Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Der Schaytaan hat keine Macht über aufrichtige Menschen

Schaykhu-l-Islaam Ibn Taymiyah (verst. 728) – rahimahu Allaah – sagte:

Wie Allaah sagte:
إِنَّهُۥ لَيْسَ لَهُۥ سُلْطَـٰنٌ عَلَى ٱلَّذِينَ ءَامَنُوا۟ وَعَلَىٰ رَبِّهِمْ يَتَوَكَّلُونَ“
„إِنَّمَا سُلْطَـٰنُهُۥ عَلَى ٱلَّذِينَ يَتَوَلَّوْنَهُۥ وَٱلَّذِينَ هُم بِهِۦ مُشْرِكُونَ
„Er hat gewiß keine Macht über diejenigen, die glauben und sich auf ihren Herrn verlassen. Seine Macht erstreckt sich nur über diejenigen, die ihn zum Schutzherrn nehmen und die ihn (Allah) beigesellen.“
[Suurah 16:99-100]

Und als der Schaytaan sagte:
„قَالَ رَبِّ بِمَآ أَغْوَيْتَنِى لَأُزَيِّنَنَّ لَهُمْ فِى ٱلْأَرْضِ وَلَأُغْوِيَنَّهُمْ أَجْمَعِينَ“
„Er sagte: „Mein Herr, darum, daß Du mich in Verirrung hast fallen lassen, werde ich ihnen ganz gewiß auf der Erde (das Böse) ausschmücken und sie ganz gewiß allesamt in Verirrung fallen lassen,“
[Suurah 15:39]

sagte Allaah – ta’aalaa:
„إِنَّ عِبَادِى لَيْسَ لَكَ عَلَيْهِمْ سُلْطَـٰنٌ إِلَّا مَنِ ٱتَّبَعَكَ مِنَ ٱلْغَاوِينَ“
„Gewiß, über Meine Diener hast du keine Macht, außer wer dir von den Verirrten folgt.“
[Suurah 15:42]

Allaah – ta’aalaa – sagte:
„إِنَّ عِبَادِى لَيْسَ لَكَ عَلَيْهِمْ سُلْطَـٰنٌ إِلَّا مَنِ ٱتَّبَعَكَ مِنَ ٱلْغَاوِينَ
وَإِنَّ جَهَنَّمَ لَمَوْعِدُهُمْ أَجْمَعِينَ
لَهَا سَبْعَةُ أَبْوَ ٰبٍۢ لِّكُلِّ بَابٍۢ مِّنْهُمْ جُزْءٌۭ مَّقْسُومٌ“
„Gewiß, über Meine Diener hast du keine Macht, außer wer dir von den Verirrten folgt.“ Und die Hölle ist wahrlich ihrer aller Verabredung(sort). Sie hat sieben Tore, und jedem Tor wird ein Teil von ihnen zugewiesen.“
[Suurah 15:42-44]

Daher hat der Schaytaan keine Gewalt über die Menschen mit Aufrichtigkeit und Al-Iemaan.

[aus: Nabuuwaat S.400]

*

Schaykhu-l-Islaam Ibn Taymiyah sagte an anderer Stelle:

Was die klare und gutbekannte Bid’ah angeht, wie die Bid’ah der Khawaarij, Rawaafidah, Qadarieyah und Murjia, so war nichts dieser Art bei den Sahaabah (Gefährten) bekannt. Ihre bewiesenen Aussagen indizieren stattdessen, dass sie in Übereinstimmung mit Qur-aan und Sunnah waren.
Ebenso war nicht bekannt, dass die Leute des Ghayb (Jinn usw.) mit ihnen zusammen kamen mit Khidr oder anderen außer ihm.
Auch dass die Propheten zu ihnen kämen im bewußten Zustand und sie zu ‚Arafah o.a. trugen. Dies passiert oft unter den unwissenden Dienern. Sie denken, es sei ein Segen (ein Zeichen) von Allaah. Aber es ist der Schaytaan, der sie vom rechten Weg abbringt.
Die Schayaatien waren erfolglos in ihrer Gier, die Sahaabah in diese Art Dinge fallen zu lassen. Wahrlich, sie (die Sahaabah) wußten, dass all dies vom Schaytaan war, und dass die Leute des Ghayb (Unsichtbaren) die Jinn waren.

Allaah – ta’aalaa – sagte:
„وَأَنَّهُۥ كَانَ رِجَالٌۭ مِّنَ ٱلْإِنسِ يَعُوذُونَ بِرِجَالٍۢ مِّنَ ٱلْجِنِّ فَزَادُوهُمْ رَهَقًۭا“
„Und (einige) Männer von den Menschen pflegten Zuflucht zu nehmen bei (einigen) Männern von den Jinn, doch mehrten sie so (bei) ihnen die Drangsal.“
[Suurah 72:6]

Ebenso war der Schaytaan erfolglos darin, die Sahaabah Schirk mit den Insassen der Gräber begehen zu lassen.

[aus: Radd ‚alaa Kannanie S.104]

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Vom Arabischen ins Englische von ‚Abbaas Abuu Yahyaa.
Vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com).

http://www.miraathpublications.net/

31. August 2013 Posted by | 'Ibaadah, Aqidah / Manhaj, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Imaan, Qur-aan, Schaykhu-l-Islaam ibn Taymiyyah | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die wahre Bedeutung der Zuhd (keine Liebe zur Dunyaa zu haben)

Muhammad bin Saalih Al-‚Uthaymien (verst. 1421 H) – rahimahu Allaah

Zusammengestellt und übersetzt ins Englische von ‚Abbaas Abuu Yahyaa

Vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

a) ‚Abdu-r-Rahmaan bin ‚Ali bin Muhammad Ibn Jauziy (verst. 598 H) sagte:
Zuhd ist nicht nur das Verlassen von Besitz oder das Weggeben des Besitzes um zu zeigen, dass man großzügig und stark ist, oder um die Herzen der Menschen zu gewinnen. Im Gegenteil, Zuhd ist das Verlassen der weltlichen Dinge durch das Wissen, dass sie unbedeutend sind verglichen zum unermeßlichen Wert des Jenseits.
[aus: Mukhtasir Minhaj al-Qasidien S.324]

b) Schamsu-d-Dien Muhammad bin Abie Bakr Ibnu-l-Qayyim Al-Jauzieyah (verst. 751 H) – rahimahu Allaah – sagte:
Die Absicht der Zuhd ist nicht die Ablehnung des Besitzes, da tatsächlich Sulaymaan und Dawuud – ‚alaihim as-Salaam – diejenigen waren, die unter den Menschen ihrer Zeit die meiste Zuhd hatten, und sie waren mit Besitz, Land und Frauen ausgestattet.

