Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

10 Wege, Zuflucht vor dem Schaitan (Satan) zu suchen [Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah]

1. Bei Allah Zuflucht suchen vor dem Schaitan. Allah, der Erhabene sagte: „Und wenn dich vom Satan eine Eingebung aufstachelt, dann suche Zuflucht bei Allah, denn Er ist ja der Allhörende und Allwissende.“ (41:36)

2. Das Rezitieren der zwei Suren Al-Falaq und An-Naas, denn sie haben einen wunderbaren Effekt bei der Suche nach Zuflucht bei Allah vor seinem Übel, beim Schwächen des Schaitans und beim Schutz vor ihm.
Darum sagte der Prophet, sallallahu ‚alaihi wa sallam: „Es gibt keine bessere Art, Zuflucht zu suchen, als mit den Mu’awwidhatayn, den Suren Al-Falaq und An-Naas.“ (an-Nasaa’i, 5337)

3. Das Rezitieren des Ayat-ul-Kursi (2:255)

4. Das Rezitieren der Sure Al-Baqarah. Der Gesandte, sallallahu ‚alaihi wa sallam, sagte: „Dem Haus, in welchem Al-Baqarah rezitiert wird, nähert sich der Schaitan nicht.

5. Der letzte Teil der Sure Al-Baqarah. Der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alaihi wa sallam, sagte: „Wer in der Nacht die letzen zwei Verse der Sure Al-Baqarah liest, dem werden diese genügen.“ (Muslim)

6. Das Rezitieren des Anfangs der Sure Mu’min (Ghafir), bis zu Seiner Aussage: “ ilaihi-l-masier.“ (Zu ihm ist der Ausgang)
[Also: „Ha-Mim. (Dies ist) die Offenbarung des Buches von Allah, dem Allmächtigen und Allwissenden, dem Vergebenden der Sünde und dem Anehmenden der Reue, dem Strengen in der Bestrafung und Dem, Der voller Wohltätigkeit ist. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Zu Ihm ist der Ausgang.“ (40:1-3)]

7. Hundert Mal sagen: „la ilaha il Allah wahdahu la sharika lah, lahu-l-mulku wa lahu-l-hamdu wa huwa ‚ala kulli shay’in quadir
(„Es gibt keinen Gott, der in Wahrheit das Recht hat, angebetet zu werden, ausser Allah, er hat keinen Teilhaber, Sein ist die Herrschaft und Ihm ist das Lob, und Er hat zu allem die Macht.„)

8. Die nützlichste Art, sich vor dem Schaitan zu schützen: Häufigkeit des Gedenkens an Allah, den Erhabenen.

9. Waschung und Gebet, und diese gehören zu den grössten Mitteln zum Schutz, vor allem in Zeiten, wenn Ärger und Verlangen aufkommen.

10. Sich davon enthalten, zuviel zu sprechen, zu essen und unter Leute zu gehen.

*           *           *

zusammengefasst aus: Bida’i` al-Fawa’id (304-308)

übersetzt von Maimuna Yvonne Bienas aus: http://www.sincerehearts.nl/lessen/beschermingtegenshaytan.html

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12. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Das Gebet (Salaah), Der Schemelvers (Aayatu-l Kursiyy), Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Imaan, Medizin / Krankheiten, Qur-aan, Sprechen, Tauhid | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sünden und ihre Auswirkungen im Diesseits auf den Sünder

Schaykh ibn al-Qayyim (rahimahullah) über einige Folgen der Sünden auf den, der sie begeht:

1 – Des Wissens beraubt zu sein, denn Wissen ist Licht, welches Allah das Herz erreichen lässt, und die Sünde löscht dieses Licht aus. Als al-Schafi’i vor Imam Malik saß und ihm vor las, bewunderte er ihn, wegen der Intelligenz, Wachsamkeit und dem Verständnis, die er in ihm sah. Er sagte: „Ich denke, dass Allah Licht in dein Herz gegeben hat, also lösche es nicht durch die Finsternis der Sünde aus.

2 – Der Versorgung (Rizq) beraubt werden. In Musnad Ahmad ist überliefert, dass Thawban sagte: „Der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte: „Ein Mann wird seiner Versorgung beraubt, wegen der Sünden, die er begeht.“ (Überliefert von Ibn Majah, 4022, als Hasan eingestuft von al-Albani in Sahih Ibn Majah).

3 – Ein Gefühl der Entfremdung, das zwischen einer Person und seinem Herrn kommt, und zwischen ihm und anderen Menschen. Einer der Salaf sagte: „Wenn ich Allah ungehorsam bin, sehe ich dies in der Haltung meines Reittieres und meiner Frau mir gegenüber.

4 – Die Dinge werden für ihn schwierig, so dass er seine Aufmerksamkeit nicht einer Sache widmet, ohne dass sie ihm den Weg blockiert oder er es schwierig findet. Aus dem gleichen Grund, werden für den, der Allah fürchtet, die Dinge einfach gemacht für ihn.

5 – Der Sünder wird Dunkelheit in seinem Herzen finden, die er gerade so fühlen wird, wie er die Dunkelheit der Nacht fühlt. So wirkt diese Finsternis auf sein Herz, wie die physische Dunkelheit auf seine Sicht wirkt. Denn Gehorsam (gegenüber Allah) ist Licht und Ungehorsam ist Finsternis. Je stärker die Dunkelheit wächst, desto größer wird seine Verwirrung, bis er in Bid’a, Irreführung und andere Dinge fällt, die zum Untergang führen, ohne es zu merken, wie ein blinder Mann, der zu Fuß allein in die Dunkelheit der Nacht hinaus geht. Diese Dunkelheit wächst stärker, bis sie die Augen bedeckt, dann wächst sie noch stärker, bis sie das Gesicht bedeckt, welches dunkler erscheint und von allen gesehen wird.
‚Abd-Allah ibn‘ Abbas sagte: „Gute Taten machen das Gesicht strahlend (hell), geben Licht ins Herz, und bringen reichlich Versorgung (der Lebensunterhalt vermehrt sich stark), körperliche Stärke und Liebe in den Herzen der Menschen für den Mu‘min mit sich.
Schlechte Taten machen das Gesicht dunkel, bringen Dunkelheit ins Herz, und bringen körperliche Schwäche, Mangel an Versorgung und Hass in den Herzen der Menschen für den Sünder mit sich.

6 – Der Verlust von Ibadah und Gehorsam (gegenüber Allah). Wenn die Sünde keine andere Strafe mit sich brächte außer, dass sie verhindert, dass eine Person eine Anbetung tut, welche das Gegenteil von Sünde ist, und diese den Zugang zu anderen Handlungen der Anbetung abschneidet, wäre das schon schlimm genug. Also schneidet die Sünde einen dritten Weg und einen vierten Weg ab und so weiter, und wegen der Sünde, wird er von vielen Handlungen der Anbetung abgetrennt, die jeweils für ihn besser gewesen wären als diese Welt und alles was darin ist. So ist er wie ein Mensch, der eine bestimmte Nahrung zu sich nimmt, welche eine langwierige Krankheit verursacht, und somit ist er von vielen anderen Lebensmitteln beraubt, die besser als diese gewesen wären. Und Allah ist derjenige, dessen Hilfe wir suchen.

7 – Sünde erzeugt Sünde, bis sie eine Person dominiert und sie nicht mehr vor ihr entkommen kann.

8 – Sünde schwächt die Willenskraft einer Person. Allmählich festigt sie seinen Willen zu sündigen und schwächt seinen Willen zu bereuen, bis er keinen Willen in seinem Herzen mehr hat zu bereuen … also sucht er Vergebung und drückt Reue aus, aber es sind nur noch Worte auf den Lippen, wie die Reue der Lügner, deren Herzen immer noch entschlossen sind, Sünden zu begehen und die sich hartnäckig daran festhalten. Dies ist eine der schwersten Krankheiten, die am ehesten zum Untergang führt.

9 – Der Sünder wird desensibilisiert und wird die Sünde nicht mehr abscheulich finden; so wird es seine Gewohnheit werden, und er wird sich nicht mehr daran stören, wenn die Menschen ihn sehen, während er eine Sünde begeht oder wenn sie über ihn deshalb reden.

Für die Führer der Unmoral, ist dies die ultimative Schamlosigkeit, in der sie eine große Freude empfinden, zu solch einem Maße, dass sie stolz auf ihre Sünde sind und zu den Menschen darüber sprechen, die nicht wissen, dass sie es getan haben, und sagen: „Oh so und so, ich habe so und so getan.“
Solchen Menschen kann nicht mehr geholfen werden und der Weg zur Umkehr ist für sie in den meisten Fällen blockiert. Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte: „Jedem Mitglied meiner Ummah wird vergeben, außer jenen, die ihre Sünden öffentlich machen. Ein Beispiel dafür ist das eines Mannes, der nachts eine Sünde begeht und am nächsten Morgen, nachdem Allah seine Sünde bedeckt hielt, sagt: ‚Oh Soundso, ich habe letzte Nacht dieses und jenes getan.‘ Nachdem sein Herr die ganze Nacht seine Sünden bedeckt hielt und er am nächsten Morgen öffentlich macht, was Allah bedeckte.“ (Al-Bukhari, 5721; Muslim, 2990)

10 – Wenn es viele Sünden sind, hinterlassen sie Spuren auf dem Herzen der Person, die sie begeht, so dass er einer der Nachlässigen wird. Als einer der Salaf sagte, über die Aya {Keineswegs! Vielmehr hat sich das, was sie zu erwerben pflegten, über ihren Herzen angesetzt.} (Sura al-Mutaffifin 83:14)

Dies bedeutet, Sünde über Sünde. Wie dies beginnt ist, dass das Herz befleckt wird durch die Sünde, und wenn die Sünde zunimmt, wird der Fleck größer, bis er zum Rost wird (der sich über sein Herz legt), dann vergrößert er sich, bis er zu einer Dichtung wird, die das Herz abdeckt und versiegelt. Wenn das passiert, nachdem eine Person rechtgeleitet wurde und (den Islam) verstanden hat, dann ist sein Herz auf den Kopf gestellt und an diesem Punkt gewinnt Satan die Kontrolle über ihn und leitet ihn, wie er will.

Schaykh ibn al-Qayyim, rahimahullah

http://www.islamfatwa.de/aqidah-tauhid/15-aqida-fundament-der-religion/1156-suenden-und-ihre-auswirkungen-im-diesseits-auf-den-suender

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Aqidah / Manhaj, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Imaan, Medizin / Krankheiten, Qur-aan, Sprechen | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Dua einer menstruierenden Frau wenn es Quran-Ayat enthält

Frage:
Ist es der menstruierenden Frau erlaubt, die Duas am Tag von Arafat zu lesen, trotz der Tatsache, dass sie Ayat aus dem Qur’an enthalten?

Antwort:
Es ist nichts daran verkehrt, wenn die menstruierende Frau und Wöchnerin Da‘awat rezitiert, welche für die Zeremonien der Hajj vorgeschrieben sind. Auch ist gemäß der richtigen Meinung nichts daran auszusetzen, wenn diese Frauen Qur’an lesen, weil es keinen eindeutigen sahih Bericht in den islamischen Quellen gibt, der diesen Frauen das Rezitieren des Qur’ans verbietet.

Es wird berichtet, dass der Mann, welcher junub ist, nicht den Qur’an lesen darf, während er in diesem junub-Zustand ist, wegen dem Hadith von ‘Ali (radiAllahu anhu). In Bezug auf die menstruierende Frau und die Wöchnerin gibt es den Hadith von ‘Umar: „Die menstruierende Frau und der Mann, welcher junub ist, sollen nicht den Qur’an lesen“ – aber er ist da‘if, weil der Hadith von Ismail ibn Ayyash von den Hijaziyin berichtet wurde, und er ist da‘if in seinen Berichten von ihnen. Aber sie (die menstruierende Frau und Wöchnerin) soll den Qur’an lesen, ohne dabei das Mushaf zu berühren [1], oder ihn auswendig rezitieren.

Im Falle einer Person, welche junub ist, so darf sie weder den Qur’an vom Mushaf rezitieren noch ihn auswendig vortragen, bis sie Ghusl gemacht hat. Der Unterschied zwischen diesen Beiden ist, dass die Zeitspanne für die Person im junub-Zustand sehr kurz ist und sie sofort Ghusl vollziehen kann, sobald der sexuelle Verkehr beendet ist. Sie befindet sich nicht lange im junub-Zustand und es liegt an der Person, wann sie den Ghusl vollzieht; wenn sie kein Wasser findet, so kann sie Tayyammum verrichten und dann beten und den Quran lesen.

Aber die menstruierende Frau und Wöchnerin hat keine Kontrolle über ihre Situation – sie liegt bei Allah Dem Erhabenen. Im Falle der Wöchnerin dauert die Periode ein paar Tage oder Wochen. Deshalb ist es ihnen erlaubt, den Quran zu rezitieren, damit sie ihn nicht vergessen und damit sie nicht vom Segen des Quranrezitierens und des Lernens der Schariah Regeln vom Buche Allahs ausgeschlossen bleiben.

Da dies (die Erlaubnis den Quran zu rezitieren und zu lesen) der Fall ist, ist es ebenso mit Sicherheit erlaubt, Bücher mit Da’awat zu lesen, welche eine Mischung aus Quran-Ayat und Ahadith beinhalten. Dies ist die korrekte Ansicht unter den zwei Gelehrtenmeinungen.
Schaikh Ibn Baz, rahimahullah

Fataawa Islammiyyah (1/239)

http://www.islamfatwa.de/gottesdienste-ibadah/45-reinigung/al-haidh-menstruation-und-an-nifas-wochenfluss/968-das-dua-einer-menstruierenden-frau-wenn-es-quran-ayat-enthaelt

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Medizin / Krankheiten, Qur-aan, Reinigung (Tahaara), Sprechen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wünscht euch nicht den Tod …

Anas bin Malik berichtete:
Der Prophet, sallallahu ‚alaihi wa sallam, sagte: „Keiner von euch soll sich den Tod wünschen, weil er von einem Unglück heimgesucht wird. Aber wenn er es unbedingt tun will, dann lasst ihn sagen: ‚Oh Allaah! Lass mich so lange leben, wie es für mich besser ist, und lass mich sterben, wenn der Tod besser für mich ist.“

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حَدَّثَنَا آدَمُ، حَدَّثَنَا شُعْبَةُ، حَدَّثَنَا ثَابِتٌ الْبُنَانِيُّ، عَنْ أَنَسِ بْنِ مَالِكٍ ـ رضى الله عنه ـ قَالَ النَّبِيُّ صلى الله عليه وسلم ‏ „‏ لاَ يَتَمَنَّيَنَّ أَحَدُكُمُ الْمَوْتَ مِنْ ضُرٍّ أَصَابَهُ، فَإِنْ كَانَ لاَ بُدَّ فَاعِلاً فَلْيَقُلِ اللَّهُمَّ أَحْيِنِي مَا كَانَتِ الْحَيَاةُ خَيْرًا لِي، وَتَوَفَّنِي إِذَا كَانَتِ الْوَفَاةُ خَيْرًا لِي

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‏‏‏Sahih Al-Bukhari 75, Hadith 5733

31. Oktober 2012 Posted by | Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, andere Sprachen, Arabisch العربية, Du'aa (Bittgebete), Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Heimsuchungen und das Ende der Welt, Medizin / Krankheiten, Sprechen | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Du’aa bei der Geburt

Frage:
Macht das Rezitieren von „al-Zalzalah“ während der Geburt die Entbindung leichter? Gibt es vorgeschriebenen Duaa oder Adhkâr, um die Entbindung zu erleichtern? Werden die während der Geburt gesprochenen Duaa beantwortet?

Antwort:
Das Schreiben von al-Zalzalah mit Safran in ein Gefäß, sowie andere Verse, die erwähnen, dass Allâh weiß, was sich in den Mutterleiben befindet, wie folgende Ayat (ungefähre Bedeutung): „Keine Früchte kommen aus ihren Hüllen hervor und kein weibliches Wesen wird schwanger und kommt nieder, außer mit Seinem Wissen.“ [Fussilat 41:47]

Allâh weiß, womit jedes weibliche Wesen schwanger ist und wie der Mutterleib abnimmt und wie er zunimmt. Und alles hat bei Ihm ein Maß.“ [al-Ra’d 13:8]

– wurde ausprobiert: Es wurde Wasser in ein Gefäß gegossen und gerührt, bis sich der Safran aufgelöste. Folgend wurde es der Frau im Labor zu trinken gegeben und etwas davon wurde auf ihren Bauch gerieben. Oder diese Verse wurden über Wasser rezitiert, das ihr dann zu trinken gegeben wurde und etwas davon wurde auf ihren Bauch gerieben. Oder diese Verse wurden über die Frau rezitiert, während sie Geburtswehen hatte. All diese Dinge waren hilfreich, durch die Gnade Allâhs.

Bezüglich der Frage wegen des Dua, so verdient das Dua einer Frau, die Geburtswehen durchleidet, beantwortet zu werden, da es eine Zeit der Notlage ist, und Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Oder (ist besser) Wer den in einer Notlage Befindlichen erhört, wenn er Ihn anruft, und das Böse hinwegnimmt und euch zu Nachfolgern (auf) der Erde macht? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah?“ [al-Naml 27:62]

Wie oft hat Allah in Zeiten der Notlage Duaa beantwortet und einen Ausweg geschaffen!

Sheikh Muhammad Ibn Sâlih al-‘Uthaymîn (möge Allâh ihn bewahren)

http://www.islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/92-familie-und-kinder/schwangerschaft-geburt/208-qal-zalzalahq-waehrend-der-geburt-rezitieren

26. Oktober 2012 Posted by | Al-'Uthaymien, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Medizin / Krankheiten, Qur-aan | , | Hinterlasse einen Kommentar

Wie schützt man sich vor dem „bösen Blick“?

Frage:
Wie kann sich der Muslim gegen den bösen Blick schützen?

Antwort:
Zweifellos ist der Muslim, welcher Allaahs viel gedenkt durch viel Dhikr und Qur-aan-Lesen besser gegen den bösen Blick sowie jeden anderen Schaden von Seiten der Schayaatiin unter den Menschen und den Jinn geschützt, als derjenige, welcher nur wenig Allaahs gedenkt und schwach im Glauben ist.

Der Prophet Muhammad – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – suchte Zuflucht bei Allaah für sich selber und die beste Methode Zuflucht bei Allaah zu suchen ist das Lesen des Buches von Allaah, insbesondere der Schutz-Suwar (das jeweils dreimalige Lesen von Suurah al-Falaq, an-Naas und al-Ikhlaas), der Suurah al-Faatiha und der Aayatu-l-Kursiy.

Unter den Sahiih Ad’iyah, die vom Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – gelesen wurden sind folgende:

“A’uudhu bi kalimaati(A)llaahi-t-tammaati min scharri ma khalaq.“

أَعُوذُ بِكَلِمَاتِ اللَّهِ التَّامَّاتِ مِنْ شَرِّ مَا خَلَقَ

(„Ich suche Zuflucht bei den perfekten Worten Allaahs vor dem Übel dessen, was Er erschaffen hat.“)
(Überliefert von Muslim, al-Dhikr wa’l-Du’aa, 4881)

„A’udhu bi kalimaati(A)llaahi at-taammati min kulli schaytaanin wa haammatin wa min kulli ‘aynin laammah.“

أَعُوذُ بِكَلِمَاتِ اللَّهِ التَّامَّةِ مِنْ كُلِّ شَيْطَانٍ وَهَامَّةٍ، وَمِنْ كُلِّ عَيْنٍ لاَمَّةٍ

(„Ich suche Zuflucht bei den perfekten Worten Allaahs vor jedem Satan und jedem giftigen Insekt, und vor jedem bösen Blick.“)
(Überliefert von al-Bukhaariyy, Ahaadith al-Anbiyaa’, 3120)

Es wurde von Abu Said überliefert dass Jibriil zum Propheten – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – kam und sagte: “Oh Muhammad, bist du krank?” Er sagte: “Ja.” Er sagte dann:
“Bismi(A)llaahi arqiika min kulli schay-in yu-dhiika, min scharri kulli nafsin au ‘aynin haasid, Allaahu yaschfiik, bismi(A)llaahi arqiik.”

بِسْمِ اللَّهِ أَرْقِيكَ مِنْ كُلِّ شَىْءٍ يُؤْذِيكَ مِنْ شَرِّ كُلِّ نَفْسٍ أَوْ عَيْنٍ أَوْ حَاسِدٍ اللَّهُ يَشْفِيكَ بِسْمِ اللَّهِ أَرْقِيكَ

(„Im Namen Allaahs, ich mache Ruqyah für dich, vor allem, dass dir schaden könnte, vor dem Übel jeder Seele oder neidischem Blick, möge dich Allaah heilen, im Namen Allaahs, ich mache Ruqyah für dich.“)
(überliefert von Muslim, al-Salaam, 4056)

Auch das folgende Du’aa aus dem Qur-aan hat Wirkung:
“Hasbi Allaahu, laa ilaaha illaa Huwa, ‘alayhi tawakkaltu wa Huwa Rabbu-l-‘arshi-l-‘adhiim.“

حَسْبِىَ ٱللَّهُ لَآ إِلَـٰهَ إِلَّا هُوَ ۖ عَلَيْهِ تَوَكَّلْتُ ۖ وَهُوَ رَبُّ ٱلْعَرْشِ ٱلْعَظِيمِ

(„Allaah ist genug für mich, niemand hat das Recht angebetet zu werden außer Ihm, in Ihn setze ich mein Vertrauen und Er ist der Herr des gewaltigen Thrones.“)
(At-Taubah 9:129 – Erklärung der Bedeutung)

Zweifellos, wenn der Muslim regelmäßig die Adhkaar für den Morgen und den Abend und vor dem Schlafengehen macht (siehe z.B. in Hisnu-l-Muslim), dann werden sie einen großen Effekt dabei haben, ihn vor dem bösen Blick zu schützen, und sie werden wie eine Festung für ihn sein.

Eine der besten Behandlungen ist der Gebrauch von Ruqyah, die der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – für den bösen Blick erlaubt hat und die Leute dazu angeleitet hat.

Imaam Ahmad und at-Tirmidhiyy (2059, wo er ihn als sahiih klassifiziert hat) überlieferten, dass Asmaa’ bint ‘Umays sagte:
“Oh Gesandter Allaahs, die Kinder von Ja’far wurden von dem bösen Blick heimgesucht, sollen wir für sie Ruqyah rezitieren?” Er sagte: “Ja, denn wenn irgendetwas die göttliche Bestimmung überholen würde, dann wäre es der böse Blick.”
(Klassifiziert als sahiih von al-Albaaniyy in Sahiih at-Tirmidhiyy)

حَدَّثَنَا ابْنُ أَبِي عُمَرَ، حَدَّثَنَا سُفْيَانُ، عَنْ عَمْرِو بْنِ دِينَارٍ، عَنْ عُرْوَةَ، وَهُوَ أَبُو حَاتِمِ بْنُ عَامِرٍ عَنْ عُبَيْدِ بْنِ رِفَاعَةَ الزُّرَقِيِّ، أَنَّ أَسْمَاءَ بِنْتَ عُمَيْسٍ، قَالَتْ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنَّ وَلَدَ جَعْفَرٍ تُسْرِعُ إِلَيْهِمُ الْعَيْنُ أَفَأَسْتَرْقِي لَهُمْ فَقَالَ ‏ „‏ نَعَمْ فَإِنَّهُ لَوْ كَانَ شَيْءٌ سَابَقَ الْقَدَرَ لَسَبَقَتْهُ الْعَيْنُ ‏“‏ ‏.‏ قَالَ أَبُو عِيسَى وَفِي الْبَابِ عَنْ عِمْرَانَ بْنِ حُصَيْنٍ وَبُرَيْدَةَ ‏.‏ وَهَذَا حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ

Und es wurde überliefert, dass ‘Aa-ischah – radiy Allaahu ‘anhaa – sagte:
“Die Person, welche das böse Auge verursacht hat soll dazu gebracht werden, Wuduu zu machen, und dann sollte die Person, die davon heimgesucht wurde, sich mit diesem Wasser waschen.“
(Überliefert von Abuu Daawuud, at-Tibb, 3382. Al-Albaaniyy sagte in Sahiih Sunan Abiy Daawuud, sein Isnad ist sahiih. Nr. 3282)

حَدَّثَنَا عُثْمَانُ بْنُ أَبِي شَيْبَةَ، حَدَّثَنَا جَرِيرٌ، عَنِ الأَعْمَشِ، عَنْ إِبْرَاهِيمَ، عَنِ الأَسْوَدِ، عَنْ عَائِشَةَ، رضى الله عنها قَالَتْ كَانَ يُؤْمَرُ الْعَائِنُ فَيَتَوَضَّأُ ثُمَّ يَغْتَسِلُ مِنْهُ الْمَعِينُ

Das heißt also, dass die heimgesuchte Person sich mit dem Wuduu-Wasser der Person, welche ihm den bösen Blick angetan hat, waschen soll, und sie wird dadurch mit Allaahs Erlaubnis geheilt werden.

Imaam Ahmad (15550), Maalik (1811), an-Nasaa-iyy und Ibn Hibbaan überlieferten von Sahl Ibn Haniif dass der Prophet – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – mit ihm Richtung Makka reiste, bis sie den Gebirgspass von al-Kharaar in al-Jahfah erreichten. Dort machte Sahl Ibn Haniif Ghusl, und er war ein gut aussehender, weißhäutiger Mann mit schöner Haut.
‘Aamir Ibn Rabii’ah, einer von dem Banu ‘Adiyy Ibn Ka’b-Stamm schaute ihn an, während er Ghusl machte und sagte: “Ich habe noch niemals solch eine schöne Haut gesehen, nicht mal die Haut einer Jungfrau,” und in dem Moment fiel Sahl auf den Boden.
Sie gingen zum Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – und sagten: “Oh Gesandter Allaahs, kannst du irgend etwas für Sahl tun, denn, bei Allaah, er kann nicht seinen Kopf heben und er wacht nicht auf.” Er sagte: “Könnt ihr irgendjemanden in Bezug auf ihn anklagen?” Sie sagten: „‘Aamir Ibn Rabii’ah schaute ihn an.”
Daraufhin rief der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – ‘Aamir und tadelte ihn streng. Er sagte: “Warum sollte einer von euch seinen Bruder töten? Wenn ihr etwas seht, das euch gefällt dann macht Du’aa für ihn (Anmerkung: z.B. „Allaahumma baarik“ – Möge Allaah es segnen).“
Dann sagte er zu ‘Aamir: “Wasche dich für ihn.” Also wusch er sein Gesicht, seine Hände, Arme, Knöchel und die Seiten seiner Füße, und das Innere seines Izaar (unterer Teil seines Gewandes) in einem Behälter. Dann wurde dieses Wasser über Sahl gegossen, und ein Mann goss es über seinen Kopf und Rücken von hinten. Als er dies getan hatte, stand Sahl auf und schloss sich den anderen an und es war als ob nichts geschehen wäre.
(Klassifiziert als sahiih von al-Albaaniyy in al-Mischkaat, 4562)

و جاء في مسند الإمام أحمد عَنْ أَبِي أُمَامَةَ بْنِ سَهْلِ بْنِ حُنَيْفٍ أَنَّ أَبَاهُ حَدَّثَهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم خَرَجَ وَسَارُوا مَعَهُ نَحْوَ مَكَّةَ حَتَّى إِذَا كَانُوا بِشِعْبِ الْخَزَّارِ مِنَ الْجُحْفَةِ اغْتَسَلَ سَهْلُ بْنُ حُنَيْفٍ وَكَانَ رَجُلا أَبْيَضَ حَسَنَ الْجِسْمِ وَالْجِلْدِ فَنَظَرَ إِلَيْهِ عَامِرُ بْنُ رَبِيعَةَ أَخُو بَنِي عَدِيِّ بْنِ كَعْبٍ وَهُوَ يَغْتَسِلُ فَقَالَ مَا رَأَيْتُ كَالْيَوْمِ وَلا جِلْدَ مُخَبَّأَةٍ فَلُبِطَ سَهْلٌ فَأُتِيَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم فَقيلَ لَهُ يَا رَسُولَ اللَّهِ هَلْ لَكَ فِي سَهْلٍ وَاللَّهِ مَا يَرْفَعُ رَأْسَهُ وَمَا يُفِيقُ قَالَ هلْ تَتَّهِمُونَ فِيهِ مِنْ أَحَدٍ قَالُوا نَظَرَ إِلَيْهِ عَامِرُ بْنُ رَبِيعَةَ فَدَعَا رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم عَامِرًا فَتَغَيَّظَ عَلَيْهِ وَقَالَ عَلامَ يَقْتُلُ أَحَدُكُمْ أَخَاهُ هَلا إِذَا رَأَيْتَ مَا يُعْجِبُكَ بَرَّكْتَ ثُمَّ قَالَ لَهُ اغْتَسِلْ لَهُ فَغَسَلَ وَجْهَهُ وَيَدَيْهِ وَمِرْفَقَيْهِ وَرُكْبَتَيْهِ وَأَطْرَافَ رِجْلَيْهِ وَدَاخِلَةَ إِزَارِهِ فِي قَدَحٍ ثُمَّ صُبَّ ذَلِكَ الْمَاءُ عَلَيْهِ يَصُبُّهُ رَجُلٌ عَلَى رَأْسِهِ وَظَهْرِهِ مِنْ خَلْفِهِ يُكْفِئُ الْقَدَحَ وَرَاءَهُ فَفَعَلَ بِهِ ذَلِكَ فَرَاحَ سَهْلٌ مَعَ النَّاسِ لَيْسَ بِهِ بَأْسٌ

http://www.islamfatwa.de/krankheit-heilung/172-magie-boeser-blick-wahn-sunna-heilung/der-boese-blick-al-ayn/667-wie-vor-boesen-blick-schuetzen

22. Oktober 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Al-Albaaniyy, Der Schemelvers (Aayatu-l Kursiyy), Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Medizin / Krankheiten, Qur-aan, Reinigung (Tahaara), Sprechen | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weinen aufgrund von Krankheit

Frage:
Ich bin krank und manchmal weine ich wegen dem, was mir aufgrund meiner Krankheit passiert. Wird dieses Weinen als Akt des Widerstands gegenüber Allah und Unzufriedenheit mit dem, was Er bestimmt hat, erachtet?
Ich begehe dies nicht vorsätzlich. Ist es verwerflich, wenn ich mit meinen Verwandten spreche und ihnen von meiner Krankheit erzähle?

Antwort:
Es ist nicht schlimm zu weinen, wenn einfach nur die Augen tränen, ohne lautes Wehklagen. Dies hat seine Grundlage in der Aussage des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) , als sein Sohn Ibrahim starb: „Das Auge tränt, das Herz trauert, aber wir sagen nichts, als das, was unserem Herrn gefällt. Ibrahim, wir sind über dein Verscheiden sicherlich traurig.“ (Al-Bukhari und Muslim)
Ahadith mit dieser Bedeutung gibt es viele.
Es schadet auch nicht, wenn Sie mit Ihren Verwandten und Freunden über ihre Krankheit sprechen, so lange Sie Allah (subhana wa ta’ala) preisen, Ihm danken und Ihn loben, und Ihn um Gesundheit bitten, indem Sie die erlaubten Mittel befolgen. Ich rate Ihnen, Geduld zu bewahren und auf Allahs Belohnung zu hoffen. Ich gebe Ihnen frohe Botschaft, denn Allah (subhana wa ta’ala) sagte: {Gewiss, den Sabirun wird ihr Lohn ohne Berechnung in vollem Maß zukommen.} (Sura 39, Ayah 10)

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte auch: „Ein Muslim wird nicht von einer Müdigkeit, Sorge, Krankheit, Traurigkeit oder Verletzung heimgesucht, selbst wenn er von einem Dorn gestochen wird, ohne dass Allah (subhana wa ta’ala) ihm dafür einiger seiner Sünden tilgt.“ (Al-Bukhari. Muslim berichtet Ähnliches)

Der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte auch: „Wenn Allah (subhana wa ta’ala) für jemanden Gutes will, betrübt Er ihn mit Prüfungen.“ (Al-Bukhari)

Wir bitten Allah (‘azza wa jall) , Ihnen Heilung und Gesundheit zu gewähren, ebenso Güte des Herzens und der Taten. Wahrlich, Er ist Der Allhörende, Der Antwortende.

Scheikh Ibn Baz, rahimahullah

Fataawa al-Mar´ah – 13. Frage

15. Oktober 2012 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Imaan, Medizin / Krankheiten, Sprechen | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Widerspricht das Weinen oder Traurigsein der Geduld?

Frage:

Ich bin krank und manchmal weine ich wegen dem, was mir aufgrund meiner Krankheit passiert. Wird dieses Weinen als Akt des Widerstands gegenüber Allah und Unzufriedenheit mit dem, was Er bestimmt hat, erachtet? Ich begehe dies nicht vorsätzlich. Ist es verwerflich, wenn ich mit meinen Verwandten spreche und ihnen von meiner Krankheit erzähle?

Antwort:

Es macht nichts wenn man weint, sofern es einfach nur Tränen aus den Augen sind, ohne wehzuklagen. Dies liegt der Aussage des Propheten (sallAllahu alayhi wa salam) zugrunde, als sein Sohn Ibrahim starb: „Das Auge tränt, das Herz trauert, aber wir sagen nichts, außer dem, was dem Herrn wohlgefällig ist. Wir sind, über dein Verscheiden Ibrahim, sicherlich traurig.“

Ahadith mit dieser Bedeutung gibt es viele.

Es macht auch nichts, wenn Sie mit Ihren Verwandten und Freunden über ihre Krankheit sprechen, so lange Sie Allah preisen, Ihm danken und Ihn hoch loben, und Ihn um Gesundheit bitten, indem Sie die zulässigen Mittel befolgen. Wir raten Ihnen, Geduld zu haben und auf die Belohnung von Allah zu hoffen. Ich gebe Ihnen frohe Botschaft, da Allah sagte: {Gewiß, den Standhaften wird ihr Lohn ohne Berechnung in vollem Maß zukommen.}

[Sure az-Zumar, Vers10]

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa salam) sagte auch: „Ein Muslim wird nicht von einer Müdigkeit, Sorge, Krankheit, Traurigkeit oder Verletzung heimgesucht, auch wenn es der Stich eines Dorns ist, ohne dass Allah ihm aufgrund dessen einige seiner Sünden tilgt.“

Und: „Wenn Allah Gutes für einen Menschen will, plagt Er ihn mit Problemen.“

Wir bitten Allah, Ihnen Heilung und Gesundheit zu gewähren, sowie Güte des Herzens und gute Taten. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Antwortende.

Scheikh Ibn Baz, (rahimahullah)

Fataawa al-Marah

22. August 2012 Posted by | Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Medizin / Krankheiten, Sprechen | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Umgang mit seelischen Krankheiten

Frage:

Darf ein Muslim zum Psychologen gehen und ihm seine Probleme von der Vergangenheit erzählen, die man bis heute nicht verarbeitet hat! Es ist so, dass der Mensch krank wird z.B. Schnupfen, Grippe etc. und dass die Psyche auch krank werden kann und diese von einem Arzt behandeln werden muss? Ist es also Haram oder nicht??? Bārakallāhu fīk im Voraus!

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Es herrscht kein Zweifel daran, dass der Mensch seelische Krankheiten erleiden kann. Diese können auftreten, wenn er sich zu sehr um die Zukunft sorgt oder der Vergangenheit nachtrauert. Diese seelischen Krankheiten haben größere Auswirkungen auf den Körper, als die körperlichen Krankheiten. Diese Krankheiten können aber mit Dingen geheilt werden, die die Scharī’ah gebracht hat. Dazu gehört: Die Ruqyah. Diese kann seelische Krankheiten mehr heilen, als die meisten Medikamente, die bekannten sind.

Auch der folgende authentische Hadith von Ibn Maş’ūd, Allahs Wohlgefallen auf ihm, kann seelische Krankheiten heilen: Der Gesandte Allah, möge Allah ihn loben und Heil schenken, hat gesagt: „Es gibt niemanden, der mit Not oder Kummer heimgesucht wird, und sagt:

 اللهم إني عبدك ابن عبدك ابن أمَتك ، ناصيتي بيدك ، ماضٍ فيَّ حكمك عدل فيَّ قضاؤك ، أسألك بكل اسم هو لك سميت به نفسك أو علمته أحداً من خلقك أو أنزلته في كتابك أو استأثرت به في علم الغيب عندك أن تجعل القرآن العظيم ربيع قلبي ونور صدري وجلاء حزني وذهاب همي وغمي

(„Allāhumma innī ’Abduka Ibnu ’Abdika Ibnu Amatika, Nāşiyatī bi Yadika, Mādin Fiyya Ĥukmuka, ’Adlun Fiyya Qadā`uka. Aş`aluka bi Kulli Işmin Huwa Laka, Şammayta bihi Nafşaka aw Anzaltahu fi Kitābika aw ’Allamtahu Aĥadan min Chalqika aw Işta`tharta bihi fi ’Ilmi l-Ĝaybi ’Indaka, an Tadj’ala l-Qur`āna l-’Adhīma Rabī’a Qalbī, wa Nūra Şadrī wa Djalā`a Ĥuznī wa Dhahāba Hammī.“)

„O Allah, ich bin Dein Diener, Sohn Deines Dieners, Sohn Deiner Dienerin, meine Stirnlocke ist in Deiner Hand, Dein Befehl über mich wird sicher ausgeführt, und Dein Beschluss über mich ist gerecht. Ich bitte Dich bei jedem Deiner Namen, mit denen Du Dich selbst benannt hast oder den Du in Deinem Buch offenbart hast oder den Du irgendeinen von Deiner Schöpfung gelehrt hast oder den Du im Wissen des Verborgenen bei Dir behalten hast, dass du den Qur`ān zur Versorgung (Ernährung) meines Herzen machst und zu einem Licht für meine Brust und zu einem Mittel gegen meine Trauer und zu einer Erleichterung für meine Sorgen.“ –

ohne dass Allah seine Not und seinen Kummer von ihm nimmt und durch Erleichterung ersetzt.“

Man sollte auch folgendes sagen: „Es gibt keinen (anbetungswürdigen) Gott außer Dir! Preis sei Dir! Gewiss, ich gehöre zu den Ungerechten.“

Wer mehr solcher Bittgebete lesen möchte, dem empfiehlt es sich folgende Bücher zu lesen: „al-Wābil aş-Şayyib“ von Ibn al-Qayyim, „al-Kalim at-Tayyib“ von Scheich al-Islam Ibn Taimiyah, „al-Adhkār“ von an-Nawawī oder „Zād al-Ma’ād“ von Ibn al-Qayyim.

Doch als der Glaube (im Herzen) schwach wurde, ist auch die Akzeptanz gegenüber der Medizin aus der Scharī’ah gesunken. Die Menschen heutzutage stützen sich nur noch auf die fühlbaren Medikamente, mehr als auf die Medizin aus der Scharī’ah.

Als der Glaube hingegen stark war, hat die Medizin aus der Scharī’ah schnell eingeschlagen. Ihre Wirkungen schlagen schneller ein als die fühlbaren Medikamente. Uns allen ist auch die Geschichte über den Mann nicht verborgen geblieben, den der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – mit einer geheimen Sache beauftragt hat und er dann an einem arabischen Volk kam, die ihn nicht als Gast aufnehmen wollten. Der erhabene Allah wollte es, dass der Führer dieses Volkes von einer giftigen Schlange gebissen wird. Sie sprachen dann zu einander: „Geht zu diesen Leuten, die zu euch kamen, vielleicht befindet sich ja ein Rāqī (jemand der die Ruqyah macht) unter ihnen.“ Ein Gefährte ging zu demjenigen, der gebissen wurde und las über ihn aus dem Qur`ān. Er las nur die Sure al-Fātiĥah. Daraufhin erhob sich der Mann sofort voller Energie, als ob nichts geschehen wäre.

Somit hat das Rezitieren der Sure al-Fātiĥah diese enorme Wirkung gebracht, da es aus einem Herzen kam, das voller Glauben war. Doch in unserer heutigen Zeit ist der Glaube schwach geworden. Deshalb verlassen sich die Menschen nur noch auf diese fühlbaren Medikamente.

Doch im Gegensatz dazu gibt es auch Leute des Humbugs, die mit dem Verstand der Menschen spielen und behaupten, sie seien fromme Leser. Doch in Wahrheit zehren sie den Besitz der anderen auf nichtige Weise auf.

Deshalb unterteilen sich die Menschen in folgende Gruppen: Die einen gehen ins Extreme und geben der Rezitation aus dem Qur`ān keinerlei Wirkung. Und die anderen sind auch ins Extreme gegangen und haben sich über den Verstand der Menschen lustig gemacht, indem sie ihnen Rezitationen vorgetragen, die gelogen und hinterlistig sind. Und dann gibt es noch jene, die der Mitte folgen.“

Es ist nichts Falsches daran, wenn man die Krankheiten behandeln lässt, die einen heimsuchen. Dies ist nicht verboten. Doch Voraussetzung ist, dass die Nebenwirkungen nicht schlimmer sind als die Krankheit, die man hat.

Wir raten den Kranken, egal ob es dabei um seelische Krankheiten wie Ängste und Depressionen oder auch um körperliche Krankheiten wie Schmerzen oder ähnliches handelt, dass sie sich erstmal mit der erlaubten Ruqyah behandeln lassen sollen. Dies sind Verse und Ĥadīthe, mit der die Scharī’ah gekommen ist. Denn darin steckt Heilung für viele Krankheiten.

Dann raten wir auch dazu, sich mit der Medizin behandeln zu lassen, die der erhabene Allah erschaffen hat, wie Honig und Pflanzen. Der erhabene Allah hat in diesen Dingen Heilung für viele Krankheiten gesteckt. Gleichzeitig haben diese keinerlei Nebenwirkungen auf denjenigen, der sie einnimmt.

Wir sind der Meinung, dass man keine chemischen Medikamente einnehmen sollte, um Ängste behandeln zu lassen. Diese Krankheit sollte mit seelischen Medikamenten behandelt werden und nicht mit chemischen.

Dieser Patient braucht mehr Glauben und mehr Vertrauen auf seinen Herrn. Er sollte vermehrt beten und Allah um Heilung bitten. Wenn er das macht, dann werden sich die Ängste von ihm entfernen. Sein Herz wird Ruhe finden, wenn er mehr rechtschaffene Taten verrichtet. Denn diese haben eine enorme Auswirkung auf die Psyche eines Menschen und halten viele Krankheiten von ihr fern. Deshalb sehen wir keinen Sinn daran, zu einem Psychologen zu gehen, der einen falschen Glauben hat, geschweige wenn er auch noch Ungläubig sein sollte. Je mehr ein Arzt gläubig ist und Kenntnis über Allah und Seiner Religion hat, desto mehr kann er den Kranken beratschlagen.

Möge der erhabene Allah uns und dich vor allen psychischen und körperlichen Krankheiten bewahren und unsere Herzen für den Glauben, der Rechtleitung und der Zufriedenheit öffnen.

Und Allah weiß es am besten!

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[1]verzeichnet bei Aĥmad

[2]al-Anbiyā` 21:87

[3]Fatāwah Işlāmiyyah, 4/465f

 

29. Juli 2012 Posted by | Al-'Uthaymien, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Medizin / Krankheiten | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sollen der Kranke und der Reisende fasten?

Lektion 3 (übersetzt von Maimuna Y. Bienas aus „Lessons on Fasting, Taraaweeh and Zakat“ von Imaam Muhammad bin Saalih Al-‘Uthaimeen):

Die Regelung für die kranke oder reisende Person bezüglich des Fastens

Allah سبحانه و تعالى sagt:
„... wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, (der soll) eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, – “ (2:185)

Die kranke Person wird in zwei Fälle unterteilt:

Erstens: Wer chronisch krank ist und nicht erwartet, dass er (in nächster Zukunft) geheilt wird, z.B. beim Krebs, der braucht nicht zu fasten. Der Grund dafür ist, dass er nicht in einem Zustand ist, in dem man dies (das Fasten) von ihm erwarten kann. Jedoch muss er für jeden Tag, den er nicht gefastet hat, den Bedüftigen Essen spenden. Sei es durch das Versammeln von so vielen bedürftigen Menschen, wie die Anzahl der nicht gefasteten Tage, um sie dann alle zusammen zu speisen, wie es Anas bin Malik رضي الله عنه tat, als er alt war; oder durch das Teilen der Nahrung für die Bedürftigen gemäß der nicht gefasteten Tage, und jeder bedürftigen Person ein Viertel des Prophetischen Saa‘, d.h. im Gewicht von ungefähr einem halben Kilo und zehn Gramm von gutem Getreide, zu geben. Es ist besser, dazu auch noch etwas Fleisch oder Fett zu geben, um das Mahl zu vervollständigen.
Dasselbe gilt für die ältere Person, die nicht fasten kann, indem er eine bedürftige Person für jeden nicht gefasteten Tag speist.

Zweitens: Wer eine vorübergehende Krankheit hat, von der er sich erholen wird, wie z.B. Fieber oder Ähnliches, fällt in drei Szenarien:

1. Das Fasten wird ihn nicht belasten oder ihm schaden. Diese kranke Person ist verpflichtet zu fasten, da sie keine Entschuldigung hat.

2. Das Fasten ist belastend für ihn, wird ihm aber nicht schaden. In dieser Situation ist es für ihn verabscheuenswürdig, zu fasten, denn er unterlässt es, die Zugeständnisse Allahs (rukhsah) zu nutzen, während er sich gleichzeitig belastet.

3. Das Fasten wird ihm schaden. In dieser Situation ist es ihm verboten zu fasten, denn er würde sich selber Schaden zufügen. Allah sagt:
Und tötet euch selbst nicht.“ (4:29)
„... und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben.“ (2:195)
Und in einem Hadith sagt der Prophet صلى الله عليه و سلم : „Es darf kein Schädigen (von anderen) geben, und kein (Sich-Selbst-)Schaden.
[Überliefert von Ibn Majah und Al-Hakim, und An-Nawawi sagte: „Die Pfade der Überlieferung stützen einander.“]

Man kann herausfinden, ob das Fasten für eine kranke Person schädlich sein würde, wenn
1. die kranke Person selber spürt, dass es ihr schaden würde, oder
2. durch einen verlässlichen Arzt.
Wenn man unter diese Kategorie des Krankseins fällt, und sein Fasten bricht, so muss man die gleiche Anzahl von Tagen nachholen, wenn man sich erholt hat. Aber wenn man stirbt bevor man sich erholt hat, dann muss man diese Tage nicht nachholen, weil man die Tage zum Nachholen gar nicht erreicht hat.

Der Reisende fällt in zwei Kategorien:

Erstens: Wer die Absicht hat zu reisen, nur um einen Ausweg aus dem Fasten zu nutzen. Für diese Person ist es nicht gestattet, sein Fasten zu brechen, denn einen trügerischen Ausweg aus seinen Pflichten zu suchen, befreit einen nicht von der Pflicht.

Zweitens: Wer das oben genannte nicht beabsichtigt. Diese Person gehört zu einer der folgenden drei Szenarien:

1. Das Fasten ist für ihn extrem schwer. In diesem Fall ist es für ihn verboten zu fasten, denn der Prophet صلى الله عليه و سلم begann den Tag von der Eroberung Makkahs fastend. Als ihm صلى الله عليه و سلم aber nach dem ´Asr-Gebet mitgeteilt wurde, dass seine Gefährten unter größten Schwierigkeiten ebenfalls fasteten, und sie sich danach richteten, was er صلى الله عليه و سلم tun würde, da verlangte er صلى الله عليه و سلم ein Glas Wasser und brach das Fasten, so dass die Leute es sahen. Als ihm صلى الله عليه و سلم später erzählt wurde, dass manche von ihnen ihr Fasten fortgesetzt hatten, sagte er صلى الله عليه و سلم: „Sie sind ungehorsam, sie sind ungehorsam.“ (Überliefert von Muslim)

2. Das Fasten ist schwer für ihn, aber nicht ernstlich. In diesem Fall ist es nicht empfohlen (makruh) für ihn, zu fasten, denn er unterlässt es, die Zugeständnisse Allahs (rukhsah) zu nutzen, während er sich gleichzeitig belastet.

3. Das Fasten ist für ihn nicht schwer. In diesem Fall kann er tun, was für ihn einfacher ist, sei es nu das Fasten, oder die Entscheidung, nicht zu fasten. Dies basierend auf Allahs Aussage:
„... Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis,...“ (2:185)

Das Wort „will“ nimmt hier die Bedeutung von „lieben“ an (d.h. Er liebt die Erleichterung für euch.). Wenn es keinen Unterschied gibt zwischen dem Fasten und Nicht-Fasten, dann ist das Fasten zu bevorzugen. Denn dies ist, was der Prophet صلى الله عليه و سلم tat, wie im Sahih Muslim von Abud-Dardaa رضي الله عنه überliefert, der sagte: „Wir machten einmal einen Feldzug im Ramadan, und es war so heiß, dass wir unsere Köpfe mit unseren Händen (vor der Hitze der Sonne) schützten. Und keiner von uns fastete, außer dem Gesandten Allahs صلى الله عليه و سلم und ´Abdullaah bin Rawaaha.

Ein Reisender wird als „reisend“ betrachtet, ab dem Zeitpunkt, wenn er seine Heimat verlässt, bis er zu dieser zurück kehrt. Und wenn er dort, wohin er gereist ist, wohnen wird, so wird er so lange als Reisender betrachtet, wie er die Absicht hat, nicht länger zu bleiben als bis dass der Grund der Reise erledigt ist.

Ihn betreffen also alle Erlaubnisse, die ein Reisender hat, sogar wenn er sich dort lange aufhält. Der Grund dafür ist, dass der Prophet صلى الله عليه و سلم keine zeitliche Begrenzung für das Ende einer Reise erwähnt hat. Und die Basis dafür ist, dass man sich im Zustand des Reisenden befindet, bis bewiesen ist, dass die Reise beendet ist, und so die Regelung verfällt.

Es gibt keinen Unterschied im Brechen des Fastens zwischen einer zeitlich begrenzten Reise wie z.B. Hajj, ‚Umrah, den Besuch eines Verwandten, Geschäftsreisen usw. und einer andauernden Reise z.B. von einem Taxi-Fahrer, Busfahrer oder dergleichen. Wenn diese Fahrer ihre Heimat verlassen, kommen sie alle in den Zustand des Reisenden, und es ihnen alles erlaubt, was anderen Reisenden erlaubt ist, wie z.B. das Nicht-Fasten im Ramadan, das Verkürzen der vier Rakat des Pflichtgebtes zu zwei Rakat, und das Kombinieren des Dhuhr und ‚Asr-Gebetes und des Maghrib und ‚Ischaa-Gebetes, wenn es nötig ist.

22. Juli 2012 Posted by | Al-'Uthaymien, Al-Hajj, Aqidah / Manhaj, Das Fasten (As-Saum), Die fünf Säulen, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Medizin / Krankheiten, Ramadaan | , | Hinterlasse einen Kommentar