Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Auf den Bergpässen von Medinah

Abu Huraira berichtete:
Der Gesandte Allahs صلى الله عليه وسلم sagte:
„Auf den Bergpässen von Medinah sind Engel, (so dass) weder die Pest noch der Dajjal hinein kommen kann.“

حَدَّثَنَا عَبْدُ اللَّهِ بْنُ مَسْلَمَةَ، عَنْ مَالِكٍ، عَنْ نُعَيْمِ بْنِ عَبْدِ اللَّهِ الْمُجْمِرِ، عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ، قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم ‏ „‏ عَلَى أَنْقَابِ الْمَدِينَةِ مَلاَئِكَةٌ، لاَ يَدْخُلُهَا الطَّاعُونُ وَلاَ الدَّجَّالُ ‏“‏‏.‏

Sahih Al-Bukhari 93, Hadith 7220

15. November 2012 Posted by | Ahaadiith, andere Sprachen, Arabisch العربية, Engel, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم) | , | Hinterlasse einen Kommentar

Scheich Rabie‘ bin Haadie Al-Madchalie über das Unterteilen der Gelehrten in die „übertrieben strenge Gruppe“ und die „tolerante Gruppe“

Übersetzung ins Englische von Manhaj.com

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Yvonne Bienas

Der Fragende sagt: „Oh ehrenwerter Scheich, ein neuartiger Weg, die Leute von den Gelehrten abzuschrecken, ist aufgetreten, welcher die Gelehrten kategorisiert in die „übertrieben Strengen“ und die „Milden (Toleranten)“, und manchmal sagen die Leute (die dies behaupten), dass die Gelehrten einer bestimmten Region übertrieben streng sind, und die einer anderen tolerant. Was ist Ihre Unterweisung diesbezüglich?“

Scheich Rabie‘: „Dies ist eine der Methoden der Feinde der Salafi Manhaj.
Unter den Salaf gab es jene, die streng waren, und jene, die mild waren, aber sie hielten es einander niemals vor. Eher war es so, dass diejenigen, die übertrieben streng gegenüber den Folgern der Falschheit waren, respektiert wurden.

Zum Beispiel Hammad b. Salamah. Imam Ahmad lobte ihn und mißtraute der Religion von jedem, der gegen ihn sprach. Und er sagte: „Wer immer gegen Hammad b. Salamah spricht, dessen Religion soll mißtraut werden, denn er war übertrieben streng gegenüber den Leuten der Bid’ah.“

Die übertriebene Strenge gegenüber den Leuten der Falschheit war laut der Salaf von Wert.

Aber weil die Leute der Bid’ah und Irreführung gekommen sind und den Verstand eines Großteils der Jugend eingenommen haben, ist sehr bedauerlicherweise die Strenge gegenüber den Leuten der Falschheit ein Fehler und eine Schwäche geworden, und entspannt und flexibel (mit ihnen) zu sein, zu einer Auszeichnung und ehrenwerten Eigenschaft.

(Ihr müßt) euch festhalten an der Salafi Manhaj und die Position der Salaf gegenüber den Leuten der Bid’ah einnehmen.
Es ist nicht falsch, sie weise und durch gute Ermahnung zu Allah zu rufen. Wenn sie darauf eingehen, alhamdulillah.
Wenn sie dies nicht tun, dann ist nichts falsch daran, streng mit ihnen zu sein und … die Salaf waren streng gegen sie, und haben (in einigen Fällen) befohlen, sie zu exekutieren … (die Salaf) haben viele Werke geschrieben (als Widerlegung gegen sie). Was sagt ihr zu ihnen? Lies Al-Schari’ah von Al-Ajurri, lies As-Sunnah von ‚Abdullah b. Ahmad, lies As-Sunnah von Al-Challal. Diejenigen (die die Strenge gegenüber den Leuten der Falschheit schlechtmachen) haben diese Werke nicht gelesen. Sie haben diese Werke nicht gelesen und die Haltung der Salaf gegenüber den Leuten der Bid’ah und Fehlleitung nicht gesehen.
Was soll unser Standpunkt gegenüber den Jahmiyyah sein, was soll unser Standpunkt gegenüber den Rafidah sein und was soll unser Standpunkt gegenüber ihren Nachfolgern und Unterstützern sein? Viele, die sich selbst mit der Salafi Manhaj assoziieren, wurden von diesen Strömungen beeinflußt und beeinträchtigt, und haben angefangen, gegen die Aufrufer zur Wahrheit und zur Sunnah zu kämpfen (durch die Beschuldigung, sie seien übertrieben streng).

Ich habe (Widerlegungen) geschrieben, und ich bin der Strengste. Ich schrieb während der Zeit von Ibn Baz, Al-Albani und Al-‚Uthaimien.
Ich habe „Ichwan Al-Muslimien“ (die Bruderschaft der Muslime), „At-Tabliegh“ (Tablieghi Jamat) und alle Leute der Bid’ah widerlegt, und diese Gelehrten haben diese Schriften befürwortet und haben Rabie‘ unterstützt. Keiner von ihnen war gegen ihn …
Albani machte eine Aussage, die Rabie‘ lobte: „(Scheich Rabie‘) ist der Halter des Standards des Jarh und Ta’diel in dieser Ära.“
Hmmm, was denkt ihr darüber?
Dann sagte (Al-Albani): „(Aber Scheich Rabie‘) hat etwas übertrieben Strenges in sich.“ Diese Beeinträchtigenden jubelten und strömten mit diesem Zitat (verbreiteten es überall).
Ich kontaktierte Scheich Al-Albani und sagte: „Warum, oh Scheich, beschuldigst du mich, übertrieben streng zu sein?“
Er sagte: „Bei Allah, dies ist, was ich persönlich denke.“
Ich sagte: „Oh Scheich, dies schadet der Salafi Da’wah und es schadet mir.“
Da entschuldigte sich der Scheich – möge Allah ihm gnädig sein.
Kurz darauf schickte ich ihm (mein Buch) Al-‚Awasim mimmafl Kutub Sayed Qutb min Al-Qawasim, welches das strengste Buch ist, das ich geschrieben habe.
(Scheich Al-Albani) las es und befürwortete es, weil es die Wahrheit war, und sagte: „Du hast die Wahrheit gesprochen, also fahre fort und tu sogar noch mehr, oh Scheich Rabie‘.“ oder Worte mit diesem Sinn, möge Allah ihm gnädig sein.

Ibn Baz niemals … Er pflegte zu sagen: „Widerlege die Leute der Bid’ah mit Weisheit und guter Ermahnung.“ Er lehnte mich niemals ab, und bei Allah, er schrieb mir: „Ich habe erfahren, dass du Al-Maududie widerlegt hast – rahimahullah – und ich hoffe, dass du mir eine Kopie dieser Widerlegung schicken kannst. Er hatte niemals etwas gegen mich.

Scheich At-Tuwayjirie widerlegte, und er widerlegte auf strenge Weise, die Leute der Bid’ah, und Scheich Ibn Baz befürwortete ihn und empfahl seine Bücher.
Hmm, er sagte niemals – und (Scheich At-Tuwayjirie) widerlegte (auch) Scheich Al-Albani – barakAllahu feek.
Scheich Ibn Baz hat ihn niemals zum Schweigen gebracht. Er hat niemals zu ihm gesagt: „Sei still.“, er hat niemals gesagt: „Du bist übertrieben streng.“ – barakAllahu feekum.

Scheich Fauzan widerlegte die Leute der Bid’ah während der Zeit von Scheich Ibn Baz, und er sagte niemals: „Sei still.“ – barakAllahu feekum. Er hat ihn eher unterstützt … es gibt so viele Schriften von Scheich At-Tuwayjirie, die (Scheich Ibn Baz) empfahl, und er lobte meine Bücher und meine Methodik (Manhaj), rahimahullah. Alle von diesen Maschaaich waren Befürworter.

Dies ist die Mahnhaj, in der wir schwach geworden sind. Wir sind nicht auf dem gleichen Level, auf dem wir zur Zeit derer waren. Wir sind eher schwach geworden, aber trotzdem wird gesagt, dass wir übertrieben streng sind. Und sie sagen: „Ibn Baz (war nicht wie du).“ Bei Allah, Ibn Baz pflegte, die Leute der Bid’ah zu bekämpfen, und die zu untertützen, die sie bekämpften, und die zu loben, die sie bekämpften. BarakAllahu feekum.
Bringt mir einen Beweis, dass Ibn Baz eine Person zum Schweigen brachte, die die Leute der Bid’ah widerlegte. Hat er Al-Fauzan zum Schweigen gebracht? Hat er Scheich At-Tuwayjirie zum Schweigen gebracht oder hat hat er Rabie‘ zum Schweigen gebracht? Hat er Al-Albani zum Schweigen gebracht? Nicht einen von ihnen.
Ebenso haben alle Gelehrten diejenigen unterstützt und befürwortet, die die Wahrheit gesprochen haben und das widerlegt haben, was falsch ist. Man fragte Scheich ‚Uthaimien und sagte: „Die Leute sagen dies und das über Scheich Rabie‘:“ Er sagte: „Dies ist weil er den Zustand ihrer Ikonen und Anführer verdeutlicht.“ Und nach einiger Zeit unterstützte er mich …

Nachdem Ibn Baz, Al-‚Uthaimin und Al-Albani von uns gegangen waren, sagte man: „Diese (verbliebenen Scheiche) sind übertrieben streng.“ Bei Allah, sie haben gelogen, bei Allah, sie haben nur die Gelegenheit ergriffen. Der Tod dieser Gelehrten war eine Gelegenheit für sie, über die Salaf Manhaj und ihre Anhänger herzufallen, und sie mit Methoden und Prinzipien der falschesten und korruptesten Art auseinanderzureissen. Sie haben die Salafi-Jugend auf der ganzen Welt auseinander gerissen und in ihren Verstand (diesen Gedanken) gepflanzt, diese Gruppe sei übertrieben streng und extrem.
Wie kann das sein …? Die Gelehrten haben niemals (die Gelehrten die widerlegt haben) kritisiert. Wie können wir die Salafi Manhaj (auf diese Art) geltend machen, wenn (die Gelehrten) die strengsten gegenüber den Leuten der Bid’ah waren? Entweder lehnen wir die Manhaj der Salaf ab und folgen den Leuten der Bid’ah, oder wir sagen, dass wir Salafis sind, und folgen diesem Weg (dieser Salaf) im Einnehmen der entschiedenen und resoluten Haltung gegenüber den Leuten der Bid’ah.

Ja, rufe zu Allah mit Beweisen und überzeugenden Argumenten, erkläre und verdeutliche, wenn vor dir ein Ketzer steht, ein Rafidie, Sufi, Grabanbeter usw.. Rufe zu Allah mit Weisheit und guter Ermahnung, und mit Beweisen und überzeugenden Argumenten.
Aber wenn es darum geht, über den Glauben der Rafidah zu schreiben, der Lügen, Sünde und Extremismus beinhaltet, dann erwähnen wir diese Dinge nicht?
Wenn es um die Sufis geht, unter denen es Lügen, Sünde und Extremismus gibt, dann erwähnen wir diese Dinge nicht?
Wenn man diese Lügen und den Verrat und die Sündhaftigkeit erwähnt, dann sagen sie, man ist übertrieben streng.
Ein Sufi, Ichwani … Hizbut Tahriri, der übertritt , lügt, betrügt, der … Allah hat erklärt (… Audio bricht ab …)

(Die Gelehrten der Salaf pflegten zu sagen): „So-und-so ist ein Lügner, er ist dies oder das.“ – barakAllahu feekum- sie sprachen dies deutlich aus. Schau in die Bücher des Jarh und Ta’diel, in die Bücher über Aqiedah, wir können den Level nicht erreichen (den die Salaf erreicht haben) ihres Jihad gegen die Leute der Bid’ah und des Schirk. Bei Allah, wir können diesen Level jetzt nicht erreichen. Warum? Weil jetzt diejenigen gegen uns stehen, die sich selbst mit der Salafi Manhaj assoziieren, (aber) gegen diese Ablehnung (der Leute der Bid’ah) kämpfen und diese als übertriebene Strenge beschreiben.
Wir bitten Allah, die Herzen zu vereinen, und ich rate der Jugend – und bei Allah, ich habe zehn, oder eher hundert Ratschläge and die Salafi-Jugend diesbezüglich – ich rate ihnen, sich zusammenzuschliessen und einander Brüder zu sein, und im Umgang miteinander die vornehmsten Manieren zu verwenden, barakAllahu feekum. Sie sollten Geduld, Nachsicht und Weisheit anwenden. In meinen Unterrichten, Lesungen und Tele-Links, in welche sie mich von überall her einladen, bei Allah, rufe ich sie dazu auf, zusammenzukommen. Aber diese Leute, die diese Manhaj ablehnen, sind diejenigen – bei Allah – die die Salafi-Jugend auf der ganzen Welt, im Osten und im Westen, auseinanderreissen.
Sie reissen sie auseinander und pflanzen falschen Glauben in sie hinein. Und dann beschuldigen sie uns, Spaltung zu verursachen. Bei Allah, ich bringe die Jugend zusammen, und meine Bücher und Aufnahmen, welche übertragen wurden, bezeugen alle, dass ich versuche, die Jugend zu vereinen.
In Algerien, Marokko, in Jemen, Scham (Syrien, Jordanien), Palästina, überall versuche ich, die Jugend zu vereinen, von denen ich weiß, dass sie Salafis sind. Ich versuche sie auf jede mir mögliche Art zu vereinen. Aber sie (die Ablehner dieser Manhaj) verursachen Spaltung und Teilung. Niemals ist die Sprache von Spaltung und Teilung außer wenn diese sündhafte Rede unterstützt wird, barakAllahu feekum.
Wir sprechen uns vor Allah frei von dem, womit sie uns in falschen Verdacht bringen.