Unser Prophet – salla Allaahu ‚alaihi wa sallam – hatte definitiv die meiste Zuhd über allen Menschen, und er hatte neun Frauen. ‚Ali bin Abie Taalib, ‚Abdu-r-Rahmaan bin ‚Auf, Zubayr und ‚Uthmaan – radie Allaahu ‚anhum – gehörten zu denen, die Zuhd hatten, obwohl sie Besitz hatten, und es gab viele andere wie sie.
[aus: Madaarij as-Saalikien von Ibnu-l-Qayyim (verst. 751 H) Volume 2/13-14)]

c) Al-Hasan sagte:
Zuhd zur Dunyaa bedeutet nicht, sich selbst zu verbieten was halaal ist, noch das Verschwenden von Geld, sondern zu wissen, dass das, was in Allaahs Hand ist, zuverlässiger ist als das eigene Selbst und was man in seiner Hand hat (d.h. besitzt).
[Taken from: ‘Tayseer Rab al-Bariya fee Sharh al-Arba’een an-Nawawi’ p.436]

d) Ibn Rajab Al-Hanbali (verst. 795) – rahimahu Allaah – sagte:
Abuu Sulaymaan sagte: Bezeuge für niemanden, dass er Zuhd hat, denn wahrlich, Zuhd ist im Herzen.
[aus: Taysier Rab al-Bariya fie Scharh al-Arba’ien an-Nawawie S.436]

http://www.miraathpublications.net/day-29-the-real-meaning-of-zuhd-not-having-a-love-for-the-dunyaa/

30. August 2013 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Begriffserklärung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Salomon / Sulaymaan | , | Hinterlasse einen Kommentar

Von den Aussagen der Salaf über Wahrhaftigkeit und Ikhlaas – درر من أقوال السلف في الصدق والإخلاص

Zusammengestellt von ‚Abdu-l-Wahhab bin Muhammad as-Salafi

Entnommen aus http://www.sahab.net/forums/index.php?showtopic=124447

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com)

1.: Der Diener Allaahs kann „Iyyaaka na’budu“/“Dich allein beten wir an“ nicht verwirklichen, außer mit zwei Grundsätzen: erstens dem Folgen des Gesandten – sallallaahu ‚alaihi wa sallam – und zweitens der Aufrichtigkeit (Ikhlaas) gegenüber dem Angebeteten.
Ibnu-l-Qayyim – Tahdiebu-l-Madrij:68
فلا يكون العبد متحققاً بـ : إياك نعبد إلا بأصلين : أحدهما متابعة الرسول والثاني : الإخلاص للمعبود . ابن القيم تهذيب المدارج : 68

2.: Aufrichtigkeit (Ikhlaas) gegenüber Allaah bedeutet, dass Allaah das Ziel der Person und ihre Absicht ist. Dann entspringen Quellen der Weisheit aus ihrem Herzen auf ihre Zunge.
Ibn Taymiyah – An-Nabuuwaat S. 147
والإخلاص لله أن يكون الله هو مقصود المرء ومراده ، فحينئذ تتفجر ينابيع الحكمة من قلبه على لسانه . ابن تيمية /النبوات ص / 147

3.: Wann immer die Aufrichtigkeit des Dieners Allaahs stärker wird, wird seine Anbetung vollständiger.
Ibn Taymiyah – Al-Fataawaa 10/98
وكلما قوي إخلاص العبد كملت عبوديته . ابن تيمية الفتاوى 10/198

4.: Entsprechend des Tauhied des Dieners gegenüber seinem Herrn und seiner Aufrichtigkeit in seiner Religion für Allaah verdient er die Ehre Allaahs durch Fürsprache und andere Dinge.
Ibn Taymiyah – As-Saarimu-l-Munkyy S. 390
بحسب توحيد العبد لربه وإخلاصه دينه لله يستحق كرامة الله بالشفاعة وغيرها . ابن تيمية – الصارم المنكي ص/390

5.: Eine Person zeigt der Schöpfung nicht ihre Taten, außer durch Unwissenheit über die Großartigkeit des Schöpfers.
Ibn Rajab – Kalimatu-l-Ikhlaas S. 31
ما ينظر المرائي إلى الخلق في عمله إلا لجهله بعظمة الخالق . ابن رجب كلمة الإخلاص ص/31

6.: Ikhlaas kann nicht erlangt werden, außer nach dem Zuhd (Enthaltsamkeit/Verzicht). Und es gibt kein Zuhd, außer nach der Taqwaa. Und Taqwaa ist das Befolgen der (von Allaah und Seinem Gesandten – sallallaahu ‚alaihi wa sallam – aufgestellten) Gebote und Verbote.
Ibn Taymiyah – Al-Fataawaa 1/94
ولا يحصل الإخلاص إلا بعد الزهد ، ولا زهد إلا بعد التقوى ، والتقوى متابعة الأمر والنهي – ابن تيمية الفتاوى 1/94

7.: Bemüht euch heute, den Tauhied zu erreichen, denn nichts anderes bringt euch zu Allaah. Und denkt daran, seine Rechte einzuhalten, denn nichts kann euch vor der Strafe Allaahs retten, außer dem Tauhied.
Ibn Rajab – Kalimatu-l-Ikhlaas S. 54
اجتهدوا اليوم في تحقيق التوحيد ، فإنه لا يوصل إلى الله سواه ، واحرصوا على القيام بحقوقه ، فإنه لا ينجي من عذاب الله إلا إياه . ابن رجب كلمة الإخلاص ص54

8.: Wer ehrlich ist in den Taten des Dien, die er für Allaah tut, ist von den frommen Awliyaa‘ Allaahs.
Ibn Taymiyah – Al-Fataawaa 1/8
فمن كان مخلصاً في أعمال الدين يعملها لله كان من أولياء الله المتقين. ابن تيمية الفتاوى 1/8

9.: Wenn du deine versteckten Taten verbesserst, wird Allaah deine öffentlichen Taten verbessern.
Ibn Taymiyah – Al-Fataawaa 3/277
إذا حسنت السرائر أصلح الله الظواهر . ابن تيمية الفتاوى 3/277

10.: Das korrekte Verständnis des Dien ist Licht, das von Allaah in das Herz des Dieners geworfen wird, welches durch Taqwaa gegenüber Allaah und gute Absichten verstärkt wird.
Ibnu-l-Qayyim – ‚I’laamu-l-Muwaq’ien 1/69
وصحة الفهم نور يقذفه الله في قلب العبد يمده تقوى الرب وحسن القصد ابن القيم – أعلام الموقعين 1/69

11.: Ikhlaas ist der Weg zum Heil, und der Islaam ist ein Boot zur Sicherheit, und der Iemaan ist ein Siegel der Sicherheit.
Ibnu-l-Qayyim – Miftaahu daar As-Sa’aadah 1/74
فالإخلاص هو سبيل الخلاص والإسلام هو مركب السلامة والإيمان خاتم الأمان. ابن القيم – مفتاح دار السعادة 1/74

12.: Die Kraft des Ikhlaas von Yuusuf – ‚alaihi-s-salaam – war stärker als die Schönheit von Al-‚Aziez’s Frau, ihre Anmut und seine Liebe zu ihr.
Ibn Taymiyah – Al-Fataawaa 10/602
فإن قوة إخلاص يوسف عليه السلام كان أقوى من جمال امرأة العزيز وحسنها وحبه لها . ابن تيمية – الفتاوى 10/602

13.: Das Herz des Aufrichtigen ist erfüllt vom Licht der Wahrheit, und mit ihm ist das Licht des Iemaan.
Ibnu-l-Qayyim – Madaariju-s-Salikien 2/282
وقلب الصادق ممتلئ بنور الصدق ومعه نور الإيمان . ابن القيم – مدارج السالكين 2/282

14.: Die aufrichtige Person ist geschützt von Allaah durch seine Anbetung an Ihn allein und durch den Wunsch nach Seinem Angesicht, und die Furcht vor Ihm allein, und seine Hoffnung auf Ihn allein, das Bitten an Ihn und die Demut vor Ihm, und dass er nur Seiner bedürftig ist.
Ibnu-l-Qayyim – Madaariju-s-Salikien 2/202
فالمخلص يصونه الله بعبادته وحده وإرادة وجهه وخشيته وحده ، ورجاءه وحده ، والطلب منه والذل له والافتقار إليه . ابن القيم – مدارج السالكين 2/202

15.: Nichts wehrt die Leiden der Dunyaa ab wie der Tauhied. Darum beinhaltet das Du’aa (Bittgebet) der verzweifelten Person den Tauhied. Wie das Du’aa des Yuunus, mit welchem der Verzweifelte bittet und Allaah ihn durch den Tauhied von seiner Not erleichtert. Es gibt in großer Not nichts schlimmeres als Schirk, und nichts kann einen daraus erretten außer dem Tauhied. Er (der Tauhied) ist eine Zuflucht für die Schöpfung, ihr Schutz, ihre Festung und ihre Hilfe.
Ibnu-l-Qayyim – Al-Fawaa-id S. 96
فما دفعت شدائد الدنيا بمثل التوحيد ولذلك كان دعاء المكروب بالتوحيد ودعوة ذي النون التي ما دعا بها مكروب إلا فرج الله كربه بالتوحيد ، فلا يلقي في الكرب العظام إلا الشرك ولا ينجي منها إلا التوحيد فهو مفزع الخليقة وملجؤها وحصنها وغياثها . ابن القيم : الفوائد ص96

16.: Der Lohn wird verdoppelt durch die Perfektionierung des Islaam und die Perfektionierung der Stärke des Ikhlaas in dieser Tat.
Ibn Rajab – Jaama’ Al-‚Aluum 2/316
ومضاعفة الأجر بحسب كمال الإسلام وبكمال قوة الإخلاص في ذلك العمل . ابن رجب : جامع العلوم 2/316

17.: Wenn man von Taten ohne Ikhlaas profitieren könnte, hätte Allaah die Munaafiquun (Heuchler) nicht kritisiert.
Ibnu-l-Qayyim – Al-Fawaa-id S. 65
لو نفع العمل بلا إخلاص لما ذم الله المنافقين . ابن القيم : الفوائد ص65

18.: Ikhlaas negiert den Grund fpr das Eintreten in das Feuer. Wer also in das Feuer geht und „laa ilaaha illa Allaah“ gesagt hat, so ist dies wahrlich ein Beweis, dass er die Aufrichtigkeit nicht verwirklicht hat, die ihn vor dem Feuer geschützt hätte.
Ibn Taymiyah – Al-Fataawaa 10/261
فإن الإخلاص ينفي أسباب دخول النار ، فمن دخل النار من القائلين لا إله إلا اله فإن ذلك دليل على أنه لم يحقق إخلاصها المحرم له على النار. ابن تيمية الفتاوى 10/261

19.: Wenn der Diener Allaahs seinen Tauhied und seinen Ikhlaas vervollständigt hat und er alle seine Bedingungen erfüllt, mit seinem Herzen und seiner Zunge und seinen Körperteilen, dann wird die Vergebung seiner vorherigen Sünden obligatorisch.
Ibn Rajab – Jaama’ Al-‚Aluum 2/417
فإن كمل توحيد العبد وإخلاصه لله وقام بشروطه كلها بقلبه ولسانه وجوارحه أوجب ذلك مغفرة ما سلف من الذنوب .ابن رجب جامع العلوم 2/417

20.: Die Fitnah geht nicht aus dem Herzen, außer wenn der Dien von Allaahs Diener gänzlich für Allaah ist.
Ibn Taymiyah – Majmuu‘ Al-Fataawaa 10/545
فلا تزول الفتنة عن القلب إلا إذا كان دين العبد كله لله . ابن تيمية : مجموع الفتاوى 10/545

21.: Wahrlich, die aufrichtige Person schmeckte die Süße der Anbetung an Allaah, welche ihn daran hindert, etwas anderes als Allaah anzubeten. Denn es gibt nichts Süßeres oder Segensreicheres für das Herz, als die Süße des Iemaan in Allaah, dem Herrn der Welten.
Ibn Taymiyah – Al-Fataawaa 10/215
فإن المخلص ذاق من حلاوة عبوديته لله ما يمنعه من عبوديته لغيره إذ ليس عند القلب أحلى ولا أنعم من حلاوة الإيمان بالله رب العالمين . ابن تيمية الفتاوى 10/215

22.: Die verschiedenen Grade der Taten bei Allaah – ta’aalaa – sind gemäß der Grade im Herzen an Iemaan und Ikhlaas und Liebe und was ihnen folgt.
Ibnu-l-Qayyim – Al-Waabil As-Sayib S. 22
فتفاضل الأعمال عند الله تعالى ، بتفاضل ما في القلوب من الإيمان والإخلاص والمحبة وتوابعها . ابن القيم : الوابل الصيب ص 22

23.: Ikhlaas ist nicht im Herzen vereint mit Liebe zu Gepriesenwerden und zum Lob der Menschen, und mit der Gier nach dem, was die Menschen haben, außer so wie das Wasser mit dem Feuer vereint ist.
Ibnu-l-Qayyim – Al-Fawaa-id S. 267
لا يجتمع الإخلاص في القلب ومحبة المدح والثناء والطمع فيما عند الناس إلا كما يجتمع الماء والنار . ابن القيم الفوائد ص267

24.: Ikhlaas und Tauhied sind ein Baum im Herzen. Seine Zweige sind die Taten. Seine Früchte sind ein gutes Leben in der Dunyaa und ewige Glückseligkeit im Jenseits. Und wie die Früchte des Paradieses nicht ausgehen und nicht außer Reichweite sind, ebenso sind auch die Früchte des Tauhied und Ikhlaas in der Dunyaa.
Ibnu-l-Qayyim – Al-Fawaa-id S. 292
والإخلاص والتوحيد شجرة في القلب فروعها الأعمال وثمرها طيب الحياة في الدنيا والنعيم المقيم في الآخرة ، وكما أن ثمار الجنة لا مقطوعة ولا ممنوعة فثمرة التوحيد والإخلاص في الدنيا كذلك . ابن القيم : الفوائد ص292

25.: Eine Tat ohne Ikhlaas und ohne das Befolgen des Gesandten – sallallaahu ‚alaihi wa sallam – ist wie ein Reisender, dessen Socken mit Sand gefüllt sind. Sie beschweren ihn und bringen ihm keinen Vorteil.
Ibnu-l-Qayyim – Al-Fawaa-id S. 89
العمل بغير إخلاص ولا اقتداء كالمسافر يملأ جرابه رملاً يثقله ولا ينفعه . ابن القيم : الفوائد ص89

26.: Allaah liebt an Seinem Diener, wenn er seine Zunge mit der Wahrheit verschönert, sein Herz mit Ikhlaas und Liebe und reumütigem Umdrehen und Vertrauen.
Ibnu-l-Qayyim – Al-Fawaa-id S. 327
فالله يحب من عبده أن يجمل لسانه بالصدق ، وقلبه بالإخلاص والمحبة والإنابة والتوكل . ابن القيم : الفوائد ص327

27.: (Aufrichtigkeit) Ikhlaas im Dien gegenüber Allaah ist die Basis der Gerechtigkeit, wie der Schirk gegenüber Allaah eine große Ungerechtigkeit ist.
Ibn Taymiyah – Al-Fataawaa 1/87
إخلاص الدين لله أصل العدل ، كما أن الشرك بالله ظلم عظيم . ابن تيمية : الفتاوى 1/87

الحمد لله رب العالمين وصلى الله وسلم على نبينا محمد وعلى آله وأصحابه ومن اهتدى بهديه إلى يوم الدين

28. August 2013 Posted by | 'Ibaadah, andere Sprachen, Arabisch العربية, Begriffserklärung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Imaan, Salafi, Schaykhu-l-Islaam ibn Taymiyyah, Schaykhu-l-Islaam Muhammad ibn 'Abdi-l-Wahhaab, Tauhid | , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Derjenige, der mit seinem Herzen und seiner Zunge glaubt, doch keine einzige Tat verrichtet, ist ungläubig (Kāfir)!

Der ehrenwerte Scheikh und Gelehrte Şāliĥal-Fauzān, möge Allah ihn ihm Guten bewahren, sagte in seiner Erklärung zum Buch „Scharĥuş-Şunnah li l-Imām al-Barbahārī“ bezüglich der Aussage des Autor, „der Glaube, dass der Glaube (al-Īmān) aus Worten, Taten und Absicht besteht, er steigt und fällt, so viel wie Allah will und er kann fallen, bis nichts mehr von ihm übrig bleibt“, folgendes:

„Was die Definition von Glaube (al-Īmān) aus der Sicht der Scharī’ah anbetrifft, so ist dieser der Glaube mit dem Herzen, das Aussprechen mit der Zunge und die Handlungen des Körpers, er steigt durch Gehorsam und fällt durch Sünde. Der Glaube kann nur bestehen, wenn diese drei Dinge vorhanden sind. Deshalb ist derjenige, der zwar mit seinem Herzen glaubt, aber nicht mit seiner Zunge, auch kein Gläubiger (Mu`min). Denn Allah, Erhaben und absolut Majestätisch ist Er, sagte über die Ungläubigen: „Wir wissen wohl, dass dich das, was sie sagen, in der Tat traurig macht. Aber nicht dich bezichtigen sie (in Wirklichkeit) der Lüge, sondern die Zeichen Allahs verleugnen die(se) Ungerechten.„[1] Und Er sagte über Fir`aun (Pharao): „Er sagte: „Du weißt ja, niemand außer dem Herrn der Himmel und der Erde hat diese als einsichtbringende Zeichen herabgesandt.„[2] Und Er, Erhaben und absolut Majestätisch ist Er, sagte über die Ungläubigen, die Seine Zeichen für Lüge erklären haben: „Und sie verleugneten sie, obwohl sie selbst davon überzeugt waren, aus Ungerechtigkeit und Überheblichkeit.„[3] Somit ist der Glaube im Herzen allein nicht ausreichend, so wie es diese al-Murdji`ah behaupten. Dieser ist nicht der Glaube. Auch der Glaube mit der Zunge allein, ist nicht ausreichend, denn dies ist der Glaube der Heuchler: „Sie sagen mit ihren Zungen, was nicht in ihren Herzen ist.„[4]

Und der Glaube mit dem Herzen und das Aussprechen (des Glaubens) mit der Zunge allein reichen auch nicht aus, so wie es einige dieser al-Murdji`ah behaupten. Dies ist nicht ausreichend, denn es ist notwendig, dass auch Handlungen des Körpers dieses bestätigen. Derjenige also, der mit seinem Herzen und seiner Zunge glaubt, aber weder betet, fastet noch die ihm vorgeschriebene Pilgerfahrt verrichtet noch sonst irgendeine Tat, dieser ist ein Ungläubiger (Kāfir). Auch wenn er mit seiner Zunge gläubig sein sollte und den Glauben ausspricht und in seinem Herzen glaubt und bezeugt, dass es keinen anbetungswürdigen Gott gibt, außer Allah und dass Muĥammad, der Gesandte Allahs ist! Denn seine Unterlassung der Taten, ohne einen legitimen Grund dafür, lässt ihn kein Gläubiger mehr sein, außer wenn diese Unterlassung begründet ist, wie zum Beispiel, dass er dazu gezwungen wird oder er vergessen hat oder unwissend ist. Oder Im Fall einer Person, die den Islam angenommen hat und nicht die Möglichkeit dazu hatte, eine Tat zu verrichten, weil er nach seiner Konvertierung direkt gestorben ist. Dieser wird nicht bezüglich der Taten zur Rechenschaft gezogen werden, weil er ja schließlich nicht die Möglichkeit dazu hatte. Dasselbe gilt natürlich auch für den, der geistig behindert ist, dieser hat keine Möglichkeit, eine Tat zu verrichten. Doch derjenige, der zum Verrichtend er Taten fähig ist und diese trotzdem ganz unterlassen hat, dieser ist kein Gläubiger (Mu`min) mehr!“

 

[1] An-An’ām 6:33

[2] Al-Işrā` 17:102

[3] An-Naml 27:14

[4] Al-Fatĥ 48:11

 

http://www.basseera.de/aqidah/der-mn/445-die-unterlassung-aller-taten.html

21. August 2013 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-Fauzaan, Imaan, Qur-aan | | Hinterlasse einen Kommentar

Die Wege zu einem rechtschaffenen Herzen – Schaykh Saalih bin Fauzaan Al-Fauzaan

Frage:

Was ist der Weg zur Rechtschaffenheit des Herzens und es von Hass und Neid zu reinigen? Und was sind die hilfreichsten Mittel, um das Herz in diesem Leben rechtschaffen zu machen?

Antwort:

Rechtschaffenheit des Herzens kann durch verschiedene Dinge erreicht werden.

Erstens: Eine aufrichtige Absicht für Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – in den rechtschaffenen Taten zu haben. Und die Erinnerung an die Großartigkeit Allaahs – ‚azza wa jall, sich zu verinnerlichen, dass man Allaah – subhaanahu wa ta’aalaa – braucht, und das Vermehren des Dhikr (Gedenken) an Allaah.

Allaah – ta’aalaa – hat gesagt:
„ٱلَّذِينَ ءَامَنُوا۟ وَتَطْمَئِنُّ قُلُوبُهُم بِذِكْرِ ٱللَّهِ ۗ أَلَا بِذِكْرِ ٱللَّهِ تَطْمَئِنُّ ٱلْقُلُوبُ“
„(Es sind) diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Allahs Ruhe finden. Sicherlich, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe!“
[Suuratu-r-Ra’d (13): 28]

Also gehört zu den Dingen, die das Herz zum Leben bringen, das Vermehren des Gedenkens an Allaah.

Und wahrlich, er (der Prophet) – salla Allaahu ‘alaihi wa sallam – hat gesagt:
„مثل الذي يذكر ربه والذي لا يذكره، مثل الحي والميت‏“
„Das Beispiel desjenigen, der seinem Rabb gedenkt, und dem, der Ihm nicht gedenkt, ist wie das Beispiel des Lebendigen und des Toten.
[Al-Bukhaarie and Muslim]

Zu den Mitteln, ein Herz zum Leben zu bringen, gehört auch, halaal (erlaubte Nahrungsmittel) zu essen und dem Essen von haraam (verbotene Nahrungsmittel) fernzubleiben. Denn wahrlich, dass Essen von haraam verhärtet das Herz, verdirbt das Herz oder macht das Herz krank. Denn schlechtes Essen beeinflusst das Herz und den Körper.

Auch gehört zu den Mitteln, ein Herz zum Leben zu bringen … Allaah – ta’aalaa – hat gesagt:
„يَـٰٓأَيُّهَا ٱلرُّسُلُ كُلُوا۟ مِنَ ٱلطَّيِّبَـٰتِ وَٱعْمَلُوا۟ صَـٰلِحًا „
„O ihr Gesandten, eßt von den Tayyibaat (alle Sorten der halaal Nahrung, die Allaah erlaubt hat) und handelt rechtschaffen.“
[Suuratu-l-Mu’minuun (23):51]

Und Allaah hat den Gläubigen das befohlen, was Er auch den Gesandten befohlen hat.

Er sagte:
„يَـٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُوا۟ كُلُوا۟ مِن طَيِّبَـٰتِ مَا رَزَقْنَـٰكُمْ وَٱشْكُرُوا۟ لِلَّهِ إِن كُنتُمْ إِيَّاهُ تَعْبُدُونَ“
„O die ihr glaubt, eßt von den guten Dingen, mit denen Wir euch versorgt haben, und seid Allah dankbar, wenn ihr Ihm (allein) dient!“
[Suuratu-l-Baqarah (2):172]

Er soll von den Tayyibaat essen. Das bedeutet: den erlaubten Dingen. Denn Allaah macht die Tayyibaat für uns erlaubt und die Khabaa’ith (alle schlechten und bösen Dinge) für uns verboten. So nährt das Essen der Tayyibaat, also der erlaubten Dinge, das Herz mit einem guten Mahl. Und das Verspeisen der Khabaa’ith gibt dem Herzen ein schlechtes Mahl.

Was das Herz auch krank macht, ist das Hören von Liedern und musikalischen Instrumenten, was in dieser Zeit stark zugenommen hat! Und was das Herz krank macht oder es zum Absterben bringt, ist auch, sich dem Satelliten-TV zu widmen, dem Internet und was in diesen Medien an Schlechtigkeit, bösen Gedanken, verbotenen Begierden und ekelhaften Szenen ausgestrahlt wird. Das gehört zu den Dingen, die das Herz krank machen.

Auch die Gesellschaft schlechter Menschen und das Sitzen mit ihnen verdirbt das Herz. Ebenso gehört die Gesellschaft der besten Menschen, der Gelehrten und den Leuten des Khayr (Guten) zu den Mitteln, ein Herz zum Leben zu bringen.

*

Ins Englische von Yâsîn Abu Ibrâhîm
Vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com) aus: http://salaf-us-saalih.com/2013/05/03/the-means-to-a-righteous-heart-shaykh-saalih-al-fawzaan/

30. Juli 2013 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Al-Fauzaan, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Imaan, Medizin / Krankheiten | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Am Anfang der Offenbarung

Imam Ahmad zeichnete auf, dass ‘Aa-ischa sagte:
Die ersten Offenbarungen des Gesandten Allaahs صلى الله عليه و سلم waren Träume im Schlaf, die sich bewahrheiteten. Er sah keinen einzigen Traum, der nicht wahr wurde wie der (die Klarheit des) Tagesanbruch am Morgen. Dann wurde ihm die Zurückgezogenheit lieb gemacht. Er zog sich für gewöhnlich in die Höhle von Hiraa‘ zurück, wo er die Anbetung (Allaahs) mehrere Tage kontinuierlich vollzog bevor er das Bedürfnis hatte, seine Familie wieder zu sehen. Er nahm Versorgung dafür mit und kehrte dann zurück zu Khadiijah, um sich wieder Verpflegung für die gleiche Anzahl von Tagen zu holen, bis plötzlich die Offenbarung auf ihn herabkam in der Höhle von Hiraa‘.
Der Engel kam in der Höhle zu ihm und sagte: “Lies!”. Der Prophet صلى الله عليه و سلم sagte: “Ich erwiderte: Ich kann nicht lesen.” Dann sagte er: “Der Engel ergriff mich und drückte mich so fest, dass ich es nicht mehr aushalten konnte. Dann ließ er mich los und sagte erneut, ich solle lesen, und ich antwortete: ‘Ich kann nicht lesen.’ Daraufhin ergriff er mich nochmals und drückte mich ein zweites Mal, bis ich es nicht mehr aushalten konnte. Dann ließ er mich los und forderte mich wieder auf, zu lesen, aber ich sagte wieder: ‘Ich kann nicht lesen.’ Daraufhin ergriff er mich ein drittes Mal und drückte mich, dann ließ er mich und sagte: ‘Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat.’ bis zum Aayah: ‘was er nicht wußte.’” Dann kehrte der Gesandte Allaahs صلى الله عليه و سلم mit dieser Offenbarung zurück, mit bebendem Herzen, bis er zu Khadiijah kam und sagte: “Bedeckt mich! Bedeckt mich!” Sie bedeckten ihn, bis die Furcht von ihm gegangen war, und danach sagte er: „Oh Khadiijah, was habe ich?“ Und er berichtete ihr die Neuigkeiten und sagte: “Ich habe Angst um mich selbst.” Khadiijah antwortete: “Niemals! Dies ist frohe Botschaft! Bei Allaah, Allaah wird dich niemals blamieren. Du führst gute Beziehungen mit deiner Familie, du sprichst die Wahrheit, du trägst eines jeden Bürde, du bewirtest deine Gäste großzügig und du hilfst bedürftigen und in Schwierigkeiten steckenden Menschen.”
Khadiijah begleitete ihn dann zu ihrem Cousin (dem Sohn des Bruders ihres Vaters) Waraqah ibn Naufal ibn Asad ibn ‘Abdul ‘Uzzaa, der in der Jaahiliyyah (der vor-islamischen Periode) Christ geworden war und die Schriften in arabischer Sprache niederschrieb. Er pflegte – solange es Allaah wollte – aus dem Evangelium in arabischer Sprache abzuschreiben. Er war ein alter Mann, der sein Augenlicht verloren hatte. Khadiijah sagte zu Waraqah: “Sohn meines Onkels, hör die Geschichte des Sohnes deines Bruders an.” Waraqah fragte: “Sohn meines Bruders, was hast du gesehen?” Der Gesandte Allaahs صلى الله عليه و سلم beschrieb alles, was er gesehen hatte. Waraqah sagte: “Das ist An-Naamuus, den Allaah zu Muusaa geschickt hatte. Ich wünschte, ich wäre jung. Ich wünschte, ich könnte so lange leben, bis dich deine Leute vertreiben.” Der Gesandte Allaahs صلى الله عليه و سلم fragte: “Sie werden mich vertreiben?” Waraqah antwortete: „Ja. Jeder (Mann), der mit etwas Ähnlichem kam, wie du es bringst, wurde mit Feindschaft behandelt; und wenn ich bis zu dem Tage leben sollte, an dem sie dich vertreiben, dann werde ich dich kräftig verteidigen.” Aber nach ein paar Tagen starb Waraqah, und die Offenbarung pausierte auch für eine Weile.

اقْرَأْ بِاسْمِ رَبِّكَ الَّذِي خَلَقَ
قَالَ الْإِمَام أَحْمَد حَدَّثَنَا عَبْد الرَّزَّاق حَدَّثَنَا مَعْمَر عَنْ الزُّهْرِيّ عَنْ عُرْوَة عَنْ عَائِشَة قَالَتْ : أَوَّل مَا بُدِئَ بِهِ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مِنْ الْوَحْي الرُّؤْيَا الصَّادِقَة فِي النَّوْم فَكَانَ لَا يَرَى رُؤْيَا إِلَّا جَاءَتْ مِثْل فَلَق الصُّبْح ثُمَّ حُبِّبَ إِلَيْهِ الْخَلَاء فَكَانَ يَأْتِي حِرَاء فَيَتَحَنَّث فِيهِ – وَهُوَ التَّعَبُّد – اللَّيَالِي ذَوَات الْعَدَد وَيَتَزَوَّد لِذَلِكَ ثُمَّ يَرْجِع إِلَى خَدِيجَة فَيَتَزَوَّد لِمِثْلِهَا حَتَّى فَجَأَهُ الْوَحْي وَهُوَ فِي غَار حِرَاء فَجَاءَهُ الْمَلَك فِيهِ فَقَالَ اِقْرَأْ قَالَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ“ فَقُلْت مَا أَنَا بِقَارِئٍ – قَالَ – فَأَخَذَنِي فَغَطَّنِي حَتَّى بَلَغَ مِنِّي الْجَهْد ثُمَّ أَرْسَلَنِي فَقَالَ اِقْرَأْ فَقُلْت مَا أَنَا بِقَارِئٍ فَغَطَّنِي الثَّانِيَة حَتَّى بَلَغَ مِنِّي الْجَهْد ثُمَّ أَرْسَلَنِي فَقَالَ اِقْرَأْ فَقُلْت مَا أَنَا بِقَارِئٍ فَغَطَّنِي الثَّالِثَة حَتَّى بَلَغَ مِنِّي الْجَهْد ثُمَّ أَرْسَلَنِي فَقَالَ“ اِقْرَأْ بِاسْمِ رَبِّك الَّذِي خَلَقَ – حَتَّى بَلَغَ – مَا لَمْ يَعْلَم “ قَالَ فَرَجَعَ بِهَا تَرْجُفُ بَوَادِره حَتَّى دَخَلَ عَلَى خَدِيجَة فَقَالَ “ زَمِّلُونِي زَمِّلُونِي “ فَزَمَّلُوهُ حَتَّى ذَهَبَ عَنْهُ الرَّوْع فَقَالَ يَا خَدِيجَة “ مَا لِي ؟ “ وَأَخْبَرَهَا الْخَبَر وَقَالَ “ قَدْ خَشِيت عَلَى نَفْسِي “ فَقَالَتْ لَهُ كَلَّا أَبْشِرْ فَوَاَللَّهِ لَا يُخْزِيك اللَّهُ أَبَدًا إِنَّك لَتَصِلُ الرَّحِم وَتَصْدُق الْحَدِيث وَتَحْمِل الْكَلّ وَتَقْرِي الضَّيْف وَتُعِين عَلَى نَوَائِب الْحَقّ ثُمَّ اِنْطَلَقَتْ بِهِ خَدِيجَة حَتَّى أَتَتْ بِهِ وَرَقَة بْن نَوْفَل بْن أَسَد بْن عَبْد الْعُزَّى بْن قُصَيّ وَهُوَ اِبْن عَمّ خَدِيجَة أَخِي أَبِيهَا وَكَانَ اِمْرَأً قَدْ تَنَصَّرَ فِي الْجَاهِلِيَّة وَكَانَ يَكْتُب الْكِتَاب الْعَرَبِيّ وَكَتَبَ بِالْعَرَبِيَّةِ مِنْ الْإِنْجِيل مَا شَاءَ اللَّه أَنْ يَكْتُب وَكَانَ شَيْخ كَبِيرًا قَدْ عَمِيَ فَقَالَتْ خَدِيجَة أَيْ اِبْن عَمّ اِسْمَعْ مِنْ اِبْن أَخِيك فَقَالَ وَرَقَة : اِبْن أَخِي مَا تَرَى ؟ فَأَخْبَرَهُ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بِمَا رَأَى فَقَالَ وَرَقَة هَذَا النَّامُوس الَّذِي أُنْزِلَ عَلَى مُوسَى لَيْتَنِي فِيهَا جَذَعًا لَيْتَنِي أَكُون حَيًّا حِين يُخْرِجك قَوْمك فَقَالَ رَسُول اللَّه صَلَّى اللَّه عَلَيْهِ وَسَلَّمَ “ أَوَمُخْرِجِيَّ هُمْ ؟ “ فَقَالَ وَرَقَة : نَعَمْ لَمْ يَأْتِ رَجُل قَطُّ بِمَا جِئْت بِهِ إِلَّا عُودِيَ وَإِنْ يُدْرِكنِي يَوْمك أَنْصُرك نَصْرًا مُؤَزَّرًا. ثُمَّ لَمْ يَنْشَب وَرَقَة أَنْ تُوُفِّيَ وَفَتَرَ الْوَحْي

Dieser Hadiith ist in den beiden Sahiihs aufgezeichnet durch Az-Zuhriyy [Fath Al-Baariyy 12:368 und Muslim 1:139]

Übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas (www.quranundhadith.wordpress.com) aus dem Tafsiir von Ibn Kathiir.

27. Juni 2013 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, andere Sprachen, Arabisch العربية, Ehe, Scheidung, Familie, Engel, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Imaan, Qur-aan, Tauhid | , | Hinterlasse einen Kommentar

Allaah sah in die Herzen der Diener …

Ibn Mas’uud – رضي الله عنه – sagte: „Wahrlich, Allaah sah in die Herzen der Diener und fand das Herz von Muhammad – صلى الله عليه وسلم – als das beste der Herzen der Diener. So wählte Er ihn für Sich Selbst und sandte ihn mit Seiner Botschaft. Dann sah Er in die Herzen der Dinener nach dem Herzen von Muhammad und fand die Herzen der Sahaaba (Gefährten) als die besten der Herzen der Diener, so wählte Er sie als Helfer für Seinen Propheten, die für Seine Religion kämpften.“

قال ابن مسعود _رضي الله عنه_ “ إن الله نظر في قلوب العباد فوجد قلب محمد -صلى الله عليه وسلم- خير قلوب العباد فاصطفاه لنفسه فابتعثه برسالته ، ثم نظر في قلوب العباد بعد قلب محمد فوجد قلوبَ أصحابهِ خيرَ قلوبِ العبادِ فجعلهم وزراءَ نبيهِ يُقاتِلون على دينه

Überliefert im Musnad von Imaam Ahmad (1/379) und als Hasan erklärt von Schaykh Al-Albaanie in Ad-Da’iefdah (2/17).

24. Juni 2013 Posted by | andere Sprachen, Arabisch العربية | | Hinterlasse einen Kommentar

Die zwei Arten des Du’aa

Du’aa ist Anbetung und ist in zwei Arten unterteilt: Du’aa der Bitte um etwas und Du’aa der Anbetungduaa

Anbetung ( العبادة) ist definiert als:
Ein Gesamt-Begriff, der alles vereinigt, was Allaah liebt und was Ihm gefällt, an Aussagen und Taten, innerlich und äußerlich.
Also hat Anbetung viele Arten, und sie sind im Qur’aan erwähnt.
Und wenn etwas als Anbetung erklärt wird, dann ist es dafür nicht erlaubt, es an anderes als Allaah zu richten, und solche Anbetung geschieht entweder im Herzen, auf der Zunge oder mit den Körperteilen. Alle Arten der Anbetung fallen in eine dieser drei Kategorien.

Die größte Art der Anbetung ist Du’aa ( الدعاء), „Bittgebet“, „Anrufung“, und Anrufung ist auf eine Weise, die mit anderen Formen der Anbetung einhergeht, vor allem die des Herzens, wie Liebe, Hoffnung, Sehnsucht, Vertrauen usw..
Und so ist die Anrufung (Du’aa) eine Angelegenheit, die im Qur’aan umfangreich behandelt wird, in der Zurückweisung derer, die andere neben Allaah anbeten, indem sie ihre Herzen anderen neben Allaah zuneigen und sie anrufen (mit einer solchen Unterwerfung, die allein Allaah gebührt).

Du’aa (Anrufung) ist Anbetung

فَادْعُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ
So ruft Allah an, (wobei ihr) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (seid), auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist. … (Ghaafir 40:14)

Ibn Kathir kommentierte, dass dies bedeute, dass man seine Anbetung an Allaah allein richten soll, entgegen der Art der Heiden in ihrem Verhalten und ihrer Religion.
(أي فأخلصوا لله وحده العبادة والدعاء وخالفوا المشركين في مسلكهم ومذهبهم)
Und die Heiden riefen andere neben Allaah an, hofften auf deren Fürsprache für sie oder ersuchten sie als Annäherung zu Allaah, und Allaah wies dies im Qur’aan zurück, und befahl, dass nur Er angerufen werden sollte.

Und auch Allaahs Aussage:
ادْعُواْ رَبَّكُمْ تَضَرُّعًا وَخُفْيَةً
Ruft euren Herrn in Unterwürfigkeit flehend und im Verborgenen an. Gewiß, Er liebt nicht die Übertreter. … (Al-A’raf 7:55)

Und auch Allaahs Aussage:
وَأَنَّ الْمَسَاجِدَ لِلَّهِ فَلَا تَدْعُوا مَعَ اللَّهِ أَحَدًا
Und die Gebetsstätten gehören doch Allaah; so ruft neben Allaah niemanden an. (Al-Jinn 72:18)

Ibn Kathir kommentierte:
يقول تعالى آمرا عباده أن يوحدوه في محال عبادته ولا يدعى معه أحد
Der Allerhöchste sagt, Seinen Dienern befehlend, dass sie Ihn allein aussondern sollen in der Arena Seiner Anbetung und niemanden neben Ihm anrufen sollen.
Und Ibn Jarier At-Tabari kommentierte:
ولا تشركوا به فيها شيئا , ولكن أفردوا له التوحيد , وأخلصوا له العبادة
… [ungefähre Bedeutung] und geselle Ihm niemanden als Partner bei, sondern wähle Ihn einzig aus mit Tauhied (reinem Monotheismus) und mache deine Anbetung einzig für Ihn (allein).

Und auch Allaahs Aussage:
فَلَا تَدْعُ مَعَ اللَّهِ إِلَهًا آخَرَ فَتَكُونَ مِنَ الْمُعَذَّبِينَ
So rufe neben Allah keinen anderen Gott an, sonst wirst du zu den Gestraften gehören. (Ash-Shu’ara 26:213)

Und auch Allaahs Aussage:
وَمَنْ أَضَلُّ مِمَّن يَدْعُو مِن دُونِ اللَّهِ مَن لَّا يَسْتَجِيبُ لَهُ إِلَى يَومِ الْقِيَامَةِ وَهُمْ عَن دُعَائِهِمْ غَافِلُونَ وَإِذَا حُشِرَ النَّاسُ كَانُوا لَهُمْ أَعْدَاء وَكَانُوا بِعِبَادَتِهِمْ كَافِرِينَ
Und wer ist weiter abgeirrt als jemand, der anstatt Allahs jemanden anruft, der ihn nicht erhört bis zum Tag der Auferstehung? Und sie achten nicht auf ihr Bittgebet. Und wenn die Menschen versammelt werden, werden sie ihnen feind sein, und sie werden den von ihnen (empfangenen) Dienst verleugnen. (Al-Ahqaf 46:5-6)

Und es gibt viele entsprechende Verse diesbezüglich, durch die fest bestätigt ist, dass Du’aa (Anrufung) Anbetung ist, und folglich an niemanden gerichtet werden darf, außer Allaah allein.

Jemanden in einer Angelegenheit um etwas bitten, der dazu die Fähigkeit hat

Alle obigen Verse beziehen sich auf das Bittgebet (Du’aa) in Angelegenheiten, über die nur Allaah allein die Macht hat. Und folglich hat derjenige, der andere außer Allaah anruft in Dingen, über die nur Allaah Macht hat, Schirk (Beigesellung) begangen und Kufr (Unglaube), ungeachtet dessen, ob derjenige, der angerufen wird, lebendig oder tot ist.

Was das Anrufen einer lebendigen Person angeht, in Dingen, zu denen jener fähig ist, wie zu sagen: „Oh so und so, gib mir Nahrung.“, oder „Oh so und so, gib mir etwas zu Trinken.“, oder „Oh so und so, hilf mir, diese Gegenstände zu tragen.“ usw., so ist darin kein Schaden.

Und wer immer jemanden anruft, der tot ist oder abwesend (d.h. nicht zu dem Zeitpunkt dort anwesend) mit diesen Forderungen (Essen, Trinken, Hilfe usw.), so hat dieser Schirk begangen, da der Tote und der Abwesende nicht in der Lage sind, diese Dinge zur Verfügung zu stellen, und jemand würde sie nicht angerufen haben, ohne im Glauben zu sein, dass sie in der Lage seien, diese Dinge zur Verfügung zu stellen, während sie abwesend sind; und wenn er dies nicht geglaubt hätte, dann hätte er sie nicht angerufen, sondern er hätte Allaah allein angerufen.

Du’aa hat zwei Arten

Die Gelehrten erklären, dass das Du’aa in zwei Arten unterteilt ist. Die erste ist eine ausdrückliche Bitte, wie z.B. „Oh Allaah, vergib mir!“, oder „Oh Allaah, gib mir Nahrung!“, oder „Oh Allaah, sei gnädig mit mir!“, oder „Oh Allaah, leite mich recht!“, oder „Oh Allaah, schenke mir einen rechtschaffenen Ehegatten!“, oder „Oh Allaah, schenke mir Erfolg!“ usw.. Alle diese sind spezifische Bitten, und dies wird (دعاء المسألة) genannt, „die Anrufung durch Notwendigkeit“. Diese Art des Du’aa geht mit anderen Formen der Anbetung einher, insbesondere die des Herzens, wie Liebe, Hoffnung, Sehnsucht, Vertrauen, Ehrfurcht usw..

Die zweite Art (دعاء العبـادة), „die Anrufung durch Anbetung“ deckt alle Taten der Anbetung ab, in dem Sinne, dass wenn man eine Tat der Anbetung verrichtet, sei es innerlich, äußerlich, wörtlich oder ohne Worte, auch wenn man es nicht mit der Zunge ausspricht, so ist man doch durch die Weise der Verrichtung dieser Tat dabei, Allaah zu bitten. Zum Beispiel wenn man Almosen gibt, was zur Anbetung gehört, so bittet man doch durch diese Tat, auch wenn man es nicht wörtlich äußert, dafür um Lohn, Gnade und Vergebung usw.. Und dasselbe gilt für alle anderen Taten der Anbetung. Folglich nennt man dies „die Anrufung durch Anbetung“, im Sinne, dass man Allaah (still) durch die Taten, die man verrichtet, anruft.

Nun sind diese beiden Arten der Anbetung von den Verses gemeint, die oben genannt wurden, und wenn man auf die klassischen Kommentare des Qur’aan zurückverweist, dann findet man, dass sie Du’aa abwechselnd mit ‚Ibaadah benutzen, denn dies ist exakt so, wie sie im Qur’aan benutzt wurden.

Das Verbot, andere neben Allaah anzurufen

Alles, was oben genannt wurde, alles, was im Qur’aan von dem Befehl steht, Allaah und Ihn allein anzurufen, vom Lob derer, die nur Ihn anrufen, dem Verbot, andere anzurufen und dem Fehlen jeden Nutzens, andere neben Allaah anzurufen, wie es häufig im Qur’aan auftritt, trifft auf beide Formen der Anrufung zu.

Die Angelegenheit der Anrufung ist auch verbunden mit anderen Formen der Anbetung, wie z.B. Isti’aanah (Hilfesuchen), Isti’aadhah (Zufluchtsuchen) und Istighaathah (Rettungsuchen), und diese werden in anderen Artikeln gesondert behandelt werden.

übersetzt von Maimuna Y. Bienas aus http://www.tawhidfirst.com/monotheism/articles/ujanl-dua-invocation-is-of-two-types.cfm

17. April 2013 Posted by | 'Ibaadah, Begriffserklärung, Du'aa (Bittgebete), Qur-aan, Sadaqah, Sprechen, Tauhid | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Weinen aus Ehrfurcht vor Allaah

von Husayn al-‚Awaayischah
Auszug aus der englischen Übersetzung von al-Bukaa’u min Khaschyatillaah Schaykh Husayn al-‚Awaayishah von Al-Hidaayah UK

vom Englischen ins Deutsche von Maimuna Y. Bienas

Ibnu-l-Qayyim sagte:

„Die Arten des Weinens sind:
1. das Weinen der Gnade und Leidenschaft;
2. das Weinen aus Angst und Ehrfurcht;
3. das Weinen aus Liebe und Verlangen;
4. das Weinen vor Freude und Glück;
5. das Weinen aus Sorge und Kummer durch Schmerz und die Unfähigkeit, diesen zu ertragen;
6. das Weinen vor Traurigkeit;
7. das Weinen aus Erschöpfung und Schwäche; das Weinen der Heuchlerei ist, wenn sich die Augen mit Tränen füllen während das Herz hart ist;
8. das Weinen der Falschen und Angeheuerten, wie z.B. die Frau, die bezahlt wird, um zu weinen (Anmerkung des Übersetzers: Es war ein alter arabischer vor-islaamischer Brauch, Leute anzuheuern, um an einem Begräbnis teilzunehmen, um dort zu weinen und klagen, um viel Aufruhr und Lärm zu machen, so dass es anderen Leuten erschien, als ob der Verstorbene sehr beliebt und vermisst sei. Der Prophet, sallallaahu ‚alaihi wa sallam, verdammte dies später.);
9. das Weinen des Einverständnisses; das ist wenn jemand andere Leute über etwas weinen sieht, was ihnen passiert ist, und er auch zu weinen beginnt, ohne zu wissen, warum sie weinen.“

Zaadu-l-Ma’aad

*                                       *                                       *                                       *                                       *

Weeping out of fear of Allâh

by Husayn al-‚Awâyishah
Taken from the English Translation of al-Bukâ’u min Khashyatillâh Shaykh Husayn al-‚Awâyishah publish by Al-Hidaayah UK

Ibn al-Qayyim said:

„The types of weeping are:
1. the weeping of mercy and compassion.
2. the weeping of fear and reverence.
3. the weeping of love and longing.
4. the weeping of joy and happiness.
5. the weeping of worry and anguish brought about by pain, and the inability to bear it.
6. the weeping of sadness.
7. the weeping of fatigue and weakness. the weeping of hypocrisy, that is when the eyes fill up with tears, while the heart is hard.
8. the weeping of the false and hired, such as the woman who is paid to wail (tr note: it was an old arab custom in pre-Islâm ic Arabia, to hire people to attend someone’s funeral, in order to cry and wail, and cause much commotion and noise, to make it appear to other people that the deceased was very much liked and missed. The Prophet (Sallalaahu alaihi wa sallam) later condemned this).
9. the weeping of agreement, that is when a person sees other people crying over something that has happened to them, so he too starts to cry, not knowing why they are crying“

(Zâd al Ma’âd)

8. April 2013 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Begriffserklärung, Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Imaan, Reinigung (Tahaara) | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

10 nutzlose Angelegenheiten – aus „al-Fawa’id“ von Ibnu-l-Qayyim (rahimahu Allaah)

Ibnu-l-Qayyim (rahimahu Allaah) sagte, dass es 10 nutzlose Angelegenheiten gibt:

1. Wissen, nach dem nicht gehandelt wird.

2. Eine Tat, die weder aufrichtig verrichtet wird, noch nach dem Vorbild der Rechtschaffenen.

3. Geld, das gehortet wird und der Besitzer erfreut sich weder daran während seines Lebens, noch erhält er irgendeinen Lohn dafür im Jenseits.

4. Ein Herz, das leer ist und weder Liebe für Allaah hat, noch Sehnsucht und es Ihm (auch) nicht nah sein will.

5. Ein Körper, der Allaah nicht gehorcht und Ihm nicht dient.

6. Allaah zu „lieben“, ohne seinen Befehlen zu folgen oder Seinen Wohlgefallen zu erstreben.

7. Zeit , die nicht dafür genutzt wird, um für Sünden zu büßen oder Gelegenheiten zu ergreifen, Gutes zu tun.

8. Ein Verstand, der über Nutzloses nachdenkt.

9. Mit denjenigen zu sein, die einen weder näher zu Allaah bringen, noch ein Nutzen im Leben sind.

10. Das Hoffen und Fürchten von jemandem, der unter der Herrschaft Allaahs ist und in Seiner Hand und der keine Macht hat, sich Gutes oder Schlechtes zu bestimmen, den Tod herbeizuführen, das Leben oder sich selbst aufzuerwecken.

Die gewaltigsten der Angelegenheiten sind jedoch das Vergeuden des Herzens und das Vergeuden der Zeit. Das Vergeuden des Herzens findet statt, indem man das diesseitige Leben dem Jenseits vorzieht und das Vergeuden der Zeit findet statt, indem man unaufhörliche Erwartungen hat. Der Untergang ereignet sich durch das Folgen der Gelüste und dem Hegen von permanenten Erwartungen, wo doch alles Gute im Befolgen des richtigen Weges liegt und sich selbst vorzubereiten, Allah zu treffen. Wie merkwürdig ist es, dass wenn ein Diener Allaahs ein Problem hat, er Allaahs Hilfe ersucht, doch er bittet Allah nie sein Herz zu heilen, bevor es aus Unwissenheit, Nachlässigkeit, dem Folgen der eigenen Gelüste und der Beteiligung an Erneuerungen stirbt. Wahrlich, wenn das Herz stirbt, so wird er niemals die Bedeutung oder die Auswirkungen seiner Sünden spüren.

8. April 2013 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Imaan, Salafi | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar