Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Sei gerecht bevor du über eine zweite Frau nachdenkst – Schaykh Muhammad bin Hadiy

Frage: 

Jener sagt: Der, der eine Frau und Kinder hat, aber kein Haus besitzt, sondern zur Miete wohnt, und er heiratet eine weitere Frau während er nichts für seine Kinder und seine erste Frau aufgebaut hat – ist diese Person ein Sünder?

Antwort:

Ja, es ist seine erste Pflicht, das aufzubauen, was gegenwärtig waajib (verpfichtend) für ihn ist.
Als Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – die Mehrehe erlaubte, sagte Er – subhaanahu wa ta’aalaa:
„فَإِنْ خِفْتُمْ أَلَّا تَعْدِلُوا۟ فَوَ ٰحِدَةً“
„… Wenn ihr aber befürchtet, nicht gerecht zu handeln, dann (nur) eine …“
[Suurah An-Nisaa‘:3]
Also ist Gerechtigkeit eine Sache. Doch was verpflichtend ist bezüglich des Unterhalts, ist eine andere Sache. Das was dir obliegt, ihnen zu geben (d.h. der ersten Familie), ist eine andere Sache.
So wenn du ihnen nicht ihr Recht gibst oder du kein Vermögen hast, außer dem, womit du ihr Recht erfüllen kannst, und du eine weitere Frau heiraten willst, dann sagen wir: Ihr Recht (d.h. der ersten Familie) hat momentan Vorrang.
Und wenn Allaah dich (mit mehr Besitz) gesegnet hat, dann heirate, heirate eine weitere Frau. Es gibt nichts, was dich davon abhalten könnte.
Was mit Gerechtigkeit zwischen den Frauen gemeint ist, ist bezüglich der Angelegenheiten der Dunyaa, welche die Person aufteilen kann.
Was das angeht, was man nicht teilen kann, so ist das die Zuneigung des Herzens. Das liegt in der Hand von Allaah – tabaaraka wa ta’aalaa. Allaah läßt die Herzen sich zu derjenigen und weg von der anderen neigen; oder zu anderen hin und weg von dieser.
Der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – pflegte zu sagen:
„اللهم هذا قسمي فيما أملك فلا تؤاخذني فيما لا أملك“
„Oh Allaah! Dies ist meine Aufteilung von dem, worüber ich Kontrolle habe. So strafe mich nicht für das, worüber ich keine Kontrolle habe.“
Und das ist die Zuneigung des Herzens. Na’am, es ist nichts Falsches daran.

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

Audio (arabisch)/ Video (englisch): https://www.youtube.com/watch?v=8DX4GNZ85Os&feature=youtu.be

11. Oktober 2014 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Arabisch العربية, Ehe, Scheidung, Familie, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | Hinterlasse einen Kommentar

Annullieren viele Einflüsterungen das Gebet?

Der noble Schaykh Saalih Al-Fauzaan wurde gefragt:
Viel Waswaas (Einflüsterungen des Schaytaan) im Salaah (Gebet) – annulliert es das Gebet?

Der noble Schaykh:
Nein, es annulliert das Gebet nicht, aber Ath-Thawaab (die Belohnung) geht weg. Ath-Thawaab des Gebetes wird nicht für dich als Lohn aufgeschrieben, außer in dem Maße, wie dein Herz dabei anwesend war.“

سئل فضيلة الشيخ صالح الفوزان:
كثرة الوسواس في الصلاة يبطل الصلاة؟

فضيلة الشيج: لا, ما يبطل الصلاة, ولكن يذهب بالثواب, ثواب الصلاة ما يكتب لك من الأجر إلا بقدر ما حضر فيه قلبك

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

11. Oktober 2014 Posted by | 'Ibaadah, Al-Fauzaan, Arabisch العربية, Das Gebet (Salaah), Gelehrte / Fataawaa / Zitate | | Hinterlasse einen Kommentar

Zuflucht vor schlechten Mitmenschen (Du’aa‘)

Von Abuu Hurayrah – radiy Allaahu ‚anhu, der sagte:
Zum Du’aa‘ des Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – zählte:
Allaahumma! Ich suche Zuflucht bei Dir
vor einem schlechten Nachbarn,
vor einem schlechten Ehepartner, wegen dem meine Haare vor dem Alter ergrauen,
und vor einem Kind, das mein Herr wird,
und vor Vermögen, was mich quälen wird,
und vor einem hinterlistigen Freund – seine Augen beobachten mich, sein Herz wacht über mich: wenn er etwas Gutes von mir sieht, dann verbirgt er es, und wenn er etwas Schlechtes von mir sieht, dann teilt er es allen mit.“

Al-‚Allaamah Al-Albaaniyy überlieferte es in As-Silsilatu-s-Sahiihah Nr. 3137, und die Isnaad ist gut.

