Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Das Gewicht von „LAA ILAAHA ILLA ALLAAH“!!! – Schaykh Saalih As-Suhaymie

‚Abdullaah ibn ‚Amr sagte, dass der Gesandte Allaah صلى الله عليه وسلم sagte:

Ein Mann aus meiner Ummah wird herausgerufen werden vor der gesamten Schöpfung am Tage der Auferstehung. Dann werden neunundneunzig Dokumente (Akten/Aufzeichnungen) vor ihm ausgebreitet. Jedes der Dokumente reicht so weit das Auge sehen kann. Dann sagt Allaah عَزَّ وَجَلَّ: „Leugnest du irgendetwas davon?“ Da wird er sagen: „Nein, oh Herr.“ … Dann sagt Er: „Hast du Entschuldigungen oder gute Taten?“ Da wird der Mann sich fürchten und sagen: „Nein.“ Dann sagt Er: „Doch, wahrlich, du hast bei Uns gute Taten. Du wird diesbezüglich heute nicht ungerecht behandelt werden.“ Da wird ein Pergament für ihn hervorgebracht, welches ‚Ich bezeuge, dass niemand in Wahrheit das Recht hat, angebetet zu werden, außer Allaah; und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.‘ Dann sagt er: „Oh Herr, was ist dieses Pergament verglichen mit den Dokumenten?“ Dann sagt Er: „Du wirst nicht ungerecht behandelt werden.“ Da werden die Dokumente auf eine Seite (der Waage) gelegt und das Pergament auf die andere Seite. Dann werden die Dokumente leichter sein und das Pergament wird sie überwiegen.

حَدَّثَنَا مُحَمَّدُ بْنُ يَحْيَى، حَدَّثَنَا ابْنُ أَبِي مَرْيَمَ، حَدَّثَنَا اللَّيْثُ، حَدَّثَنِي عَامِرُ بْنُ يَحْيَى، عَنْ أَبِي عَبْدِ الرَّحْمَنِ الْحُبُلِيِّ، قَالَ سَمِعْتُ عَبْدَ اللَّهِ بْنَ عَمْرٍو، يَقُولُ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ ـ صلى الله عليه وسلم ـ ‏ „‏ يُصَاحُ بِرَجُلٍ مِنْ أُمَّتِي يَوْمَ الْقِيَامَةِ عَلَى رُءُوسِ الْخَلاَئِقِ فَيُنْشَرُ لَهُ تِسْعَةٌ وَتِسْعُونَ سِجِلاًّ كُلُّ سِجِلٍّ مَدَّ الْبَصَرِ ثُمَّ يَقُولُ اللَّهُ عَزَّ وَجَلَّ هَلْ تُنْكِرُ مِنْ هَذَا شَيْئًا فَيَقُولُ لاَ يَا رَبِّ فَيَقُولُ أَظَلَمَتْكَ كَتَبَتِي الْحَافِظُونَ ثُمَّ يَقُولُ أَلَكَ عُذْرٌ أَلَكَ حَسَنَةٌ فَيُهَابُ الرَّجُلُ فَيَقُولُ لاَ ‏.‏ فَيَقُولُ بَلَى إِنَّ لَكَ عِنْدَنَا حَسَنَاتٍ وَإِنَّهُ لاَ ظُلْمَ عَلَيْكَ الْيَوْمَ فَتُخْرَجُ لَهُ بِطَاقَةٌ فِيهَا أَشْهَدُ أَنْ لاَ إِلَهَ إِلاَّ اللَّهُ وَأَنَّ مُحَمَّدًا عَبْدُهُ وَرَسُولُهُ قَالَ فَيَقُولُ يَا رَبِّ مَا هَذِهِ الْبِطَاقَةُ مَعَ هَذِهِ السِّجِلاَّتِ فَيَقُولُ إِنَّكَ لاَ تُظْلَمُ ‏.‏ فَتُوضَعُ السِّجِلاَّتُ فِي كِفَّةٍ وَالْبِطَاقَةُ فِي كِفَّةٍ فَطَاشَتِ السِّجِلاَّتُ وَثَقُلَتِ الْبِطَاقَةُ ‏“‏ ‏.‏ قَالَ مُحَمَّدُ بْنُ يَحْيَى الْبِطَاقَةُ الرُّقْعَةُ وَأَهْلُ مِصْرَ يَقُولُونَ لِلرُّقْعَةِ بِطَاقَةً

Überliefert von Ibnu-l-Mubaarak in seinem Buch Az-Zuhd und in seinem Musnad und von Imaam Ahmad und von At-Tirmidhie und Ibn Maajah und anderen neben ihnen.

Schaykh Al-Albaanie deklarierte diesen Hadith als sahieh, authentisch.

Schaykh Saalih As-Suhaymie – hafithahu Allaah – erwähnte einige nützliche Punkte bezogen auf diesen Hadith. Er sagte:

Der Hadith enthält zahlreiche nützliche Aussagen.

Die erste nützliche Aussage ist, dass die Leute der Sünde Allaahs Maschie’ah (Allaahs Wille und Wunsch) unterlegen sein werden. Wenn Allaah will, so wird Er ihnen vergeben durch Seine Gunst. Und wenn Er will, wird Er sie bestrafen durch Seine Gerechtigkeit.

Die zweite nützliche Aussage ist, dass wer immer mit starkem Imaan und Tauhied ist und starkem Bezug zu Allaah, dem Allmächtigen, Majestätischen, dem kann diese Tatsache ein Mittel für das Wegwischen all seiner schlechten Taten sein. Und es gibt keinen deutlicheren Beweis dafür als die Tatsache, dass dieses kleine Pergament den ganzen Rest der Dokumente überwiegen und überwältigen wird.

Die dritte nützliche Aussage ist, dass die Person, die der großen Sünde schuldig ist, nicht zum Ungläubigen geworden ist, wie die Khawaarij und die Mu’tazilah behaupten. Sondern sie unterliegt der Maschie’atu Allaah (Allaahs Wille und Wunsch). Also auch wenn sie bestraft wird, so wird sie doch nicht für immer im Feuer bleiben.

Die vierte nützliche Aussage ist der gigantische Wert von ‚laa ilaaha illa Allaah‘, ’niemand hat das Recht angebetet zu werden außer Allaah‘ gegenüber der restlichen Taten. Wenn ein Muslim es sagt und seine Bedeutung kennt und danach handelt, so ist es in dem Fall gigantisch.

Die fünfte nützliche Aussage ist die Aufstellung von Al-Miezaan (Waage der Taten), mit der die Taten am Tage der Auferstehung gewogen werden, und dies ist eine wirkliche und reale Waage. Sie wird auf dem offenen Platz der Auferstehung errichtet werden, vor dem Übergang über die Siraat (Brücke). Dies ist die korrekteste der Aussagen, die die Leute des Wissens erwähnen.

Übersetzt ins Englische von Abu Talhah Daawuud Burbank rahimahu Allaah

Vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas / http://www.quranundhadith.wordpress.com

http://salaf-us-saalih.com/2013/05/18/the-weight-of-laa-ilaaha-illallaah-shaykh-saalih-as-suhaymee/

13. Juni 2013 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Begriffserklärung, Bid'ah/Erneuerung, Die fünf Säulen, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Heimsuchungen und das Ende der Welt, Imaan, Salafi, Schahaada, Sprechen, Tauhid, Yaumu-l-Qiyaamah (der "Tag der Auferstehung") | , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die zwei Arten des Du’aa

Du’aa ist Anbetung und ist in zwei Arten unterteilt: Du’aa der Bitte um etwas und Du’aa der Anbetungduaa

Anbetung ( العبادة) ist definiert als:
Ein Gesamt-Begriff, der alles vereinigt, was Allaah liebt und was Ihm gefällt, an Aussagen und Taten, innerlich und äußerlich.
Also hat Anbetung viele Arten, und sie sind im Qur’aan erwähnt.
Und wenn etwas als Anbetung erklärt wird, dann ist es dafür nicht erlaubt, es an anderes als Allaah zu richten, und solche Anbetung geschieht entweder im Herzen, auf der Zunge oder mit den Körperteilen. Alle Arten der Anbetung fallen in eine dieser drei Kategorien.

Die größte Art der Anbetung ist Du’aa ( الدعاء), „Bittgebet“, „Anrufung“, und Anrufung ist auf eine Weise, die mit anderen Formen der Anbetung einhergeht, vor allem die des Herzens, wie Liebe, Hoffnung, Sehnsucht, Vertrauen usw..
Und so ist die Anrufung (Du’aa) eine Angelegenheit, die im Qur’aan umfangreich behandelt wird, in der Zurückweisung derer, die andere neben Allaah anbeten, indem sie ihre Herzen anderen neben Allaah zuneigen und sie anrufen (mit einer solchen Unterwerfung, die allein Allaah gebührt).

Du’aa (Anrufung) ist Anbetung

فَادْعُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ
So ruft Allah an, (wobei ihr) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (seid), auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist. … (Ghaafir 40:14)

Ibn Kathir kommentierte, dass dies bedeute, dass man seine Anbetung an Allaah allein richten soll, entgegen der Art der Heiden in ihrem Verhalten und ihrer Religion.
(أي فأخلصوا لله وحده العبادة والدعاء وخالفوا المشركين في مسلكهم ومذهبهم)
Und die Heiden riefen andere neben Allaah an, hofften auf deren Fürsprache für sie oder ersuchten sie als Annäherung zu Allaah, und Allaah wies dies im Qur’aan zurück, und befahl, dass nur Er angerufen werden sollte.

Und auch Allaahs Aussage:
ادْعُواْ رَبَّكُمْ تَضَرُّعًا وَخُفْيَةً
Ruft euren Herrn in Unterwürfigkeit flehend und im Verborgenen an. Gewiß, Er liebt nicht die Übertreter. … (Al-A’raf 7:55)

Und auch Allaahs Aussage:
وَأَنَّ الْمَسَاجِدَ لِلَّهِ فَلَا تَدْعُوا مَعَ اللَّهِ أَحَدًا
Und die Gebetsstätten gehören doch Allaah; so ruft neben Allaah niemanden an. (Al-Jinn 72:18)

Ibn Kathir kommentierte:
يقول تعالى آمرا عباده أن يوحدوه في محال عبادته ولا يدعى معه أحد
Der Allerhöchste sagt, Seinen Dienern befehlend, dass sie Ihn allein aussondern sollen in der Arena Seiner Anbetung und niemanden neben Ihm anrufen sollen.
Und Ibn Jarier At-Tabari kommentierte:
ولا تشركوا به فيها شيئا , ولكن أفردوا له التوحيد , وأخلصوا له العبادة
… [ungefähre Bedeutung] und geselle Ihm niemanden als Partner bei, sondern wähle Ihn einzig aus mit Tauhied (reinem Monotheismus) und mache deine Anbetung einzig für Ihn (allein).

Und auch Allaahs Aussage:
فَلَا تَدْعُ مَعَ اللَّهِ إِلَهًا آخَرَ فَتَكُونَ مِنَ الْمُعَذَّبِينَ
So rufe neben Allah keinen anderen Gott an, sonst wirst du zu den Gestraften gehören. (Ash-Shu’ara 26:213)

Und auch Allaahs Aussage:
وَمَنْ أَضَلُّ مِمَّن يَدْعُو مِن دُونِ اللَّهِ مَن لَّا يَسْتَجِيبُ لَهُ إِلَى يَومِ الْقِيَامَةِ وَهُمْ عَن دُعَائِهِمْ غَافِلُونَ وَإِذَا حُشِرَ النَّاسُ كَانُوا لَهُمْ أَعْدَاء وَكَانُوا بِعِبَادَتِهِمْ كَافِرِينَ
Und wer ist weiter abgeirrt als jemand, der anstatt Allahs jemanden anruft, der ihn nicht erhört bis zum Tag der Auferstehung? Und sie achten nicht auf ihr Bittgebet. Und wenn die Menschen versammelt werden, werden sie ihnen feind sein, und sie werden den von ihnen (empfangenen) Dienst verleugnen. (Al-Ahqaf 46:5-6)

Und es gibt viele entsprechende Verse diesbezüglich, durch die fest bestätigt ist, dass Du’aa (Anrufung) Anbetung ist, und folglich an niemanden gerichtet werden darf, außer Allaah allein.

Jemanden in einer Angelegenheit um etwas bitten, der dazu die Fähigkeit hat

Alle obigen Verse beziehen sich auf das Bittgebet (Du’aa) in Angelegenheiten, über die nur Allaah allein die Macht hat. Und folglich hat derjenige, der andere außer Allaah anruft in Dingen, über die nur Allaah Macht hat, Schirk (Beigesellung) begangen und Kufr (Unglaube), ungeachtet dessen, ob derjenige, der angerufen wird, lebendig oder tot ist.

Was das Anrufen einer lebendigen Person angeht, in Dingen, zu denen jener fähig ist, wie zu sagen: „Oh so und so, gib mir Nahrung.“, oder „Oh so und so, gib mir etwas zu Trinken.“, oder „Oh so und so, hilf mir, diese Gegenstände zu tragen.“ usw., so ist darin kein Schaden.

Und wer immer jemanden anruft, der tot ist oder abwesend (d.h. nicht zu dem Zeitpunkt dort anwesend) mit diesen Forderungen (Essen, Trinken, Hilfe usw.), so hat dieser Schirk begangen, da der Tote und der Abwesende nicht in der Lage sind, diese Dinge zur Verfügung zu stellen, und jemand würde sie nicht angerufen haben, ohne im Glauben zu sein, dass sie in der Lage seien, diese Dinge zur Verfügung zu stellen, während sie abwesend sind; und wenn er dies nicht geglaubt hätte, dann hätte er sie nicht angerufen, sondern er hätte Allaah allein angerufen.

Du’aa hat zwei Arten

Die Gelehrten erklären, dass das Du’aa in zwei Arten unterteilt ist. Die erste ist eine ausdrückliche Bitte, wie z.B. „Oh Allaah, vergib mir!“, oder „Oh Allaah, gib mir Nahrung!“, oder „Oh Allaah, sei gnädig mit mir!“, oder „Oh Allaah, leite mich recht!“, oder „Oh Allaah, schenke mir einen rechtschaffenen Ehegatten!“, oder „Oh Allaah, schenke mir Erfolg!“ usw.. Alle diese sind spezifische Bitten, und dies wird (دعاء المسألة) genannt, „die Anrufung durch Notwendigkeit“. Diese Art des Du’aa geht mit anderen Formen der Anbetung einher, insbesondere die des Herzens, wie Liebe, Hoffnung, Sehnsucht, Vertrauen, Ehrfurcht usw..

Die zweite Art (دعاء العبـادة), „die Anrufung durch Anbetung“ deckt alle Taten der Anbetung ab, in dem Sinne, dass wenn man eine Tat der Anbetung verrichtet, sei es innerlich, äußerlich, wörtlich oder ohne Worte, auch wenn man es nicht mit der Zunge ausspricht, so ist man doch durch die Weise der Verrichtung dieser Tat dabei, Allaah zu bitten. Zum Beispiel wenn man Almosen gibt, was zur Anbetung gehört, so bittet man doch durch diese Tat, auch wenn man es nicht wörtlich äußert, dafür um Lohn, Gnade und Vergebung usw.. Und dasselbe gilt für alle anderen Taten der Anbetung. Folglich nennt man dies „die Anrufung durch Anbetung“, im Sinne, dass man Allaah (still) durch die Taten, die man verrichtet, anruft.

Nun sind diese beiden Arten der Anbetung von den Verses gemeint, die oben genannt wurden, und wenn man auf die klassischen Kommentare des Qur’aan zurückverweist, dann findet man, dass sie Du’aa abwechselnd mit ‚Ibaadah benutzen, denn dies ist exakt so, wie sie im Qur’aan benutzt wurden.

Das Verbot, andere neben Allaah anzurufen

Alles, was oben genannt wurde, alles, was im Qur’aan von dem Befehl steht, Allaah und Ihn allein anzurufen, vom Lob derer, die nur Ihn anrufen, dem Verbot, andere anzurufen und dem Fehlen jeden Nutzens, andere neben Allaah anzurufen, wie es häufig im Qur’aan auftritt, trifft auf beide Formen der Anrufung zu.

Die Angelegenheit der Anrufung ist auch verbunden mit anderen Formen der Anbetung, wie z.B. Isti’aanah (Hilfesuchen), Isti’aadhah (Zufluchtsuchen) und Istighaathah (Rettungsuchen), und diese werden in anderen Artikeln gesondert behandelt werden.

übersetzt von Maimuna Y. Bienas aus http://www.tawhidfirst.com/monotheism/articles/ujanl-dua-invocation-is-of-two-types.cfm

17. April 2013 Posted by | 'Ibaadah, Begriffserklärung, Du'aa (Bittgebete), Qur-aan, Sadaqah, Sprechen, Tauhid | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sünde, Vergebung und die Unterdrückung der eigenen Seele [Imaam As-Sa’die]

Allaah, subhaanahu wa ta’aalaa, sagte:

Und bitte Allah um Vergebung. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“ [Suraah An-Nisaa‘ 106]

Und wer etwas Böses tut oder sich selbst Unrecht zufügt und hierauf Allah um Vergebung bittet, wird Allah Allvergebend und Barmherzig finden.“ [Suraah An-Nisaa‘ 110]

Imaam As-Sa’die (gest. 1376 H) – rahimahu Allaah – sagte:
„Wer immer eine Tat des Ungehorsams begeht und sich selbst in Sünde stürzt, aber dann aufrichtig dafür Istighfar macht (Allaahs Vergebung ersucht), was Folgendes einschließt:
[i] Bestätigen, dass es eine Sünde ist;
[ii] Reue verspüren, es getan zu haben;
[iii] Abstand davon nehmen; und
[iv] feste Entschlossenheit, es nicht wieder zu tun;
dann ist diese Person jemand, der das Versprechen von Allaahs Vergebung und Gnade hat – und wahrlich, Allaah bricht Sein Versprechen niemals.
So wird Allaah dem Sünder vergeben, ihn von seinen Sünden reinigen und von ihm die rechtschaffenen Werke annehmen, die er zuvor getan hat [bevor er die Sünde begangen hat]
Und wisse, dass [der Begriff] ’schlechte Tat‘ generell alle Taten des Ungehorsams mit einschließt, seien sie klein oder groß. Sie werden ’schlechte Taten‘ genannt wegen der schrecklichen Bestrafung, die sie erforderlich machen, und wegen ihren schlimmen Auswirkungen auf die Seele.
Gleichermaßen beinhaltet [der Begriff] ’sich selbst durch schlechte Taten zu unterdrücken‘ sowohl die Unterdrückung durch Schirk (Anbetung oder andere Formen der Anbetung an andere außer Allaah zu richten), als auch die [anderen Formen der Ungerechtigkeit], welche kleiner sind als diese. Diese beiden Begriffe wurde auch auf eine Art erklärt, in der die eine die andere beinhaltet.

Schlechte Taten wurden hier auch erklärt als schlechte Taten gegen andere Menschen bezüglich ihres Blutes, Besitzes und ihrer Ehre. Sich selbst zu unterdrücken durch das Begehen von Falschem, wurde hier [auch] erklärt als Sünden und Taten des Ungehorsams, die jemand gegen Allaah begeht. Es wird ’sich selbst unterdrücken‘ genannt, weil die Seele und das Leben einer Person eigentlich nicht sein Eigentum sind, so dass er damit tun kann, was immer er mag. Eher gehört dieses Leben und diese Seele Allaah, subhaanahu wa ta’aalaa, Der dieser Person diese anvertraut hat und ihr befohlen hat, gerecht zu sein und am rechten Pfad festzuhalten, in Wort und Tat, und dieser Seele gelehrt hat, was Er ihr befohlen hat und die Taten, die sie zu verrichten hat. Wenn also eine Person nicht an diesem [rechten] Pfad festhält, dann unterdrückt sie eigentlich sich selbst, handelt verräterisch und weicht vom Pfad der Gerechtigkeit und des Anstands ab; von welchem das Gegenteil Ungerechtigkeit und Unterdrückung ist.“

Tayseeru-l-Kareemu-r-Rahmaan (S. 164).

Scheich ‚Abdu-l-Rahmaan As-Sa’die (1889-1956) war ein großer Gelehrter des Islam, ein Jurist und Kommentator des Qur’aan. Er war ein Lehrer und Mentor von vielen heutigen Gelehrten wie z.B. Scheich ‚Abdullaah ibn Al-Aqil und Scheich Muhammad bin Saalih Al-‚Uthaimien.

vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas

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Allaah – the Most High – said:

„Seek Allaah’s forgiveness for your sins, Indeed Allaah is Most-Forgiving, Most-Merciful.“ [Soorah an-Nisaa 4:106].

„Whosoever does an evil action, or oppresses his ownself through sinning, then seeks Allaah’s forgiveness, will indeed find that Allaah is Most Forgiving, Most-Merciful.“ [Soorah an-Nisaa 4:110].

Imaam as-Sa’dee (d.1376H)- rahimahullaah – said:
„Whosoever commits an act of disobedience and plunges himself into sin, but then sincerely does istighfaar (seeks Allaah’s forgiveness) for it – which involves:- [i] affirming that it is a sin, [ii] having regret for doing it, [iii] abstaining from it, and [iv] having a firm resolve not to do it again – then such is the person who has the promise of Allaah’s forgiveness and mercy – and indeed Allaah never breaks His Promise. So Allaah will forgive the sinner, purify him of his sin, and accept from him those righteous action that he had previously done [before committing the sin] …And know that [the term] ‚evil actions‘ include, in general, all acts of disobedience, whether minor or major. They are called ‚evil actions‘ because of the terrible punishments that they necessitate, and because of their evil effects upon the soul. Likewise [the term] ‚oppressing oneself through wrong-doing‘ includes the oppression of committing Shirk (directing worship, or any form of worship, to other than Allaah), as well as the [other forms of injustices] which are lesser than it. These two terms have also been explained in a way whereby one is inclusive of the other.

Evil actions have also been explained here to mean evil actions against people with regards to their blood, property or honour. Oppressing oneself through wrong-doing has [also] been explained here to mean those sins and acts of disobedience that a person commits against Allaah. It is called oppressing oneself because the person’s soul or life is not actually his property so that he may do anything that he likes with it. Rather, this life, or soul, belongs to Allaah – the Most High – Who has given it to the person as a trust, and commanded him to be just and to cling to the Straight Path, both in words and deeds, and has taught this soul what has been commanded for it and the actions that it is required to
perform. So a person who does not cling to this [Straight] Path is actually oppressing his ownself, acting treacherously, and swerving from the path of justice and fairness; the opposite of which is injustice and oppression.“

Tayseerul-Kareemur-Rahmaan (p. 164).

1. April 2013 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Qur-aan, Reinigung (Tahaara), Tauhid | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die 4 Kategorien der Furcht (Khawf)

1) Furcht in Anbetung:

Dies bedeutet, dass man nur Allah fürchtet, ohne jeglichen Partner und diese Kategorie ist Anbetung im Herzen mit der wir Allah anbeten.

Allah, der Erhabene, sagt:
Für jemanden aber, der den Stand seines Herrn fürchtet, wird es zwei Gärten geben.“ (Surah Ar-Rahmaan 55:46)

Allah, der Erhabene, sagt:
Was aber jemanden angeht, der den Stand seines Herrn gefürchtet und seiner Seele die (bösen) Neigungen untersagt hat, so wird der (Paradies)garten (ihm) Zufluchtsort sein.“ (Surah An-Naazi’aat 79:40-41)

Allah, der Erhabene, beschreibt seine Sklaven, die Engel:
Sie fürchten ihren Herrn über sich und tun, was ihnen befohlen wird.“ (Surah An-Nahl 16:50)

Allah, der Erhabene, sagt:
die Allahs Botschaften übermitteln, Ihn fürchten und niemanden fürchten außer Allah. Und Allah genügt als Abrechner.“ (Surah Al-Ahzaab 33:39)

2) Shirk in Furcht:

Dies bedeutet, dass der Sklave jemanden anderen außer Allah genauso oder mehr fürchtet als Allah wie zum Beispiel die Jinn, eine tote Person u.s.w.

Allah, der Erhabene, sagt:
Siehst du nicht jene, zu denen gesagt wurde: „Haltet eure Hände zurück und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe.“ Als ihnen dann aber vorgeschrieben wurde zu kämpfen, fürchtete auf einmal eine Gruppe von ihnen die Menschen wie (sie) Furcht vor Allah (haben) oder mit noch größerer Furcht…“ (Surah An-Nisaa 4:77)

3) Furcht die zur Ungehorsamkeit führt:

Dies bedeuetet, dass der Sklave die Leute so fürchtet, dass er das Verpflichtende verläßt und Haraam begeht weil er sie fürchtet obwohl er nicht von ihnen gezwungen ist dies zu tun. Also führt diese Furcht zur Ungehorsamkeit Allahs.

Allah, der Erhabene, sagt:
Dies ist nur der Satan, der (euch) mit seinen Gefolgsleuten Furcht einzuflößen sucht. Fürchtet sie aber nicht, sondern fürchtet Mich, wenn ihr gläubig seid!“ (Surah Aal-‚Imraan 3:175)

Allah, der Erhabene, sagt:
…So fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich!...“ (Surah al-Baqarah 2:150)

Allah, der Erhabene, sagt:
„...So fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich!...“ (Surah al-Maa’idah 5:3)

Allah, der Erhabene, sagt:
„…So fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich...“ (Surah al-Maa’idah 5:44)

4) Natürliche Furcht:

Dies ist die natürliche Furcht die man gegenüber seinem Feind, wilden Tieren oder Schlangen hat. Diese Furcht ist erlaubt, vorausgesetzt dass er nicht die Grenzen der natürliche Furcht übertretet. Allah, der Erhabene, sagt bezüglich den Zustand Seines Sklaven und Propheten Musa, ‚alayhi salam:

Allah, der Ehabene, sagt:
Am Morgen war er in der Stadt furchtsam und hielt (immer wieder) Ausschau.“ (Surah al-Qasas 28:18)

Allah, der Erhabene, sagt:
Da verließ er ängstlich um sich blickend die Stadt...“ (Surah al-Qasas 28:21)

Und Musa, ‚alayhi salam, sagte:
Mein Herr, ich fürchte, daß sie mich der Lüge bezichtigen.“ (Surah ash-Shu’ara 26:12)

Und Musa, ‚alayhi salam, sagte:
Mein Herr, ich habe eine (Menschen)seele von ihnen getötet, und so fürchte ich, daß sie mich töten.“ (Surah al-Qasas 28:33)

http://www.wegdersalaf.de/fundamente/tauhid-aqidah/articles/207-die-4-kategorien-der-furcht-khawf

 

4. Februar 2013 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Begriffserklärung, Heimsuchungen und das Ende der Welt, Imaan, Moses / Musa, 'alaihi salaam, Qur-aan, Tauhid | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Englische Lesung über ‚Isa (Jesus) und und den heidnischen Ursprung von Weihnachten

source: http://www.youtube.com/playlist?list=PLMUHZmd8ry1nOtAxp41zTIfxogurGCM3U

27. Dezember 2012 Posted by | andere Religionen, andere Sprachen, Begriffserklärung, Bibel, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Jesus/'Isa, Moses / Musa, 'alaihi salaam, Tauhid, Umgang mit Nicht-Muslimen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fataawa über Ikhwaanu-l-Muslimien (deutsch)

http://www.youtube.com/watch?v=R3LkXfjfCtk&playnext=1&list=PL41CB19DD965675BE&feature=results_main

http://www.youtube.com/watch?v=wpa_RVyw2LE&list=PL41CB19DD965675BE

http://www.youtube.com/watch?v=Y0uPciySC3g&playnext=1&list=PL7A014D630AAB24BA&feature=results_video

23. Dezember 2012 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-Albaaniyy, Aqidah / Manhaj, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Salafi | , | Hinterlasse einen Kommentar

Wer mit der Wahrheit kommt …

‎“Niemand kam mit der Wahrheit, ausser dass die Leute der Lüge ihn bekämpften; und niemand rief  je zum Iman auf, ausser das die Leute des Kufr ihn bekämpften; und niemand stand mit dem Islam auf, ausser dass die Leute des Schirk ihm den Weg schwer machten; und niemand war sich je sicher, ausser dass ihn die Leute des Zweifels bekämpften.

Das ist die Sunnah von Allah, dem Herrn der Welten, bezüglich der Gesandten, ‚alaihum sallam, und denjenigen, die ihnen folgten. Und dies wird sich nicht ändern bis zum letzten Tag.“

Scheich Muhammed Raslaan

*                  *                  *                  *                  *                  *                  *

siehe auch:

https://quranundhadith.wordpress.com/2011/06/07/die-erste-offenbarung/

… Der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم fragte: “Sie werden mich vertreiben?” Waraqa antwortete bestätigend und sagte: “Jeder (Mann), der mit etwas Ähnlichem kam, wie du es bringst, wurde mit Feindschaft behandelt;

2. Dezember 2012 Posted by | 'Ibaadah, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Imaan, Schaykh Rslan, Umgang mit Nicht-Muslimen | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Gebet vollständig verlassen

Dies ist wahrlich Kufr (Unglaube) und der Beweis kann im Qur’ân, der authentischen Sunnah und dem Konsens der Ummah gefunden werden.

Allâh (ta’âlâ) sagt: „Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann sind sie eure Brüder in der Religion.“ [9:11]

Und Allâh sagt: „„Was hat euch in Saqar geführt?“ Sie werden sagen: „Wir gehörten nicht zu denjenigen, die beteten,“ [74:42-43] und so weiter.

Und in der Sunnah: Im Hadith von Jâbir, dass der Prophet صلى الله عليه وسلم sagte: „Zwischen dem Mann und Schirk (was ihn vor dem Schirk bewahrt) ist das Verlassen des Gebetes (Salâh).“ [Muslim]

Es wurde von Abu Dawud An-Nasâ’i, Ibn Mâjah, und At-Tirmidhi nach Aussage von Buraidah Ibn Al-Husaib vom Propheten صلى الله عليه وسلم überliefert, dass er sagte: „Der Bund zwischen uns und ihnen (d.h. dem Propheten – und/oder seinen Nachfolgern – und denen, die vorgeben, Muslime zu sein) ist das Gebet. Wer es also verläßt, ist ungläubig geworden.
أَخْبَرَنَا الْحُسَيْنُ بْنُ حُرَيْثٍ، قَالَ أَنْبَأَنَا الْفَضْلُ بْنُ مُوسَى، عَنِ الْحُسَيْنِ بْنِ وَاقِدٍ، عَنْ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ بُرَيْدَةَ، عَنْ أَبِيهِ، قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم ‏ „‏ إِنَّ الْعَهْدَ الَّذِي بَيْنَنَا وَبَيْنَهُمُ الصَّلاَةُ فَمَنْ تَرَكَهَا فَقَدْ كَفَرَ
[Ahmad und andere und er ist sahîh]

Und im Konsens (Al-Ijmaa’): Abdullâh Ibn Shaqîq sagte: „Die Gefährten von Muhammad صلى الله عليه وسلم sahen das Verlassen keiner anderen Tat als Kufr an, außer dem (Verlassen des) Salâh.“ [At-Tirmidhi und andere mit einer authentischen Kette]

Sâlih Ibn Abdul-Azîz Ibn Muhammad ‚Ali-sch-Scheich

23. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Das Gebet (Salaah), Die fünf Säulen, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Qur-aan, weitere Propheten, 'alaihum salaam, und andere wichtige Personen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bilder von ledendigen Wesen zu machen führt zu Polytheismus.

Lebendige Wesen abzubilden bedeutet, die Gestalt eines lebendigen Wesens durch Malen, Fotographieren mit einer Kamera oder durch Gestaltung einer Skulptur, zu imitieren, sei das Bild ein Gemälde, ein Blatt Papier oder eine Statue.

Die Gelehrten pflegten das Thema des Abbildens von lebendigen Wesen zu behandeln während sie Themen bezüglich des islamischen Glaubens erklärten, denn solche Bilder zu machen ist eine Tat des Polytheismus und ein Versuch, Allaahs Schöpfung zu imitieren, und solche Gegenstände neben Allah anzubeten. Die erste polytheistische Tat auf der Welt geschah durch Bilder von lebendigen Wesen, als das Volk von Nuh (Noah) Abbildungen einiger verstorbener rechtschaffener Männer machte und diese Bilder dort platzierte, wo sie sich versammelten.

Der Prophet, sallallaahu ‚alaihi wa sallam, verbot den Muslimen jede Art der Abbildung von lebendigen Wesen. Er, sallallaahu ‚alaihi wa sallam, warnt diejenigen, die solche Bilder machen, vor der schweren Strafe, die für sie im Jenseits vorbereitet ist. Er, sallallaahu ‚alaihi wa sallaaam, befiehlt den Muslimen sogar, Bilder von lebendigen Wesen zu vernichten, da das Machen solcher Bilder ein Versuch ist, die Schöpfung Allaahs, Allmächtig und Majestätisch ist Er, und Er ist der Einzige Schöpfer, zu imitieren; wer Bilder von lebendigen Wesen macht, versucht die einzigartige Schöpfung Allaahs zu imitieren. Dies (der Befehl, diese zu vernichten) ist wegen der Tatsache, dass das Abbilden von lebendigen Wesen zum Polytheismus führt. Die erste polytheistische Tat der Welt geschah durch Bilder von lebendigen Wesen, als Satan das Volk von Nuh (‚alaihi sallam) anstiftete, Bilder von den rechtschaffenen Männern zu machen, und sie an den Orten, wo sie sich versammelten, zu platzieren, um ihnen zu gedenken und ihrer Art, Allaah anzubeten, zu folgen. Schließlich betete das Volk von Nuh diese Bilder an und glaubte an ihre Macht, ihnen Nutzen und Schaden zu bringen. Daher ist das Machen von Bildern die Hauptursache für Polytheismus, denn es ist ein Zeichen des Glorifizierens der verkörperten Person, vor allem wenn eine solche Person Macht, Wissen oder Frömmigkeit darstellte, und wenn das Bild an die Wand gehängt oder auf einer Strasse oder einem Platz aufgestellt wird. Dann werden die unwissenden Menschen, so wie auch die irregegangenen, langsam solchen Bilder anhängen. Außerdem ist dies der Anfang, Götzenbilder und Statuen zu machen, um diese anzubeten, neben Allaah …

Aus dem Buch: Guide to Sound Creed

Autor: Dr. Saalih Al-Fawzaan

übersetzt von M. Y. Bienas
http://sabeelalmumineen.wordpress.com/2012/07/15/maken-pictures-of-a-living-being-is-a-means-of-comitting-polytheism/

siehe auch: https://quranundhadith.wordpress.com/2012/07/14/was-mit-dem-bildermacher-in-der-holle-geschieht/

https://quranundhadith.wordpress.com/2012/07/13/jemand-der-bilder-macht-wird-in-die-holle-gehen/

https://quranundhadith.wordpress.com/2011/07/21/bilder-und-skulpturen/

23. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-Fauzaan, andere Religionen, Aqidah / Manhaj, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Nuh (Noah), Tauhid | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Warum ist es so wichtig, sich von den Hizbis zu entfernen?

Frage: Warum ist es so wichtig, sich von den Hizbis zu entfernen?

Sheikh Falah al Mandakar hafidaho Allah antwortet mit Worten die mit Gold nicht aufzuwiegen sind:

Antwort: Gegenfrage: Warum nehmen wir es auf die leichte Schulter, mit den Neuerern zu verkehren oder dieses als etwas Unwichtiges zu empfinden?! Was wird er (der Fragende) antworten, dass er genug Wissen und Erfahrung hat? Dann ist er wahrlich in eine große und gefährliche Sache geraten!

Ibn sirin und Muhammad Ibn A?lam, möge Allah mit ihnen gnädig sein, waren große Tabi’in und Imame der Tabiin gewesen.Sie konnten es nicht ertragen, etwas von den Neuerern zu hören. Einige Tabiin, darunter auch Muhammad, haben ihre Finger in die Ohren gesteckt. Zu ihm wurde gesagten (also zu Muhammad Ibn A?lam):„Hör dir doch wenigstens etwas von ihnen an.“ Er sagte: „Nicht ein Wort will ich hören.“ Andere sagten: „Halte dir die Ohren ganz feste zu, damit du ja nicht etwas von den Worten der Leute der Neuerung hörst.“ Andere haben ihre Augen geschlossen, wenn sie an Leute der Neuerung und Gelüste vorbeigingen. Denn ich kann ja schließlich eine Person sehen, dessen Erscheinungsbild Bewunderung in mir entfachen kann. Ich kann ein Wort h?ren, dass einen Platz in meinem Herzen findet und ich es nicht mehr entfernen kann.

Eine Person muss Angst um sich selbst haben! Wenn eine Person glaubt, vor dieser Gefahr sicher zu sein, dem sagen wir, dass er wahrlich vor einer großen Gefahr steht. Sobald du glaubst, Sicher zu sein und du die Angst nicht der Sicherheit vorziehst, dann stehst du wahrlich vor einer großen Gefahr.

Deshalb sagte der Scheich des Islam Ibn al-Qayyim,möge Allah mit ihm gnädig sein: „Niemand darf sich nach Ibrahim noch vor der Versuchung (Fitnah) sicher sein.“ Denn selbst Ibrahim hatte Angst gehabt: „Und als Ibrahim sagte:„Mein Herr, […] lasse mich und meine Kinder es meiden, Götzen zu dienen.“ Ibrahim hatte Angst gehabt, in die Dienerschaft der Götzen zu geraten.

Und die Leute von Musa haben den Fluss überquert und fanden dort Menschen vor,die sich vor Götzen niederknieten.Dieser Anblick,wie die Menschen dort vor den Götzen sich verneigten,hat sie gefesselt.“Sie sagten:„O Musa, mache uns einen Gott, so wie sie Götter haben!“ […].“

Auch einige Gefährten des Propheten,möge Allah ihn loben und Heil schenken, sagten, als sie an einem Baum vorbeikamen,der in der Djahiliyyah bekannt war: „Oh Gesandter Allahs, willst du für uns (aus dem Baum) nicht einen Dhat Anwat so wie ihren machen?“Sie wollten einen „islamischen“ Dhat Anwat haben, den der Gesandte Allahs, möge Allah ihn loben und Heil schenken, bestätigen sollte.

Somit sind die Leute von Musa dem Schirk verfallen. Die Leute von Muhammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken, hingegen waren vorsichtiger, sie haben vorher um Bestätigung gefragt und wollten dazu ein Einverständnis des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, haben. Deshalb ist es für jede Person notwendig, sich zufürchten.

Viele Menschen sagen,ich verlasse die Leute der Bidda‘ und Ĥizbiyyah nur dann, wenn mein Boykott eine Wirkung auf sie hat und sie somit zurückkehren.

Nein! Meine Seele zuerst, meine Seele zuerst, dann die anderen Seelen.

Ist der Mubtadi‘für mich etwa besser als ich mich selbst? Gewiss, nein. In erster Linie entferne ich mich von der Bidd’ah, den Orten der Bidd’ah und den Leuten der Bidd’ah, um mich selbst damit zu schützen, die Religion Allahs zu schützen, die Şunnah des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, zu schützen, und um damit auch die Allgemeinheit der Leute des Islams zu schützen. Warum? Wenn du beispielsweise ein Imām einer Moschee bist und die Menschen sehen, dass du zu einer Person gehst, dann werden sie sagen: „Da ja Scheich ’Ādil zu dieser Person geht, gehen wir auch zu ihm.“ Und dann Letztendes, um den Neuerer (Mubtadi‘) vor sich selbst zu schützen.

Die heutigen islamischen Gruppen lehnen dieses jedoch ab und sagen, dass der Boykott eines Mubtadi‘ nur dann Sinn macht, wenn dies eine Wirkung auf den Mubtadi‘ selbst hat.

Wie kann das sein? Hab ich etwa den Mubtadi‘ vor allen anderen, die wir erwähnten, bevorzugt?!

Nein, dies ist ein Verbrechen. Bei Allah, meine Seele zuerst, meine Seele zuerst! Wir müssen Angst davor haben, mit diesen Leuten zu verkehren.

Deshalb haben die Gelehrten auch diese Regeln aufgestellt. Unsere Gelehrten haben gesagt, dass Ibn Şīrīn keine Angst um sich selbst hatte. Muĥammad Ibn Şīrīn war ein Berg, diese Gelehrten waren Berge (damit gemeint ist ihr gewaltiges Wissen). Doch sie wollten mit ihrem Verhalten ihre Schüler belehren, damit das Wissen zu uns ankommt.

Wir verlassen die Leute der Neuerung,um uns selbst zu schützen. Und ziehe die Angst immer der Sicherheit vor, egal wie weit du bist,ob du ein Student des Wissens (Tālib al-‘Ilm) bist, ein Mensch mit starker‘Aqīdah oder jemand, der sich auf der Şunnah befindet. Du musst trotzdem Angst haben.Ziehe die Angst vor, so wie es der erhabene Allah gesagt hat:“[…] und die geben, was sie geben, während ihre Herzen sich ängstigen […].“

Gelobpreist sei Allah! Das heiß,diejenigen, die fasten, beten, den Qur`ān rezitieren und so weiter, aber trotzdem Angst davor haben, ob Allah all diese ihre Taten annehmen wird oder nicht. Hat mich Allah überhaupt akzeptiert oder nicht? Werde ich überhaupt in dieser jetzigen Lage auch weiterhin bleiben, oder wird Allah mein Herz und meine Lage ändern,sodass ich dann anders werde?

Wir müssen Angst haben! Der Prophet, möge Allah ihn loben und Heil schenken, hat dies erwähnt: „Ein Mann steht als Gläubiger (Mu`min) auf und legt sich am Abend als Ungläubiger (Kāfir) schlafen.“ Der erhabene Allah dreht die Herzen, wie Er will. Deshalb sagten die Gelehrten auch, dass das sich in Sicherheit wägen vor den Ränken Allahs, zu den größten Sünden gehört.

Deshalb sagen wir dem Fragenden:

Oh Diener Allahs, (wir entfernen uns von den Ĥizbīs) weil wir Angst haben vor dem Verkehr mit Leuten der Bidd’ah und weil wir in erster Linie Angst um uns selbst haben Diese Haltung beinhaltet auch, dass ich mich selbst dadurch nicht gelobt habe und nicht durch mich selbst getäuscht wurde. Ich wurde nicht durch meine Lage, in der ich mich gerade befinde,getäuscht.

Viele sagen: „Gelobpreist sei Allah!Ich kann unterscheiden,ich bin ein Şunnī, ich kenne die‘Aqīdah und die Bidd’ah.

Ich kann mit jedem verkehren den ich will“

Nein!

„Der Glückliche ist derjenige, der vor Heimsuchungen (Fittan) bewahrt blieb.“

Dies ist der Ĥadīth des Propheten,möge Allah ihn loben und Heil schenken. Der Glückliche in dieser Welt ist derjenige,der vor Heimsuchungen verschont blieb, das heißt, der keine Heimsuchung sah, keine Bidd’ah und noch nie mit einer Bidd’ah in Kontakt kam.Er ist komplett bewahrt geblieben.

Warum? Denn das Verkehren mit diesen Dingen, kann eine Person verlocken.

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Ein in Sprichwort besagt:„Der häufige Kontakt mit einer Sache, lässt das Feingefühl für diese Sache immer schwächer werden.“

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Wenn du mit einer Sache immer wieder in Kontakt trittst, dann wirst du kein Feingefühl mehr für diese Sache haben. Der häufige Kontakt mit Abscheulichkeiten (Munkarāt) und Neuerungen (Bidda‘), lässt eine Person kein Wert mehr für diese Bidda‘beimessen.

aus: http://www.basseera.de/download/doc_view/13-fragen-zur-izbiyyah.raw?tmpl=component

14. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Salafi | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar