Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Beim Fasten gelangt Wasser in Hals/Nase

Frage:
Wenn eine fastende Person seinen Mund ausspült, oder seine Nase mit Wasser reinigt und dabei etwas Wasser unabsichtlich in sein Hals gelangt, annulliert dies sein Fasten?

Antwort:
Wenn die fastende Person seinen Mund ausspült, oder seine Nase mit Wasser reinigt und dabei Wasser in seinen Körper (innerlich) gelangt, bricht das sein Fasten nicht – da er es nicht absichtlich tat.

Dies aufgrund der Aussage Allahs, den Erhabenen: „Sondern was eure Herzen vorsätzlich anstreben.“ (Surah al-Ahzaab 33:5)
Shaykh Ibn ‚Uthaymin, rahimahullah

Fataawah Islamiyyah – Band 3, S. 260

http://islamfatwa.de/gottesdienste-ibadah/102-fasten-sawm-ramadan/allgemeines-bezueglich-fasten/45-beim-fasten-gelangt-wasser-in-hals-nase

14. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Begriffserklärung, Das Fasten (As-Saum), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Qur-aan, Reinigung (Tahaara) | | Hinterlasse einen Kommentar

Das Dua einer menstruierenden Frau wenn es Quran-Ayat enthält

Frage:
Ist es der menstruierenden Frau erlaubt, die Duas am Tag von Arafat zu lesen, trotz der Tatsache, dass sie Ayat aus dem Qur’an enthalten?

Antwort:
Es ist nichts daran verkehrt, wenn die menstruierende Frau und Wöchnerin Da‘awat rezitiert, welche für die Zeremonien der Hajj vorgeschrieben sind. Auch ist gemäß der richtigen Meinung nichts daran auszusetzen, wenn diese Frauen Qur’an lesen, weil es keinen eindeutigen sahih Bericht in den islamischen Quellen gibt, der diesen Frauen das Rezitieren des Qur’ans verbietet.

Es wird berichtet, dass der Mann, welcher junub ist, nicht den Qur’an lesen darf, während er in diesem junub-Zustand ist, wegen dem Hadith von ‘Ali (radiAllahu anhu). In Bezug auf die menstruierende Frau und die Wöchnerin gibt es den Hadith von ‘Umar: „Die menstruierende Frau und der Mann, welcher junub ist, sollen nicht den Qur’an lesen“ – aber er ist da‘if, weil der Hadith von Ismail ibn Ayyash von den Hijaziyin berichtet wurde, und er ist da‘if in seinen Berichten von ihnen. Aber sie (die menstruierende Frau und Wöchnerin) soll den Qur’an lesen, ohne dabei das Mushaf zu berühren [1], oder ihn auswendig rezitieren.

Im Falle einer Person, welche junub ist, so darf sie weder den Qur’an vom Mushaf rezitieren noch ihn auswendig vortragen, bis sie Ghusl gemacht hat. Der Unterschied zwischen diesen Beiden ist, dass die Zeitspanne für die Person im junub-Zustand sehr kurz ist und sie sofort Ghusl vollziehen kann, sobald der sexuelle Verkehr beendet ist. Sie befindet sich nicht lange im junub-Zustand und es liegt an der Person, wann sie den Ghusl vollzieht; wenn sie kein Wasser findet, so kann sie Tayyammum verrichten und dann beten und den Quran lesen.

Aber die menstruierende Frau und Wöchnerin hat keine Kontrolle über ihre Situation – sie liegt bei Allah Dem Erhabenen. Im Falle der Wöchnerin dauert die Periode ein paar Tage oder Wochen. Deshalb ist es ihnen erlaubt, den Quran zu rezitieren, damit sie ihn nicht vergessen und damit sie nicht vom Segen des Quranrezitierens und des Lernens der Schariah Regeln vom Buche Allahs ausgeschlossen bleiben.

Da dies (die Erlaubnis den Quran zu rezitieren und zu lesen) der Fall ist, ist es ebenso mit Sicherheit erlaubt, Bücher mit Da’awat zu lesen, welche eine Mischung aus Quran-Ayat und Ahadith beinhalten. Dies ist die korrekte Ansicht unter den zwei Gelehrtenmeinungen.
Schaikh Ibn Baz, rahimahullah

Fataawa Islammiyyah (1/239)

http://www.islamfatwa.de/gottesdienste-ibadah/45-reinigung/al-haidh-menstruation-und-an-nifas-wochenfluss/968-das-dua-einer-menstruierenden-frau-wenn-es-quran-ayat-enthaelt

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Medizin / Krankheiten, Qur-aan, Reinigung (Tahaara), Sprechen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die fünf Stufen des Gebetes

Ibnu-l-Qayyim (rahiemahullaah) sagte:

Und die Menschen sind auf fünf Stufen, was das Verrichten des Gebetes anbelangt:

Erste Stufe: Die Stufe desjenigen, der nachlässig ist, und seiner Seele Leid antut: Er ist derjenige, der darin versagt, sein Wudu ordentlich durchzuführen, das Gebet zu seiner rechten Zeit und innerhalb der vorgegebenen Grenzen zu verrichten, und seine notwendigen Säulen zu einzuhalten.

Zweite Stufe: Derjenige, der darauf achtet, seine Gebete zur rechten Zeit und innerhalb der vorgegebenen Grenzen zu verrichten, der die notwendigen Säulen einhält und sein Wudu mit Sorgfalt ausführt. Jedoch ist sein Streben (das o.g. zu erreichen) verschwendet, durch Einflüsterungen in seinem Gebet, und so ist er durch Gedanken und Ideen abgelenkt.

Dritte Stufe: Derjenige, der darauf achtet, sein Gebet innerhalb der vorgegebenen Grenzen zu verrichten, der die notwendigen Säulen einhält und danach strebt, die Einflüsterungen, Gedanken und Ideen abzuwehren. Er ist damit beschäftigt, seinen Feind (den Teufel) zu bekämpfen, dass dieser nicht von seinem Gebet stiehlt. Aufgrund dessen ist er mit Beidem beschäftigt, dem Gebet und Jihad.

Vierte Stufe: Derjenige, der im Gebet steht, dessen Rechte und vorgegebene Säulen vervollständgt und perfektioniert, es innerhalb der Grenzen verrichtet, und sein Herz ist darin vertieft, die vorgegebenen Grenzen und seine Rechte einzuhalten, so dass nichts davon verschwendet wird. Seine gesamte Sorge richtet sich auf seine Verrichtung, seine Vollendung und seine Perfektion, so wie es sein soll. Sein Herz ist im Gebet und in Versklavung zu seinem Herrn, dem Erhabenen, versunken.

Fünfte Stufe: Derjenige, der im Gebet steht wie der oben Beschriebene. Jedoch darüber hinaus hat er sein Herz genommen und vor seinen Herrn عز وجل gelegt, im Herzen voller Erwartung nach Ihm schauend, (mit seinem Herzen) erfüllt mit Seiner Liebe und Macht, als ob er Allaah sieht und erlebt. Die Einflüsterungen, Gedanken und Ideen sind verschwunden, und die Verhüllungen zwischen ihm und seinem Herrn sind hochgezogen. Der Unterschied zwischen dieser Person und anderen, was das Gebet angeht, ist überragender und größer als das, was zwischen Himmel und Erde ist. Diese Person ist beschäftigt mit seinem Herrn عز وجل und entzückt von Ihm.

Die erste Stufe wird bestraft, die zweite wird zur Rechenschaft gezogen, der dritten werden ihre Sünden und Mängel vergeben werden, die vierte wird belohnt und die fünfte wird ihrem Herrn nahe sein, denn die Quelle seiner Freude lag im Gebet. Und wen immer das Gebet im Diesseits erfreut, der erfreut sich der Nähe seines Herrn عز وجل im Jenseits. Und er wird auch zur Quelle der Freude in dieser Welt gemacht, denn wer immer Allaah zur Quelle seiner Freude in dieser Welt macht, der wird auch alle anderen erfreuen und zufrieden machen.

Al-Waabil as-Sayyib min al-Kalim at-Tayyib

übersetzt von Y. M. Bienas aus: http://www.salafipublications.com/sps/sp.cfm?subsecID=IBD06&articleID=IBD060005&articlePages=1

***

Ibn al-Qayyim (rahimahullaah) said:

And mankind, with regard to th eir performance of prayer are in five levels:

The First: The level of the one who is negligent and wrongs his soul: He is the one who falls short in performing wudhoo properly, performing the prayer upon its time and within its specified limits, and in fulfilling its essential pillars.

The Second: The one who guards his prayers upon their proper times and within their specified limits, fulfils their essential pillars and performs his wudhoo with care. However, his striving (in achieving the above) is wasted due whisperings in his prayer so he is taken away by thoughts and ideas.

The Third: The one who guards his prayers within the specified limits, fulfils their essential pillars and strives with himself to repel the whisperings, thoughts and ideas. He is busy struggling against his enemy (Shaytaan) so that he does not steal from the prayer. On account of this he is engaged in (both) prayer and jihaad.

The Fourth: The one who stands for the prayer , completes and perfects its due rights, its essential pillars, performs it within its specified limits and his heart becomes engrossed in safeguarding its rights and specified limits, so that nothing is wasted from it. His whole concern is directed towards its establishment, its completion and its perfection, as it should be. His heart is immersed in the prayer and in enslavement to his Lord the Exalted.

The Fifth: The one who stands for the prayer like the one mentioned above. However, on top of this, he has taken and placed his heart in front of his Lord Azzawajall, looking towards Him with his heart with anticipation, (his heart) filled with His love and His might, as if he sees and witnesses Allaah. The whisperings, thoughts and ideas have vanished and the coverings which are between him and his Lord are raised. What is between this person and others with respect to the prayer, is superior and greater than what is between the heavens and the earth. This person is busy with his Lord Azzawajall, delighted with Him.

The First type will be punished, the second type will be held to account, the third will have his sins and shortcomings expiated, the fourth will be rewarded and the fifth will be close to his Lord, because he will receive the portion of the one who makes his prayer the delight and pleasure of his eye. Whoever makes his prayer,the delight and pleasure of his eye, will have the nearness to his Lord Azzawajall made the delight and pleasure of his eye in the hereafter. He will also be made a pleasure to the eye in this world since whoever makes Allaah the pleasure of his eye in this world, every other eye will become delighted and pleased with him.

28. Oktober 2012 Posted by | 'Ibaadah, Das Gebet (Salaah), Englisch, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Reinigung (Tahaara) | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wie schützt man sich vor dem „bösen Blick“?

Frage:
Wie kann sich der Muslim gegen den bösen Blick schützen?

Antwort:
Zweifellos ist der Muslim, welcher Allaahs viel gedenkt durch viel Dhikr und Qur-aan-Lesen besser gegen den bösen Blick sowie jeden anderen Schaden von Seiten der Schayaatiin unter den Menschen und den Jinn geschützt, als derjenige, welcher nur wenig Allaahs gedenkt und schwach im Glauben ist.

Der Prophet Muhammad – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – suchte Zuflucht bei Allaah für sich selber und die beste Methode Zuflucht bei Allaah zu suchen ist das Lesen des Buches von Allaah, insbesondere der Schutz-Suwar (das jeweils dreimalige Lesen von Suurah al-Falaq, an-Naas und al-Ikhlaas), der Suurah al-Faatiha und der Aayatu-l-Kursiy.

Unter den Sahiih Ad’iyah, die vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – gelesen wurden sind folgende:

“A’uudhu bi kalimaati(A)llaahi-t-tammaati min scharri ma khalaq.“

أَعُوذُ بِكَلِمَاتِ اللَّهِ التَّامَّاتِ مِنْ شَرِّ مَا خَلَقَ

(„Ich suche Zuflucht bei den perfekten Worten Allaahs vor dem Übel dessen, was Er erschaffen hat.“)
(Überliefert von Muslim, al-Dhikr wa’l-Du’aa, 4881)

„A’udhu bi kalimaati(A)llaahi at-taammati min kulli schaytaanin wa haammatin wa min kulli ‘aynin laammah.“

أَعُوذُ بِكَلِمَاتِ اللَّهِ التَّامَّةِ مِنْ كُلِّ شَيْطَانٍ وَهَامَّةٍ، وَمِنْ كُلِّ عَيْنٍ لاَمَّةٍ

(„Ich suche Zuflucht bei den perfekten Worten Allaahs vor jedem Satan und jedem giftigen Insekt, und vor jedem bösen Blick.“)
(Überliefert von al-Bukhaariyy, Ahaadith al-Anbiyaa’, 3120)

Es wurde von Abu Said überliefert dass Jibriil zum Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – kam und sagte: “Oh Muhammad, bist du krank?” Er sagte: “Ja.” Er sagte dann:
“Bismi(A)llaahi arqiika min kulli schay-in yu-dhiika, min scharri kulli nafsin au ‘aynin haasid, Allaahu yaschfiik, bismi(A)llaahi arqiik.”

بِسْمِ اللَّهِ أَرْقِيكَ مِنْ كُلِّ شَىْءٍ يُؤْذِيكَ مِنْ شَرِّ كُلِّ نَفْسٍ أَوْ عَيْنٍ أَوْ حَاسِدٍ اللَّهُ يَشْفِيكَ بِسْمِ اللَّهِ أَرْقِيكَ

(„Im Namen Allaahs, ich mache Ruqyah für dich, vor allem, dass dir schaden könnte, vor dem Übel jeder Seele oder neidischem Blick, möge dich Allaah heilen, im Namen Allaahs, ich mache Ruqyah für dich.“)
(überliefert von Muslim, al-Salaam, 4056)

Auch das folgende Du’aa aus dem Qur-aan hat Wirkung:
“Hasbi Allaahu, laa ilaaha illaa Huwa, ‘alayhi tawakkaltu wa Huwa Rabbu-l-‘arshi-l-‘adhiim.“

حَسْبِىَ ٱللَّهُ لَآ إِلَـٰهَ إِلَّا هُوَ ۖ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ ۖ وَهُوَ رَبُّ ٱلْعَرْشِ ٱلْعَظِيمِ

(„Allaah ist genug für mich, niemand hat das Recht angebetet zu werden außer Ihm, in Ihn setze ich mein Vertrauen und Er ist der Herr des gewaltigen Thrones.“)
(At-Taubah 9:129 – Erklärung der Bedeutung)

Zweifellos, wenn der Muslim regelmäßig die Adhkaar für den Morgen und den Abend und vor dem Schlafengehen macht (siehe z.B. in Hisnu-l-Muslim), dann werden sie einen großen Effekt dabei haben, ihn vor dem bösen Blick zu schützen, und sie werden wie eine Festung für ihn sein.

Eine der besten Behandlungen ist der Gebrauch von Ruqyah, die der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – für den bösen Blick erlaubt hat und die Leute dazu angeleitet hat.

Imaam Ahmad und at-Tirmidhiyy (2059, wo er ihn als sahiih klassifiziert hat) überlieferten, dass Asmaa’ bint ‘Umays sagte:
“Oh Gesandter Allaahs, die Kinder von Ja’far wurden von dem bösen Blick heimgesucht, sollen wir für sie Ruqyah rezitieren?” Er sagte: “Ja, denn wenn irgendetwas die göttliche Bestimmung überholen würde, dann wäre es der böse Blick.”
(Klassifiziert als sahiih von al-Albaaniyy in Sahiih at-Tirmidhiyy)

حَدَّثَنَا ابْنُ أَبِي عُمَرَ، حَدَّثَنَا سُفْيَانُ، عَنْ عَمْرِو بْنِ دِينَارٍ، عَنْ عُرْوَةَ، وَهُوَ أَبُو حَاتِمِ بْنُ عَامِرٍ عَنْ عُبَيْدِ بْنِ رِفَاعَةَ الزُّرَقِيِّ، أَنَّ أَسْمَاءَ بِنْتَ عُمَيْسٍ، قَالَتْ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنَّ وَلَدَ جَعْفَرٍ تُسْرِعُ إِلَيْهِمُ الْعَيْنُ أَفَأَسْتَرْقِي لَهُمْ فَقَالَ ‏ „‏ نَعَمْ فَإِنَّهُ لَوْ كَانَ شَيْءٌ سَابَقَ الْقَدَرَ لَسَبَقَتْهُ الْعَيْنُ ‏“‏ ‏.‏ قَالَ أَبُو عِيسَى وَفِي الْبَابِ عَنْ عِمْرَانَ بْنِ حُصَيْنٍ وَبُرَيْدَةَ ‏.‏ وَهَذَا حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ

Und es wurde überliefert, dass ‘Aa-ischah – radiy Allaahu ‘anhaa – sagte:
“Die Person, welche das böse Auge verursacht hat soll dazu gebracht werden, Wuduu zu machen, und dann sollte die Person, die davon heimgesucht wurde, sich mit diesem Wasser waschen.“
(Überliefert von Abuu Daawuud, at-Tibb, 3382. Al-Albaaniyy sagte in Sahiih Sunan Abiy Daawuud, sein Isnad ist sahiih. Nr. 3282)

حَدَّثَنَا عُثْمَانُ بْنُ أَبِي شَيْبَةَ، حَدَّثَنَا جَرِيرٌ، عَنِ الأَعْمَشِ، عَنْ إِبْرَاهِيمَ، عَنِ الأَسْوَدِ، عَنْ عَائِشَةَ، رضى الله عنها قَالَتْ كَانَ يُؤْمَرُ الْعَائِنُ فَيَتَوَضَّأُ ثُمَّ يَغْتَسِلُ مِنْهُ الْمَعِينُ

Das heißt also, dass die heimgesuchte Person sich mit dem Wuduu-Wasser der Person, welche ihm den bösen Blick angetan hat, waschen soll, und sie wird dadurch mit Allaahs Erlaubnis geheilt werden.

Imaam Ahmad (15550), Maalik (1811), an-Nasaa-iyy und Ibn Hibbaan überlieferten von Sahl Ibn Haniif dass der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – mit ihm Richtung Makka reiste, bis sie den Gebirgspass von al-Kharaar in al-Jahfah erreichten. Dort machte Sahl Ibn Haniif Ghusl, und er war ein gut aussehender, weißhäutiger Mann mit schöner Haut.
‘Aamir Ibn Rabii’ah, einer von dem Banu ‘Adiyy Ibn Ka’b-Stamm schaute ihn an, während er Ghusl machte und sagte: “Ich habe noch niemals solch eine schöne Haut gesehen, nicht mal die Haut einer Jungfrau,” und in dem Moment fiel Sahl auf den Boden.
Sie gingen zum Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – und sagten: “Oh Gesandter Allaahs, kannst du irgend etwas für Sahl tun, denn, bei Allaah, er kann nicht seinen Kopf heben und er wacht nicht auf.” Er sagte: “Könnt ihr irgendjemanden in Bezug auf ihn anklagen?” Sie sagten: „‘Aamir Ibn Rabii’ah schaute ihn an.”
Daraufhin rief der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – ‘Aamir und tadelte ihn streng. Er sagte: “Warum sollte einer von euch seinen Bruder töten? Wenn ihr etwas seht, das euch gefällt dann macht Du’aa für ihn (Anmerkung: z.B. „Allaahumma baarik“ – Möge Allaah es segnen).“
Dann sagte er zu ‘Aamir: “Wasche dich für ihn.” Also wusch er sein Gesicht, seine Hände, Arme, Knöchel und die Seiten seiner Füße, und das Innere seines Izaar (unterer Teil seines Gewandes) in einem Behälter. Dann wurde dieses Wasser über Sahl gegossen, und ein Mann goss es über seinen Kopf und Rücken von hinten. Als er dies getan hatte, stand Sahl auf und schloss sich den anderen an und es war als ob nichts geschehen wäre.
(Klassifiziert als sahiih von al-Albaaniyy in al-Mischkaat, 4562)

و جاء في مسند الإمام أحمد عَنْ أَبِي أُمَامَةَ بْنِ سَهْلِ بْنِ حُنَيْفٍ أَنَّ أَبَاهُ حَدَّثَهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم خَرَجَ وَسَارُوا مَعَهُ نَحْوَ مَكَّةَ حَتَّى إِذَا كَانُوا بِشِعْبِ الْخَزَّارِ مِنَ الْجُحْفَةِ اغْتَسَلَ سَهْلُ بْنُ حُنَيْفٍ وَكَانَ رَجُلا أَبْيَضَ حَسَنَ الْجِسْمِ وَالْجِلْدِ فَنَظَرَ إِلَيْهِ عَامِرُ بْنُ رَبِيعَةَ أَخُو بَنِي عَدِيِّ بْنِ كَعْبٍ وَهُوَ يَغْتَسِلُ فَقَالَ مَا رَأَيْتُ كَالْيَوْمِ وَلا جِلْدَ مُخَبَّأَةٍ فَلُبِطَ سَهْلٌ فَأُتِيَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم فَقيلَ لَهُ يَا رَسُولَ اللَّهِ هَلْ لَكَ فِي سَهْلٍ وَاللَّهِ مَا يَرْفَعُ رَأْسَهُ وَمَا يُفِيقُ قَالَ هلْ تَتَّهِمُونَ فِيهِ مِنْ أَحَدٍ قَالُوا نَظَرَ إِلَيْهِ عَامِرُ بْنُ رَبِيعَةَ فَدَعَا رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم عَامِرًا فَتَغَيَّظَ عَلَيْهِ وَقَالَ عَلامَ يَقْتُلُ أَحَدُكُمْ أَخَاهُ هَلا إِذَا رَأَيْتَ مَا يُعْجِبُكَ بَرَّكْتَ ثُمَّ قَالَ لَهُ اغْتَسِلْ لَهُ فَغَسَلَ وَجْهَهُ وَيَدَيْهِ وَمِرْفَقَيْهِ وَرُكْبَتَيْهِ وَأَطْرَافَ رِجْلَيْهِ وَدَاخِلَةَ إِزَارِهِ فِي قَدَحٍ ثُمَّ صُبَّ ذَلِكَ الْمَاءُ عَلَيْهِ يَصُبُّهُ رَجُلٌ عَلَى رَأْسِهِ وَظَهْرِهِ مِنْ خَلْفِهِ يُكْفِئُ الْقَدَحَ وَرَاءَهُ فَفَعَلَ بِهِ ذَلِكَ فَرَاحَ سَهْلٌ مَعَ النَّاسِ لَيْسَ بِهِ بَأْسٌ

http://www.islamfatwa.de/krankheit-heilung/172-magie-boeser-blick-wahn-sunna-heilung/der-boese-blick-al-ayn/667-wie-vor-boesen-blick-schuetzen

22. Oktober 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Al-Albaaniyy, Der Schemelvers (Aayatu-l Kursiyy), Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Medizin / Krankheiten, Qur-aan, Reinigung (Tahaara), Sprechen | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Jede Neuerung (Bid’a) ist Irreführung (Scheich al-Albaani, rahimahullah)

Eine Sache über die sich die Gelehrten in Ihrer Meinung überhaupt nicht unterscheiden ist die Tatsache, dass der Islam auf zwei großartige und grundlegende Prinzipien aufgebaut ist. Gewiss diese sind:

Erstens: Allah alleine zu verehren, abseits von anderen
Zweitens: Das Befolgen und Beispiel nehmen des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam –, abseits von anderen

Was ich hier nur besprechen möchte, betrifft das Prinzip, welches aussagt: Der Imaan (Glaube) eines Muslims wird nicht vollständig, bis er glaubt, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – der Gesandte Allahs ist. Und dass, wenn eine beliebige Person auf dem Gesicht dieser Erde Allahs Einheit bezeugen würde, entsprechend den drei Kategorien (des Tauhids), nicht eher Gläubig sein wird, bis er hinzufügt, dass er glaubt, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – Allahs Diener und Gesandter ist. Also ist es für jeden Muslim erforderlich, die Bedeutung dieser wunderbaren Aussage (vom Tauhid) zu erlernen.

„Wisse nun, dass Laa Ilaaha illa Allah (kein anbetungswürdiger Gott, außer Allah ist)“ (Sure 47, Muhammad, Vers 19) und erkenne den wahren Sinn dieser Bedeutung in zwei Teile an. Erstens, an den Sinn zu glauben und zweitens, es in sich selbst zu verinnerlichen, durch seine Anbetung und sein Glaube in Allah.

Ebenfalls ist es für jeden Muslim obligatorisch, die Bedeutung von: „Und ich bezeuge, dass Muhammad Allahs Diener und Gesandter ist“ zu kennen. Dieses Zeugnis (von der Bezeugung, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – Allahs Diener und Gesandter ist) schließt das erste Zeugnis ab (von der Bezeugung, dass es keine Gottheit gibt, die mit Recht angebetet wird außer Allah).

Aufgrund dessen ist das Glaubensbekenntnis nicht vollständig, ohne dass der Muslim auch an das zweite Zeugnis glaubt – es erstens verstehend, glaubend und akzeptierend und zweitens, anwendend in den Angelegenheiten dieses Lebens. Also bedingt unsere Aussage: „Und ich bezeuge, dass Muhammad Allahs Diener und Gesandter ist“ unter anderem, dass wir glauben, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – die Botschaft übermittelte und seine Aufgabe vollkommen und perfekt ausgeführt hat, derart, dass niemand nach ihm kommt, wie groß und hoch dieser jemand auch sein möge, und einen Teil davon korrigieren oder verbessern kann. Unser Herr, möge Allah verherrlicht und erhaben sein, stellt diese Tatsache in der folgenden Aussage dar: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt.“ (Sure 5, al-Maa’idah, Vers 3)

Deswegen wurde authentisch vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – aus zahlreichen Pfaden überliefert, dass er sagte: „Ich habe nichts ausgelassen von dem, was euch Allah näher bringen kann und euch von dem Höllenfeuer entfernt, ausgenommen dem, was ich euch aufgetragen habe. Und ich habe nichts Ausgelassen, dass euch dem Höllenfeuer nähert und euch von Allah entfernt, außer dem was ich verbot.“

Also wurde kein Raum gelassen um etwas von ihr zu ergänzen, nicht mal für eine einfache oder belanglose Sache. Deswegen wurde vom Imam aus Daar al-Hidjrah (Medina), Imaam Maalik Ibn Anas – möge Allah mit ihm gnädig sein, berichtet, dass er sagte: „Wer auch immer eine Neuerung in den Islam einführt, welche er als gut erachtet, der hat behauptet dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – das Vertrauen des Übermittelns der Botschaft verrat.
Lese die Aussage Allahs, des Allmächtigen und Majestätischen: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt.“ (Sure 5, al-Maa’idah, Vers 3)

Also was auch immer an diesem Tage kein Teil der Religion war, ist auch am heutigen Tage kein Teil dieser Religion. Und der letzte Teil dieser Ummah (Gemeinschaft) wird nicht berichtigt, außer durch das, was im ersten Teil (der Ummah) verbessert wurde.“

Das war das Verständnis von Imam Malik, dem Imam aus Daar al-Hidjrah, derart, dass er in einer klaren arabischen Aussprache sagte, dass wer auch immer nur eine Neuerung im Islam einführt und diese für etwas Gutes erachtet, in der Tat behauptet, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – die Botschaft verrat. Und wer auch immer dies behauptet, glaubt nicht (aufrichtig), dass „Muhammad Allahs Diener und Gesandter ist.“ Wie es sehr klar in den Worten des edlen Imam zu sehen ist, ist Neuerung „kein Teil dieser Religion am heutigen Tage.“

So ist es also an dem Muslim, Ittibaa’ (Folgen des Propheten) durchzuführen, in der Art, dass er aufrichtig in seiner Aussage, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – Allahs Gesandter und Diener ist sein kann und dass er – sallAllahu alayhi wa sallam – die vollkommene und reine Botschaft brachte, ohne etwas hinzuzufügen oder außer Acht zu lassen. Wenn dies das Argument ist, dann muss jeder Muslim das Ausmaß anerkennen und an den Punkten haltmachen, wo sein Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – die Grenzen für ihn aufstellte, welche Taten der Anbetung und Taten des Gehorsams zu Allah sind.

Denn die Feder, mit dem was vorher offenbart wurde ist getrocknet (es kommt keine Offenbarung mehr nach Muhammad). Und es wurde kein Raum gelassen, der eine Tat der Anbetung, die nicht schon vorher in den ersten Tagen existierte (vom Propheten), anerkennt. Folglich sind unsere rechtschaffenen Vorgänger (Salaf as-Saalih) gekommen und gegangen, bestätigend des Umfanges des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam, indem er (der Prophet) erstens seine Mission erfüllte und die Botschaft übermittelte, wie du weißt. Und zweitens, dass er der beste Anbeter unter den Anbetern Allahs war und der Allah am meisten Fürchtende.

Also gibt es keinen Raum ihn zu korrigieren:
1. Vom Standpunkt der Gesetzgebung (offenbarte Inhalte) in der Religion, wie im Vers und Kommentar von Imam Malik hierüber zu sehen ist.
2. Hiermit würde behauptet, dass es jemanden gibt, der ein besserer Anbeter Allahs ist und Allah mehr verehrt als der Gesandte Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam. Dies ist unmöglich!

Wer also immer diese zwei Tatsachen verstanden hat, bezüglich dem Glauben, dass Muhammad – sallAllahu alayhi wa sallam – Allahs Diener und Gesandter ist, der wird seine Anbetung Allahs nur auf das beschränken, was von Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – in Ahadith überliefert wurde.
Und er wird kein anderes Vorbild oder Beispiel für sich nehmen als den Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam. Noch wird er jemals den zweiten Punkt behaupten, also das es möglich sei, dass sich in den Gedanken eines Gläubigen darstellen würde, dass dieser jemand gehorsamer oder fürchtender gegenüber Allah ist, oder Allah mehr verehrt als er – sallAllahu alayhi wa sallam. Dies ist eine Sache der Unmöglichkeit.

Wir werden aufführen was in den zwei Sahih-Sammlungen (Sahih al-Buchari und Sahih Muslim) mit der Befugnis von Anas Ibn Maalik – möge Allah mit ihm gnädig sein überliefert wurde: Dass eine Gruppe von Leuten auszog um den Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – zu sehen, aber sie seine Frauen fragten, da sie nicht in der Lage waren ihn zu finden. So fragten sie seine Frauen über die Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – Allah gegenüber, über sein Stehen im Gebet in der Nacht, sein Fasten während des Tages und über seine Beziehung zu seinen Frauen. So führten sie ihnen auf, was sie über seine Führung diesbezüglich wussten – und seine Führung ist die beste Führung auf dem Gesicht dieser Erde, wie es in der Khutba al-Haajah geäußert wurde: „Und die beste Führung ist die Führung Muhammads.“

Die Frauen berichteten den Männern, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – fasten würde und sein Fasten brechen, dass er in der Nacht beten und auch schlafen, und dass er Frauen heiraten würde.

Anas – möge Allah mit ihm gnädig sein – sagte: „Als sie das von den Frauen des Propheten hörten, befanden sie seine Anbetung zu Allah für gering.“
Sie dachten sie wäre gering, aufgrund dessen was in Ihren Gedanken war. Sie dachten, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – die ganze Nacht lang beten, ständig fasten und wie ein Mönch nicht in die Nähe einer Frau kommen würde. So waren sie also überrascht etwas vorzufinden, was nicht mit ihrer Vorstellung übereinstimmte. Also nahmen sie an, dass der Grund dafür war, dass Allah die vergangenen und zukünftigen Sünden des Propheten vergeben hat. Daher sagten sie: „Der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – verringerte nur seine Anbetung Allahs – von welcher sie dachten, dass sie gering war – weil Allah ihm seine Sünden vergab.“

Dies war ohne Zweifel ein Fehler ihrerseits. Sie wussten nicht, dass diese Anbetung, die sie für klein und gering hielten, in der Tat eine Anbetung darstellt, die von keinem vollkommen erfüllt werden kann. Auch nicht durch die Besten unter den Menschen, in der Anbetung Allahs, auch nicht Dawud – Allahs Frieden auf ihm, über den in Sahih al-Buchari authentisch berichtet wird, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – sagte: „Dawud war der beste Anbeter Allahs unter der Menschheit.“

Diese Gruppe von Leuten wusste nicht, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – der beste Anbeter Allahs unter der Menschheit war mit seiner Anbetung. Auch die besten Diener Allahs unter der Menschheit sind nicht dazu in der Lage, seine Anbetung auszuführen, wie ich erklärt habe.
Und dies war unter den Dingen, worüber er – sallAllahu alayhi wa sallam – gefragt wurde, als einige Leute – die über seine Gewohnheiten Bescheid wussten, nicht wie die Gruppe von Leuten, die seine Gewohnheiten ignorierten – ihn fanden und Mitgefühl zeigten, als sie den Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – im Gebet stehen sahen und seine Füße angeschwollen waren. So sagten sie zu ihm – sallAllahu alayhi wa sallam: „O Gesandter Allahs! Allah vergab dir (doch) deine vergangenen und zukünftigen Sünden.“

Sie meinten damit: „Hab doch Erbarmen mit dir, O Gesandter Allahs! Sei leicht in deiner Anbetung, weil deine Füße anschwillen.“ Und seine – sallAllahu alayhi wa sallam – Antwort war: „Sollte ich deswegen kein dankbarer Diener sein?“

Dies ist eine Widerlegung bezüglich der falschen Argumentation, die durch die kleine Gruppe von Leuten aufgestellt wurde, die sagte, dass der Grund für die leichte Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – gegenüber Allah die Vergebung Allahs seiner vergangenen und zukünftigen Sünden sei. Sie hatten kein Wissen darüber, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – in der Nacht solange im Gebet stand, dass seine Füße anschwollen. Also als zu ihm gesagt wurde: „O Gesandter Allahs! Allah vergab dir (doch) deine vergangenen und zukünftigen Sünden“, antwortete er: „Sollte ich deswegen kein dankbarer Diener sein?“

Basierend auf ihre Einbildung, die Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – gegenüber Allah sei gering und was sie über die Vergebung Allahs seiner vergangenen und zukünftigen Sünden wussten, nahm jeder dieser Personen dieser kleinen Gruppe an, dass sie verpflichtet sind, diese Anbetung zu überschreiten und dass sie das, was sie über die Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – gegenüber Allah hörten, in Bezug auf sein Fasten, sein Beten in der Nacht und seine (eheliche) Beziehung mit Frauen, übertreffen müssten. So versprachen sie sich Folgendes untereinander: Die erste Person sagte: „Ich werde die ganze Nacht beten und nicht schlafen.“ Die zweite Person sagte: „Was mich betrifft, ich werde ununterbrochen fasten und keinen Tag auslassen, ohne zu fasten.“ Und die dritte Person sagte: Ich werde keine Frau heiraten.“

Warum? Weil sie annahmen, dass die Heirat eine Ablenkung ist und einem von der Perfektion der Anbetung Allahs abhält. Aber sie wussten nicht – und Allah weiß es am besten, doch auf mich wirkt es so, als wären sie neu zum Islam zurückgekehrte Personen, die noch nichts über die Vorschriften und Regelungen im Islam lernten – dass die Heirat in sich eine Anbetung Allahs ist, wie es in einem bekannten Hadith zu finden ist, als eine Gruppe von armen Leuten zum Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – kamen und sagten: „Die Leute mit großem Reichtum und Einkommen haben uns übertroffen – Sie beten, wie wir beten, sie fasten, wie wir fasten, und sie machen Hadj, wie wir Hadj machen. Und sie spenden ihr Geld wohltätig, aber wir spenden nichts wohltätig!“ So sagte der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – zu ihnen: „Soll ich euch nicht anweisen etwas zu tun, was, wenn ihr es tut, euch verhilft, diejenigen zu übertreffen, die vor euch sind und die, die hinter euch sind niemals aufholen können (in der Belohnung), außer für diejenigen, die dasselbe wie ihr tun?“

So ging der Vertreter der armen Leute zurück zu seinen Gefährten des armen Volkes und überbrachte ihnen die frohe Kunde, die er vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – mitnahm. So waren sie sehr glücklich darüber, davon zu hören. Es verging nicht viel Zeit bis der Vertreter wieder zum Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – kam um ihm mitzuteilen: „O Gesandter Allahs! Was du uns erzähltest, hat auch das reiche Volk erreicht, so begannen sie auch das zu tun, was wir tun.“ So sagte der Gesandte Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam: „Dies ist die Großzügigkeit Allahs, welche Allah dem gibt, der Ihm gefällt.“ Dies ist die Überlieferung von Imam Muslim, zu finden in seinem Sahih.

In anderen Überlieferungen des Hadiths, wird berichtet, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – zu ihnen sagte: „Wahrlich in jedem Tasbih (sagen von Subhaana Allah) ist Wohltätigkeit für dich. Und in jeder Tahmid (sagen von al-Hamdulillah) ist Wohltätigkeit. Und in jeder Takbir (sagen von Allahu Akbar) ist Wohltätigkeit. Und in jeder Tahlil (sagen von Bismillah) ist Wohltätigkeit. Das Gute gebieten ist Wohltätigkeit und das Schlechte verbieten ist Wohltätigkeit. Und das Entfernen von einem schädlichen Hindernis auf dem Weg ist Wohltätigkeit.“

Dann fuhr der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam –mit der Aufzählung der noblen Charaktereigenschaften fort. Am Ende des Hadithes sagte er: „Und in euren Beziehungen mit euren Frauen ist Wohltätigkeit.“ Sie sagten erstaunt: „O Gesandter Allahs, wird jemand von uns seine Begierden erfüllen (mit seinen Frauen) und dafür belohnt?“ So sagte der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam: „Siehst du nicht, dass wenn jemand es in einer verbotenen Weise erfüllt, eine Bürde (einer Sünde) dafür trägt?“ Sie sagten: „Natürlich, O Gesandter Allahs.“ So sagte er: „Ebenso ist es, wenn er es auf erlaubtem Wege erfüllt, so wird er dafür belohnt.“

Also waren sie sich nicht über diesen Hadith oder andere Ahadith bewusst, in denen Anregung zur Heirat, insbesondere vom Zeugen von Kindern und Nachkommen, wie es in dem authentischen Hadith zu sehen ist, zu finden sind: „Heiratet die fruchtbaren und liebevollen Frauen, mit Gewissheit ich werde durch euch mit anderen Völkern konkurrieren, bezüglich demjenigen, der die größte Anhängerschaft am Jüngsten Tage hat.“

Also wird derjenige, der heiratet, sich und seine Frau keusch hält dafür belohnt werden. Diese Gruppe ignorierte dies. So war einer unter ihnen, der sich selbst versprach, dass er nicht heiraten würde, mit der Aussage: „Was mich betrifft, ich werde keine Frauen heiraten.“ Dann ging die Gruppe und als der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – heimkehrte, informierten ihn seine Frauen darüber, was sie von der Gruppe von Leuten an Versprechungen, die sie unter sich machten, hörten. Also sprach der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – über diese Angelegenheit in einer Khutbah in der Moschee: „Was ist los mit den Leuten, die dies und jenes sagen“ – wiederholend vor den Zuhörern, was diese einzelnen Personen sagten, als sie bei ihm zu Hause waren. Die letzte Person will keine Frauen heiraten. Der Zweite sagte er würde jeden Tag fasten und keinen Tag auslassen, ohne zu fasten. Und der Andere sagte, dass er die ganze Nacht beten will und nicht schlafen.“

Es gehörte zu Umgangsform und Anstand des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – wenn er die Leute ermahnte, verwies und belehrte, dass er die Fehler derjenigen, die Fehler verübten oder sündigten, versteckte, indem er ihre Namen nicht nannte. Er stellte sie nicht bloß, vielmehr machte er Aussagen, wie die oben erwähnte: „Was ist los mit den Leuten, die dies und jenes sagen?“ Denn es hat keinen Nutzen den Namen der Person zu nennen, die Fehler begangen hat, außer wenn seine Fehler eine große Gruppe von Leuten betrifft und er für die Mahnung anwesend ist. Aber wenn die Leute gehen und er geht, verschwindet die Gelegenheit, sie zu erinnern. In dieser Situation musste man es den Leuten also öffentlich nennen. Und es ist nicht so, wie manche denken, die über Wissen und Güte beim „Gebieten von Gutem und Verbieten von Schlechtem“ Bescheid wissen, für die nicht realisiert wird, dass Güte die Kritik an jemanden, der, eine Gruppe von Leuten betreffend einen Fehler beging, nicht aufhebt.

Die Geschichten über unsere Salaf (Vorgänger), gepriesen sei Allah, sind gefüllt mit Überlieferungen, die Zeugnis über diesen Fakt ablegen. Es ist für mich genügend, zu nennen was die beiden Schuyukh (al-Buchaari und Muslim) in ihren Sahihs vom Hadith von ’Abdullah Ibn ’Ummar überliefern, der sagte: ’Ummar Ibn al-Khattaab – Allahs Wohlgefallen auf ihm – hielt die Freitagsrede – normalerweise in der Moschee des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – als ein Mann von den Gefährten des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam –, eintrat. In einer anderen Überlieferung wird berichtet, dass es ’Uthmaan Ibn ‘Affaan war. So stoppte ’Ummar seine Khuttbah und drehte sich in Richtung dieser Person, die zu spät kam und es verpasste, früh zu kommen, um die Freitagsrede zu hören. So antwortete die Person: „O Führer der Gläubigen, ich tat nichts anderes außer den Adhaan (Gebetsruf) zu hören, die Gebetswaschung zu verrichten und zur Moschee zu kommen.“ So sagte er rügend mit einer missbilligenden, verhörenden Art zu ihm: „Auch über die Wudu` (Gebetswaschung) hörte ich den Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – sagen: „Wer auch immer zum Freitagsgebet geht, soll Gusl (die große Waschung) vollziehen.“

Der Punkt, den wir aus dieser Überlieferung ableiten wollen ist, dass er ’Uthmaan Ibn ’Affan öffentlich vor einer großen Ansammlung von Zeugen rügte, weil er zu spät zur Freitagspredigt und Freitagsgebet kam. Also daher: Das Prinzip jemanden zu belehren und zu ermahnen basiert auf die Grundlage von: Verstecken der Fehler der Leute, außer es ist ein Nutzen darin, der veranlasst es öffentlich zu machen. Das ist das Prinzip, das der Gesandte Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – einschloss als er die Khuttbah hielt mit bezüglich der Gruppe von Leuten, die in sein Haus kamen. So sagte er: „Was ist los mit den Leuten, die dies und dies sagen?“. Er machte eine Andeutung auf diese Leute nannte aber niemanden von ihnen namentlich.

Der Punkt ist, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – sagte: „Was mich betrifft …“, was eine Widerlegung des Wesentlichen ist, was über die Leute berichtet wurde, die die Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – für gering hielten und dies damit begründeten, dass Allah ihm seine vergangenen und zukünftigen Sünden vergab. Also sagte er: „Was mich betrifft, ich bin der Allah am meisten fürchtende unter euch, und der meist gehorsame unter euch, vor Allah. Was mich betrifft, gewiss ich faste und ich faste nicht […].“ Mit der Bedeutung, ich faste nicht ununterbrochen. „Und ich bete in der Nacht und ich schlafe […].“ Mit der Bedeutung, ich bleibe nicht die ganze Nacht wach, wie es von den Fanatischen unter den Dienern, die Ihre Anbetung steigerten, mit dem Versuch die Anbetung des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – zu übertreffen, gemacht wurde. Das ist der Grund, warum ‘A`ischah sagte, wie es in Sahih Muslim berichtet wird: „Der Prophet verbrachte niemals eine ganze Nacht in der Anbetung.“

So sagte der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam, uns ermahnend, dass die Religion Mäßigung, und die Mäßigung Anbetung ist – weder Übertreibung noch Vernachlässigung: „Was mich betrifft ich bin der Allah am meisten fürchtende unter euch, und der meist gehorsame unter euch, vor Allah. Was mich betrifft, gewiss ich faste und ich faste nicht. Und ich bete in der Nacht und ich schlafe. Und ich heirate Frauen. Also wer auch immer sich von meiner Sunnah abwendet, gehört nicht zu mir.“

Also ist die Sunnah des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – wie sie vom Islam zu uns kam, dass woran alle Muslime verpflichtet sind festzuhalten. Und ich garantiere, dass wenn Dawud – der gemäß der Aussage des Gesandten Allahs, der beste Diener unter der Menschheit war – nachdem der Prophet mit dem vollständigen und perfekten Islam gesandt wurde, kommen würde, er nicht in der Lage sein würde, alle Taten der Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – zu umfassen.

Das bedeutet alle Taten der Anbetung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – gleichwohl in: Seiner Rede, seinen Taten und stillen Zustimmung. Infolge dessen bleibt kein Platz mehr für irgendeinen Muslim, um Taten der Anbetung hinzuzufügen, nachdem Allah Seine Religion durch die Sendung des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – mit dem perfekten Islam vervollkommnete.

Also sollte nach der Realisierung, dass der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – der beste Anbeter unter der Menschheit, der Allah am meisten Gehorsame sowie Allah am meisten Fürchtende ist, nichts anderes zählen, als das befolgen des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam.
Wir sind sicher, dass wir niemals in der Lage sein werden die Anbetung des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – zu umfassen, außer zeitweise oder zu kurzen Zeitperioden. So sind wir völlig unfähig den Fußstapfen des Gesandten Allahs in seiner Anbetung zu folgen. Das ist unmöglich – mit Respekt gegenüber jedem Einzelnen unter der Menschheit, nach dem Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam.

Darum bleibt nichts außer, dass wir alle zwei Dinge bestreben:

Erstens: die Sunnah des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – zu lernen, in allen Angelegenheiten, die vom Islam zu uns gelangen – gleichwohl in Glauben, Anbetung oder Charakteristik und Benehmen. Und wie ich vorher sagte, wir werden niemals in der Lage sein, mehr zu tun als ihn nur nachzuahmen, wie es gesagt wurde: „So ahme sie nach, wenn du nicht wie sie bist, wahrlich, das Nachahmen der Rechtschaffenen ist Erfolg.“
Es ist nicht zulässig, jemand anderen unter der Menschheit zu folgen außer ihm Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam –, weil er der perfekteste der Menschen ist, gemäß der einstimmigen Zustimmung. Und jeder, der ihn, nachdem er ging, nachahmt und folgt, wird überwältigt von seinem Ozean der Anbetung sein.

Zweitens: Die erste Sache ist, dass wir die Sunnah des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – kennen müssen, zustimmend zu der breiten und erheblichen Bedeutung. Dies seit der Prophet – sallAllahu alayhi wa sallam – bezüglich der Gruppe von Leuten sagte: „Also wer auch immer sich von meiner Sunnah abwendet, gehört nicht zu mir.“ Der Satz in dem Hadith bezieht sich nicht auf das Verlassen der empfohlenen Sunnah-Handlungen, z. B. dass diese Person nicht vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – ist. Das ist nicht mit diesem Hadith gemeint. Vielmehr bedeutet „Also, wer auch immer sich von meiner Sunnah abwendet“: „von meinem Weg und meiner Methodik, in allen Angelegenheiten meines religiösen Lebens“.

Das ist die Art einer Person, die nicht von ihm ist. Und diese Art von Person variiert im Hinblick auf seine Angelegenheiten des Befolgens des Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam.

So hat die Sunnah zwei Bedeutungen:

Erstens: eine Religiöse, auf die arabische Sprache basierende: das worauf der Gesandte Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam – und diejenigen, die seinem Weg folgten, waren.

Zweitens: Das, was bei den Gelehrten als Brauch auftritt als Trennwand der Anbetung in zwei Typen – Fard (Pflicht) und Sunnah (empfohlen). Die Sunnah ist hier in Zustimmung mit Ihrer Definition: „Das, wofür jemand der es tut, belohnt und wofür jemand, der es unterlässt, nicht bestraft wird.“
Also ist die Person welche die Sunnah des Gesandten Allah – sallAllahu alayhi wa sallam – mit ihrer ersten Bedeutung unterlässt (sein Weg und seine Methodik), in Irreführung. Und seine Abweichung kann entweder groß oder klein sein, in Abhängigkeit seiner Nähe und Abgeschiedenheit des Befolgens des Gesandten Allahs – sallAllahu alayhi wa sallam.

Basierend darauf sollten wir sehen, dass es keine Notwendigkeit gibt, etwas zu ändern oder eine „gute Neuerung“ („Bid’a Hasanah“) in den Islam einzuführen, behauptend das nichts Falsches an einer Neuerung ist. Denn wir sollten uns als unfähig ansehen, dem vortrefflichen Propheten in allem, was uns überliefert wurde zu folgen, bezüglich seiner Anbetung Allahs, ob es nun mit dem Bittgebet zusammenhängt, dem Gedenken an Allah oder das Gebet. Also ist es ausreichend, ihm gemäß unseren Fähigkeiten zu folgen.

Hier möchte ich eine Geschichte erwähnen, die bei al-Buchari in seinem Sahih überliefert ist, damit du den Wert von Allahs Aussage realisierst: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt.“
Al-Buchaari berichtet, dass einer der jüdischen Rabbis zu ’Ummar Ibn al-Khattaab während der Zeit seines Kalifats kam und sagte: „O Führer der Gläubigen, es gibt eine Ayah (Vers) in eurem Buch, die ihr rezitiert. Wäre sie auf uns Juden herab gesandt worden, hätten wir den Tag ihrer Offenbarung zu einem Fest für uns gemacht.“ Er (’Ummar) fragte: „Welche Ayah ist diese?“ Der Jude nannte den Wortlaut wie folgt: „Heute habe Ich euch eure Religion vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Glauben erwählt […].“ ’Ummar sagte: „Wir kennen doch diesen Tag und wissen, an welchem Ort diese Ayah auf den Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – herab gesandt worden ist! Es war an einem Freitag, während er in ‘Arafat stand (in seiner Abschiedspilgerfahrt).“

Warum sagte dieser Jude: „Wäre sie auf uns Juden herab gesandt worden, hätten wir den Tag ihrer Offenbarung zu einem Fest für uns gemacht“? Er sagte es, weil er sich bewusst über die Großartigkeit dieses Segens war, welche Allah über seine Diener verlieh. Aber was ist mit uns Muslimen heute? Bedauerlicherweise verleihen wir diesem großen Segen keinen Wert. Das ist der Grund, warum man viele Leute in der Vergangenheit fand – in vergangenen Generationen – welche die Muslime mit Gebeten, Worten des Gedenkens und Bittgebeten, die nicht vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – kamen, füllten.

Was zu uns vom Propheten – sallAllahu alayhi wa sallam – kam, ist wahrhaftig genügend und passend. Fakt ist, es ist mehr als unsere menschliche Befähigung erfassen kann. Wie auch immer, jeder von uns nimmt von dieser Anbetung, wozu er imstande ist und was seiner Befähigung und seinem Vermögen entspricht.

Scheich al-Albaani, rahimahullah

http://www.islamfatwa.de/manhaj/113-religioese-erneuerungen-bida/412-jede-neuerung-bida-ist-irrefuehrung

15. Oktober 2012 Posted by | 'Ibaadah, Al-Albaaniyy, Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Bid'ah/Erneuerung, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Reinigung (Tahaara), Salafi, Schahaada | , | Hinterlasse einen Kommentar

Oh Allah, gib mir Licht …

Ibn ‚Abbas berichtete:
Eines nachts schlief ich im Haus von Maimuna. Der Prophet صلى الله عليه و سلم wachte auf, kam dem Ruf der Natur nach, wusch sein Gesicht und seine Hände, und schlief dann. Er stand auf (spät in der Nacht), ging zu einem Trinkschlauch, öffnete diesen und verrichtete die Gebetswaschung. Er verbrauchte nicht viel Wasser, wusch aber alle Teile sorgfältig und verrichtete dann das Gebet. Ich stand auf und streckte meinen Rücken, so dass der Prophet nicht fühlte, dass ich ihn beobachtete. Dann verrichtete ich die Gebetswaschung, und als er aufstand zum Gebet, stellte ich mich an seine linke Seite. Er ergriff mein Ohr und brachte mich hinüber auf seine rechte Seite. Er verrichtete insgesamt dreizehn Rakat, legte sich dann hin und schlief, bis er anfing, seinen Atem auszublasen, wie er es gewöhnlich tat, wenn er schlief. Inzwischen informierte Bilal den Propheten صلى الله عليه و سلم über den Anbruch der Zeit für das (Fajr-) Gebet. und der Prophet صلى الله عليه و سلم verrichtete das Fajr (Morgen) Gebet, ohne erneut die Gebetswaschung vorzunehmen.
Er pflegte in seinem Bittgebet zu sagen:


Allahumma ij’al fi qalbi nuran wa fi basari nuran, wa fi sam’i nuran, wa’an yamini nuran, wa’an yasari nuran, wa fawqi nuran, wa tahti nuran, wa amami nuran, wa khalfi nuran, waj’al li nuran.“
Oh Allah, gib mir Licht in mein Herz, und Licht in mein Sehen, und Licht in mein Gehör, und Licht auf meine rechte Seite, und Licht auf meine linke Seite, und Licht über mir, und Licht unter mir, und Licht vor mir, und Licht hinter mir, und schenke mir Licht.“

Kuraib (einer der Erzähler) sagte:
Ich habe sieben andere Worte vergessen (welche der Prophet صلى الله عليه و سلم in seinem Bittgebet erwähnte). Ich traf einen Mann aus der Nachkommenschaft von Al-‚Abbas, und er nannte mir diese sieben Dinge. Er nannte عَصَبِي وَلَحْمِي وَدَمِي وَشَعَرِي وَبَشَرِي meine Nerven, mein Fleisch, mein Blut, mein Haar und meinen Körper, und noch zwei weitere Dinge.

Sahih Al-Bukhari  80, 6389

حَدَّثَنَا عَلِيُّ بْنُ عَبْدِ اللَّهِ، حَدَّثَنَا ابْنُ مَهْدِيٍّ، عَنْ سُفْيَانَ، عَنْ سَلَمَةَ، عَنْ كُرَيْبٍ، عَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ ـ رضى الله عنهما ـ قَالَ بِتُّ عِنْدَ مَيْمُونَةَ فَقَامَ النَّبِيُّ صلى الله عليه وسلم فَأَتَى حَاجَتَهُ، غَسَلَ وَجْهَهُ وَيَدَيْهِ، ثُمَّ نَامَ، ثُمَّ قَامَ فَأَتَى الْقِرْبَةَ فَأَطْلَقَ شِنَاقَهَا، ثُمَّ تَوَضَّأَ وُضُوءًا بَيْنَ وُضُوءَيْنِ لَمْ يُكْثِرْ، وَقَدْ أَبْلَغَ، فَصَلَّى، فَقُمْتُ فَتَمَطَّيْتُ كَرَاهِيَةَ أَنْ يَرَى أَنِّي كُنْتُ أَتَّقِيهِ، فَتَوَضَّأْتُ، فَقَامَ يُصَلِّي، فَقُمْتُ عَنْ يَسَارِهِ، فَأَخَذَ بِأُذُنِي فَأَدَارَنِي عَنْ يَمِينِهِ، فَتَتَامَّتْ صَلاَتُهُ ثَلاَثَ عَشْرَةَ رَكْعَةً ثُمَّ اضْطَجَعَ فَنَامَ حَتَّى نَفَخَ ـ وَكَانَ إِذَا نَامَ نَفَخَ ـ فَآذَنَهُ بِلاَلٌ بِالصَّلاَةِ، فَصَلَّى وَلَمْ يَتَوَضَّأْ، وَكَانَ يَقُولُ فِي دُعَائِهِ ‏ „‏ اللَّهُمَّ اجْعَلْ فِي قَلْبِي نُورًا، وَفِي بَصَرِي نُورًا، وَفِي سَمْعِي نُورًا، وَعَنْ يَمِينِي نُورًا، وَعَنْ يَسَارِي نُورًا، وَفَوْقِي نُورًا، وَتَحْتِي نُورًا، وَأَمَامِي نُورًا، وَخَلْفِي نُورًا، وَاجْعَلْ لِي نُورًا ‏“‏‏.‏ قَالَ كُرَيْبٌ وَسَبْعٌ فِي التَّابُوتِ‏.‏ فَلَقِيتُ رَجُلاً مِنْ وَلَدِ الْعَبَّاسِ فَحَدَّثَنِي بِهِنَّ، فَذَكَرَ عَصَبِي وَلَحْمِي وَدَمِي وَشَعَرِي وَبَشَرِي، وَذَكَرَ خَصْلَتَيْنِ‏.‏

21. Juni 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, andere Sprachen, Arabisch العربية, Du'aa (Bittgebete), Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Reinigung (Tahaara) | | Hinterlasse einen Kommentar

Geduld ist Erleuchtung

Nach der Aussage von Abu Malik al-Harith ibn ‚Asim al-Ash’ari رضى الله عنه sagte der Gesandte Allahs ‏‏صلى الله عليه وسلم‎ :

„Reinheit (Tahur) ist die Hälfte des Glaubens (Iemaan).

Und Alhamdulillah (alles Lob gebührt Allah) füllt die Waage.

Und SubhanAllah (gepriesen sei Allah und Er ist frei von Unvollkommenheit) und Alhamdulillah (alles Lob gebührt Allah) erfüllen alles, was zwischen Himmel und Erde ist.

Gebet ist Licht;

Almosen ist ein Beweis;

Geduld ist Erleuchtung;

und der Qur’an ist ein Argument für oder gegen dich. Jeder Mensch beginnt seinen Tag und ist Verkäufer seiner Seele, entweder er befreit sie oder er bringt sie zum Ruin.“

عَنْ أَبِي مَالِكٍ الْحَارِثِ بْنِ عَاصِمٍ الْأَشْعَرِيِّ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه و سلم „الطَّهُورُ شَطْرُ الْإِيمَانِ، وَالْحَمْدُ لِلَّهِ تَمْلَأُ الْمِيزَانَ، وَسُبْحَانَ اللَّهِ وَالْحَمْدُ لِلَّهِ تَمْلَآنِ -أَوْ: تَمْلَأُ- مَا بَيْنَ السَّمَاءِ وَالْأَرْضِ، وَالصَّلَاةُ نُورٌ، وَالصَّدَقَةُ بُرْهَانٌ، وَالصَّبْرُ ضِيَاءٌ، وَالْقُرْآنُ حُجَّةٌ لَك أَوْ عَلَيْك، كُلُّ النَّاسِ يَغْدُو، فَبَائِعٌ نَفْسَهُ فَمُعْتِقُهَا أَوْ مُوبِقُهَا“.
رَوَاهُ مُسْلِمٌ [رقم:223].

(Muslim; An-Nawawi 23)

26. November 2011 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Begriffserklärung, Das Gebet (Salaah), Die fünf Säulen, Du'aa (Bittgebete), Ehe, Scheidung, Familie, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Imaan, Qur-aan, Reinigung (Tahaara), Sadaqah, Sprechen | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Engel betreten kein Haus, in welchem sich ein Hund oder eine Skulptur befindet.

‚A’ischa  رضي الله عنها berichtete:
Gabriel عليه السلام versprach dem Gesandten Allahs  صلى الله عليه وسلم, zu ihm in einer bestimmten Stunde zu kommen, doch jene Stunde verstrich, und er kam nicht. Der Gesandte Allahs  صلى الله عليه وسلم hatte einen Stock in seiner Hand, den warf er hin und sagte: „Allah bricht nicht Sein Versprechen, auch Seine Gesandten nicht.“ Dann wandte er  صلى الله عليه وسلم sich ab, wobei sein Blick auf einen kleinen Hund unter seinem Bett fiel. Er  صلى الله عليه وسلم sagte zu mir: „Wann kam dieser Hund herein?“ Ich sagte: „Bei Allah, ich habe ihn nicht wahrgenommen.“ Er  صلى الله عليه وسلم befahl, den Hund herauszubringen und sogleich kam Gabriel عليه السلام zu ihm. Der Gesandte Allahs  صلى الله عليه وسلم klagte: „Du hast mir versprochen (zu kommen), und ich saß wartend, aber du kamst nicht!“ Daraufhin sagte er: „Wir betreten kein Haus, in welchem sich ein Hund oder eine Skulptur befindet.“
ANY CHARACTER HERE
وعن عائشة رضي الله عنها قالت‏:‏ واعد رسول الله صلى الله عليه وسلم جبريل عليه السلام في ساعة أن يأتيه، فجاءت تلك الساعة ولم يأته‏!‏ قالت‏:‏ وكان بيده عصًا، فطرحها من يده وهو يقول‏:‏ ‏“‏ما يخلف الله وعده ولا رسله‏“‏ ثم التفت، فإذا جرو كلب تحت سريره‏.‏ فقال‏:‏ ‏“‏متى دخل هذا الكلب‏؟‏‏“‏ فقلت‏:‏ والله ما دريت به، فأمر به فأخرج، فجاءه جبريل عليه السلام‏:‏ فقال رسول الله صلى الله عليه وسلم ‏:‏ ‏“‏وعدتني، فجلست لك ولم تأتني‏“‏ فقال‏:‏ منعني الكلب الذي كان في بيتك، إنا لا ندخل بيتًا فيه كلب ولا صورة‏“‏ ‏(‏‏(‏رواه مسلم‏)‏‏)‏‏.‏
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(überliefert von Muslim; Riyad-us-Salihien 18, Hadith 1686)

1. November 2011 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Engel, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Reinigung (Tahaara), Tiere | | Hinterlasse einen Kommentar

Die drei Knoten

Abu Huraira berichtete:

Der Gesandte Allahs صلى الله عليه وسلم hat gesagt:

“Wenn einer von euch nachts eingeschlafen ist, knüpft der Satan drei Knoten an seinem Nackenwirbel, wobei er bei jedem Knoten spricht: “Du hast eine lange Nacht vor dir, so schlaf weiter!” Wenn der Mensch aufwacht und Allahs gedenkt, löst sich ein Knoten. Wenn er Wudu (die kleine Waschung) macht, löst sich ein weiterer Knoten. Verrichtet er danach das Gebet, so löst sich der (letzte) Knoten auf, und er beginnt seinen Tag energisch und fröhlich, andernfalls beginnt er seinen Tag launisch und träge.”

حَدَّثَنَا إِسْمَاعِيلُ بْنُ أَبِي أُوَيْسٍ، قَالَ حَدَّثَنِي أَخِي، عَنْ سُلَيْمَانَ بْنِ بِلاَلٍ، عَنْ يَحْيَى بْنِ سَعِيدٍ، عَنْ سَعِيدِ بْنِ الْمُسَيَّبِ، عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ ـ رضى الله عنه ـ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم قَالَ ‏ „‏ يَعْقِدُ الشَّيْطَانُ عَلَى قَافِيَةِ رَأْسِ أَحَدِكُمْ إِذَا هُوَ نَامَ ثَلاَثَ عُقَدٍ، يَضْرِبُ كُلَّ عُقْدَةٍ مَكَانَهَا عَلَيْكَ لَيْلٌ طَوِيلٌ فَارْقُدْ‏.‏ فَإِنِ اسْتَيْقَظَ فَذَكَرَ اللَّهَ انْحَلَّتْ عُقْدَةٌ، فَإِنْ تَوَضَّأَ انْحَلَّتْ عُقْدَةٌ، فَإِنْ صَلَّى انْحَلَّتْ عُقَدُهُ كُلُّهَا، فَأَصْبَحَ نَشِيطًا طَيِّبَ النَّفْسِ، وَإِلاَّ أَصْبَحَ خَبِيثَ النَّفْسِ كَسْلاَنَ

(Al-Bukhari 59, Hadith 79)

29. Oktober 2011 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Das Gebet (Salaah), Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Reinigung (Tahaara) | , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Katzen

Kabshah bint Ka’b ibn Malik sagte, dass Abu Qatadah – ihrSchwiegervater- zu ihr kam und sie goss für ihn Wasser ein, für seinen Wudu und eine Katze kam und trank von dem Wasser und er kippte das Gefäß, so dass die Katze trinken konnte. Kabshah sagte: ‚Er sah mich, wie ich ihn anschaute und sagte: „Findest du es seltsam, oh Tochter meines Bruders?“ Ich sagte: „Ja“. Er sagte: „Der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم sagte: Sie (die Katzen) sind nicht najis (unrein), vielmehr sind sie von denen die zwischen euch gehen.“‘

وَحَدَّثَنِي عَنْ مَالِكٍ، عَنْ إِسْحَاقَ بْنِ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ أَبِي طَلْحَةَ، عَنْ حُمَيْدَةَ بِنْتِ أَبِي عُبَيْدَةَ بْنِ فَرْوَةَ، عَنْ خَالَتِهَا، كَبْشَةَ بِنْتِ كَعْبِ بْنِ مَالِكٍ – وَكَانَتْ تَحْتَ ابْنِ أَبِي قَتَادَةَ الأَنْصَارِيِّ – أَنَّهَا أَخْبَرَتْهَا أَنَّ أَبَا قَتَادَةَ دَخَلَ عَلَيْهَا فَسَكَبَتْ لَهُ وَضُوءًا فَجَاءَتْ هِرَّةٌ لِتَشْرَبَ مِنْهُ فَأَصْغَى لَهَا الإِنَاءَ حَتَّى شَرِبَتْ قَالَتْ كَبْشَةُ فَرَآنِي أَنْظُرُ إِلَيْهِ فَقَالَ أَتَعْجَبِينَ يَا ابْنَةَ أَخِي قَالَتْ فَقُلْتُ نَعَمْ ‏.‏ فَقَالَ إِنَّ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم قَالَ ‏ „‏ إِنَّهَا لَيْسَتْ بِنَجَسٍ إِنَّمَا هِيَ مِنَ الطَّوَّافِينَ عَلَيْكُمْ أَوِ الطَّوَّافَاتِ

(Überliefert von al-Tirmidhi, 92; al-Nasaa’i, 68; Abu Dawood, 75; IbnMaajah, 367. Klassifiziert als sahih von al-Albaani. Ibn Hajar überliefert inal-Talkhees dass al-Bukhaari es als sahih klassifiziert)

8. September 2011 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Reinigung (Tahaara), Tiere | | Hinterlasse einen Kommentar