عن أبي هريرة-رضي الله عنه- قال، كان من دعاء الرسول صلى الله عليه وسلم

اللهم إني أعوذ بك:
من جار السوء،
ومن زوج تشيّبني قبل المشيب،
ومن ولد يكون علي ربًّا،
ومن مال يكون علي عذابا
ومن خليل ماكر عينه تراني وقلبه يرعاني إن رأى حسنة دفنها وإن رأى سيئة أذاعها.“

قال العلامة الألباني في السلسة الصحيحة 3137 وهذا إسناد جيد.

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com).

11. Oktober 2014 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-Albaaniyy, Arabisch العربية, Du'aa (Bittgebete), Ehe, Scheidung, Familie, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم) | , | Hinterlasse einen Kommentar

Üble Nachrede ignorieren …

Asch-Schaykh Al-‚Allaamah ‚Abdu-r-Rahmaan bin Naasir As-Sa’diy – rahimahu Allaah – sagte:

„Und von den nützlichen Angelegenheiten ist, dass du weißt, dass der Schaden, den dir die Menschen zufügen – vor allem durch schlechte Aussagen über dich – nicht dir schadet, sondern ihnen schadet. Außer wenn du dich damit beschäftigst und dem Aufmerksamkeit schenkst und du erlaubst, dass es deine Gefühle kontrolliert. In dem Falle schadet es dir genauso wie es ihnen schadet.
So wenn du dem keine Aufmerksamkeit schenkst, dann kann es dir keinen Schaden zufügen.“

Quelle: Risaalatu-l-Wasaa-ili-l-Mufiidah li-l-Hayaati-s-Sa’iidah von Schaykh As-Sa’diy – rahimahu Allaah

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

قال الشيخ العلاّمة عبد الرحمن السعدي رحمه الله

ومن الأمور النافعة أن تعرف أن أذية الناس لك وخصوصاً في الأقوال السيئة، لا تضرك بل تضرهم، إلا إن أشغلت نفسك في الاهتمام بها، وسوغت لها أن تملك مشاعرك، فعند ذلك تضرك كما ضرتهم، فإن أنت لم تضع لها بالاً لم تضرك شيئاً.

المصدر: ” رسالة الوسائل المفيدة للحياة السعيدة ” للشيخ السعدي رحمه الله

11. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Sprechen | | Hinterlasse einen Kommentar

Warum es so wichtig ist, den Übersetzer zu erwähnen!

Können wir von einem unbekannten Übersetzer profitieren? – Q&A mit Schaykh Ahmad Bazmuul (hafidhahu Allaah)

Fragen gestellt von Anwar Wright & Abu Yusuf Khaleefah

Audio (arabisch)/Video (englisch) auf: http://salaf-us-saalih.com/2012/06/20/can-we-benefit-from-an-unknown-translator-qa-with-shaykh-ahmad-bazmool/

Übersetzung vom Arabischen ins Deutsche von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

Frage: Was ist der Hukm (Rechtsspruch) bezüglich des Nutzens der Bücher der ‚Ulamaa‘, welche ins Englische* übersetzt wurden, doch wo der Übersetzer nicht bekannt ist oder Fehler in der Manhaj hat?

Antwort: Wenn das Buch ein Salafi-Buch ist, der Übersetzer aber unbekannt ist oder Fehler in der Manhaj hat, dann ist es nicht erlaubt, aus diesen Büchern Nutzen zu ziehen, es ist nicht erlaubt, auf diese übersetzten Bücher zurückzugreifen. Das ist weil sie den Hukm des Übersetzers einnehmen.

Wenn also gesagt wird, dass der Autor des Buches Salafiy ist, und der Übersetzer – auch wenn er ein Hizbiy ist – „nur ein gewöhnlicher Übersetzer ist“, dann sagen wir, dass die Weisheit dahinter ist, dass wir nicht sicher sein können, dass dieser Übersetzer nicht die Bedeutungen verzerrt und mit Baatil (Falschheit) zusammenbringt. Und wir haben es geprüft und haben viele Übersetzer gefunden, die live für einige der Salafi-Gelehrten übersetzt haben, und das übersetzt haben, was Baatil ist. Es wurde von einem Salafi-Gelehrten berichtet, dass er Tauhiid lehrte und einen Übersetzer bei sich hatte, den er nicht kannte. So bestätigte er (der Gelehrte) den Tauhiid (in seinem Unterricht), während der Übersetzer Schirk bestätigte, als wenn es die Worte des Gelehrten seien, bis jemand den Gelehrten davon in Kenntnis setzte!

So schau, wie diese Personen täuschen. Dann geben wir dir ein Beispiel: Die Leute der Bid’ah erklären das Buch Allaahs und die Sunnah des Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – und dies nehmen wir von ihnen nicht an. Ebenso der Übersetzer. Wenn er im Gegensatz (zur Wahrheit) steht oder unbekannt ist, dann nehmen wir nicht von ihm an.

*Anmerkung: Gilt natürlich auch für andere Sprachen!

11. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Bid'ah/Erneuerung, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | Hinterlasse einen Kommentar

Verletzung des Copyrights (Urheberrechts) ist verboten.

http://www.islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/74-straftaten-a-urteile/1198-verletzung-des-copyrights-urheberechts-ist-verboten

11. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh | Hinterlasse einen Kommentar

Copyright (Urheberrecht) auf Übersetzungen

http://www.islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/74-straftaten-a-urteile/1498-copyright-urheberrecht-auf-uebersetzungen

11. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh | Hinterlasse einen Kommentar

Die Nutzung der Fußnoten anderer Authoren, Hadiith-Verweise, usw., ohne die Quelle zu erwähnen – Moosaa Richardson

As-salaamu ‚alaikum wa rahmatu Allaah

Es existiert eine Angewohnheit unter einigen Brüdern, wenn sie Artikel oder Fußnoten zu Übersetzungen schreiben, dass sie Fußnoten oder Verweise Anderer benutzen ohne zu erwähnen, dass sie die Fußnoten von ihnen genommen haben oder sie zusammengefasst haben.

Ich meine damit, um ein praktisches Beispiel zu geben: Zum Beispiel du schreibst einen Artikel über die Wichtigkeit, an den ‚Ulamaa‘ festzuhalten. So findest du einen schönen und sehr relevanten Hadiith aus einem Artikel auf spubs.com. Also setzt du eine Notiz in deinen Artikel und benutzt (nur) den Verweis, der von spubs.com angegeben wurde, wie z.B. „Al-Mu’jam Al-Kabiir von At-Tabaraaniyy, 12/203“.

Einige der Gefahren dieser Praxis können wie folgt beschrieben werden:

1) Du hast Wissen ohne die Angabe der Quellen nicht korrekt vermittelt;
2) Du hast die Nachforschung anderer gestohlen;
3) Du hast das Vertrauen der Wissensvermittlung verletzt;
4) Du hast Menschen denken lassen, dass du mehr Wissen besitzt, oder mehr in der Lage bist, Nachforschungen anzustellen, als das tatsächlich der Fall ist;
5) Du gebrauchst möglicherweise das Internet, um eine Identität für dich selbst aufzubauen, einen Forscher, etwas, von dem du weit entfernt bist (und dies wurde oft gesehen).

Schaykh Rabii‘ wurde zu dieser Praxis gefragt und er sagte es sei „SARIQAH, SARIQAH!“ (Diebstahl, Diebstahl!). Er sagte, dass in diesem Fall eine Person Verdienst für etwas beansprucht, was sie nicht getan hat.

Lieber Bruder, zähle nicht die Male, in denen du diese Praxis gesehen hast, und führe dich so selbst in die Irre zu denken, dass daran etwas nicht wirklich falsch ist!

Sondern steigere deine Bescheidenheit, erwähne deine Quellen, verdeutliche die Dinge und erlaube nicht, dass die Leute dich für etwas anerkennen, was du nicht getan hast.

Es wurde überliefert, dass Schaykh Al-Albaaniyy – rahimahu Allaah – ein Dawwaar (ein rotierendes Bücherregal) hatte, welches er auf seinem Schreibtisch aufgestellt hatte. Der Schaykh hatte es eigentlich selbst gebaut. So bemerkte einer seiner Studenten, welch schlaue Erfindung es sei. Da erzählte der Schaykh ihm, dass es ursprünglich nicht seine eigene Idee gewesen war, sondern dass er sie von Schaykh Ahmad Schaakir hatte und nur eine größere Version angefertigt hatte.

Schau wie unser Schaykh nicht wollte, dass irgendjemand dachte, dass er auch nur eine Idee hatte, die nicht wirklich seine eigene war. Schau auf die Reinheit der Seele in einer solchen Tat, schau auf die Klarheit!

Also alles was uns obliegt, ist die vollständige Erwähnung der Quellen. Wenn wir die Notizen von jemandem zum Takhriij eines Hadiith übersetzen, dann sagen wir nach der Erwähnung einfach: „Dies ist Fulaans Takhriij des Hadiith aus dem Buch „Kathaa“, S. xx“.
Dadurch nehmen wir den Weg der Klarheit ein und befreien uns selbst von den oben genannten Problemen.

Lasst uns einander gegenseitig raten, diese schlechte Angewohnheit zu verlassen, ohne jemanden dafür zu beschuldigen, es aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit getan zu haben. Denn es ist sehr weit verbreitet und möglicherweise hat bisher noch niemand davor gewarnt.

Es ist etwas, was korrigiert werden muss, da es „schlimmer als Tadliis (Betrug)“ ist, wie es Schaykh Rabii‘ beschrieb.

Ich bete, dass Allaah dir damit nützt, Und Allaah weiß es am besten.

Moosaa Richardson

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com) aus: http://www.salafitalk.net/st/viewmessages.cfm?Forum=14&Topic=1991

11. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | | Hinterlasse einen Kommentar