Ich habe euch bereits gesagt, dass Weisheit wahrlich nötig ist, aber … über die Rafidah und die Leute der Bid’ah, verdeutliche ihren Zustand. Tu ihnen nicht Unrecht und lüge nicht über sie, aber stelle die Wahrheit ihrer Angelegenheiten dar …

… Lasst mich die Antwort bezüglich der Frage nach der übertriebenen Strenge zuende beantworten.

‚Abd Al-Rahman war mein Kollege, ‚Abd Al-Rahman ‚Abd Al-Chaliq war mein Kollege in der islamischen Universität bis ich 1384 H. meinen Abschluß machte.
Durch einige Umstände ging er nach Kuwait. Er rief zu Allah und wird ermutigten ihn und wir waren froh, dass er in der Da’wah zur Salafi Manhaj aktiv war.
Aber dann veränderte er sich, Stück für Stück begann er, sich zu verändern. Also beriet ich ihn; ich schrieb ihm freundliche Ratschläge. Er kam hierher und blieb im Gebiet von Al-Qiblatayn … Ich nahm ihn in meinem Auto mit, brachte ihn zur Universität und wieder zurück, nahm ihn mit zu mir nach Hause. Ich beriet und beriet ihn, bis meine Beratung 12 Jahre dauerte, barakAllahu feekum. Ich beriet ihn bis er über alle Grenzen ging und begann, die Gelehrten zu attackieren und zu verspotten usw. und ich widerlegte ihn.

Nach ihm kam ‚Adnan ‚Ar’ur. Er behauptete, der Salafiyyah zu folgen, aber er attackierte die Salafi Manhaj, indem er sagte, dass die Salafi Manhaj keine wirklichen Prinzipien hätte, Scheich Ibn Baz die Grundsätze nicht aufgestellt hätte aber Sayed Qutb die Prinzipien hätte und solchen Unsinn …
Dass ich über Sayed Qutb schreiben sollte.
Ich pflegte, besser über Sayed Qutb zu denken. Ich entdeckte Fehler, aber ich überging sie. Bei Allah, es gab Fehler, bezüglich derer ich mein Urteil 20 Jahre lang zurückhielt, überzeugt davon, dass sie absolut falsch waren, aber mit dem Wunsch, die ausreichenden Beweise zu haben.
Nachdem ich überzeugt war, dass ich ihn widerlegen muss, schrieb ich „Mata’in Sayed Qutb As-habi Rasulillah“ (Die Angriffe des Sayed Qutb auf die Begleiter des Gesandten Allahs, sallallahu ‚alaihi wa sallam). Dieses Buch kursierte, es wurde veröffentlicht und kursierte. ‚Adnan ‚Ar’ur ging zu Scheich Al-Albani und fragte ihn über einen undeutlichen Satz in dem Buch. (Trotz) des Spottes von Sayed Qutb über den Gesandten Allahs Musa, sallallahu ‚alaihi wa sallam, seiner Angriffe auf die Begleiter, hauptsächlich ‚Uthman, Mu’awiyah und ‚Amr b. Al-‚As, seines Angriffs auf die gesamte Ummah und seines Takfir auf sie, seiner Negierung der Eigenschaften Allahs, seiner Behauptung der Ewigkeit der Seele und seiner Befürwortung des Sozialismus – endlose Verirrung, die ich in diesem Buch erklärt habe (und) durch das Werfen des islamischen Lichtes auf die Überzeugungen des Sayed Qutb, nahm (‚Ar’ur) mein Buch und rannte zu Scheich Al-Albani, um ihn über diesen Satz zu fragen, und der Scheich gab eine Antwort, die seinen (‚Adnans) Wünschen entsprach.
Der Scheich hatte den Inhalt nicht gesehen. Sieh dir (‚Ar’urs) Hinterhältigkeit an; (in diesem Buch) begann ich mit der Erklärung von (Qutbs) Verunglimpfung des Propheten Allahs – Musa – er (‚Ar’ur) hat dies nicht erwähnt.
Zweitens erwähnte ich seine Verunglimpfung des Begleiter, hauptsächlich ‚Uthman: (Qutb behauptete, dass) die Grundlagen des Islam in seiner Zeit zerrüttet waren, der Geist des Islam in seiner Zeit zerstört war, (Qutb) unterstützte Bewegungen wie die Sabalyah Sekte gegen ‚Uthman und zog sie seinem Weg vor – barakAllahu feekum.
(‚Ar’ur) hat keine dieser Sachen erwähnt. Er erwähnte einen Satz und Al-Albani antwortete in einer Art, die mit seinen Wünschen übereinstimmte … Er ging und verbreitete das Tape und war extrem aktiv (gegen mich) … Ich war mit ihm geduldig.

Dann, ein Jahr später, besuchte er mich mit einer Gruppe von Leuten. Ich sagte ihm, dass er sich entschuldigen müsse, und er versuchte, Ausflüchte zu nehmen. Ich sagte ihm, er müsse sich entschuldigen, und die Anwesenden sagten ihm auch, er müsse dies, also versprach er, es zu tun. BarakAllahu feekum, er versprach, es zu tun.
Plötzlich fand ich heraus, dass er drei Bücher herausgebracht hatte, „The Struggle“ … so-und-soein Buch und einen anderen Titel, die sich alle um die Grundsätze des Sayed Qutb drehten und ihn lobten. Das war seine Entschuldigung.
Sieh, als er dieses Stadium erreicht hatte, barakAllahu feek, hielt er zudem noch eine Konferenz ab, in der er über das Thema des Al-Jarh wa Ta’diel sprach, zusammen mit einigen anderen – ich will deren Namen nun nicht nennen – begann er einen erbitterten Feldzug gegen mich, also begann ich, ihn zu widerlegen. Nach wie langer Zeit war dies? Nach einigen Jahren, nach einer langen Zeit der Geduld und des Wartens. Bei Allah, ich glaube nicht, dass jemand so viel Geduld hat wie ich.

Nach ihm traf ich Abul Hasan. Von der ersten Sitzung an, in der ich ihn traf, verteidigte er die Leute der Bid’ah, allen voraus Sayed Qutb, At-Tabliegh und Al-Ichwan, die er verteidigte. In dieser Versammlung war eine Gruppe, die ihn begleitete, die vom Jemen her kamen. Sie gingen nach draußen, wollten ihn petrifizieren, zornig und ärgerlich, und wollten sich von ihm lossagen. Wir sagten zu ihnen, dass sie geduldig sein sollten. Und ich war mit ihm einige Jahre lang geduldig. Und ich forderte ihn auf, diese Dinge zurückzunehmen. Einige Tage später war er nur noch schlechter geworden, indem er ein Buch herausbrachte, welches dem Anschein nach wie die Sunnah aussah, welches aber im Haqq falsch ist. Er präsentierte es einigen Gelehrten und sie kritisierten einiges davon. Dann zeigte er es mir und ich kritisierte darin 15 Dinge von Manhaj und Aqiedah. (Es beinhaltete) Kampf gegen die Manhaj As-Salafi. Er sagt nicht, dass dieses Buch gegen Rabie‘ geschrieben ist, jedoch nach einigen Jahren ist es so, als ob er sagte: „Warum warst du nicht von Anfang an mit mir einverstanden, oh Scheich Rabie‘?“ Und ich widerlegte ihn in meinem Buch „As-Seraaj Al-Wahhaaj“ im Jahre 1418 H.. Siehe, er veröffentlichte dieses Buch und widerlegte mich.
Ich las also dieses Buch und es beinhaltet Irreführung (d.h. Lügen) über Rabie‘, Irreführung über Usul (Grundsätze der) Salafiyyah, Irreführung über Al-Jarh wat-Ta’diel. Irreführung über Scheich Muqbil und heimliche Irreführung. Und ich sage freundlich wallaahi: „Wenn du den Satz verändert hättest, dann hätte ich nicht gewußt, dass du diese Person meinst (die du beschuldigt hast).“ Und ich sage: „Wenn du den Satz geändert und in dieser und jener Weise gesagt hättest.“
Trotz all dieser Verbrechen behandelte ich ihn mit Mitgefühl, und ich sendete ihm Antworten – bei Allah – privat, von meinem Fax zu seinem, und ich erzählte es niemandem. BarakAllahu feek.

Dann fuhr er fort, Probleme und Versuchungen zu verursachen, bis die Gelehrten verstorben waren. Scheich Ibn Baz starb, Scheich Al-‚Uthaimien starb und Al-Albani starb und (Abul-Hasan) begann, Krieg zu führen, indem er bekanntgab, dass er sich von den Salafis abspaltete und sie angriff, und sie kläglich und schwach nannte, und die Leute der Falschheit lobte, barakAllahu feek.

Ich schrieb ihm zwei Ratschläge, Tanbieh Abil-Hasan und … den zweiten Ratschlag schrieb ich zwischen mir und ihm, aber er nahm ihn und gab öffentlich den Krieg gegen mich bekannt. Verstehst du das? Niemand ist so geduldig oder nachsichtig.

Bei Allah, all dies war um der Sache der Salafi Manhaj Willen, und für die Einheit. Aber sie haben Teilung und Spaltung gesät. Das war es.
Abul-Hasan bildete seine eigene Sekte; eine in Medinah, eine in Jemen, eine in Libyen, in Marokko, überall, barakAllahu feek. Alles auf seiner Manhaj und seinen Grundsätzen basierend, ungefähr 20 Grundsätze.
Ich widerlegte diese Grundsätze mit schlüssigen Argumenten und Beweisen. 20 Grundsätze, unter denen: die umfassende Manhaj, was bedeutet, dass er eine umfassende Manhaj wollte, die Ahl-u-Sunnah und den Rest der Ummah miteinbezog; „wir korrigieren (Fehler), aber wir zerstören nicht.“, „Wir korrigieren, aber wir verunglimpfen nicht.“, barakAllahu feek. Grundsätze wie: „Ich bin nicht gezwungen (die Warnung oder Regelung eines bestimmten Gelehrten ernst zu nehmen).“
All diese Grundsätze wurden aufgestellt, um die Wahrheit zurückzuweisen; um die Salafi Manhaj zu schlagen, barakAllahu feek.
Ich widerlegte die falschen und korrupten Prinzipien. BarakAllahu feek.
Traurigerweise wurden Leuten überall von ihm hereingelegt.

Vorher, barakAllahu feek, während der Tage dieser Gelehrten, als ‚Adnan zu Lebzeiten von Scheich ‚Uthaimien erschien, erklärten die Gelehrten, dass (‚Adnan) fehlgeleitet (abgewichen) war. Zwölf Gelehrte streckten ihn nieder und erklärten seine Abweichung. Er verwarf sie alle.
Nur Abul-Hasan und ‚Ali Hasan ‚Abd Al-Hamied (Al-Halabi) aus Scham blieben bei ihm, verteidigten ihn und beurteilten ihn, als ob er immer noch der Salafiyyah folgte, bis zum heutigen Tag. Abul-Hasan kam mit diesen seinen Grundsätzen und dieser Sündhaftigkeit und diesen Abweichungen; und in Medinah, in Scham und überall gab es bestimmte Leute, die ihn verteidigten, bis zum heutigen Tag.

Dann kam ‚Ali Hasan (Al-Halabi) mit der Katastrophe der Katastrophen, die sie in jeder Fitnah unterstützte. Er kam mit der Katastrophe der Katastrophen. Vielleicht haben (die Nachrichten über diese Katastrophe) euch erreicht; und diejeigen, die sie nicht erreicht hat, wird sie bald erreichen, barakAllahu feek.

Bis heute sind sie die Salafis und wir die übertrieben Strengen. Was bedeuetet, dass sie all die Dinge tun, die die Leute der Bid’ah nicht getan haben: die falschen Grundsätze, barakAllahu feek; bei Allah, die Leute der Bid’ah haben diese Dinge nicht getan. Trotzdem sind sie die Salafis und wir die übertrieben Strengen.

Seht euch diese Urteile an, diese gefährlichen Haltungen, barakAllahu feek. Passt auf und folgt der Manhaj der Salaf; wer immer etwas sagt, was falsch und unrichtig ist, zieht ihn zur Rechenschaft für die Falschheit. Und wer immer etwas sagt, was wahr und richtig ist, den seid ihr verpflichtet zu unterstützen.

Helft einander zur Güte und Gottesfurcht, aber helft einander nicht zur Sünde und feindseligem Vorgehen. (Qur’an 5:2)

Die Salaf unterstützten die Wahrheit, (und dies setzte sich fort) bis zur Zeit von Ibn Baz, Ibn ‚Uthaimien und anderen, sie alle unterstützten die Wahrheit. Nachdem diese (Gelehrten) von uns gegangen sind, wurden einige der Scheiche geprüft, barakAllahu feek, jedesmal wenn sie ihren Kopf mit einem Wort der Wahrheit erhoben, brachen diese (Gegner) ihre Köpfe. Jedesmal wenn sie ihren Kopf mit einem Wort der Wahrheit erhoben, erniedrigten sie sie, während sie die rebellischen Abweicher unterstützten und sie für Salafis hielten, und uns Extremisten (nannten).
Abul-Hasan beschreibt uns als Extremisten, warum? Weil wir Sayed Qutb kritisieren, wir Ichwan kritisieren, wir At-Tabliegh kritisieren und weil wir (andere) Leute der Bid’ah kritisieren.
Er nennt uns Extremisten und – bei Allah – hält die Sozialisten, Baathisten und Nasiris für Muslime, und hält At-Tabliegh und die Ichwan – bis zum heutigen Tag – für Ahlu-s-Sunnah, während er weiß, dass die Gelehrten der Sunnah – an ihrer Spitze Ibn Baz und Al-Albani – entschieden haben, dass diese beiden Sekten, At-Tabliegh und die Ichwan, nicht von Ahlu-s-Sunnah sind, und dass sie von den Leuten der Bid’ah sind, und dass sie zu den verurteilten Sekten gehören.

Aber er widersetzt sich stur den Gelehrten, bis zum heutigen Tag, obwohl sie von Ibn Baz und Al-Albani angeführt werden, barakAllahu feek. Er sagt, sie seien von Ahlu-s-Sunnah, und er hält die gesamte islamische Bevölkerung für – er sagt „die große Mehrheit der Ummah“ sind alle Salafis.

(Er sagt) also, At-Tabliegh und die Ichwan seien Ahlu-s-Sunnah, und Rabie‘ und seine Anhänger seien Extremisten und dies und das … Und wenn er zu den Rafidah kommt, so verhält er sich manierlich, und wenn er zu anderen Leuten der Bid’ah kommt, ebenso. Und bis zu diesem Tag, (laut ihm) ist er der Salafi und wir sind die Extremisten.

Versteh diese Verschwörungen und diese Spiele und diese Tricks. Wie lange war ich geduldig mit ihm?Ich war mit ihm geduldig für sieben Jahre oder mehr. Dann ging ich mit ihm diplomatisch um und debattierte mit ihm privat, während er (andere) anstiftete und Krieg erklärte. Er erklärte den Gelehrten von Jemen den Krieg und stieß sie alle ab, und er distanzierte sich von ihnen und von den Salafis. Er gab seine Trennung bekannt, und sie sagten: „Nimm es zurück.“ Er sagte: „Niemals.“ …

(Ich frage euch) bei Allah, Brüder: Eine Person, die gerecht ist, kann sie diesen Mann respektieren? Kann eine Person, die gerecht ist, und die ein wahrer Salafi ist, diesen Mann respektieren? …

Seid Männer; wenn ihr wahre Salafis seid, studiert die Manhaj der Salaf aus Originalquellen und haltet euch an ihr fest, und fürchtet nicht den Tadel der Tadler, wenn ihr aufrichtig für Allah sprecht.
Wenn euer Vater oder Bruder abweicht, die Person, die euch am nächsten steht, erklärt ihr die Wahrheit der Abweichung, der sie folgt. Das ist die Bedeutung von Aufrichtigkeit (Nasiehah) zu Allah.

Religion ist Nasiehah zu Allah, Seinem Buch, Seinem Gesandten, und zu den Führern der Muslime und der Öffentlichkeit der Muslime.“ (Sahih Muslim)

O die ihr glaubt, seid Wahrer der Gerechtigkeit, Zeugen für Allah, auch wenn es gegen euch selbst oder die Eltern und nächsten Verwandten sein sollte!“ (Qur’an 4:135)

Wo sind diese Verse und Überlieferungen?

Wo sind diejenigen, die diese (die die Falschheit widerlegen) unterstützen? Wo sind diese Texte? Wo ist die Manhaj der Salaf? Wo ist die Manhaj der Imame … Ibn Baz usw., wo ist sie?

BarakAllahu feekum, ich weiß dass es eine Verbreitung von Prüfungen und Heimsuchungen gibt, dass es eine Verbreitung von Bid’ah und Irreführung gibt, und dass die Leute betrogen und getäuscht werden. Also laß dich von niemandem täuschen.
Wer immer sich irrt – wenn Ibn Taymiyyah sich irrt, wenn Ibn Baz sich irrt – bei Allah, wir würden seinen Fehler widerlegen. Dies ist unser Weg, bei Allah, außer Dem nichts und niemand der Anbetung würdig ist.

Ich ging zu Scheich Ibn Baz. Scheich Ibn Baz sagte: „Ich werde (Scheich Rabie‘) beraten.“ Ich ging zu ihm und sagte: „Ich habe erfahren, dass du mich beraten willst.“ Er antwortete: „In der Tat.“ Ich sagte: „Was ist dein Ratschlag?“ Er antwortete: „Mein Ratschlag ist: Wenn (Muhammad) Ibn Ibrahim (der früheren Mufti von Saudi-Arabien und der Lehrer von Ibn Baz) oder Ibn Baz sich irrt, widerlege sie.“ Bei Allah, außer Dem nichts und niemand der Anbetung würdig ist.

Wenn eine Person in einer seiner Unterrichte oder Treffen etwas falsches sagte, widerlegte Ibn Baz dies. Jeder weiß dies; alle früheren Studenten der (islamischen) Universität wissen dies über Ibn Baz. Er ließ niemals einen Fehler ohne Widerlegung (Korrektur). Ein Fehler in einer Zeitung, einem Magazin, einer Seite, irgendwo, Ibn Baz wäre nicht still geblieben, er würde es widerlegen, barakAllahu feek.

Und er ermutigte die Salafis, zu widerlegen, und er unterstützte sie.

Dies ist die Manhaj der Salaf. Ich bitte Allah, uns und euch alle, darin zu festigen, und uns wahres Wissen und Einsicht in die Religion zu schenken. Wahrlich, unser Herr ist Der, Der die Gebete hört und erhört. Und möge Allahs Segen und Frieden auf dem Propheten Muhammad, auf seiner Familie und seinen Begleitern sein.

genutztes Video: http://www.youtube.com/watch?v=owwctw2vUIA&feature=plcp

9. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Al-Albaaniyy, Al-Fauzaan, Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Madkhali, Moses / Musa, 'alaihi salaam, Salafi, Schaykhu-l-Islaam ibn Taymiyyah | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Tafsir (Ibn Kathir) der Sure 2: Ayat 125 – 129 (über die Kab’ah und Mekkah)


Und (erinnere daran), als Wir die Ka’ba zu einem immer wieder aufgesuchten Ort für die Menschen machten, und zu einem sicheren Ort. Und nehmt euch Maqamu-Ibrahim als Gebetsstätte! Und Wir erlegten Ibrahim und Isma’il auf: „Reinigt Mein Haus für die Tawaf -, die I’tikaf – und die Ruku‘-Sudschud- Vollziehenden!“ (2:125)

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Der Wert von Allahs Haus

Al-‚Awfi berichtete, dass Ibn ‚Abbas bezüglich Allahs Aussage „Und (erinnere daran), als Wir die Ka’ba zu einem immer wieder aufgesuchten Ort für die Menschen machten, und zu einem sicheren Ort.“ kommentierte: „Sie verbleiben nicht in dem Haus, sie besuchen es nur und kehren danach nach Hause zurück. Dann besuchen sie es erneut.
Abu Ja’far Ar-Razi berichtete von Ar-Rabi‘ bin Anas von Abu Al-‚Aliyah, der sagte, diese Aussage bedeute: „Sicherheit vor Feinden und bewaffneten Auseinandersetzungen. Während der Zeit der Jahiliyyah waren die Leute oft Opfer von Überfällen und Entführungen, wobei die Menschen im Gebiet um Al-Masjid Al-Haram sicher waren und keinen Entführungen unterlagen.“ [At-Tabari 3:29]
Von Mujahid, ‚Ata‘, As-Suddi, Qatadah und Ar-Rabi‘ bin Anas wurde auch überliefert, dass sie sagten, dass der Ayah (2:125) bedeute: „Wer immer es betritt, wird sicher sein.“ [Ibn Abi Hatim 1:370]
Dieser Ayah weist darauf hin, dass Allah das heilige Haus ausgezeichnet hat, welches Er zur sicheren Zuflucht und Hafen gemacht hat. Darum sind die Seelen immer eifrig und niemals müde, um kurze Besuche zum Haus durchzuführen, sogar jedes Jahr. Dies ist, weil Allah das Bittgebet Seines Khaliel, Ibrahim (Abraham), erhört hat, als dieser Allah bat, die Herzen der Menschen eifrig für das Besuchen dieses Hauses zu machen. Ibrahim sagte: „… Unser Herr, und nimm mein Bittgebet an.“ (14:40)
Allah beschreibt das Haus als sicheren Ort und sichere Zuflucht, da die, die es besuchen, sicher sind, sogar wenn sie schlechte Taten begangen haben. Diese Ehre kommt durch die Ehre der Person, die es als erstes gebaut hat, Khaliel Ar-Rahman, so wie Allah sagt:
Und (erinnere daran), als Wir Ibrahim den Ort des Hauses zuwiesen: „Betreibe Mir gegenüber keinerlei Schirk.“ (22:26)
und: „Gewiß, das erste Haus, das für dieMenschen (zum Gottesdienst) errichtet wurde, ist sicherlich das in Makka – ein mit Baraka erfülltes Haus und eine Rechtleitung für alle Menschen (und Jinn). In ihm sind deutliche Zeichen, (davon) Maqamu-Ibrahim. Und wer es betritt, ist in Sicherheit.“ (3:96-97)
Der ehrenwerte Ayah betont die Ehrwürdigkeit von Ibrahims Maqam, und die Anweisung, daneben zu beten: „Und nehmt euch Maqamu-Ibrahim als Gebetsstätte!

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Maqaamu Ibrahim (Abrahamsstätte)

Sufyan Ath-Thawri berichtete, dass Sa’id bin Jubayr zum Ayah “Und nehmt euch Maqaamu-Ibrahim als Gebetsstätte!“ sagte:
Der Stein (Maqaamu) ist der Stehplatz von Ibrahim (Abraham), Allahs Propheten عليه السلام, und eine Gnade Allahs. Ibrahim stand auf diesem Stein, als Isma’il ihm die Steine (zur Errichtung der Ka’bah) reichte.“ [Ibn Abi Hatim 1:371]
As-Suddi sagte: „Maqaamu Ibrahim ist ein Stein, welchen Ibrahims Frau unter Ibrahims Füße legte, während sie seinen Kopf wusch.“ [At-Tabari 3:35] Al-Qurtubi erwähnte dies, aber er sah es als unauthentisch an, obwohl andere dies bevorzugten, Ar-Razi berichtete dies in seinem Tafsir von Al-Hasan Al-Basri, Qatadah und Ar-Rabi bin Anas. [Ar-Razi 4:45]

Ibn Abi Hatim überlieferte, dass Jabir, als er die Hajj (Pilgerfahrt) des Propheten صلى الله عليه و سلم beschrieb, sagte: „Als der Prophet صلى الله عليه و سلم seine Tawaf verrichtete, fragte ‚Umar ihn: ‚Ist dies der Maqaam unseres Vaters?‘ Er صلى الله عليه و سلم sagte: ‚Ja.‘ ‚Umar sagte: ‚Sollen wir ihn als Gebetsplatz nehmen?‘ Da offenbarte Allah: ‚Und nehmt euch Maqaqmu-Ibrahim als Gebetsstätte!“ [Ibn Abi Hatim 1:370]

Al-Bukhari sagte: „Allahs Aussage ‚Und nehmt euch Maqaqmu-Ibrahim als Gebetsstätte!‚ bedeutet, dass sie wieder und wieder dorthin zurück kehren.“ Dann berichtete er, dass Anas bin Malik sagte, dass ‚Umar bin Al-Khattab sagte: „Ich stimmte meinem Herrn zu, oder mein Herr stimmte mir zu, in drei Angelegenheiten. Ich sagte: ‚Oh Gesandter Allahs! Ich wünschte du würdest Maqaamu Ibrahim als Gebetsstätte nehmen.‚ da wurde der Ayah ‚Und nehmt euch Maqaqmu-Ibrahim als Gebetsstätte!‚ geoffenbart. Ich sagte auch: ‚Oh Gesandter Allahs! Die Rechtschaffenen und die Schlechten betreten dein Haus. Ich wünschte, du würdest den Müttern der Gläubigen (den Frauen des Propheten) befehlen, Hijab zu tragen.‘ Allah sandte dann den Ayah herab, der den Hijab anordnete. Und als ich erfuhr, dass der Prophet صلى الله عليه و سلم sich über einige seiner Frauen ärgerte, ging ich zu ihnen und sagte: ‚Entweder hört ihr auf mit dem, was ihr tut, oder Allah wird Seinen Gesandten mit besseren Frauen beschenken, als ihr es seid.‚ Ich ermahnte eine seiner Frauen, und sie sagte zu mir: ‚Oh ‚Umar! Weiß denn der Gesandte Allahs nicht, wie er seine Frauen ermahnen soll, so dass du diese Aufgabe für ihn übernehmen mußt?‚ Allah offenbarte dann: ‚عَسَىٰ رَبُّهُۥٓ إِن طَلَّقَكُنَّ أَن يُبْدِلَهُۥٓ أَزْوَ ٰجًا خَيْرًۭا مِّنكُنَّ مُسْلِمَـٰتٍۢ [Vielleicht wird sein Herr ihm, wenn er sich von euch (allen) scheidet, zum Tausch (andere) Gattinnen geben, (die) besser (sind) als ihr: muslimische,] (66:5)‘.“

حَدَّثَنَا مُسَدَّدٌ، عَنْ يَحْيَى بْنِ سَعِيدٍ، عَنْ حُمَيْدٍ، عَنْ أَنَسٍ، قَالَ قَالَ عُمَرُ وَافَقْتُ اللَّهَ فِي ثَلاَثٍ ـ أَوْ وَافَقَنِي رَبِّي فِي ثَلاَثٍ ـ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ، لَوِ اتَّخَذْتَ مَقَامَ إِبْرَاهِيمَ مُصَلًّى وَقُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ يَدْخُلُ عَلَيْكَ الْبَرُّ وَالْفَاجِرُ، فَلَوْ أَمَرْتَ أُمَّهَاتِ الْمُؤْمِنِينَ بِالْحِجَابِ فَأَنْزَلَ اللَّهُ آيَةَ الْحِجَابِ قَالَ وَبَلَغَنِي مُعَاتَبَةُ النَّبِيِّ صلى الله عليه وسلم بَعْضَ نِسَائِهِ، فَدَخَلْتُ عَلَيْهِنَّ قُلْتُ إِنِ انْتَهَيْتُنَّ أَوْ لَيُبَدِّلَنَّ اللَّهُ رَسُولَهُ صلى الله عليه وسلم خَيْرًا مِنْكُنَّ‏.‏ حَتَّى أَتَيْتُ إِحْدَى نِسَائِهِ، قَالَتْ يَا عُمَرُ، أَمَا فِي رَسُولِ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم مَا يَعِظُ نِسَاءَهُ حَتَّى تَعِظَهُنَّ أَنْتَ فَأَنْزَلَ اللَّهُ ‏<c_q19>{‏عَسَى رَبُّهُ إِنْ طَلَّقَكُنَّ أَنْ يُبَدِّلَهُ أَزْوَاجًا خَيْرًا مِنْكُنَّ مُسْلِمَاتٍ‏}‏ الآيَةَ‏.‏

Sahih Al-Bukhari (engl.): 6, 60, 10
Sahih Al-Bukhari (arab.): 65, 4523

Auch berichtete Ibn Jarir, dass Jarir sagte: „Nachdem der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم den schwarzen Stein geküsst hatte, ging er dreimal schnell um das Haus herum, und viermal langsam. Dann ging er zum Maqamu-Ibrahim und betete zwei Rakat, mit diesem zwischen sich und dem Haus.“ [At-Tabari 3:36]
Dies ist ein Teil des langen Hadith, den Muslim im Sahih überliefert hat. [Muslim 2:920]
Al-Bukhari überlieferte, dass ‚Amr bin Dinar sagte, dass er Ibn ‚Umar sagen hörte: „Der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم vollzog den Tawaf um das Haus siebenmal und betete dann zwei Rakat hinter dem Maqam.“ [Fath Al-Bari 3:586]

Alle diese Texte deuten darauf hin, dass der Maqam der Stein ist, auf dem Ibrahim stand, als er das Haus baute. Als die Mauern des Hauses höher wurden, brachte Ismail seinem Vater einen Stein, so dass er darauf stehen konnte, während Ismail ihm die Steine reichte. Ibrahim platzierte die Steine auf der Mauer, und wann immer er eine Seite fertig hatte, ging er weiter zur nächsten Seite, um das Gebäude rings herum fertig zu stellen. Ibrahim wiederholte dies, bis er mit dem Bau des Hauses fertig war, wie wir beschreiben werden, wenn wir die Geschichte von Ibrahim und Ismail erählen werden, und wie sie das Haus bauten, wie es von Ibn ‚Abbas erzählt, und von Al-Bukahri überliefert wurde. Ibrahims Fußabdrücke waren immer noch auf dem Stein sichtbar, und die Araber wußten dies in der Zeit der Jahiliyyah. Darum sagte Abu Talib in seinem Gedicht, bekannt als ‚Al-Lamiyyah‘: „Und Ibrahims Fußabdruck von seinem nackten Fuß auf dem Stein ist immer noch sichtbar.“

Die Muslime sahen ebenfalls Ibrahims Fußabdruck auf dem Stein, wie Anas bin Malik sagte: „Ich sah den Maqam mit dem noch sichtbaren Abdruck von Ibrahims Zehen und Füßen, aber die Fußabdrücke verschwanden, weil die Menschen den Stein mit ihrer Hand rieben.

Früher war der Maqam dicht bei der Wand der Ka’bah platziert. Gegenwärtig ist der Maqam neben Al-Hijr , auf der rechten Seite derer, die durch die Tür herein kommen, platziert.

Als Ibrahim das Haus fertig stellte, setzte er den Stein neben Al-Ka’bah. Oder Ibrahim ließ den Stein dort, wo er zuletzt war, und ihm wurde befohlen, neben dem Stein zu beten, als er die Tawaf (Umrundungen) erledigt hatte. Es ist verständlich, dass der Maqamu-Ibrahim da steht, wo der Bau des Hauses endete. Der Anführer der Gläubigen, ‚Umar bin Al-Khattab, einer der vier rechtgeleiteten Khalifen, denen wir nacheifern sollten, bewegte den Stein während seiner Herrschaft von der Wand der Ka’bah weg. ‚Umar ist einer der beiden Männer, die der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم beschrieb, als er صلى الله عليه و سلم sagte:
Macht es den beiden Männern nach, die nach mir kommen werden: Abu Bakr und ‚Umar.
‚Umar war auch die Person, mit der der Qur’an einig war, bezüglich des Betens neben dem Maqamu-Ibrahim. Darum hatte keiner der Begleiter etwas dagegen, als er den Stein bewegte.
‚Abdur-Razzaq berichtete von Ibn Jurayj von ‚Ata‘: „‚Umar bin Al-Khattab bewegte den Maqam zurück.
Auch berichtete ‚Abdur-Razzaq, dass Mujahid sagte, dass ‚Umar die erste Person war, die den Stein zurück dahin bewegte, wo er jetzt steht.
Al-Hafiz Abu Bakr, Ahmad bin ‚Ali bin Al-Husayn Al-Bayhaqi berichteten, dass ‚A’ischa sagte: „Während der Zeit des Gesandten Allahs und Abu Bakrs war der Maqam rechts neben dem Haus. ‚Umar bewegte den Stein während seiner Herrschaft.“ Dieser Hadith hat eine authentische Kette der Überlieferung.

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Und Wir gaben Ibrahim und Isma’il Unseren ‚Ahd (Befehl): „Reinigt Mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen und die sich (dort) zur Andacht zurückziehen und die sich (vor Allah) verbeugen und niederwerfen.“ Und (gedenkt,) als Ibrahim sagte: „Mein Herr, mache dies zu einer sicheren Ortschaft und versorge ihre Bewohner mit Früchten, wer von ihnen an Allah und den Jüngsten Tag glaubt!“ Er (Allah) sagte: „Wer aber ungläubig ist, den lasse Ich ein wenig genießen, hierauf zwinge Ich ihn in die Strafe des (Höllen)feuers – ein schlimmer Ausgang!“ Und (gedenkt,) als Ibrahim die Grundmauern des Hauses errichtete, zusammen mit Isma’il, (da beteten sie): „Unser Herr, nimm (es) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende. Unser Herr, mache uns Dir ergeben und von unserer Nachkommenschaft eine Dir ergebene Gemeinschaft. Und zeige uns unsere Riten, und nimm unsere Reue an. Du bist ja der Reue-Annehmende und Barmherzige. (2:125-128)

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Der Befehl, das Haus zu reinigen

Al-Hasan Al-Basri sagte, dass „Und Wir gaben Ibrahim und Isma’il Unseren ‚Ahd (Befehl) …“ bedeute: „Allah befiehlt ihnen, es von allem Schmutz und allen Unreinheiten zu reinigen, die es niemals berühren dürften.“ [Ibn Abi Hatim 1:373]
Ibn Jurayj sagte: „Ich sagte zu ‚Ata‘: ‚Was ist Allahs ‚Ahd?‘ Er sagte: ‚Sein Befehl.‚“

Sa’id bin Jubayr sagte, dass Ibn ‚Abbas bezüglich dem Ayah „… Reinigt Mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen und die sich (dort) zur Andacht (I’tikaaf) zurückziehen …„: „Reinigt es von den Götzen.“ Auch sagten Mujahid und Sa’id bin Jubayr: „… „Reinigt Mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen…“ meint: ‚... von den Götzen, sexuellen Aktivitäten, falschem Zeugnis und Sünden aller Art.‚“

Allah sagt: „… für diejenigen, die den Umlauf (Tawaf) vollziehen ...“
Der Tawaf um das Haus ist ein wohlbekanntes Ritual. Sa’id bin Jubayr sagte, dass „… für diejenigen, die den Umlauf (Tawaf) vollziehen ...“ sich auf die Fremden (er meint diejenigen, die nicht in Mekkah leben) bezieht, während „und die sich (dort) zur Andacht (‚Itikaaf) zurückziehen …“ diejenigen meint, die im Gebiet des heiligen Hauses leben. [Ibn Abi Hatim 1:375]
Qatadah und Ar-Rabi‘ bin Anas sagten dies ebenfalls. [Ibid)

Allah sagt: „… und die sich (vor Allah) verbeugen und niederwerfen.
Ibn ‚Abbas sagte, wenn es ein Gebetsplatz ist, bezieht dies diejenigen mit ein, die als sich verbeugend und niederwerfend beschrieben werden. [Ibn Abi Hatim 1:376]
‚Ata‘ und Qatadah lieferten den gleichen Tafsir. [Ibid]

Die Reinigung aller Masjids ist gemäß diesen Ayahs erforderlich, und gemäß Allahs Aussage: „... in Häusern, für die Allah erlaubt hat, daß sie errichtet (gesäubert und geehrt) werden und daß darin Sein Name genannt wird. Ihn preisen darin, am Morgen und am Abend, (24:36)“
Es gibt viele Ahadith, die eine allgemeine Anordnung geben zum Reinigen der Masjids, und sie von Schmutz und Unreinheiten frei zu halten. Darum sagte der Prophet, sallallahu ‚alayhi wa sallam:
„إِنَّمَا بُنِيَتِ الْمَسَاجِدُ لِمَا بُنِيَتْ لَهُ“
Die Masjids wurden eingerichtet für den Nutzen, für den sie gebaut wurden (d.h. zur Anbetung von Allah allein).“ [Muslim 1:397]
Ich (Ibn Kathir) habe ein Buch zu diesem Thema zusammen gestellt, und alles Lob gebührt Allah.

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Mekkah ist ein heiliges Gebiet

Allah sagt: „Und (gedenkt,) als Ibrahim sagte: „Mein Herr, mache dies zu einer sicheren Ortschaft und versorge ihre Bewohner mit Früchten, wer von ihnen an Allah und den Jüngsten Tag glaubt!
Imam Abu Ja’far bin Jarir At-Tabari berichtete, dass Jabir bin ‚Abdullah sagte, dass der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, sagte:
„إِنَّ إَبْرَاهِيمَ حَرَّمَ بَيْتَ للهِ وَأَمَّنَهُ وَإِنِّ حَرَّمْتُ المَدِينَةَ مَا بَيْنَ لاَبَتَيْهَا, فَلا يُصَادُ صَيْدُهَا وَ لاَ يُقْطَعُ عِضَاهُهَا“
Ibrahim machte Allahs Haus zu einem heiligen Gebiet und einem sicheren Aufenthalt. Ich machte das, was zwischen den beiden Seiten von Al-Medinah ist, zu einem heiligen Gebiet. Darum soll in ihr nicht gejagd werden, noch sollen ihre Bäume abgeschnitten werden.“ [At-Tabari 3:47]
An-Nasa’i [Al-Kubra 2:487] und Muslim [2:992] haben diesen Hadith ebenfalls überliefert.

Es gibt einige andere Ahadith, die darauf hinweisen, dass Allah Mekkah zu einem heiligen Gebiet machte, bevor Er die Himmel und die Erde erschuf. In den beiden Sahih ist überliefert, dass ‚Abdullah bin ‚Abbas sagte, dass der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, sagte:

إِنَّ هَذَا الْبَلَدَ حَرَّمَهُ اللَّهُ يَوْمَ خَلَقَ السَّمَوَاتِ وَالأَرْضَ، فَهْوَ حَرَامٌ بِحُرْمَةِ اللَّهِ إِلَى يَوْمِ الْقِيَامَةِ، وَإِنَّهُ لَمْ يَحِلَّ الْقِتَالُ فِيهِ لأَحَدٍ قَبْلِي، وَلَمْ يَحِلَّ لِي إِلاَّ سَاعَةً مِنْ نَهَارٍ، فَهْوَ حَرَامٌ بِحُرْمَةِ اللَّهِ إِلَى يَوْمِ الْقِيَامَةِ، لاَ يُعْضَدُ شَوْكُهُ، وَلاَ يُنَفَّرُ صَيْدُهُ، وَلاَ يَلْتَقِطُ لُقَطَتَهُ إِلاَّ مَنْ عَرَّفَهَا، وَلاَ يُخْتَلَى خَلاَهُ ‏“‏‏.‏ فَقَالَ الْعَبَّاسُ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِلاَّ الإِذْخِرَ، فَإِنَّهُ لِقَيْنِهِمْ وَلِبُيُوتِهِمْ‏.‏ قَالَ ‏“‏ إِلاَّ الإِذْخِرَ

Diese Stadt erklärte Allah für geschützt, als er die Himmel und die Erde erschuf. Sie ist wegen dieser göttlichen Erklärung nicht zu verletzen bis zum Tag der Auferstehung. Niemandem vor mir war es erlaubt, (in Mekkah) zu kämpfen; auch ich  durfte nur in einer bestimmten Stunde an einem Tag in ihr kämpfen. Denn diese Ortschaft ist wegen der göttlichen Erklärung bis zum Tag der Auferstehung unverletzlich. Ihre Dornen dürfen nicht geschnitten werden. Ihre Jagdtiere dürfen nicht verscheucht werden. Und wer etwas findet, darf es nicht zu sich nehmen, bevor er es bekannt gegeben hat. Und ihre Weiden dürfen nicht ausgerissen werden.“ Da sagte Al-‚Abbas: „O Allahs Gesandter, aber doch außer dem Ithkhir (eine Art von den duftenden Pflanzen); denn die Schmiede brauchen es (zur Feuerung), und man benutzt es in jedem Haus.“ Der Prophet, sallallahu ‚alayhi wa sallam, entgegnete: „Ja, außer dem Ithkhir!“ [Fath Al-Bari 4:56 und Muslim 2:986]
Dies ist der Wortlaut von Muslim. Die beiden Sahih berichten von Abu Huraira, der einen gleichen Hadith erzählte, während Al-Bukhari einen gleichen Hadith von Safiyyah bint Schaybah überlieferte, die ihn vom Propheten, sallallahu ‚alayhi wa sallam, erzählte. [Fath Al-Bari 3:253]

Abu Schuraih Al-‚Adawiy sagte, dass er zu ‚Amr Ibn Sa’id sagte, während er die Truppen nach Makka schickte: ‚Erlaube mir, du Fürst, dir einen Ausspruch vom Gesandten Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, zu erzählen. Er sagte diesen Ausspruch, den meine Ohren hörten, mein Herz fasste und meine Augen sahen, am nächsten Tag der Eroberung. Zuerst pries er Allah und lobte ihn dann sagte er: „Allah, und nicht die Menschen, machte Mekkah zum geschützten Gebiet. So ist es jedem, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, verboten, in ihr (Mekkah) Blut zu vergießen, oder einen Baum zu schneiden. Wenn jemand meinen Kampf in ihr als Argument anführt, dann sagt zu ihm: Allah erlaubte seinem Gesandten den Kampf und nicht euch; und zwar in einer bestimmten Stunde an einem Tag. Heute ist sie (Mekkah) wieder ein geschütztes Gebiet, wie sie gestern war; und der Anwesende soll es dem Abwesenden mitteilen!„‚
Abu Schuraih wurde gefragt: ‚Was hat ‚Amr geantwortet?‘ Er sagte, dass ‚Amr sagte: ‚Oh Abu Schuraih! Ich weiß dies besser als du. Das heilige Haus gibt Schutz nicht dem Sünder, Mörder oder Dieb.‘

حَدَّثَنَا سَعِيدُ بْنُ شُرَحْبِيلَ، حَدَّثَنَا اللَّيْثُ، عَنِ الْمَقْبُرِيِّ، عَنْ أَبِي شُرَيْحٍ الْعَدَوِيِّ، أَنَّهُ قَالَ لِعَمْرِو بْنِ سَعِيدٍ وَهْوَ يَبْعَثُ الْبُعُوثَ إِلَى مَكَّةَ ائْذَنْ لِي أَيُّهَا الأَمِيرُ أُحَدِّثْكَ قَوْلاً قَامَ بِهِ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم الْغَدَ يَوْمَ الْفَتْحِ، سَمِعَتْهُ أُذُنَاىَ وَوَعَاهُ قَلْبِي، وَأَبْصَرَتْهُ عَيْنَاىَ، حِينَ تَكَلَّمَ بِهِ حَمِدَ اللَّهَ وَأَثْنَى عَلَيْهِ ثُمَّ قَالَ ‏ „‏ إِنَّ مَكَّةَ حَرَّمَهَا اللَّهُ وَلَمْ يُحَرِّمْهَا النَّاسُ، لاَ يَحِلُّ لاِمْرِئٍ يُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الآخِرِ أَنْ يَسْفِكَ بِهَا دَمًا، وَلاَ يَعْضِدَ بِهَا شَجَرًا، فَإِنْ أَحَدٌ تَرَخَّصَ لِقِتَالِ رَسُولِ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم فِيهَا فَقُولُوا لَهُ إِنَّ اللَّهَ أَذِنَ لِرَسُولِهِ، وَلَمْ يَأْذَنْ لَكُمْ‏.‏ وَإِنَّمَا أَذِنَ لِي فِيهَا سَاعَةً مِنْ نَهَارٍ، وَقَدْ عَادَتْ حُرْمَتُهَا الْيَوْمَ كَحُرْمَتِهَا بِالأَمْسِ، وَلْيُبَلِّغِ الشَّاهِدُ الْغَائِبَ ‏“‏‏.‏ فَقِيلَ لأَبِي شُرَيْحٍ مَاذَا قَالَ لَكَ عَمْرٌو قَالَ قَالَ أَنَا أَعْلَمُ بِذَلِكَ مِنْكَ يَا أَبَا شُرَيْحٍ، إِنَّ الْحَرَمَ لاَ يُعِيذُ عَاصِيًا، وَلاَ فَارًّا بِدَمٍ، وَلاَ فَارًّا بِخَرْبَةٍ‏.

Dieser Hadith wurde von Al-Bukhari und Muslim überliefert. [Fath Al-Bari 4:50 und Muslim 2:987]

Demnach gibt es keine Widersprüche zwischen den Ahadith, die besagen, dass Allah Mekkah zu einem Heiligtum machte, als er Himmel und Erde erschuf, und den Ahadith, dass Ibrahim es zum Heiligtum machte, denn Ibrahim überbrachte Allahs Erlass, dass Mekkah ein Heiligtum ist, bevor er das Haus baute. Gleichermassen war der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, schon als letzter Prophet festgeschrieben, als Adam noch Lehm war.
Ibrahim sagte sogar: „Unser Herr, schicke zu ihnen einen Gesandten von ihnen …“ (2:129)
Allah erhörte Ibrahims Bittgebte, obwohl Er vorher schon volles Wissen hatte, dass es durch Seinen Erlass geschehen würde. Um auf dieses Thema weiter einzugehen, sollten wir den Hadith erwähnen, von dem was der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, sagte, als er gefragt wurde: „Oh Gesandter Allahs! Erzähl uns, wie dein Prophetentum begann.“ Er sagte:
„دَعْوَةُ أَبِي إِبْرَاهِيمَ, عليه السلام , وَ بُشْرَىَ عِيسَى ابْنِ مَرْيَمَ, وَ رَأَتْ أُمِّي كَأَنَّهُ خَرَجَ مِنْهَا نُورٌ أَضَاءَتْ لَهُ قُصُورُ الشَّامَ“
Ich bin das Bittgebet meines Vaters Ibrahim, عليه السلام, und die gute Nachricht von Jesus, dem Sohn Marias, und meine Mutter sah ein Licht, welches aus ihr erstrahlte und die Paläste von Asch-Scham (Syrien) erleuchtete.“ [Ahmad 5:262]
In diesem Hadith fragten die Begleiter den Gesandten Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, nach dem Beginn seines Prophetentums. Wir werden dieses Thema später erötern, so Allah will.

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Ibrahim bittet Allah, Mekkah zu einem Gebiet von Sicherheit und Unterhalt zu machen

Allah sagte, dass Ibrahim sagte: “Mein Herr, mache diese Stadt (Mekka) zu einem Platz der Sicherheit …” (Qur’an 2:126) vor Terror, so dass seine Leute nicht unter Angst leiden müssen. Allah akzeptierte Ibrahims Bittgebet.
Allah sagte: “Wer auch immer sie betritt, er erhält Sicherheit.” (Qur’an 3:97)
und: “Haben sie denn nicht gesehen, daß Wir ein Schutzgebiet sicher gemacht haben, während die (anderen) Menschen in ihrer Umgebung hinweggerissen werden?” (Qur’an 29:67).
Wir erwähnten bereits die Ahadith, die das Kämpfen im heiligen Gebiet untersagen.
Muslim zeichntete auf, dass Jabir sagte, dass der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم sagte: “Niemandem ist es erlaubt, in Mekka Waffen zu tragen.” [Muslim 2:989]
Allah erwähnt, dass Ibrahim sagte: “Mein Herr, mache diese Stadt (Mekka) zu einem Platz der Sicherheit“, was bedeutet: ‘Mach dies zu einer sicheren Stadt’. Dies begab sich bevor die Ka’bah gebaut wurde.
Allah sagte in der Sure Ibrahim (Abraham): “Und damals sprach Abraham: Mein Herr, mache diese Stadt zu einer Stätte des Friedens und der Sicherheit … ” (Qur’an 14:35) Hier bat Ibrahim ein zweites Mal, nachdem das Haus gebaut war und seine Leute um es herum lebten, nachdem Isaak (Ishaq), der kleine Bruder des dreizehnjährigen Ismail, geboren war. Darum sagt Ibrahim hier am Ende des Bittgebtes: “Alles Lob gebührt Allah, Der mir, ungeachtet des Alters, Ismail und Isaak geschenkt hat. Wahrlich, mein Herr ist der Erhörer des Gebets.” (Qur’an 14:39)

Allah sagt dann: „… und versorge ihre Bewohner mit Früchten, wer von ihnen an Allah und den Jüngsten Tag glaubt!“ Er (Allah) sagte: „Wer aber ungläubig ist, den lasse Ich ein wenig genießen, hierauf zwinge Ich ihn in die Strafe des (Höllen)feuers – ein schlimmer Ausgang!
Ibn Jarir sagte, dass Ubayy bin Ka’b bezüglich „Er (Allah) sagte: „Wer aber ungläubig ist, den lasse Ich ein wenig genießen, hierauf zwinge Ich ihn in die Strafe des (Höllen)feuers – ein schlimmer Ausgang!“ meinte: „Dieses sind Allahs Worte (also nicht die von Ibrahim).“ [At-Tabari 3:53]
Dies ist auch der Tafsir von Mujahid und ‚Ikrimah. [At-Tabari 3:54]
Außerdem berichtete Ibn Abi Hatim, dass Ibn ‚Abbas zu Allahs Aussage „Mein Herr, mache dies zu einer sicheren Ortschaft und versorge ihre Bewohner mit Früchten, wer von ihnen an Allah und den Jüngsten Tag glaubt!“ sagte: „Ibrahim bat Allah, nur den Gläubigen Unterhalt zu schenken. Jedoch offenbarte Allah: ‚Ich werde auch den Ungläubigen Unterhalt gewähren, so wie ich den Gläubigen gewähren soll. Würde ich etwas erschaffen und es dann nicht ernähren? Ich erlaube den Ungläubigen kleinen Genuß, und dann zwinge ich sie zur Peinigung des Feuers, was für eine schreckliche Bestimmung.“ [Ibn Abi Hatim 1:377]
Ibn ‚Abbas rezitierte dann: „Sie alle, diese und jene, unterstützen Wir mit etwas von der Gabe deines Herrn. Und die Gabe deines Herrn wird nicht verwehrt.“ (17:20)
Dies ist von Ibn Marduwyah überliefert, welcher ähnliche Aussagen von ‚Ikrimah und Mujahid aufzeichnete.
Dementsprechend sagte Allah: „Gewiß, denjenigen, die gegen Allah Lügen ersinnen, wird es nicht wohl ergehen. (Für sie ist) im Diesseits Nießbrauch, hierauf wird ihre Rückkehr zu Uns sein. Hierauf lassen Wir sie die strenge Strafe kosten dafür, daß sie ungläubig waren.“ (10:69-70);
Und wer ungläubig ist, dessen Unglaube soll dich nicht traurig machen. Zu Uns wird ihre Rückkehr sein, dann werden Wir ihnen kundtun, was sie taten. Gewiß, Allah weiß über das Innerste der Brüste Bescheid. Wir lassen sie ein wenig genießen, dann zwingen Wir sie in eine harte Strafe. (31:23-24)
und: „Und damit die Menschen nicht eine einzige Gemeinschaft werden (, sahen Wir davon ab, sonst), hätten Wir wahrlich denjenigen, die den Allerbarmer verleugnen, für ihre Häuser Decken aus Silber gemacht und (auch) Treppen, auf denen sie hätten hochsteigen können, und Türen für ihre Häuser, und Liegen, auf denen sie sich lehnen können, und (weitere) Zierde. All das ist aber nur Nießbrauch des diesseitigen Lebens. Das Jenseits bei deinem Herrn ist jedoch für die Gottesfürchtigen (bestimmt). (43:33-35)

Allah sagt dann: „… hierauf zwinge Ich ihn in die Strafe des (Höllen)feuers – ein schlimmer Ausgang!„, was bedeutet: „Nach dem Genuß, den der Ungläubige in seinem Leben hatte, werde ich seinen Ausgang die Strafe des Feuers machen, und was ist das für ein schrekclicher Ausgang.
Dieses Ayah weist darauf hin, dass Allah den Ungläubigen Aufschub gibt und sie dann ergreift, in einer Art, die Seiner Größe und Macht entspricht. Dieser Ayah gleicht Allahs Aussage: „Und wie vielen Städten, die Unrecht taten, gewährte Ich Aufschub! Hierauf ergriff Ich sie, und zu Mir ist der Ausgang.“ (22:48)
In den beiden Sahih ist überliefert:
„لا أَحَدٌ أَصْبَرَ عَلَى أَذًى يَسْمَعُهُ مِنَ اللَّهِ إِنَّهُمْ يَجْعَلُونَ لَهُ وَلَدًا وَهُوَ يَرْزُقُهُمْ وَيُعَافِيهِمْ“
Niemand ist geduldiger, wenn er Schädigendes hört. Sie schreiben Ihm einen Sohn zu, während Er ihnen Unterhalt und Gesundheit gewährt.“ [Fath Al-Bari 13:372 und Muslim 4:2160]
In den Sahih ist auch überliefert: „إِنَّ اللهَ لَيُمْلِي لِلظَّالِمِ حَتّىَ إِذَا أَخَذَهُ لَمْ يُفْلِتْهُ“
Allah gibt dem Ungerechten Aufschub, bis Er ihn ergreift; Er lässt ihn nicht gehen.“ [Fath Al-Bari 8:205]
Und in Allahs Aussage: „So ist der Griff deines Herrn, wenn Er die Städte ergreift, während sie Unrecht tun. Gewiß, Sein Griff ist schmerzhaft und hart.“ (11:102)

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Der Bau der Ka’bah und die Bitte an Allah, diese Tat anzunehmen

Und (gedenkt,) als Ibrahim die Grundmauern des Hauses errichtete, zusammen mit Isma’il, (da beteten sie): „Unser Herr, nimm (es) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende. Unser Herr, mache uns Dir ergeben und von unserer Nachkommenschaft eine Dir ergebene Gemeinschaft. Und zeige uns unsere Riten, und nimm unsere Reue an. Du bist ja der Reue-Annehmende und Barmherzige. (2:127-128)

Allah sagte: „Oh Muhammad! Erinnere deine Leute daran, als Ibrahim und Isma’il das Haus bauten und das Fundament errichteten, während sie sagten: ‚Unser Herr, nimm (es) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende.'“
Al-Qurtubi erwähnte, dass Ubayy und Ibn Mas’ud den Ayah auf folgende Weise rezitierten: وَإِذْ يَرْفَعُ إِبْرَ ٰهِـۧمُ ٱلْقَوَاعِدَ مِنَ ٱلْبَيْتِ وَإِسْمَـٰعِيلُ وَ يَقُولاَنِ رَبَّنَا تَقَبَّلْ مِنَّآ ۖ إِنَّكَ أَنتَ ٱلسَّمِيعُ ٱلْعَلِيمُ
Und (gedenkt,) als Ibrahim die Grundmauern des Hauses errichtete, zusammen mit Isma’il, UND SIE SAGTEN: „Unser Herr, nimm (es) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende.“ [Al-Qurtubi 2:126]
Was auch für diese Aussage (die „und sie sagten“ hinzufügt) von Ubayy und Ibn Mas’ud spricht, ist, was danach kommt: „Unser Herr, mache uns Dir ergeben und von unserer Nachkommenschaft eine Dir ergebene Gemeinschaft.
Die Propheten Ibrahim und Isma’il verrichteten eine gute Tat, und sie baten Allah, diese gute Tat von ihnen anzunehmen.
Ibn Abi Hatim berichtete, dass Wuhayb bin Al-Ward rezitierte: „Und (gedenkt,) als Ibrahim die Grundmauern des Hauses errichtete, zusammen mit Isma’il, (da beteten sie): „Unser Herr, nimm (es) von uns an.„, und er weinte und sagte: „Oh Khalil of Ar-Rahman! Du errichtest das Fundament des Hauses von Ar-Rahman (Allah), und doch hast du Angst, dass Er es nicht von dir annehmen könnte?“ [Ibn Abi Hatim 1:384]
Dies ist das Verhalten eines aufrichtigen Gläubigen, den Allah in Seiner Aussage beschreibt: „… und die geben, was sie geben, …“ (23:60), d.h. sie geben freiwillige Spende und verrichten Taten der Anbetung, „… während ihre Herzen sich ängstigen …“ (23:60), ängstlich, dass diese ihre guten Taten nicht angenommen werden. Es gibt zu diesem Thema einen authentischen Hadith von ‚A’ischa, den wir später erwähnen werden, so Allah will.

Al-Bukhari überlieferte, dass Ibn ‚Abbas sagte:
‚Der Prophet Ibrahim nahm Isma’il und seine Mutter und ging mit ihnen fort, bis er das Gebiet des Hauses erreichte, wo er sie neben einem Baum über Zamzam im oberen Bereich des Moschee zurück ließ. Zu jener Zeit stillte Isma’ils Mutter ihn noch. Mekkah war zu der Zeit noch unbewohnt, und es gab keine Wasserquelle dort. Ibrahim ließ sie dort zurück mit einem Beutel mit einigen Datteln und einem gefüllten Wasserschlauch. Ibrahim ging weg und Isma’ils Mutter folgte ihm und sagte: „Oh Ibrahim! Bei wem lässt du uns in diesem dürren Tal, welches nicht bewohnt ist?“ Sie wiederholte diese Frage mehrmals, aber Ibrahim antwortete nicht. Sie fragte: „Hat Allah dir befohlen, dies zu tun?“ Er sagte: „Ja.“ Sie sagte: „Allah wird uns niemals verlassen.“ Ibrahim ging fort, und als er so weit weg war, dass sie ihn nicht mehr sehen konnten, dicht bei Thaniyyah, dreht er sich zum Haus um und sprach:
Unser Herr, ich habe (einige) aus meiner Nachkommenschaft in einem Tal ohne Pflanzungen bei Deinem geschützten Haus wohnen lassen, unser Herr, damit sie das Gebet verrichten. So lasse die Herzen einiger Menschen sich ihnen zuneigen und versorge sie mit Früchten, auf daß sie dankbar sein mögen.“ (14:37)
Isma’ils Mutter ging dann zu ihrem Platz zurück, begann das Wasser aus dem Schlauch zu trinken und Isma’il zu stillen. Als das Wasser aufgebraucht war, wurden sie und ihr Sohn durstig. Sie sah ihn an und er litt unter dem Durst; sie ging weg, weil sie sein Gesicht in dem Zustand nicht sehen wollte. Sie fand den nächsten Berg, As-Safa, und stieg herauf, und schaute vergeblich, in der Hoffnung, jemanden zu sehen. Als sie zum Tal zurück kam, nahm sie ihr Kleid hoch und rannte erschöpft, bis sie den Berg Al-Marwah erreichte. Vergeblich schaute sie, ob jemand dort war. Sie rannte siebenmal hin und her, zwischen den beiden Bergen.‘
Ibn ‚Abbas sagte, dass der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, sagte: „Darum gehen die Leute zwischen As-Safa und Al-Marwah hin und her (bei der Hajj und Umrah).“
‚Als sie Al-Marwah erreichte, hörte sie eine Stimme und sagte „Psch“ zu sich selbst. Sie versuchte, die Stimme wieder zu hören, und als sie sie hörte, sagte sie: „Ich habe dich gehört, kannst du mir helfen?„Sie sah dann den Engel mit seinem Fuß (oder seinem Flügel) in der Erde grabend, an der Stelle, wo sich nun Zamzam befindet, und das Wasser sprudelte hervor. Isma’ils Mutter war erstaunt und begann zu graben, mit ihrer Hand Wasser in den Wasserschlauch schöpfend.‘
Ibn ‚Abbas sagte dann, dass der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, dann sagte: „Möge Allah Isma’ils Mutter gnädig sein. Hätte sie das Wasser fliessen lassen (ohne ihren Eingriff), so würde es auf der Erdoberfläche fliessen.
‚Isma’ils Mutter begann das Wasser zu trinken, und sie konnte ihrem Kind wieder Milch geben. Der Engel (Gabriel) sagte zu ihr: „Fürchte nicht, verlassen zu werden. Hier wird ein Haus für Allah gebaut werden, von diesem Jungen und seinem Vater. Allah lässt Seine Menschen nicht im Stich.“ Zu dieser Zeit war das Haus auf einer kleinen Anhöhe gelegen, und als die Fluten kamen, flossen sie links und rechts daran vorbei.
Später kamen einige Leute vom Stamm Jurhum, Kada‘ passierend, und schlugen ihr Lager am Grunde des Tales auf. Sie sahen einige Vögel und waren erstaunt und sagten: „Es kann Vögel nur an einem Ort mit Wasser geben. Wir haben niemals gesehen, dass es in diesem Tal Wasser gab.“ Sie schickten einen oder zwei Kundschafter aus, die die Gegend durchsuchten und Wasser fanden. Sie gingen zurück und informierten sie darüber. Dann gingen sie alle zu Isma’ils Mutter und sagten: „Oh Isma’ils Mutter! Erlaubst du uns, bei dir zu bleiben (oder: bei dir zu wohnen)?“ Sie sagte: „Ja. Aber ihr werden kein Vorrecht haben über dieses Wasser hier.“ Sie sagte: „Wir sind einverstanden.“‚
Ibn ‚Abbas sagte, dass der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, sagte: „Zu diesem Zeitpunkt freute sich Isma’ils Mutter, Gesellschaft zu haben.“
‚Also blieben sie dort und luden ihre Verwandten ein, ihnen zu folgen. Später erreichte ihr Junge die Pubertät und heiratete eine Frau von ihnen, denn Isma’il lernte von ihnen Arabisch, und sich mochten die Art, wie er erzogen war. Isma’ils Mutter starb danach.
Da bekam Ibrahim die Idee, seine Angehörigen zu besuchen. Also ging er fort (nach Mekkah). Als er dort ankam, fand er Isma’il nicht, also fragte er seine Frau nach ihm. Sie sagte: „Er ist auf die Jagd gegangen.“ Als er sie nach ihren Lebensumständen fragte, beschwerte sie sich bei ihm, dass sie in Elend und Armut lebten. Ibrahim sagte zu ihr: „Wenn dein Ehemann kommt, grüß ihn von mir, und sag ihm, dass er seine Türschwelle auswechseln soll.“ Als Isma’il kam, merkte er, dass sie Besuch gehabt hatten, und fragte seine Frau: „Hatten wir Besuch?“ Sie sagte: „Ja. Ein alter Mann kam und fragte nach dir, und ich sagte ihm wo du bist. Er fragt auch nach unseren Lebensumständen, und ich sagte ihm, dass wir in Schwierigkeiten und Armut leben.“ Er fragte: „Hat er dir eine Nachricht für mich hinterlassen?“ Sie sagte: „Ja. Er grüßt dich und sagte, dass du deine Tüschwelle auswechseln sollst.“ Isma’il sagte zu ihr: „Es war mein Vater und die Türschwelle bist du, also geh zu deiner Familie (d.h. du bist geschieden).“ Als ließ er sich von ihr scheiden und heiratete eine andere Frau.
Abermals hatte Ibrahim die Idee, seine Angehörigen zu besuchen, die er in Mekkah gelassen hatte. Ibrahim kam zu Isma’ils Haus, aber er fand Isma’il nicht vor und fragte seine Frau: „Wo ist Isma’il?“ Isma’ils Frau antwortete: „Er ist auf die Jagd gegangen.“ Er fragte sie nach ihrem Zustand, und sie sagte, dass sie ein gutes Leben hatten, und sie pries Allah. Ibrahim fragte: „Was habt ihr zu Essen und was habt ihr zu Trinken?“ Sie antwortete: „Unser Essen ist Fleisch und unser Getränk ist Wasser.“ Er sagte: „Oh Allah! Segne ihr Fleisch und ihr Wasser.„‚
Der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, sagte: „Sie hatten zu der Zeit noch keine Ernte-Pflanzen. Sonst hätte Ibrahim Allah auch gebeten, diese zu segnen. Menschen, die nicht in Mekkah leben, können nicht nur von Fleisch und Wasser leben.
‚Ibrahim sagte: „Wenn Isma’il zurück kommt, grüß ihn von mir und sag ihm, dass er diese Türschwelle behalten soll.“ Als Isma’il zurück kam, fragte er: „Hat uns jemand besucht?“ Sie sagte: „Ja. Ein gut aussehender Mann.“ Und sie pries Ibrahim. „Und er fragte nach unserem Leben und ich sagte, dass wir ein gutes Leben haben.“ Er fragte: „Hat er dir eine Nachricht für mich hinterlassen?“ Sie sagte: „Ja. Er grüßt dich und sagte, dass du deine Tüschwelle behalten sollst.“ Isma’il sagte: „Das war mein Vater, und die Türschwelle bist du; er befahl mir, dich zu behalten.“
Ibrahim kam nochmals zurück und traf Isma’il hinter der Zamzam-Quelle, neben einem Baum, seine Bögen reparierend. Als er Ibrahim sah, stand er auf und sie begrüßten einander, so wie Vater und Sohn sich begrüßen. Ibrahim sagte: „Oh Isma’il, dein Herr hat mir befhlen, etwas zu tun.“ Er sagte: „Gehorche deinem Herrn.“ Er fragte Isma’il: „Wirst du mir helfen?“ Er sagte: „Ja, ich werde dir helfen.“ Ibrahim sagte: „Allah hat mir befohlen, dort ein Haus für Ihn zu bauen.“ und er deute auf ein erhöhtes Gebiet. Also standen sie beide auf und begannen, das Fundament des Hauses zu errichten. Ibrahim begann, (die Ka’bah) zu bauen, während Isma’il ihm die Steine anreichte. Beide sagten: „Unser Herr, nimm (die Tat) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende.“ (2:127)‘ [Fath Al-Bari 6:456]
Sie bauten also das Haus, Stück für Stück, darum herum gehend und sagend: „Unser Herr, nimm (es) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende.“

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Die Geschichte des Wiederaufbaus des Hauses durch die Quraisch bevor der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, als Prophet entsandt wurde

In seiner Biographie sagte Muhammad bin Is-haq bin Yasar:
‚Als der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, fünf-und-dreissig Jahre alt war, versammelten sich die Quraisch, um die Ka’bah wieder aufzubauen, was den Bau eines Daches mit einbezog. Aber sie waren zu schwach, um sie abzureissen. Zu dieser Zeit war die Ka’bah nur wenig höher als die Schulter eines Mannes, also wollten sie sie höher bauen und oben ein Dach errichten. Einige Leute hatten vorher den Schatz der Ka’bah gestohlen, welcher in einem Schacht in der Mitte der Ka’bah gewesen war. Später wurde der Schatz bei einem Mann namens Duwayk gefunden, einem befreiten Sklaven von Bani Mulayh bin ‚Amr vom Stamm der Khuza’ah. Zur Strafe schnitten die Quraisch ihm seine Hände ab. Einige Leute meinten, dass diejenigen, die den Schatz eigentlich gestohlen hatten, ihn bei Duwayk gelassen hatten. Danach wurde an der Küste von Jeddah ein Schiff vom Meer angeschwemmt, welches einem römischen Händler gehört hatte. Da sammelten sie das Holz des Schiffes und benutzten es, um das Dach der Ka’bah zu bauen; ein koptischer Zimmermann in Mekkah bereitete für sie vor, was sie brauchten.
Als sie entschieden, mit dem Abriss zum Wiederaufbau des Hauses zu beginnen, nahm Abu Wahb bin ‚Amr bin ‚A’idh bin ‚Abd bin ‚Imran bin Makhzum einen Stein von der Ka’bah weg; der Stein schlüpfte ihm aus der Hand und ging zurück dahin, wo er gewesen war. Er sagte: „Oh Leute der Quraisch! Gebt für den Wiederaufbau der Ka’bah nur Geld aus, das reinen Ursprungs ist. Kein Geld, was von einer Prostituierten, durch Zinsen oder Unrecht verdient wurde, soll benutzt werden.„‚
Ibn Is-haq erklärte hier, dass die Leute diese Worte auch auf Al-Walid bin Al-Mughirah bin ‚Abdullah bin ‚Amr bin Makhzum bezogen. [Ibn Hischam 1:204]
Ibn Is-haq fuhr fort: ‚Die Quraisch begannen, ihre Bemühungen zum Wiederaufbau der Ka’bah zu organisieren, jeder Unterstamm übernahm die Verantwortung für den Wiederaufbau eines ihm zugeschriebenen Teils.
Doch sie hatten immer noch Mühe, die Ka’bah abzureissen. Al-Walid bin Al-Mughirah sagte: „Ich werde mit dem Abriss beginnen.“ Er hielt eine Axt und stellte sich zur Ka’bah und sagte: „Oh Allah! Wir wollen keinen Schaden anrichten. Oh Allah! Wir wollen nur eine gute Tat verrichten.“ Dann begann er, die Steine der Ka’bah zu hauen. Diese Nacht warteten die Leute ab und sagten: „Wir werden warten und schauen. Wenn ihn etwas trifft, werden wir sie nicht abreissen, sondern sie so wiederaufbauen, wie sie war. Wenn ihm nichts passiert, dann hat Allah Sein Einverständnis gegeben zu dem, was wir tun.“ Am nächsten Morgen ging Al-Walid, um an der Ka’bah zu arbeiten, und die Leute begannen, mit ihm zusammen die Ka’bah abzureissen. Als sie das Fundament erreichten, welches Ibrahim errichtet hatte, entdeckten sie grüne Steine, die übereinander lagen, wie ein Haufen Speere.‘
Ibn Is-haq sagte dann, dass die Leute ihm erzählt hatten: ‚Ein Mann der Quraisch, der beim Wiederaufbau der Ka’bah half, stieß seine Schaufel zwischen die Steine, um sie anzuheben; als einer der Steine verschoben war, erzitterte ganz Mekkah, also gruben sie diese Steine nicht aus.‘ [Ibn Hischam 1:207]

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Der Streit darüber, wer den Schwarzen Stein an seinen Platz setzen sollte

Ibn Is-haq sagte:
‚Die Stämme der Quraisch sammelten Steine, um die Ka’bah wieder aufzubauen, jeder Stamm seine eigenen. Sie fingen mit dem Wiederaufbau an, bis sie den Punkt erreichten, an dem der schwarze Stein an seinen vorgeschriebenen Platz gesetzt werden sollte. Ein Streit entbrach zwischen den verschiedenen Stämmen der Quraisch, denn jeder wollte die Ehre für seinen Stamm haben, den schwarzen Stein zu setzen. Der Streit führte beinahe zu Gewalt zwischen den Anführern der Stämme des Gebietes des heiligen Hauses. Banu ‚Abd Ad-Dar und Banu ‚Adi bin Ka’b bin Lu’ay schworen einander, bis zum Tod zu kämpfen. Jedoch vier oder fünf Tage später griff Abu Umayyah bin Al-Mughirah bin ‚Abdullah bin ‚Amr bin Makhzum, der älteste Mann der Quraisch, im rechten Moment ein. Abu Umayyah schlug den Quraisch vor, dass sie den ersten Mann, der das Haus durch den Eingang betrat, zum Vermittler zwischen ihnen machten. Sie willigten ein.
Der Gesandte Allahs, Muhammad, sallallahu ‚alayhi wa sallam, war der erste, der das Haus betrat. Als die verschiedenen Anführer der Quraisch erkannten, wer der erste war, riefen sie alle: „Das ist Al-Amin (der Ehrliche). Wir akzeptieren ihn alle; Es ist Muhammad.“ Als der Prophet, sallallahu ‚alayhi wa sallam, zu der Stelle kam, an der die Anführer versammelt waren, und sie ihn darüber informierten, worüber sie stritten, bat er sie, ein Kleidungsstück zu holen und es auf den Boden zu legen. Er legte den schwarzen Stein darauf. Dann sollte alle Anführer der Quraisch das Kleidungsstück an je einer Seite fassen und den Stein so gemeinsam anheben und zu seinem Platz bringen. Dann trug der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, den schwarzen Stein selber und platzierte ihn an der für ihn vorgeschriebenen Stelle und mauerte ihn ein.
Die Quraisch nannten den Gesandten Allahs, sallallahu ‚alayhi wa sallam, bereits Al-Amin bevor die Offenbarung zu ihm kam.

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(wird fortgesetzt inschaAllah)

27. Juli 2012 Posted by | Abraham (Ibrahim), Das Gebet (Salaah), Du'aa (Bittgebete), Qur-aan, Tafsiir von Ibn Kathiir auf deutsch | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Entnahme der Seele und der Zustand des Grabes

Es gibt viele authentische Überlieferungen, die ausführlich beschreiben, wie die Seelen der Gläubigen und der Ungläubigen aus den Körpern entnommen werden, zum Himmel hoch und schließlich zurück gebracht werden zu ihren jeweiligen Körpern und Gräbern. Darüber hinaus gibt es detaillierte Beschreibungen über die Umstände des Körpers und der Seele im Grab und im Barzakh [wörtlich: „eine Barriere zwischen zwei Dingen“; hier bezeichnet es einen Zustand zwischen der physikalischen weltlichen Existenz und dem Leben nach der Auferstehung und dem Gericht. Siehe Abu Bakr Al-Jaza’iri’s „Aqidat Al-Mu’min, S. 393 und ‚Abdur-Rahman Al-Maydani’s Al-‚Aqidat Al-Islamiyyahwa Ususuha, S. 643]

Die Überlieferungen, die über die Art und die Umstände berichten, in denen die Seele aus dem Körper entnommen, empor gehoben, etc. wird, variieren geringfügig in Länge und Wortlaut. Die folgende Synthese [von Muhammad Nasiruddin Al-Albani ; sie enthält authentische Erzählungen aus den Sammlungen von Abu Dawud, Ibn Majah, Al-Hakim, An-Nasa’i und At-Tayalisi; s. Ahkam Al-Jana’iz, S. 156-159] von relevanten Ahadith wird angeführt, um ein allumfassenden Bild zu erstellen:
Es wurde berichtet, dass Al-Bara‘ bin ‚Azib sagte … „Wir gingen mit dem Propheten صلى الله عليه و سلم hinaus, um an einem Begräbnis eines Mannes der Ansar [Dieser Name wurde den Leuten von Medinah gegeben, die an die Botschaft des Propheten glaubten, und ihm volle Hilfe leisteten bei der Imigration in ihr Land. Sie versicherten ihm ihre Unterstützung in seiner Sache und halfen ihm, den neuen islamischen Staat aufzubauen. Demnach wurden sie die Al-Ansar (wörtlich: „Die Helfer“) genannt.] teilzunehmen. Wir kamen an dem Grab an, aber der innere Raum war noch nicht vorbereitet; also setzte sich der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم nieder, mit dem Gesicht Richtung Qiblah [Die Richtung, in die sich die Muslime beim Gebet richten – zur Ka’bah (dem ersten Gebetshaus, das vom Propheten Abraham gebaut wurde) in Mekkah], und wir setzten uns so aufmerksam um ihn herum, dass es war, als ob Vögel auf unseren Köpfen sitzen würden [ein arabischer Ausdruck, der intensive Aufmerksamkeit beschreibt]. Er hatte einen Stock in seiner Hand, mit der er auf dem Boden zeichnete. Dann begann er, abwechselnd zum Himmel und zur Erde zu sehen, seinen Blick aufrichtend und niederschlagend. Schließlich sagte er zwei – oder dreimal: ‚Sucht Zuflucht bei Allah vor der Peinigung des Grabes.‚ Dann sagte er: ‚Oh Allah, wahrlich, ich suche Zuflucht bei Dir vor der Peinigung des Grabes.‚ Er wiederholte es dreimal, dann erklärte er: ‚Wahrlich, wenn der gläubige Diener diese Welt verlässt und die folgende betritt, dann steigen Engel [gemäß einiger authentischer Erzählungen, überliefert von Ahmad und anderen, sind dies die „Engel der Gnade“] von den Himmeln zu ihm herab – ihre Gesichter weiß mit der Helligkeit der Sonne und Beerdigungs-Tücher und Gerüche [genannt Hanut; etwas, womit der Körper parfumiert wird bei der Vorbereitung für das Begräbnis] des Paradieses mit sich tragend. Sie sitzen vor ihm in einer Entfernung, soweit das Auge sehen kann. Dann kommt der Engel des Todes (Frieden sei auf ihm) zu der Person, setzt sich zu seinem Kopf und sagt: „Oh gute Seele [und in anderen Erzählungen „Oh vertrauensvolle Seele“], komm heraus zur Vergebung und zum Gefallen deines Herrn.„‚ [Der Prophet صلى الله عليه و سلم fuhr fort] ‚Daraufhin fließt die Seele aus dem Körper, wie Wasser aus der Öffnung eines Trinkschlauches fließt, und alle Engel zwischen den Himmeln und der Erde bitten um Allahs Segen für sie. Die Tore Der Himmel sind für sie geöffnet, und die Wärter dieser Tore [d.h. die Engel] bitten Allah darum, dass diese Seele vor ihnen passieren möge, wenn sie nach oben getragen wird. Der Engel des Todes empfängt kaum die Seele in seinen Händen, worauf die anderen Engel sie von ihm nehmen und sie in duftende, wehende Tücher hüllen. Dies ist gemeint mit Allahs Aussage: „Unsere Botschafter [d.h. Engel] ergreifen die Seele, und sie versagen nicht in ihrer Pflicht.“ [Surah Al-An-‚am, 6:61]‚ Dann sagte der Prophet صلى الله عليه و سلم : ‚Aus der Seele strömt ein Duft wie der schönste Duft von Moschus, den man auf der ganzen Erde finden könnte. Die Engel steigen mit der Seele empor, keinen Schwarm von Engeln passierend, ohne sie fragen zu hören: „Wer ist diese wunderbare Seele?“ Sie antworten: „So und so, Sohn des so und so.“, sie mit den schönsten Namen nennend, mit denen sie während ihres weltlichen Lebens bekannt war. Beim Erreichen des ersten Himmels verlangen die Engel die Öffnung für die Seele – welche gewährt wird. Die Seele wird nun begleitet von den Engeln jeden Himmels, bis sie den Himmel darüber erreicht und schließlich im siebten Himmel ankommt. Dann sagt Allah, der Allmächtige und Majestätische, zu den Engeln: „Platziert die Akte meines Dieners im ‚Illiyyun.“ [„Und was läßt dich wissen, was ‚Illiyyun ist? (Es ist) ein Buch mit festen Eintragungen, in das die (Allah) Nahegestellten Einsicht nehmen.“ Sura Al-Mutaffifin 83:19-21. Die Berichterstatter haben unterschiedliche Meinungen bezüglich der Bedeutung von ‚Illiyyun. Diese Verse beschreiben es als ein geschriebenes Buch oder Dokument. Es wird gesagt, dass dieses Buch alle guten Taten der Engel , der Gläubigen unter den Menschen und der Gläubigen unter den Jinn enthält. „… in das die (Allah) Nahegestellten Einsicht nehmen.“ bezieht sich auf die Engel, die sich darum kümmern und es bewachen. Siehe Al-Alusi’s Ruh Al-Ma’ani Vo. 30, S. 74] Die Akte der Person wird dann im ‚Illiyyun platziert, worauf der Befehl erschallt: „Bringt sie zurück zur Erde, denn wahrlich, Ich habe der Menschheit versprochen, dass ich sie zur Erde zurück bringen werde, wie Ich sie aus der Erde erschaffen habe. Und Ich werde sie noch ein weiteres Mal aus ihr hervor bringen.“ [Der Zeitpunkt vor dem Gericht, wenn in das Horn geblasen wird und wenn die Seelen aus ihren Gräbern kommen und vor Allah hin treten. Siehe Sure Ta Ha 20:55] Dann wird die Seele zur Erde zurück gebracht, zurück in ihren Körper. Wahrlich, der Verstorbene hört die schlurfenden Füße seiner Gefährten, die der Beerdigung beigewohnt haben, wenn sie sich abwenden und das Grab verlassen. Daraufhin kommen zwei Engel zu ihm [In einem authentischen Hadith, überliefert von At-Tirmidhi, beschreibt der Prophet صلى الله عليه و سلم sie als bläulich-schwarz. Einer von ihnen heißt Munkar und der andere Nakir. Siehe Al-‚Aqidat At-Tahawiyyah S. 450. Eine ausführlichere Beschreibung enthält eine Erzählung, die von Ahmad überliefert und von Al-Mundhiri in seinem Al-Targhib wat-Tarhib, Vol. 4, S. 369, für authentisch erklärt wurde. Sie werden beschrieben mit Stimmen, die wie Donner grollen und mit Augen, die wie Blitze funkeln, und sie haben Fänge, die der Erde zerreissen könnten.], streng im Verhör, und setzen ihn auf und beginnen, ihm Fragen zu stellen. Sie sagen: „Wer ist dein Herr?“ Er antwortet: „Allah ist mein Herr.“ Sie fahren fort: „Was ist deine Religion?“ Er antwortet: „Islam ist meine Religion.“ Sie fragen: „Wer ist der Mann, der dir gesandt wurde?“ Er erwidert: „Er ist der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم.“ Schließlich fragen sie ihn nach seinen Taten, worauf er antwortet: „Ich habe Allahs Buch gelesen und daran geglaubt.“ [In einer anderen Überlieferung deutete der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم an, dass die Engel fragen: „Wer ist dein Herr, was ist deine Religion und wer ist dein Prophet?“ (Der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم erklärte, dass) dies die letzte Prüfung des Gläubigen ist, und dass dies gemeint ist bei Allahs Aussage: „Allah festigt diejenigen, die glauben, durch das beständige Wort im diesseitigen Leben und im Jenseits.“ [Sure Ibrahim 14:27] Der Verstorbene antwortet: „Allah ist mein Herr, Islam ist meine Religion, und mein Prophet ist Muhammad صلى الله عليه و سلم.“] [Der Prophet صلى الله عليه و سلم erzählte dann an: ‚Bei der Antwort des Gläubigen zu dieen Fragen hört man eine Stimme in den Himmeln, die sagt: „Mein Diener hat die Wahrheit gesprochen, also kleidet ihn in die Kleidung des Paradieses, breitet für ihn die Ausstattung des Paradieses aus, und öffnet ein Fenster mit Blick auf das Paradies für ihn.“ Daraufhin wird von einer Brise frischer Luft und Duft eingehüllt, während die Fläche seines Grabes für ihn ausgebreitet wird, so weit das Auge sehen kann. Vor ihm erscheint ein Mann mit einem wundervollen Gesicht und schöner Kleidung, der einen herrlichen Duft verströmt. Er sagt zu der Seele: „Jubele über die Neuigkeiten, die dich erfreuen werden! Jubele über Allahs Gefallen und Sein Paradies, dessen Genüsse und Wonne niemals enden. Dies ist der Tag, der dir versprochen wurde.“

Der Verstorbene sagt zu ihm: „Und wer bist du, dessen Gesicht erfreuliche Nachrichten überbringt?“ Die Figur antwortet: „Ich repräsentiere deine guten Taten; bei Allah, ich kannte dich immer als schnell in dem Gehorsam gegenüber Allah, und als langsam im Ungehorsam Ihm gegenüber. So möge Allah dich mit Guten belohnen.“ Dann wird eine Tür zum Paradies geöffnet und eine Tür zum Feuer wird geöffnet, worauf zu ihm gesagt wird [bezogen auf das Höllenfeuer]: „Dies wäre dein letzter Aufenthaltsort gewesen, wenn du Allah ungehorsam gewesen wärst; [Ein solcher Ungehorsam beinhaltet die Zurückweisung von Allahs Einladung, Ihn als einzigen Herrn, Schätzer und Unterhalter zu akzeptieren, und als einzigen Herrn, der es wert ist, angebetet zu werden. Allah kann Ungehorsam gegenüber einigen Seiner Befehle vergeben, oder Er kann den Gläubigen dadurch bestrafen, dass er eine entsprechende Periode in der Hölle bleiben muss. Aber nach dieser Zeit garantiert Allah, in Seiner Gnade, das Paradies.], jedoch wurde es gegen diesen anderen Aufenthalt [d.h. das Paradies] getauscht.“
Wenn die Seele sieht, was es im Paradies gibt, schreit sie: „Mein Herr, eile mit der Ankunft der Stunde [d.h. der Auferstehung], so dass ich mit meiner Familie und Reichtum vereint sein kann.“ Darauf wird zu ihr gesagt: „Ruhe in Gelassenheit.“
Allahs Gesandter صلى الله عليه و سلم fuhr fort: ‚Wenn der ungläubige Diener [und in einer anderen Überlieferung „sündhafte Diener“] dabei ist, diese Welt zu verlassen und die nächste zu betreten, steigen mächtige und strenge Engel [wie in authentischen Überlieferungen von Ahamd erwähnt sind diese die „Engel der Peinigung“] von den Himmeln zu ihm herab – ihre Gesichter schwarz und rauhe Streifen Stoff aus der Hölle mit sich tragend. Sie sitzen vor ihr in einem Abstand so weit das Auge reicht. Dann kommt der Engel des Todes (Frieden sei auf ihm) zu der Person, setzt sich zum Kopf des Ungläubigen und sagt: „Oh verdorbene Seele, komm heraus zum Ärger und zur Rache deines Herrn.“ Die Seele im Körper des Ungläubigen überkommt schreckliche Angst [und sie will sich selbst nicht hingeben], worauf der Engel des Todes sie mit Gewalt heraus zieht, wie vielzackige Stäbe aus nasser Wolle gerissen werden – Aterien und Nerven mit sich ziehend. Dann wird die Seele von jedem Engel zwischen der Erde und den Himmeln und in den Himmeln verflucht. Dann werden die Tore des Himmels vor ihr verschlossen, und jeder einzelne Wächter an diesen Toren fleht Allah an, dass diese Seele nicht vor ihm empor getragen möge.‘ 

Der Prophet صلى الله عليه و سلم fuhr fort: ‚Der Engel des Todes empfängt kaum die Seele in seinen Händen, worauf die anderen Engel sie von ihm nehmen und sie in rauhen Stoff hüllen. Aus ihr strömt der schlechteste Geruch, der auf dem Angesicht der Erde gefunden werden könnte. Sie steigen mit ihm hoch, keinen Schwarm von Engeln passierend, ohne gefragt zu werden: „Wer ist diese häßliche Seele?“ Sie antworten: „So und so, Sohn von so und so“, die schlimmsten Namen nennend, mit denen er in dieser Welt bekannt war. Wenn sie den untersten Himmel erreichen, erbitten sie, dass dieser für die Seele geöffnet wird, aber das Gesuch wird abgelehnt.‘ An diesem Punkt rezitierte der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم den Vers: ‚Gewiß, denjenigen, die Unsere Zeichen für Lüge erklären und sich ihnen gegenüber hochmütig verhalten, werden die Tore des Himmels nicht geöffnet, und sie werden nicht in den (Paradies)garten eingehen, bis ein Kamel durch ein Nadelöhr geht. So vergelten Wir den Übeltätern.‚ (7:40) Danach fuhr er fort: ‚Dann sagt Allah, der Allmächtige und Majestätische (zu den Engeln): „Platziert ihre Akte im Sijjin [laut der Überlieferer bezieht sich Sijjin auf das Buch, welches alle Taten der Teufel und Ungläubigen enthält. Siehe Al-Alusi’s Ruh Al-Ma’ani Vol. 30, S. 71. Es wird gesagt, dass Sijjin ein Platz unter der siebsten Erde ist – der Ort von Iblis und seinen Heeren. Für Details siehe Tafsir Al-Jalalayn, S. 789.] – in der niedersten Erde. Bringt meinen Diener zur Erde zurück, denn wahrlich, Ich habe der Menschheit versprochen, dass ich sie zur Erde zurück bringen werde, wie Ich sie aus der Erde erschaffen habe. Und Ich werde sie noch ein weiteres Mal aus ihr hervor bringen.“ Auf diesen Befehl hin wird die verstorbene (ungläubige) Seele vom Himmel hinunter geworfen bis sie in ihrem Körper landet.‘ Dann rezitierte der Prophet صلى الله عليه و سلم den Vers: „Und wenn einer Allah (etwas) beigesellt, so ist es, als ob er vom Himmel herunterfiele und er dann von den Vögeln fortgerissen oder vom Wind an einen fernen Ort hinabgeweht würde.“ (22:31) Dann erklärte er: ‚Wahrlich, der Verstorbene hört das Geräusch der Schritte seiner Gefährten [wenn die Seele in ihren Körper zurück gebracht ist], wenn sie sich von seinem Grab abwenden.‘ [Der Prophet صلى الله عليه و سلم setzte seine Erklärung fort, indem er sagte]: ‚Dann kommen zwei Engel zu ihm, streng im Verhör, setzen ihn auf und beginnen, ihn zu befragen: „Wer ist dein Herr?“ Er antwortet: „Hah! Hah! [gewöhnlich beschreibt dieser Ausdruck einen Zustand von Überraschung, Schock, Schmerz oder Erheiterung, aber in diesem Zusammenhang kann er sich nur auf die ersten drei beziehen] Ich weiß es nicht.“ Sie fragen ihn weiter: „Was ist deine Religion?“ Er antwortet: „Hah! Hah! Ich weiß es nicht.“ Also fragen sie: „Dann was sagst du über den Mann, der dir geschickt wurde?“ [Der Ungläubige scheint nicht zu verstehen, wen sie meinen, also wird gesagt]: „Muhammad.“ Wieder sagt er aus: „Hah! Hah! Ich weiß es nicht. Ich hörte nur Leute von ihm reden.“ Dann wird zu ihm gesagt: „Du wußtest es nicht! Und du hast nicht gelesen!“ [Dies bezieht sich auf den Qur’an, welcher für alle erhältlich ist, die ihn lesen und von seiner Leitung profitieren wollen. Im weiteren Sinne könnte es sich auf die Literatur islamischer Lehren beziehen, welche zur Wahrheit aufrufen.] Darauf ertönt eine Stimme aus den Himmeln: „Er hat gelogen! Also breitet für ihn einen Ort des Feuers aus und öffnet für ihn ein Fenster zum Feuer.“ Die sengend heißen Winde der Hölle hüllen ihn ein, als das Grab sich über ihm zuzieht und ihn zerdrückt bis sein Brustkorb bricht unter der Kraft – so dass die Rippen der einen Seite mit denen der anderen Seite ineinandergreifen.
Dann erscheint ihm eine Person mit einem häßlichen Gesicht und häßlicher Kleidung, einen verdorbenen Geruch verbreitend, die sagt: „Schlechte Nachrichten für dich, denn dies ist der Tag, der dir versprochen wurde!“ Der Verstorbene sagt zu ihm: „Und für dich auch; möge Allah dir schlechte Nachrichten bringen! Wer bist du, dessen Gesicht Schlechtes bedeutet?“ Die Person erwidert: „Ich repräsentiere deine schlechten Taten. Bei Allah, ich kannte dich als immer langsam im Gehorsam gegenüber Allah, und als schnell im Ungehorsam Ihm gegenüber. Möge Allah dich mit Schlechtem entlohnen.“ Dann wird jemand, der taub, stumm und blind ist [Vielleicht ist der Grund für diese Art der Figur, dass sie eine ernste Form des Tadels repräsentiert, für beide, den verstorbenen Kafir und den verstorbenen, ungehorsamen und heuchlerischen Muslim, der seine Religion nicht praktizierte. Sie ist ein angemessenes Symbol, da sie seine spirituellen Umstände auf der Erde bezeichnet – taub, stumm und blind.], und eine Eisenstange trägt, zum Verstorbenen geschickt. Wenn er einen Berg damit schlagen würde, so würde der Berg zu Trümmern zerfallen. Er schlägt den Verstorbenen mit einem Schlag, der ihn zu Staub zerfallen lässt. Allah bringt den Verstorbenen zu seiner ursprünglichen Form zurück, worauf er ein zweites Mal geschlagen wird. Dies lässt ihn mit solcher Kraft kreischen, dass es von der gesamten Schöpfung gehört wird, außer den Menschen und den Jinn. Dann wird eine Tür zum Feuer geöffnet, und Bettungen von Feuer werden für ihn ausgebreitet, worauf er schreit: „Herr, lass die Stunde nicht geschehen!“ [Die Ungläubigen, Heuchler und sündhaften Muslime wollen nicht, dass die letzte Stunde kommt, und anschließend die Wiederauferstehung und das Gericht. Die Ungläubigen und die Heuchler sind zur ewigen Peinigung im Höllenfeuer verdammt. Sündhafte Muslime, die bei korrektem Glauben geblieben sind (Tawhid) sind auch zu einer zeitweiligen Bestrafung im Feuer verpflichtet (möge Allah uns davor bewahren), dürfen aber durch Allahs Gnade später den Himmel betreten.]

übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas aus „Mysteries of the Soul expounded“ von Abu Bilal Mustafa Al-Kanadi

1. Mai 2012 Posted by | Engel, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Imaan, Tauhid, Yaumu-l-Qiyaamah (der "Tag der Auferstehung") | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar