Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Scharhu-s-Sunnah – Imaam Al-Barbahaariyy (Punkt 99)

99.: Die Abweichung des Jahmiyy

Und einige der ‚Ulamaa‘ (Gelehrten) – darunter Ahmad ibn Hanbal – sagten:
Der Jahmiyy ist ein Kaafir (Ungläubiger), er ist nicht von den Leuten der Qiblah. Sein Blut ist rechtmäßig. Er erbt nicht, noch wird von ihm ein Erbe empfangen. Denn er sagte, dass es kein Jum’ah und kein Jamaa’ah (Gemeinschafts-Gebet) gibt, und kein ‚Ied-Gebet, und keine Sadaqah. Und (weil) sie sagten: „Jemand, der nicht sagt, dass der Qur-aan erschaffen ist, ist ein Kaafir.“ Sie erlaubten das Schwert (den Kampf und das Töten) innerhalb der Ummah des Muhammad – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam. Sie widersprachen denen, die vor ihnen waren. Sie setzten die Menschen Prüfungen aus mit Dingen, von denen weder der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – noch einer seiner Sahaabah gesprochen hatten. Sie wollten die Masaajid (Moscheen) und die Gemeinschafts-Gebete verlassen sehen. Sie haben den Islaam geschwächt, haben verursacht, dass der Jihaad verlassen wird, und beschäftigten sich mit dem Sektenwesen. Sie widersprachen den Aathar (Überlieferungen) und erhoben ihr Wort mit dem, was aufgehoben war [1]. Sie benutzten Verse von unklarer Bedeutung als klaren Beweis, und brachten so in den Menschen Zweifel über ihre Religion auf. Sie debattierten über ihren Herrn und sagten: „Es gibt keine Bestrafung im Grab, kein Haud (Becken), keine Fürsprache, und Al-Jannah (das Paradies) und An-Naar (das Feuer) wurden nicht erschaffen.“ Sie leugneten vieles von dem, was der Gesandte Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – gesagt hat. Diejenigen, die es für rechtmäßig erklären, dass man sie als Ungläubige bezeichnet, erklären sie zu dem, und erlauben das Vergießen ihres Blutes aufgrund dieser Gesichtspunkte. Denn wer einen Aayah des Buches Allaahs zurückweist, der weist das gesamte Buch zurück. Und wer eine Überlieferung des Gesandten Allaahs – sallaa Allaahu ‚alaihi wa sallam – zurückweist, der weist alle Überlieferungen zurück, und er ist ein Ungläubiger in Allaah Al-‚Adhiim. Sie überdauerten die Zeit und fanden Herrscher, die ihnen dabei halfen und brachten diejenigen, die sich widersetzten, zum Schwert oder zur Peitsche. Das Wissen über die Sunnah und die Jamaa’ah wurde ausgelöscht und geschwächt, so dass sie unterdrückt wurden durch das manifestieren der Bid’ah (Erneuerung), der Rede darüber und ihre große Zahl. