Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Zuflucht vor schlechten Mitmenschen (Du’aa‘)

Von Abuu Hurayrah – radiy Allaahu ‚anhu, der sagte:
Zum Du’aa‘ des Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – zählte:
Allaahumma! Ich suche Zuflucht bei Dir
vor einem schlechten Nachbarn,
vor einem schlechten Ehepartner, wegen dem meine Haare vor dem Alter ergrauen,
und vor einem Kind, das mein Herr wird,
und vor Vermögen, was mich quälen wird,
und vor einem hinterlistigen Freund – seine Augen beobachten mich, sein Herz wacht über mich: wenn er etwas Gutes von mir sieht, dann verbirgt er es, und wenn er etwas Schlechtes von mir sieht, dann teilt er es allen mit.“

Al-‚Allaamah Al-Albaaniyy überlieferte es in As-Silsilatu-s-Sahiihah Nr. 3137, und die Isnaad ist gut.

عن أبي هريرة-رضي الله عنه- قال، كان من دعاء الرسول صلى الله عليه وسلم

اللهم إني أعوذ بك:
من جار السوء،
ومن زوج تشيّبني قبل المشيب،
ومن ولد يكون علي ربًّا،
ومن مال يكون علي عذابا
ومن خليل ماكر عينه تراني وقلبه يرعاني إن رأى حسنة دفنها وإن رأى سيئة أذاعها.“

قال العلامة الألباني في السلسة الصحيحة 3137 وهذا إسناد جيد.

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com).

11. Oktober 2014 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-Albaaniyy, Arabisch العربية, Du'aa (Bittgebete), Ehe, Scheidung, Familie, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم) | , | Hinterlasse einen Kommentar

Üble Nachrede ignorieren …

Asch-Schaykh Al-‚Allaamah ‚Abdu-r-Rahmaan bin Naasir As-Sa’diy – rahimahu Allaah – sagte:

„Und von den nützlichen Angelegenheiten ist, dass du weißt, dass der Schaden, den dir die Menschen zufügen – vor allem durch schlechte Aussagen über dich – nicht dir schadet, sondern ihnen schadet. Außer wenn du dich damit beschäftigst und dem Aufmerksamkeit schenkst und du erlaubst, dass es deine Gefühle kontrolliert. In dem Falle schadet es dir genauso wie es ihnen schadet.
So wenn du dem keine Aufmerksamkeit schenkst, dann kann es dir keinen Schaden zufügen.“

Quelle: Risaalatu-l-Wasaa-ili-l-Mufiidah li-l-Hayaati-s-Sa’iidah von Schaykh As-Sa’diy – rahimahu Allaah

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

قال الشيخ العلاّمة عبد الرحمن السعدي رحمه الله

ومن الأمور النافعة أن تعرف أن أذية الناس لك وخصوصاً في الأقوال السيئة، لا تضرك بل تضرهم، إلا إن أشغلت نفسك في الاهتمام بها، وسوغت لها أن تملك مشاعرك، فعند ذلك تضرك كما ضرتهم، فإن أنت لم تضع لها بالاً لم تضرك شيئاً.

المصدر: ” رسالة الوسائل المفيدة للحياة السعيدة ” للشيخ السعدي رحمه الله

11. Oktober 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Sprechen | | Hinterlasse einen Kommentar

Der Student des Wissens handelt mit Weisheit und feinen Manieren beim Umgang mit Gerüchten.

Bezüglich des Studenten des Wissens, der an erster Stelle steht, um die Gerüchteküche auf eine Art und Weise stillzulegen, die Weisheit und gute Manieren beinhaltet, und der nicht derjenige sein sollte, der Gerüchte verbreitet, beriet der Gelehrte Muhammad Ibn Saalih Al-‚Uthaymiin – rahimahu Allaah – seine Studenten mit folgenden Worten:

Und ich empfehle euch ebenso, eure Zeit nicht mit Beschimpfungen und Beleidigungen zu verschwenden. Nicht gegenüber dem allgemeinen Volk, und nicht gegenüber den Autoritäten unter den Gelehrten und der Führer.

Wir sagen: Jeder macht Fehler, daran gibt es keinen Zweifel. Und niemand ist davor geschützt, Fehler zu machen, außer dem, den Allaah – ‚azza wa jall – davor beschützt hat. Aber sollen wir die Fehler anderer als unsere Fehler auf uns nehmen?

Nein. Wenn jemand anderer als wir einen Fehler macht, dann bitten wir Allaah, ihn erfolgreich zu machen auf dem Weg zu dem, was korrekt ist. Und das ist das Höchste, was wir tun können, wenn wir nicht zu ihm gehen können, um ihm zu erklären, dass er sich im Irrtum befindet.

Und darum sage ich: Immer hören wir über So-und-so, dass er diese-und-jene Aussage machte, die wir als Fehler und nicht richtig ansehen. Aber akzeptieren wir das allein auf Basis dessen, was wir gehört haben und bilden uns deshalb eine Überzeugung über diesen Mann, von dem wir gehört haben, dass er dies gesagt haben soll?

Die Antwort: Du hörst über eine Person, sei es ein ‚Aalim (eine Person des Wissens) oder kein ‚Aalim, ein Amiir (Führer) oder kein Amiir, etwas, das du missbilligst. Entweder (missbilligst du es), weil du die Sache selbst missbilligst, oder weil du es missbilligst, dies von dieser Person getan zu sehen. So nimmst du das, was du auf diese Art gehört hast, im ersten Moment an?

Die Antwort: Nein. Also was ist dann deine Pflicht, zu tun?

Die Antwort: Deine erste Pflicht vor allem anderen ist es, die Korrektheit der Nachricht zu überprüfen. Denn es könnte sein, dass über eine Person etwas berichtet wird, was diese gar nicht getan oder gesagt hat. Also muss es sein, dass du als Erstes die Nachricht überprüfst.

Und ich gebe euch einen Grundsatz, den Schaykhu-l-Islaam – rahimahu Allaah – in seiner Zurückweisung der Raafidah in „Manhaaj As-Sunnah“ erwähnt hat: Wenn eine Aussage eines Raafidiyy erwähnt wurde, so sagte er erst als Antwort: „Ich möchte von dir die Authentizität dieser Information wissen.“
Und das ist richtig so. Denn wenn diese Information nicht korrekt ist, dann beruhigst du dich, du bist also zufriedengestellt.
Wenn du also über eine Person hörst, dass sie etwas getan hat, was verwerflich ist, dann überprüfst du als Erstes die Information.

Wenn die Angelegenheit dann für dich erwiesen ist, dass derjenige, der die Information überbracht hat, verlässlich ist und keine Begierden hatte (die ihn dazu verleiteten), dann obliegt dir die nächste Stufe. Und diese ist, zu überprüfen: Ist diese Aussage oder diese Tat (tatsächlich) etwas Schlechtes? So lange der Mann (der kritisiert wurde) für dich also eine Person des Guten ist, und es nicht möglich scheint, dass er dieses Übel getan hat, dann musst du überprüfen: Ist dies (diese Tat oder Aussage) wirklich etwas Verwerfliches?
Denn es könnte sein, dass man die Angelegenheit im ersten Moment als verwerflich ansieht, dann aber nach einer Bedenkzeit man doch erkennt, dass sie nicht verwerflich ist.
So oft hören wir über So-und-so oder So-und-so etwas, was uns eine Gänsehaut macht, und wovon die Seele abgeschreckt ist; dann, wenn wir uns beruhigt haben sehen wir, dass es doch nichts Verwerfliches ist.

Also ist es notwendig, dass man nachdenkt: Ist dies (diese Tat oder Aussage) verwerflich oder nicht verwerflich?

Dies sind die beiden Stufen: Überprüfung, als Erstes.

Dann folgt Überlegung und Nachdenken darüber, ob dies (diese Tat oder Aussage) verwerflich ist oder nicht.

Die dritte Stufe: Wenn du verifiziert hast, dass es etwas Verwerfliches ist, dann es obliegt dir, dass du dich mit der Person in Verbindung setzt, über die diese Nachricht berichtet wurde, und dass du zu ihr sagst: „Oh So-und-so! Mir wurde über dich dieses-und-jenes berichtet. Ist das korrekt?“
Denn viele unserer eifersüchtigen Brüder, wenn sie überzeugt sind, dass eine Aussage verwerflich ist, kommen zu demjenigen, dem diese Aussage oder Tat zugeschrieben wurde, und sagen zu ihm: „Wir haben über dich dieses-und-jenes gehört. Wie kannst du so etwas sagen? Wie kannst du so etwas tun?“
Na’uudhu bi Allaah (Wir suchen Zuflucht bei Allaah)! Ist dies respektvolles Verhalten?

Die Antwort: Nein. Besonders dann nicht, wenn die Person, die du ansprichst, älter ist als du.

So ist es deine Pflicht, zu ihm zu gehen und zu sagen: „Mir wurde über dich dies-und-jenes berichtet. Ist das korrekt?“
Und wenn du weißt, dass es korrekt ist, sagst du (trotzdem) zu ihm: „Ist das korrekt?“

Eventuell sagt er: „Ja, ich habe das gesagt.“ Dann sagst du zu ihm: „Möge Allaah dir Gutes geben, was war (deine) Absicht hinter dieser Aussage?“ Oder: „Was war deine Absicht hinter dieser Tat?“ – bevor du ein Urteil fällst, dass es etwas Verwerfliches ist.

Denn eventuell gibt es einen Beweis dafür, der dir verborgen geblieben ist. Oder er ist in einer Situation, die von ihm erfordert, diese Tat zu verrichten, aber du weißt das nicht.

Und so (geschah es) ‚Abdullaah ibn ‚Umar – radiy Allaahu ‚anhu, dass er vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – berichtete, wie eine Person im Gebet sitzen sollte. Dann sah ihn einer seiner Söhne mit gekreuzten Beinen sitzen, im Gegensatz zu dem, was er vom Gesandten berichtet hatte. So sagte er zu ihm: „Oh mein Vater, wie kann es sein, dass du mit gekreuzten Beinen sitzt?“
Er antwortete ihm: „Wahrlich, meine Beine sind nicht in der Lage, mich zu halten.“

Hat er nun eine Entschuldigung, gegen die Sunnah zu handeln, oder nicht?

Die Antwortet: Er hat eine Entschuldigung. Denn eventuell hat der Mann, dem diese verwerfliche Aussage oder missbilligte Tat zugeschrieben wurde, eine Entschuldigung, die ihn dazu veranlasste, diese Aussage zu machen oder diese Tat zu verrichten.

Doch diese Diskussion sollte mit guten Manieren und taktvoller Rede geschehen.
So wird dir dann entweder klar, dass er sich auf der Korrektheit befindet und du gibst auf, oder es wird dir nicht klar, dass er sich auf der Korrektheit befindet. Und damit hast du den Beweis über diesen Mann erbracht und bist deiner Verpflichtung nachgekommen.

Und wenn wir auf diese Art und Weise in unseren Angelegenheiten verfahren würden, dann wäre die Sache gut und die Ergebnisse lobenswert. Aber viele der Menschen sind froh, wenn sie etwas hören, womit sie So-und-so kritisieren können, und sie fliegen damit in die fernsten Länder, um es bekannt zu machen. Und das ist ein Problem, vor dem man auf der Hut sein muss oder von dem man sich fernhalten muss.

Wasaayaa wa Taujiihaat li Tullaabi-l-‚Ilm S.147 von Schaykh Muhammad ibn Saalih al-‘Uthaymiin – rahimahu Allaah

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (http://www.quranundhadith.wordpress.com)

Englische Übersetzung: http://islamthestudyguides.com/2014/04/16/the-student-of-knowledge-acts-with-wisdom-and-fine-manners-when-dealing-with-rumours/

*

Original S. 147 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/1.jpg

S. 148 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/2.jpg

S. 149 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/3.jpg

S. 150 https://quranundhadith.files.wordpress.com/2014/05/4.jpg

 

 

 

19. Mai 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, andere Sprachen, Arabisch العربية, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Sprechen | , | Hinterlasse einen Kommentar

Manche Mutmaßung ist Sünde – Tafsiir Ibn Kathiir

[Qur-aan 49:12]
O die ihr glaubt, meidet viel von den Mutmaßungen; gewiß, manche Mutmaßung ist Sünde. Und sucht nicht (andere) auszukundschaften und führt nicht üble Nachrede übereinander. Möchte denn einer von euch gern das Fleisch seines Bruders, wenn er tot sei, essen? Es wäre euch doch zuwider. Fürchtet Allah. Gewiß, Allah ist Reue-Annehmend und Barmherzig.
يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اجْتَنِبُوا كَثِيرًا مِّنَ الظَّنِّ إِنَّ بَعْضَ الظَّنِّ إِثْمٌ وَلَا تَجَسَّسُوا وَلَا يَغْتَب بَّعْضُكُم بَعْضًا أَيُحِبُّ أَحَدُكُمْ أَن يَأْكُلَ لَحْمَ أَخِيهِ مَيْتًا فَكَرِهْتُمُوهُ وَاتَّقُوا اللَّهَ إِنَّ اللَّهَ تَوَّابٌ رَّحِيمٌ

*

Allaah – ta’aalaa – verbietet Seinen gläubigen Dienern, Mutmaßungen anzustellen, was Unterstellung und Mißtrauen gegenüber der Familie, den Verwandten oder anderen Leuten beinhaltet, wo es nicht angebracht ist, da einiges davon pure Sünde sein würde. Daher muss man sich aus Vorsicht und mit Besonnenheit von vielem hiervon fernhalten.
يَقُول تَعَالَى نَاهِيًا عِبَاده الْمُؤْمِنِينَ عَنْ كَثِير مِنْ الظَّنّ وَهُوَ التُّهْمَة وَالتَّخَوُّن لِلْأَهْلِ وَالْأَقَارِب وَالنَّاس فِي غَيْر مَحَلِّهِ لِأَنَّ بَعْض ذَلِكَ يَكُون إِثْمًا مَحْضًا فَلْيُجْتَنَبْ كَثِيرٌ مِنْهُ اِحْتِيَاطًا وَرُوِّينَا

‚Umar ibn Al-Khattaab – radiy Allaahu ‚anhu – sagte:
Und mutmaße nicht über das Wort, welches aus deines gläubigen Bruders Mund kommt, außer im Guten, wenn es dir möglich ist, über dieses (Wort) eine gute Bedeutung zu finden.” [Az-Zuhd von Imaam Ahmad, Ad-Durr Al-Manthuur 6:99]
عَنْ أَمِير الْمُؤْمِنِينَ عُمَر بْن الْخَطَّاب رَضِيَ اللَّه عَنْهُ أَنَّهُ قَالَ : وَلَا تَظُنَّنَّ بِكَلِمَةٍ خَرَجَتْ مِنْ أَخِيك الْمُؤْمِن إِلَّا خَيْرًا وَأَنْتَ تَجِد لَهَا فِي الْخَيْر مَحْمَلًا

Maalik überlieferte, dass Abuu Hurairah sagte, dass der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte:
Hütet euch vor Mutmaßung, denn Mutmaßung ist die Schlimmste der Lügengeschichten. Und spioniert einander nicht aus, schaut nicht auf die Fehler des Anderen, seid nicht eifersüchtig aufeinander, seid nicht neidisch, haßt einander nicht, meidet einander nicht. Ihr Diener Allaahs, seid Brüder!” [Al-Muwatta 2:907]
Dieser Hadiith wurde in den Sahiihayn und von Abuu Daawuud aufgezeichnet. [Fath Al-Baariyy 10:499]
وَقَالَ مَالِك عَنْ أَبِي الزِّنَاد عَنْ الْأَعْرَج عَنْ أَبِي هُرَيْرَة رَضِيَ اللَّه عَنْهُ قَالَ : قَالَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ إِيَّاكُمْ وَالظَّنّ فَإِنَّ الظَّنّ أَكْذَبُ الْحَدِيثِ وَلَا تَجَسَّسُوا وَلَا تَحَسَّسُوا وَلَا تَنَافَسُوا وَلَا تَحَاسَدُوا وَلَا تَبَاغَضُوا وَلَا تَدَابَرُوا وَكُونُوا عِبَاد اللَّه إِخْوَانًا “ رَوَاهُ الْبُخَارِيّ عَنْ عَبْد اللَّه بْن يُوسُف , وَمُسْلِم عَنْ يَحْيَى بْن يَحْيَى وَأَبُو دَاوُدَ عَنْ الْعُتْبِيّ عَنْ مَالِك بِهِ

Anas – radiyy Allaahu ‚anhu – berichtete, dass der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte:
Meidet einander nicht, ignoriert einander nicht, haßt einander nicht und seid nicht aufeinander neidisch, und seid Brüder, ihr Diener Allaahs. Kein Muslim darf einen seiner Brüder für mehr als drei Tage meiden.
Muslim und At-Tirmidhiyy überlieferten diesen Hadiith und sie sahen ihn als sahiih an. [Muslim 4:1983, Tuhfat Al-Ahwadhiyy 6:46]
وَقَالَ سُفْيَان بْن عُيَيْنَةَ عَنْ الزُّهْرِيّ عَنْ أَنَس رَضِيَ اللَّه عَنْهُ قَالَ : قَالَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ لَا تَقَاطَعُوا وَلَا تَدَابَرُوا وَلَا تَبَاغَضُوا وَلَا تَحَاسَدُوا وَكُونُوا عِبَاد اللَّه إِخْوَانًا وَلَا يَحِلّ لِمُسْلِمٍ أَنْ يَهْجُر أَخَاهُ فَوْق ثَلَاثَة أَيَّام “ رَوَاهُ مُسْلِم وَالتِّرْمِذِيّ وَصَحَّحَهُ مِنْ حَدِيث سُفْيَان بْن عُيَيْنَةَ بِهِ

Und sucht nicht (andere) auszukundschaften …“ bedeutet: „Einige von euch die Anderen“. „At-Tajassus“ beinhaltet für gewöhnlich böse Absichten und der Spion wird Al-Jaasuus genannt. Was „At-Tahassus“ angeht, so ist dies normalerweise (das Auskundschaften) im Guten. So wie Allaah – ‚azza wa jall – informiert, dass Ya’quub sagte:
O meine Kinder, geht und tahassusu (erkundigt euch) über Yuusuf und seinen Bruder. Und gebt nicht die Hoffnung auf das Erbarmen Allaahs auf.“ [12:87]
Jeder dieser Begriffe kann jedoch für das Üble verwendet werden, wie in den Sahiihayn überliefert wurde, dass der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte:
Begeht nicht Tajassus und nicht Tahassus, haßt einander nicht und begeht nicht Tadaabur, und seid Brüder, ihr Diener Allaahs.
Und Al-Awzaa’iyy sagte: „At-Tajassus ist das Suchen nach etwas, und Tahassus ist das Zuhören der Geschichten der Leute ohne deren Zustimmung oder das Lauschen an ihren Türen. Und At-Tadaabur ist das Meiden.
“ وَلَا تَجَسَّسُوا “ أَيْ عَلَى بَعْضكُمْ بَعْضًا وَالتَّجَسُّس غَالِبًا يُطْلَق فِي الشَّرّ وَمِنْهُ الْجَاسُوس وَأَمَّا التَّحَسُّس فَيَكُون غَالِبًا فِي الْخَيْر كَمَا قَالَ عَزَّ وَجَلَّ إِخْبَارًا عَنْ يَعْقُوب أَنَّهُ قَالَ “ يَا بَنِيَّ اِذْهَبُوا فَتَحَسَّسُوا مِنْ يُوسُف وَأَخِيهِ وَلَا تَيْأَسُوا مِنْ رَوْح اللَّه “ وَقَدْ يُسْتَعْمَل كُلّ مِنْهُمَا فِي الشَّرّ كَمَا ثَبَتَ فِي الصَّحِيح أَنَّ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ “ لَا تَجَسَّسُوا وَلَا تَحَسَّسُوا وَلَا تَبَاغَضُوا وَلَا تَدَابَرُوا وَكُونُوا عِبَاد اللَّه إِخْوَانًا “ وَقَالَ الْأَوْزَاعِيّ التَّجَسُّس الْبَحْث عَنْ الشَّيْء وَالتَّحَسُّس الِاسْتِمَاع إِلَى حَدِيث الْقَوْم وَهُمْ لَهُ كَارِهُونَ أَوْ يَتَسَمَّع عَلَى أَبْوَابهمْ وَالتَّدَابُر : الصَّرْم رَوَاهُ اِبْن أَبِي حَاتِم عَنْهُ

Und die Aussage von Allaah – ta’aalaa: „… und führt nicht üble Nachrede übereinander …“ beinhaltet das Verbot von Al-Ghiibah, was in einem Hadiith von Abuu Hurairah, überiefert von Abuu Daawuud, erläutert wird, in dem gefragt wird: „Oh Gesandter Allaahs, was ist Al-Ghiibah?“ Er – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte: „Dass du deinen Bruder mit etwas erwähnst, was er nicht mag.“ Er wurde gesagt: „Was ist, wenn mein Bruder so ist, wie ich sage?“ Er – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte: „Wenn er so ist, wie du sagtest, dann hast du ihm gegenüber Ghiibah (üble Nachrede) begangen. Wenn er nicht so ist, wie du sagst, dann hast du ihn falsch beschuldigt.
Überliefert von At-Tirmidhiyy, und er sagte: „Hasan sahiih.“
وَقَوْله تَعَالَى “ وَلَا يَغْتَبْ بَعْضكُمْ بَعْضًا “ فِيهِ نَهْي عَنْ الْغِيبَة وَقَدْ فَسَّرَهَا الشَّارِع كَمَا جَاءَ فِي الْحَدِيث الَّذِي رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ حَدَّثَنَا الْقَعْنَبِيّ حَدَّثَنَا عَبْد الْعَزِيز بْن مُحَمَّد عَنْ الْعَلَاء عَنْ أَبِيهِ عَنْ أَبِي هُرَيْرَة قَالَ : قِيلَ يَا رَسُول اللَّه مَا الْغِيبَة ؟ قَالَ : صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ ذِكْرُك أَخَاك بِمَا يَكْرَه “ قِيلَ أَفَرَأَيْت إِنْ كَانَ فِي أَخِي مَا أَقُول ؟ قَالَ صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ“ إِنْ كَانَ فِيهِ مَا تَقُول فَقَدْ اِغْتَبْته وَإِنْ لَمْ يَكُنْ فِيهِ مَا تَقُول فَقَدْ بَهَتَّهُ “ وَرَوَاهُ التِّرْمِذِيّ عَنْ قُتَيْبَة عَنْ الدَّرَاوَرْدِيّ بِهِ وَقَالَ حَسَن صَحِيح

Vor übler Nachrede wurde eindringlich gewarnt. Darum vergleicht Allaah – tabaaraka wa ta’aalaa – sie auch mit dem Essen des Fleisches vom verstorbenen Menschen. Wie Er – ‚azza wa jall – sagt: „Möchte denn einer von euch gern das Fleisch seines Bruders, wenn er tot sei, essen? Es wäre euch doch zuwider.
Das bedeutet: Wie ihr Dieses durch eure natürliche Veranlagung verabscheut, so sollt ihr auch Jenes für eure Religion verabscheuen. Und die Strafe hierfür ist wahrlich schwerer.
وَلِهَذَا شَبَّهَهَا تَبَارَكَ وَتَعَالَى بِأَكْلِ اللَّحْم مِنْ الْإِنْسَان الْمَيِّت كَمَا قَالَ عَزَّ وَجَلَّ “ أَيُحِبُّ أَحَدكُمْ أَنْ يَأْكُل لَحْم أَخِيهِ مَيْتًا فَكَرِهْتُمُوهُ “ أَيْ كَمَا تَكْرَهُونَ هَذَا طَبْعًا فَاكْرَهُوا ذَاكَ شَرْعًا فَإِنَّ عُقُوبَته أَشَدُّ مِنْ هَذَا

Und diese Aussage dient der Abschreckung von der Ghiibah, wie der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte, wenn jemand ein Geschenk zurücknahm, welches er gegeben hatte:
Wie ein Hund, der erbricht und dann sein Erbrochenes ißt.
Und er sagte: „Wir haben nichts Vergleichbares an Schlechtem.
وَهَذَا مِنْ التَّنْفِير عَنْهَا وَالتَّحْذِير مِنْهَا كَمَا قَالَ صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي الْعَائِد فِي هِبَته “ كَالْكَلْبِ يَقِيء ثُمَّ يَرْجِع فِي قَيْئِهِ“ وَقَدْ قَالَ “ لَيْسَ لَنَا مَثَل السَّوْء “

Und in den Sahiihs und den Hisaan und den Masaaniid wurde durch verschiedene Ketten überliefert, dass der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – in der Abschieds-Khutbah der Hajj sagte:
Wahrlich, euer Blut, eurer Besitz und eure Ehre sind euch heilig wie dieser euer Tag in diesem euren Monat in diesem euren Land.
وَثَبَتَ فِي الصِّحَاح وَالْحِسَان وَالْمَسَانِيد مِنْ غَيْر وَجْه أَنَّهُ صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ فِي خُطْبَة حَجَّة الْوَدَاع “ إِنَّ دِمَاءَكُمْ وَأَمْوَالكُمْ وَأَعْرَاضكُمْ عَلَيْكُمْ حَرَام كَحُرْمَةِ يَوْمكُمْ هَذَا فِي شَهْركُمْ هَذَا فِي بَلَدكُمْ هَذَا “

Und Abuu Daawuud sagte, dass Abuu Hurairah sagte: Der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte:
Jedem Muslim ist der Besitz, die Ehre und das Blut des Muslims unantastbar. Es ist schlimm genug, dass jemand seinen muslimischen Bruder degradiert.
At-Tirmidhiyy hat diesen Hadiith überliefert, und er sagte: „Hasan ghariib.“
وَقَالَ أَبُو دَاوُدَ حَدَّثَنَا وَاصِل بْن عَبْد الْأَعْلَى حَدَّثَنَا أَسْبَاط بْن مُحَمَّد عَنْ هِشَام بْن سَعْد عَنْ زَيْد بْن أَسْلَمَ عَنْ أَبِي صَالِح عَنْ أَبِي هُرَيْرَة قَالَ : قَالَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ كُلّ الْمُسْلِم عَلَى الْمُسْلِم حَرَام مَاله وَعِرْضه وَدَمه حَسْب امْرِىءٍ مِنْ الشَّرّ أَنْ يَحْقِر أَخَاهُ الْمُسْلِم“ وَرَوَاهُ التِّرْمِذِيّ عَنْ عُبَيْد بْن أَسْبَاط بْن مُحَمَّد عَنْ أَبِيهِ بِهِ وَقَالَ حَسَن غَرِيب

Al-Haafidh Abuu Ya’laa berichtete, dass ein Cousin von Abuu Hurairah sagte, dass Maa-iz zum Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – kam und sagte:
Oh Gesandter Allaahs! Wahrlich, ich habe Zina (Ehebruch) begangen.“ Da wandte er sich von ihm ab, bis Maa-iz seine Worte viermal wiederholte. Beim fünften Mal sagte er (der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam): „Du hast Zina begangen?“ Maa-iz sagte: „Ja.“ Der Prophet sagte: „Und du weißt, was Zina bedeutet?“ Maa-iz sagte: „Ja. Ich kam unrechtmäßig zu ihr, wie ein (Ehe-)Mann rechtmäßig zu seiner (Ehe-)Frau kommt.“ Der Prophet fragte Maa-iz: „Was willst du mit dieser Aussage erreichen?“ Er antwortete: „Ich möchte, dass du mich reinigst.“ Der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte: „Bist du in sie eingedrungen wie der Stock in den Kohlebehälter eindringt und das Seil in den Brunnen?“ Er antwortete: „Ja, oh Gesandter Allaahs.
So befahl er, dass Maa-iz zu Tode gesteinigt würde, und dies wurde getan.
Dann hörte der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – zwei Männer, wie der eine zu andern sagte: „Hast du nicht denjenigen gesehen, dem Allaah seine Sünde verdeckte, dem seine Seele aber keine Ruhe ließ, bis er zu Tode gesteinigt wurde, wie ein Hund gesteinigt wird?“ Der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – ging weiter, bis er am Kadaver eines Esels vorbeikam. Da sagte er: „Wo sind so-und-so? Steigt ab und eßt vom Kadaver dieses Esels.
Sie sagten: „Möge Allaah dir vergeben, oh Gesandter Allaahs! Wer würde dies essen?“ Er – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte: „Die üble Nachrede, die ihr gegen euren Bruder begangen habt, ist schlimmer als Mahlzeit, als Dieses. Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, er (Maa-iz) schwimmt nun wahrlich in den Flüssen von Al-Jannah.“
Dieser Hadiith hat eine sahiih Isnaad.
وَقَالَ الْحَافِظ أَبُو يَعْلَى حَدَّثَنَا عَمْرو بْن الضَّحَّاك بْن مَخْلَد حَدَّثَنَا أَبِي ثَنَا أَبُو عَاصِم حَدَّثَنَا اِبْن جُرَيْج أَخْبَرَنِي أَبُو الزُّبَيْر عَنْ اِبْن عُمَر لِأَبِي هُرَيْرَة أَنَّ مَاعِزًا جَاءَ إِلَى رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ يَا رَسُول اللَّه إِنِّي قَدْ زَنَيْت فَأَعْرَضَ عَنْهُ حَتَّى قَالَهَا أَرْبَعًا فَلَمَّا كَانَ فِي الْخَامِسَة قَالَ“ زَنَيْت “ قَالَ نَعَمْ قَالَ “ وَتَدْرِي مَا الزِّنَا “ قَالَ نَعَمْ أَتَيْت مِنْهَا حَرَامًا مَا يَأْتِي الرَّجُل مِنْ اِمْرَأَته حَلَالًا قَالَ “ مَا تُرِيد إِلَى هَذَا الْقَوْل “ قَالَ أُرِيد أَنْ تُطَهِّرنِي قَالَ : فَقَالَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ أَدْخَلْت ذَلِكَ مِنْك فِي ذَلِكَ مِنْهَا كَمَا يَغِيب الْمِيل فِي الْمُكْحُلَة وَالرَّشَا فِي الْبِئْر “ قَالَ نَعَمْ يَا رَسُول اللَّه قَالَ فَأَمَرَ بِرَجْمِهِ فَرُجِمَ فَسَمِعَ النَّبِيّ صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ رَجُلَيْنِ يَقُول أَحَدُهُمَا لِصَاحِبِهِ أَلَمْ تَرَ إِلَى هَذَا الَّذِي سَتَرَ اللَّه عَلَيْهِ فَلَمْ تَدَعْهُ نَفْسُهُ حَتَّى رُجِمَ رَجْمَ الْكَلْبِ ثُمَّ سَارَ النَّبِيّ صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حَتَّى مَرَّ بِجِيفَةِ حِمَار فَقَالَ : أَيْنَ فُلَان وَفُلَان “ اِنْزِلَا فَكُلَا مِنْ جِيفَة هَذَا الْحِمَار “ قَالَا غَفَرَ اللَّهُ لَك يَا رَسُول اللَّه وَهَلْ يُؤْكَل هَذَا ؟ قَالَ صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ فَمَا نِلْتُمَا مِنْ أَخِيكُمَا آنِفًا أَشَدُّ أَكْلًا مِنْهُ وَاَلَّذِي نَفْسِي بِيَدِهِ إِنَّهُ الْآن لَفِي أَنْهَار الْجَنَّة يَنْغَمِس فِيهَا “ إِسْنَاد صَحِيح

Imaam Ahmad zeichnete auf, dass Jaabir ibn ‚Abdullaah – radiy Allaahu ‚anhu – sagte: Wir waren mit dem Propheten Allaahs. Da wehte der Wind einen verfaulten Geruch heran. So sagte der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam: „Wißt ihr, was das für ein Geruch ist? Es ist der Geruch derjenigen, die Ghiibah gegenüber den Menschen begehen.
وَقَالَ الْإِمَام أَحْمَد حَدَّثَنَا عَبْد الصَّمَد حَدَّثَنِي أَبِي حَدَّثَنَا وَاصِل مَوْلَى اِبْن عُيَيْنَةَ حَدَّثَنِي خَالِد بْن عُرْفُطَة عَنْ طَلْحَة بْن نَافِع عَنْ جَابِر بْن عَبْد اللَّه رَضِيَ اللَّه عَنْهُ قَالَ كُنَّا مَعَ النَّبِيّ اللَّه فَارْتَفَعَتْ رِيح جِيفَة مُنْتِنَة فَقَالَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ أَتَدْرُونَ مَا هَذِهِ الرِّيح ؟ هَذِهِ رِيح الَّذِينَ يَغْتَابُونَ النَّاس ؟ “

Und die Aussage von Allaah – ‚azza wa jall „Fürchtet Allaah. (Habt Taqwaa vor Allaah)” bedeutet: (Habt Taqwaa) bezüglich dem, was Er euch befohlen hat und euch verboten hat. Fürchtet Ihn und hütet euch vor Ihm.
وَقَوْله عَزَّ وَجَلَّ “ وَاتَّقُوا اللَّه “ أَيْ فِيمَا أَمَرَكُمْ بِهِ وَنَهَاكُمْ عَنْهُ فَرَاقِبُوهُ فِي ذَلِكَ وَاخْشَوْا مِنْهُ

Gewiß, Allaah ist Reue-Annehmend und Barmherzig.“ bedeutet:
Er vergibt denen, die bei Ihm bereuen, und Er ist gnädig gegenüber denen, die zu Ihm zurück kehren und Ihm vertrauen.
Die Mehrheit der ‚Ulamaa‘ (Gelehrten) hat gesagt, dass die Buße für die Sünde der üblen Nachrede ist, dass man die übel Nachrede unterlässt und beabsichtigt, es nie wieder zu tun. Und ist es erforderlich, dass man bereut, was man getan hat? Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen, ob ein schlechtes Gewissen in diesem Fall nötig ist, und auch dazu, ob man denjenigen um Vergebung bitten muss, über den man schlecht geredet hat.
Und andere sagten: Es ist keine Voraussetzung, dass man von ihm die Wiedergutmachung verlangt. Denn wahrhaftig ist es so, dass wenn er ihm davon berichtet, womöglich der Schaden größer ist, als wenn er ihm nicht davon berichtet. So ist sein Weg in dem Fall, dass er ihn in den Sitzungen in denen er ihn verspottete, im Guten erwähnt. Und dass er die üble Nachrede von ihm abwendet, so viel es in seiner Möglichkeit steht, sodass das Eine mit dem Anderen ausgeglichen wird.
“ إِنَّ اللَّه تَوَّاب رَحِيم “ أَيْ تَوَّاب عَلَى مَنْ تَابَ إِلَيْهِ رَحِيم لِمَنْ رَجَعَ إِلَيْهِ وَاعْتَمَدَ عَلَيْهِ قَالَ الْجُمْهُور مِنْ الْعُلَمَاء طَرِيق الْمُغْتَاب لِلنَّاسِ فِي تَوْبَته أَنْ يُقْلِع عَنْ ذَلِكَ وَيَعْزِم عَلَى أَنْ لَا يَعُود وَهَلْ يُشْتَرَط النَّدَم عَلَى مَا فَاتَ ؟ فِيهِ نِزَاع وَأَنْ يَتَحَلَّل مِنْ الَّذِي اِغْتَابَهُ , وَقَالَ آخَرُونَ : لَا يُشْتَرَط أَنْ يَتَحَلَّلهُ فَإِنَّهُ إِذَا أَعْلَمَهُ بِذَلِكَ رُبَّمَا تَأَذَّى أَشَدَّ مِمَّا إِذَا لَمْ يَعْلَم بِمَا كَانَ مِنْهُ فَطَرِيقه إِذًا أَنْ يُثْنِي عَلَيْهِ بِمَا فِيهِ فِي الْمَجَالِس الَّتِي كَانَ يَذُمّهُ فِيهَا وَأَنْ يَرُدّ عَنْهُ الْغِيبَةَ بِحَسَبِهِ وَطَاقَته لِتَكُونَ تِلْكَ بِتِلْكَ

*

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

 

 

2. Mai 2014 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Sprechen, Tafsiir von Ibn Kathiir auf deutsch | , , | Hinterlasse einen Kommentar

The Ruling on Spreading Scandal / Shaykh Saalih al-Fawzaan

21. März 2014 Posted by | Al-Fauzaan, andere Sprachen, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | | Hinterlasse einen Kommentar

…, wenn ein Frevler zu euch mit einer Kunde kommt, …

O die ihr glaubt, wenn ein Frevler zu euch mit einer Kunde kommt, dann schafft Klarheit, damit ihr (nicht einige) Leute in Unwissenheit (mit einer Anschuldigung) trefft und dann über das, was ihr getan habt, Reue empfinden werdet.

يَـٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُوٓا۟ إِن جَآءَكُمْ فَاسِقٌۢ بِنَبَإٍۢ فَتَبَيَّنُوٓا۟ أَن تُصِيبُوا۟ قَوْمًۢا بِجَهَـٰلَةٍۢ فَتُصْبِحُوا۟ عَلَىٰ مَا فَعَلْتُمْ نَـٰدِمِينَ

[Qur-aan 49:6]

21. März 2014 Posted by | Akhlaaq / Fiqh | | Hinterlasse einen Kommentar

1013860_730594520307908_305833669_n

21. März 2014 Posted by | andere Sprachen, Englisch, Uncategorized | | Hinterlasse einen Kommentar

Man soll die Sünden eines Muslims verdecken.

Abuu Hurayrah berichtete:
Der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – sagte:
Wer einen Muslim (dessen Sünden) bedeckt, den (dessen Sünden) wird Allaah in Dunyaa und Aakhirah bedecken.

حَدَّثَنَا أَبُو بَكْرِ بْنُ أَبِي شَيْبَةَ، حَدَّثَنَا أَبُو مُعَاوِيَةَ، عَنِ الأَعْمَشِ، عَنْ أَبِي صَالِحٍ، عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ، قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم
‏ „‏مَنْ سَتَرَ مُسْلِمًا سَتَرَهُ اللَّهُ فِي الدُّنْيَا وَالآخِرَةِ

Sunan Ibn Maajah, 3, Buch 20, Hadiith 2544 – sahiih

22. Februar 2014 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Arabisch العربية, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Sprechen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bedenke deine Worte – Schaykh Abdu-r-Razzaaq al-Badr

Es gehört zur Schönheit eines Menschen, dass er über seine Worte nachdenkt, bevor er diese ausspricht. So wenn er also nachdenkt, dann wird er herausfinden, dass es (das Sprechen) aus drei Arten besteht:

1.: Entweder es wird ihm klar, dass sie (die Worte) deutlich gut sind; dann spricht er sie aus und es ist nichts Falsches daran.

2.: Oder es wird ihm klar, dass sie deutlich schlecht sind, z.B. dass sie zu Ghiibah, Lüge, Ironie, Klatsch oder Ähnlichem wie diesen gehören; dann hält er sich davor zurück, sie auszusprechen.

3.: Oder er ist im Zweifel darüber und er weiß nicht, ob sie zum Guten oder Schlechten gehören; dann hält er sich ebenfalls davor zurück, sie auszusprechen. Dies wegen der Aussage des Propheten – salla Allaahu ‚alaihi wa sallam: „Wer sich vom Zweifelhaften fernhält, der beschützt seinen Diin (seine Religion) und seine Ehre.
Und wegen seiner – salla Allaahu ‚alaihi wa sallam – Aussage: „Verlasse das, woran du Zweifel hast, für das, woran du keinen Zweifel hast.

*

übersetzt von Maimuna Y. Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com) aus: http://al-badr.net/muqolat/2623

*

تفكر في كلامك
من الجميل بالمرء أن يتفكر في كلامه قبل أن يتكلم به ، فإذا تفكر وجد أنَّه لا يخرج عن ثلاثة أحوال:
1- إما أن يتبين له أنه خير بيِّن واضح ؛ فليتكلم به ولا حرج .
2- وإما أن يتبين له أنه شرٌّ بيِّن من غيبة أو كذب أو سخرية أو نميمة أو غير ذلك فليمنع نفسه من التكلم به .
3- وإما أن يكون مشتبهاً عليه لا يدري أهو من الخير أو الشر ، فليمنع نفسه من التكلم به أيضًا؛ لقوله عليه الصلاة والسلام : ((فَمَنْ اتَّقَى الشُّبُهَاتِ اسْتَبْرَأَ لِدِينِهِ وَعِرْضِهِ)) ، ولقوله عليه الصلاة والسلام : ((دَعْ مَا يَرِيبُكَ إِلَى مَالا يَرِيبُكَ))

23. November 2013 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Sprechen | | Hinterlasse einen Kommentar

Tafsir Ibn Kathir der Sure 111 – Al-Masad

al-masad

Im Namen Allaahs, des Gnädigen, Barmherzigen.

Zugrunde gehen sollen die Hände Abu Lahabs, und zugrunde gehen soll er (selbst)! (1)
Was nützt ihm sein Besitz und das, was er erworben hat? (2)
Er wird einem Feuer voller Flammen ausgesetzt sein (3)
und (auch) seine Frau, die Brennholzträgerin. (4)
Um ihrem Hals ist ein Strick aus Palmfasern. (5)

*

Zugrunde gehen sollen die Hände Abu Lahabs, und zugrunde gehen soll er (selbst)!
Tabbat yadaa abie lahabin wa tabb!
تَبَّتْ يَدَا أَبِي لَهَبٍ وَتَبَّ

Al-Bukhaarie zeichnete von Ibn ‘Abbaas auf, dass der Prophet صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ hinausging nach Al-Bathaa‘ und auf den Berg stieg. Dann rief er: „Oh Sabaahaahu.“ Da versammelten sich die Quraisch um ihn herum. Dann sagte er: „Seht. wenn ich euch sagen würde, dass der Feind euch am Morgen, oder am Abend, angreifen würde, würdet ihr mir glauben?“ Sie antworteten: „Ja.“ Dann sagte er: „Wahrlich, ich bin euch als Warner geschickt vor einer ernstlichen Strafe.“
Da sagte Abuu Lahab: „Hast du uns dafür versammelt? Mögest du vernichtet sein!“
So offenbarte Allaah: „Zugrunde gehen sollen die Hände Abu Lahabs, und zugrunde gehen soll er (selbst)!“ bis zum Ende der Suurah. [Fathu-l-Baarie 8:609]

قَالَ الْبُخَارِيّ حَدَّثَنَا مُحَمَّد بْن سَلَّام حَدَّثَنَا أَبُو مُعَاوِيَة حَدَّثَنَا الْأَعْمَش عَنْ عَمْرو بْن مُرَّة عَنْ سَعِيد بْن جُبَيْر عَنْ اِبْن عَبَّاس أَنَّ النَّبِيّ صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ خَرَجَ إِلَى الْبَطْحَاء فَصَعِدَ الْجَبَل فَنَادَى „يَا صَبَاحَاهُ“ فَاجْتَمَعَتْ إِلَيْهِ قُرَيْش فَقَالَ „أَرَأَيْتُمْ إِنْ حَدَّثْتُكُمْ أَنَّ الْعَدُوّ مُصَبِّحُكُمْ أَوْ مُمَسِّيكُمْ أَكُنْتُمْ تُصَدِّقُونِي؟“ – قَالُوا „نَعَمْ“ قَالَ – „فَإِنِّي نَذِير لَكُمْ بَيْن يَدَيْ عَذَاب شَدِيد“ فَقَالَ أَبُو لَهَب „أَلِهَذَا جَمَعْتنَا؟ تَبًّا لَك“ فَأَنْزَلَ اللَّه „تَبَّتْ يَدَا أَبِي لَهَب وَتَبَّ“ إِلَى آخِرهَا

In einer anderen Erzählung wurde gesagt, dass er aufstand, sich die Hände ausschüttelte und sagte: „Vernichtet sollst du sein für den Rest des Tages! Hast du uns hierfür versammelt?“ So offenbarte Allaah: „Zugrunde gehen sollen die Hände Abu Lahabs, und zugrunde gehen soll er (selbst)!”.

وَفِي رِوَايَة فَقَامَ يَنْفُض يَدَيْهِ وَهُوَ يَقُول „تَبًّا لَك سَائِر الْيَوْم أَلِهَذَا جَمَعْتنَا؟“ فَأَنْزَلَ اللَّه :تَبَّتْ يَدَا أَبِي لَهَب وَتَبَّ

Der erste Teil ist ein Bittgebet gegen ihn und der zweite Teil Information über ihn. Abuu Lahab war einer der Onkel des Propheten صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ . Sein Name war ‚Abdu-l-‚Uzza bin Abdu-l-Muttalib. Sein Rufname (Kunyah) war Abuu ‚Utaybah und er wurde nur Abuu Lahab genannt wegen seines hellen Gesichtes. Er fügte dem Gesandten Allaahs صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ viel Schaden zu. Er hatte Hass und Verachtung gegenüber ihm und verhöhnte ihn und seine Religion.

الْأَوَّل دُعَاء عَلَيْهِ وَالثَّانِي خَبَر عَنْهُ فَأَبُو لَهَب هَذَا هُوَ أَحَد أَعْمَام رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَاسْمه عَبْد الْعُزَّى بْن عَبْد الْمُطَّلِب وَكُنْيَته أَبُو عُتَيْبَة وَإِنَّمَا سُمِّيَ أَبَا لَهَب لِإِشْرَاقِ وَجْهه وَكَانَ كَثِير الْأَذِيَّة لِرَسُولِ اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَالْبِغْضَة لَهُ وَالِازْدِرَاء بِهِ وَالتَّنَقُّص لَهُ وَلِدِينِهِ

Imaam Ahmad zeichnete von Abuu Az-Zinaad über seinen Vater auf:
Ein Mann berichtete mir, dass Rabie’ah bin ‚Abbaad vom Stamm der Banie-d-Diel, der ein Mann der Jaahiliyyah war, der den Islaam angenommen hatte, sagte: “Ich sah den Propheten صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ in der Zeit der Jaahiliyyah auf dem Markt von Dhu-l-Majaaz und er sagte: ‘Oh ihr Leute! Sagt, dass nichts und niemand das Recht hat, angebetet zu werden, außer Allaah (laa ilaaha illa Allaah), und ihr werdet erfolgreich sein.’ Die Leute versammelten sich um ihn und hinter ihm war ein schielender Mann mit hellem Gesicht und zwei Zöpfen im Haar. Er sagte: ‘Wahrlich, er ist ein lügnerischer Bursche!’ Dieser Mann folgte ihm, wohin er auch ging. Also fragte ich, wer er sei und die Leute sagten: ‘Das ist sein Onkel, Abuu Lahab.’” [Ahmad 4:341]

قَالَ الْإِمَام أَحْمَد حَدَّثَنَا إِبْرَاهِيم بْن أَبِي الْعَبَّاس حَدَّثَنَا عَبْد الرَّحْمَن بْن أَبِي الزِّنَاد عَنْ أَبِيهِ قَالَ أَخْبَرَنِي رَجُل يُقَال لَهُ رَبِيعَة بْن عَبَّاد مِنْ بَنِي الدَّيْل وَكَانَ جَاهِلِيًّا فَأَسْلَمَ قَالَ : رَأَيْت النَّبِيّ صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي الْجَاهِلِيَّة فِي سُوق ذِي الْمَجَاز وَهُوَ يَقُول „يَا أَيّهَا النَّاس قُولُوا لَا إِلَه إِلَّا اللَّه تُفْلِحُوا“ وَالنَّاس مُجْمِعُونَ عَلَيْهِ وَوَرَاءَهُ رَجُل وَضِيء الْوَجْه أَحْوَل ذُو غَدِيرَتَيْنِ يَقُول إِنَّهُ صَابِئ كَاذِب يَتَّبِعهُ حَيْثُ ذَهَبَ فَسَأَلْت عَنْهُ فَقَالُوا هَذَا عَمّه أَبُو لَهَب

Ahmad hat diese Erzählung auch von Schurayh aufgezeichnet, der es von Ibn Abie Az-Zinaad berichtete, der es von seinem Vater (Abu Zinaad) berichtete. Abuu Zinaad sagte: “Ich sagte zu Rabie’ah: ‘Warst du ein Kind zu der Zeit?’ Er antwortete: ‘Nein. Bei Allaah, zu der Zeit war ich mit Verstand …’” [Ahmad 4:341] Ahmad alleine hat diesen Hadith aufgezeichnet.

ثُمَّ رَوَاهُ عَنْ شُرَيْح عَنْ اِبْن أَبِي الزِّنَاد عَنْ أَبِيهِ فَذَكَرَهُ قَالَ أَبُو الزِّنَاد قُلْت لِرَبِيعَة „كُنْت يَوْمئِذٍ صَغِيرًا؟“ قَالَ لَا وَاَللَّه إِنِّي يَوْمئِذٍ لَأَعْقِل أَنِّي أَزْفِر الْقِرْبَة تَفَرَّدَ بِهِ أَحْمَد

Was nützt ihm sein Besitz und das, was er erworben hat?
Maa aghnaa ‚anhu maaluhu wa maa kasab?
مَا أَغْنَىٰ عَنْهُ مَالُهُ وَمَا كَسَبَ

Ibn ‚Abbaas und andere haben gesagt: “’Wa maa kasab‘ bedeuetet ’seine Kinder’“.

قَالَ اِبْن عَبَّاس وَغَيْره „وَمَا كَسَبَ“ يَعْنِي وَلَده

Eine ähnliche Aussage wurde von ‚Aa-ischah, Mujaahid, ‚Ataa‘, Al-Hasan und Ibn Sierien überliefert. [At-Tabari 24:677]

وَرُوِيَ عَنْ عَائِشَة وَمُجَاهِد وَعَطَاء وَالْحَسَن وَابْن سِيرِينَ مِثْله

Es wurde von Ibn Mas’uud erwähnt, dass wenn der Gesandte Allaahs صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ seine Leute zum Iemaan aufrief, Abuu Lahab sagte: “Selbst wenn es wahr ist, was mein Neffe sagt, werde ich mich selbst erlösen (freikaufen) von der schmerzlichen Qual am Tag der Auferstehung mit meinem Besitz und meinen Kindern.” So offenbarte Allaah تَعَالَى: “Was nützt ihm sein Besitz und das, was er erworben hat?“

وَذُكِرَ عَنْ اِبْن مَسْعُود أَنَّ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَمَّا دَعَا قَوْمه إِلَى الْإِيمَان قَالَ أَبُو لَهَب إِنْ كَانَ مَا يَقُول اِبْن أَخِي حَقًّا فَإِنِّي أَفْتَدِي نَفْسِي يَوْم الْقِيَامَة مِنْ الْعَذَاب بِمَالِي وَوَلَدِي فَأَنْزَلَ اللَّه تَعَالَى: مَا أَغْنَى عَنْهُ مَاله وَمَا كَسَبَ

Er wird einem Feuer voller Flammen ausgesetzt sein.
Sayaslaa naaran dhata lahab.
سَيَصْلَىٰ نَارًا ذَاتَ لَهَبٍ

Das bedeutet, daß es Funken und Flammen hat, böse und schwer verbrennend.

أَيْ ذَات شَرَر وَلَهَب وَإِحْرَاق شَدِيد

… und (auch) seine Frau, die Brennholzträgerin.
Wa-mra-atuhu hammaalata-l-hatab.
وَامْرَأَتُهُ حَمَّالَةَ الْحَطَبِ

Seine Frau war eine der herrschenden Frauen der Quraysch und sie war bekannt als Ummu Jamiel. Ihr Name war Arwaa bint Harb bin Umayyah und sie war die Schwester von Abuu Sufyaan. Sie unterstützte ihren Ehemann in seinem Unglauben, seiner Undankbarkeit und seiner Sturheit. Deshalb wird sie dabei helfen, seine Bestrafung im Feuer der Hölle am Tage der Auferstehung auszuführen.

وَكَانَتْ زَوْجَته مِنْ سَادَات نِسَاء قُرَيْش وَهِيَ أُمّ جَمِيل وَاسْمهَا أَرْوَى بِنْت حَرْب بْن أُمَيَّة وَهِيَ أُخْت أَبِي سُفْيَان وَكَانَتْ عَوْنًا لِزَوْجِهَا عَلَى كُفْره وَجُحُوده وَعِنَاده فَلِهَذَا تَكُون يَوْم الْقِيَامَة عَوْنًا عَلَيْهِ فِي عَذَابه فِي نَار جَهَنَّم

Folglich sagt Allaah تَعَالَى: “… die Brennholzträgerin. Um ihrem Hals ist ein Strick aus Palmfasern.“ Mujaahid und ‚Urwah sagten: „Von den Masad des Feuers.“

وَلِهَذَا قَالَ تَعَالَى“حَمَّالَة الْحَطَب فِي جِيدهَا حَبْل مِنْ مَسَد“ قَالَ مُجَاهِد وَعُرْوَة مِنْ مَسَد النَّار

Al-‚Awfiyy erzählte über Ibn ‚Abbaas, ‚Atiyyah Al-Jadaliyy, Ad-Dahhaak und Ibn Zayd, dass sie die Gewohnheit hatte, Dornen auf den Weg des Gesandten Allaahs صلى الله عليه و سلم zu legen.

وَقَالَ الْعَوْفِيّ عَنْ اِبْن عَبَّاس وَعَطِيَّة الْجَدَلِيّ وَالضَّحَّاك وَابْن زَيْد كَانَتْ تَضَع الشَّوْك فِي طَرِيق رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ

Um ihrem Hals ist ein Strick aus Palmfasern (Al-Masad).
Fie jiedihaa hablun min masad.
فِي جِيدِهَا حَبْلٌ مِّن مَّسَدٍ

Al-Jauhariyy sagte: “Al-Masad sind die Fasern, und al-Masad ist auch ein Seil aus (Palm-)Fasern oder Palm-Blättern. Es wird auch aus der Haut von Kamelen gemacht oder ihrem Haar. Es wird auch (im Arabischen) Masadtu-l-Habla und Amsaduhu Masadan genannt, wenn man seine Fäden leicht fest macht.”

وَقَالَ الْجَوْهَرِيّ الْمَسَد اللِّيف وَالْمَسَد أَيْضًا حَبْل مِنْ لِيف أَوْ خُوص وَقَدْ يَكُون مِنْ جُلُود الْإِبِل أَوْ أَوْبَارهَا وَمَسَدْت الْحَبْل أَمْسُدهُ مَسْدًا إِذَا أَجَدْت فَتْله

Mujaahid sagte: “’Um ihrem Hals ist ein Strick aus Masad‘ bedeutet ein Halsband aus Eisen. [At-Tabari 24:681] Seht ihr nicht, dass die Araber ihr Bakarah (Spule/Scheibe/Flaschenzug) „Masad“ nennen?”

وَقَالَ مُجَاهِد „فِي جِيدهَا حَبْل مِنْ مَسَد“ أَيْ طَوْق مِنْ حَدِيد أَلَا تَرَى أَنَّ الْعَرَب يُسَمُّونَ الْبَكَرَة مَسَدًا؟

Ibn Abie Haatim sagte, dass sein Vater und Abuu Zur’ah beide sagten, dass ‚Abdu-l-laah bin Az-Zubayr Al-Humaydiyy ihnen erzählte, dass Sufyaan sie informiert hatte, dass Al-Walied bin Kathier sich auf Ibn Budarris bezog, der berichtete, dass ‚Asma‘ bint Abie Bakr sagte: “Als ‘Zugrunde gehen sollen die Hände Abu Lahabs, und zugrunde gehen soll er (selbst)!‘ geoffenbart wurde, kam Umm Jamiel bint Harb heulend heraus, und sie hatte einen Stein in der Hand. Sie sagte: ‘Er verunglimpft unseren Vater und seine Religion ist, uns zu hassen, und sein Befehl ist es, uns ungehorsam zu sein.‘ Der Gesandte Allaahs صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ saß in der Moschee und Abuu Bakr war bei ihm. Als Abuu Bakr sie sah, sagte er: ‘Oh Gesandter Allaahs! Sie kommt und ich befürchte, dass sie dich sehen wird.’ Der Gesandte Allaahs صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ erwiderte: ‘Wahrlich, sie wird mich nicht sehen.‘ Dann rezitierte er ein paar Verse des Qur-aan als Schutz für sich selbst. Dies ist wie Allaah تَعَالَى sagt: ‘Wenn du den Qur-aan vorträgst, machen Wir zwischen dir und denjenigen, die an das Jenseits nicht glauben, einen unsichtbaren Vorhang. (17:45)’ Also schritt sie fort bis sie vor Abuu Bakr stand und sie sah den Gesandten Allaahs صلى الله عليه و سلم nicht. Da sagte sie: ‘Oh Abuu Bakr! Wahrlich, ich bin informiert worden, dass dein Gefährte mich diffamiert.‘ Abuu Bakr antwortete: ‘Nein! Beim Herrn dieses Hauses, er diffamiert dich nicht.’ So wandte sie sich ab mit den Worten: ‘Tatsächlich wissen die Quraysch, dass ich die Tochter ihres Führers bin.‘”

وَقَالَ اِبْن أَبِي حَاتِم حَدَّثَنَا أَبِي وَأَبُو زُرْعَة قَالَا حَدَّثَنَا عَبْد اللَّه بْن الزُّبَيْر الْحُمَيْدِيّ حَدَّثَنَا سُفْيَان حَدَّثَنَا الْوَلِيد بْن كَثِير عَنْ أَبِي بُدَرِّسِ عَنْ أَسْمَاء بِنْت أَبِي بَكْر قَالَتْ لَمَّا نَزَلَتْ „تَبَّتْ يَدَا أَبِي لَهَب“ أَقْبَلَتْ الْعَوْرَاء أُمّ جَمِيل بِنْت حَرْب وَلَهَا وَلْوَلَة وَفِي يَدهَا فِهْر وَهِيَ تَقُول : مُذَمَّمًا أَبَيْنَا وَدِينه قَلَيْنَا وَأَمْره عَصَيْنَا وَرَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ جَالِس فِي الْمَسْجِد وَمَعَهُ أَبُو بَكْر فَلَمَّا رَآهَا أَبُو بَكْر قَالَ يَا رَسُول اللَّه قَدْ أَقْبَلَتْ وَأَنَا أَخَاف عَلَيْك أَنْ تَرَاك فَقَالَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ إِنَّهَا لَنْ تَرَانِي “ وَقَرَأَ قُرْآنًا اِعْتَصَمَ بِهِ كَمَا قَالَ تَعَالَى“وَإِذَا قَرَأَتْ الْقُرْآن جَعَلْنَا بَيْنك وَبَيْن الَّذِينَ لَا يُؤْمِنُونَ بِالْآخِرَةِ حِجَابًا مَسْتُورًا“ فَأَقْبَلَتْ حَتَّى وَقَفَتْ عَلَى أَبِي بَكْر وَلَمْ تَرَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَتْ يَا أَبَا بَكْر إِنِّي أُخْبِرْت أَنَّ صَاحِبك هَجَانِي قَالَ لَا وَرَبّ هَذَا الْبَيْت مَا هَجَاك فَوَلَّتْ وَهِيَ تَقُول قَدْ عَلِمَتْ قُرَيْش أَنِّي اِبْنَة سَيِّدهَا

Al-Walied oder eine andere Person sagten in einer anderen Version dieses Hadith: “So stolperte Umm Jamiel über ihren Hüft-Talar während sie Runden (Tawaaf) um das Haus (die Ka’bah) machte und sagte: ‘Verflucht sei der Schmäher.’ Dann sagte Umm Hakiem bint ‚Abdu-l-Muttalib: ‘Ich bin gut, also werde ich nichts sagen und ich bin gebildet also weiß ich nichts. Wir sind beide Kinder des gleichen Onkels. Und schließlich wissen die Quraysch es am besten.’” [Fath Al-Bari 8:610]

قَالَ : وَقَالَ الْوَلِيد فِي حَدِيثه أَوْ غَيْره فَعَثَرَتْ أُمّ جَمِيل فِي مِرْطهَا وَهِيَ تَطُوف بِالْبَيْتِ فَقَالَتْ تَعِسَ مُذَمَّم فَقَالَتْ أُمّ حَكِيم بِنْت عَبْد الْمُطَّلِب إِنِّي لَحَصَانٌ فَمَا أُكَلَّمُ وَثَقَاف فَمَا أُعَلَّمُ وَكِلْتَانَا مِنْ بَنِي الْعَمّ وَقُرَيْش بَعْدُ أَعْلَم

*

übersetzt von Maimuna Y. Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com) aus dem Arabischen

24. Juli 2013 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Imaan, Qur-aan, Sprechen, Tafsiir von Ibn Kathiir auf deutsch | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar