Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Die Nutzung der Fußnoten anderer Authoren, Hadiith-Verweise, usw., ohne die Quelle zu erwähnen – Moosaa Richardson

As-salaamu ‚alaikum wa rahmatu Allaah

Es existiert eine Angewohnheit unter einigen Brüdern, wenn sie Artikel oder Fußnoten zu Übersetzungen schreiben, dass sie Fußnoten oder Verweise Anderer benutzen ohne zu erwähnen, dass sie die Fußnoten von ihnen genommen haben oder sie zusammengefasst haben.

Ich meine damit, um ein praktisches Beispiel zu geben: Zum Beispiel du schreibst einen Artikel über die Wichtigkeit, an den ‚Ulamaa‘ festzuhalten. So findest du einen schönen und sehr relevanten Hadiith aus einem Artikel auf spubs.com. Also setzt du eine Notiz in deinen Artikel und benutzt (nur) den Verweis, der von spubs.com angegeben wurde, wie z.B. „Al-Mu’jam Al-Kabiir von At-Tabaraaniyy, 12/203“.

Einige der Gefahren dieser Praxis können wie folgt beschrieben werden:

1) Du hast Wissen ohne die Angabe der Quellen nicht korrekt vermittelt;
2) Du hast die Nachforschung anderer gestohlen;
3) Du hast das Vertrauen der Wissensvermittlung verletzt;
4) Du hast Menschen denken lassen, dass du mehr Wissen besitzt, oder mehr in der Lage bist, Nachforschungen anzustellen, als das tatsächlich der Fall ist;
5) Du gebrauchst möglicherweise das Internet, um eine Identität für dich selbst aufzubauen, einen Forscher, etwas, von dem du weit entfernt bist (und dies wurde oft gesehen).

Schaykh Rabii‘ wurde zu dieser Praxis gefragt und er sagte es sei „SARIQAH, SARIQAH!“ (Diebstahl, Diebstahl!). Er sagte, dass in diesem Fall eine Person Verdienst für etwas beansprucht, was sie nicht getan hat.

Lieber Bruder, zähle nicht die Male, in denen du diese Praxis gesehen hast, und führe dich so selbst in die Irre zu denken, dass daran etwas nicht wirklich falsch ist!

Sondern steigere deine Bescheidenheit, erwähne deine Quellen, verdeutliche die Dinge und erlaube nicht, dass die Leute dich für etwas anerkennen, was du nicht getan hast.

Es wurde überliefert, dass Schaykh Al-Albaaniyy – rahimahu Allaah – ein Dawwaar (ein rotierendes Bücherregal) hatte, welches er auf seinem Schreibtisch aufgestellt hatte. Der Schaykh hatte es eigentlich selbst gebaut. So bemerkte einer seiner Studenten, welch schlaue Erfindung es sei. Da erzählte der Schaykh ihm, dass es ursprünglich nicht seine eigene Idee gewesen war, sondern dass er sie von Schaykh Ahmad Schaakir hatte und nur eine größere Version angefertigt hatte.

Schau wie unser Schaykh nicht wollte, dass irgendjemand dachte, dass er auch nur eine Idee hatte, die nicht wirklich seine eigene war. Schau auf die Reinheit der Seele in einer solchen Tat, schau auf die Klarheit!

Also alles was uns obliegt, ist die vollständige Erwähnung der Quellen. Wenn wir die Notizen von jemandem zum Takhriij eines Hadiith übersetzen, dann sagen wir nach der Erwähnung einfach: „Dies ist Fulaans Takhriij des Hadiith aus dem Buch „Kathaa“, S. xx“.
Dadurch nehmen wir den Weg der Klarheit ein und befreien uns selbst von den oben genannten Problemen.

Lasst uns einander gegenseitig raten, diese schlechte Angewohnheit zu verlassen, ohne jemanden dafür zu beschuldigen, es aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit getan zu haben. Denn es ist sehr weit verbreitet und möglicherweise hat bisher noch niemand davor gewarnt.

Es ist etwas, was korrigiert werden muss, da es „schlimmer als Tadliis (Betrug)“ ist, wie es Schaykh Rabii‘ beschrieb.

Ich bete, dass Allaah dir damit nützt, Und Allaah weiß es am besten.

Moosaa Richardson

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com) aus: http://www.salafitalk.net/st/viewmessages.cfm?Forum=14&Topic=1991

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11. Oktober 2014 - Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate |

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