denn viele unserer eifersüchtigen Brüder, wenn sie überzeugt sind, dass eine Aussage verwerflich ist, kommen zu demjenigen, dem diese Aussage oder Tat zugeschrieben wurde, und sagen zu ihm: „Wir haben über dich dieses-und-jenes gehört. Wie kannst du so etwas sagen? Wie kannst du so etwas tun?“
Na’uudhu bi Allaah (Wir suchen Zuflucht bei Allaah)! Ist dies respektvolles Verhalten?

Die Antwort: Nein. Besonders dann nicht, wenn die Person, die du ansprichst, älter ist als du.

So ist es deine Pflicht, zu ihm zu gehen und zu sagen: „Mir wurde über dich dies-und-jenes berichtet. Ist das korrekt?“
Und wenn du weißt, dass es korrekt ist, sagst du (trotzdem) zu ihm: „Ist das korrekt?“

Eventuell sagt er: „Ja, ich habe das gesagt.“ Dann sagst du zu ihm: „Möge Allaah dir Gutes geben, was war (deine) Absicht hinter dieser Aussage?“ Oder: „Was war deine Absicht hinter dieser Tat?“ – bevor du ein Urteil fällst, dass es etwas Verwerfliches ist.

Denn eventuell gibt es einen Beweis dafür, der dir verborgen geblieben ist. Oder er ist in einer Situation, die von ihm erfordert, diese Tat zu verrichten, aber du weißt das nicht.

Und so (geschah es) ‚Abdullaah ibn ‚Umar – radiy Allaahu ‚anhu, dass er vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – berichtete, wie eine Person im Gebet sitzen sollte. Dann sah ihn einer seiner Söhne mit gekreuzten Beinen sitzen, im Gegensatz zu dem, was er vom Gesandten berichtet hatte. So sagte er zu ihm: „Oh mein Vater, wie kann es sein, dass du mit gekreuzten Beinen sitzt?“
Er antwortete ihm: „Wahrlich, meine Beine sind nicht in der Lage, mich zu halten.“

Hat er nun eine Entschuldigung, gegen die Sunnah zu handeln, oder nicht?

Die Antwortet: Er hat eine Entschuldigung. Denn eventuell hat der Mann, dem diese verwerfliche Aussage oder missbilligte Tat zugeschrieben wurde, eine Entschuldigung, die ihn dazu veranlasste, diese Aussage zu machen oder diese Tat zu verrichten.

Doch diese Diskussion sollte mit guten Manieren und taktvoller Rede geschehen.
So wird dir dann entweder klar, dass er sich auf der Korrektheit befindet und du gibst auf, oder es wird dir nicht klar, dass er sich auf der Korrektheit befindet. Und damit hast du den Beweis über diesen Mann erbracht und bist deiner Verpflichtung nachgekommen.

Und wenn wir auf diese Art und Weise in unseren Angelegenheiten verfahren würden, dann wäre die Sache gut und die Ergebnisse lobenswert. Aber viele der Menschen sind froh, wenn sie etwas hören, womit sie So-und-so kritisieren können, und sie fliegen damit in die fernsten Länder, um es bekannt zu machen. Und das ist ein Problem, vor dem man auf der Hut sein muss oder von dem man sich fernhalten muss.

Wasaayaa wa Taujiihaat li Tullaabi-l-‚Ilm S.147 von Schaykh Muhammad ibn Saalih al-‘Uthaymiin – rahimahu Allaah

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (http://www.quranundhadith.wordpress.com)

Englische Übersetzung: http://islamthestudyguides.com/2014/04/16/the-student-of-knowledge-acts-with-wisdom-and-fine-manners-when-dealing-with-rumours/

*

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S. 148 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/2.jpg

S. 149 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/3.jpg

S. 150 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/4.jpg

 

 

 

19. Mai 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, andere Sprachen, Arabisch العربية, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Sprechen | , | Hinterlasse einen Kommentar

The Ruling on Spreading Scandal / Shaykh Saalih al-Fawzaan

21. März 2014 Posted by | Al-Fauzaan, andere Sprachen, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | | Hinterlasse einen Kommentar

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21. März 2014 Posted by | andere Sprachen, Englisch, Uncategorized | | Hinterlasse einen Kommentar

Das Weinen aus Ehrfurcht vor Allaah

von Husayn al-‚Awaayischah
Auszug aus der englischen Übersetzung von al-Bukaa’u min Khaschyatillaah Schaykh Husayn al-‚Awaayishah von Al-Hidaayah UK

vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas

Ibnu-l-Qayyim sagte:

„Die Arten des Weinens sind:
1. das Weinen der Gnade und Leidenschaft;
2. das Weinen aus Angst und Ehrfurcht;
3. das Weinen aus Liebe und Verlangen;
4. das Weinen vor Freude und Glück;
5. das Weinen aus Sorge und Kummer durch Schmerz und die Unfähigkeit, diesen zu ertragen;
6. das Weinen vor Traurigkeit;
7. das Weinen aus Erschöpfung und Schwäche; das Weinen der Heuchlerei ist, wenn sich die Augen mit Tränen füllen während das Herz hart ist;
8. das Weinen der Falschen und Angeheuerten, wie z.B. die Frau, die bezahlt wird, um zu weinen (Anmerkung des Übersetzers: Es war ein alter arabischer vor-islaamischer Brauch, Leute anzuheuern, um an einem Begräbnis teilzunehmen, um dort zu weinen und klagen, um viel Aufruhr und Lärm zu machen, so dass es anderen Leuten erschien, als ob der Verstorbene sehr beliebt und vermisst sei. Der Prophet, sallallaahu ‚alaihi wa sallam, verdammte dies später.);
9. das Weinen des Einverständnisses; das ist wenn jemand andere Leute über etwas weinen sieht, was ihnen passiert ist, und er auch zu weinen beginnt, ohne zu wissen, warum sie weinen.“

Zaadu-l-Ma’aad

*                                       *                                       *                                       *                                       *

Weeping out of fear of Allâh

by Husayn al-‚Awâyishah
Taken from the English Translation of al-Bukâ’u min Khashyatillâh Shaykh Husayn al-‚Awâyishah publish by Al-Hidaayah UK

Ibn al-Qayyim said:

„The types of weeping are:
1. the weeping of mercy and compassion.
2. the weeping of fear and reverence.
3. the weeping of love and longing.
4. the weeping of joy and happiness.
5. the weeping of worry and anguish brought about by pain, and the inability to bear it.
6. the weeping of sadness.
7. the weeping of fatigue and weakness. the weeping of hypocrisy, that is when the eyes fill up with tears, while the heart is hard.
8. the weeping of the false and hired, such as the woman who is paid to wail (tr note: it was an old arab custom in pre-Islâm ic Arabia, to hire people to attend someone’s funeral, in order to cry and wail, and cause much commotion and noise, to make it appear to other people that the deceased was very much liked and missed. The Prophet (Sallalaahu alaihi wa sallam) later condemned this).
9. the weeping of agreement, that is when a person sees other people crying over something that has happened to them, so he too starts to cry, not knowing why they are crying“

(Zâd al Ma’âd)

8. April 2013 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Begriffserklärung, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Imaan, Reinigung (Tahaara) | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar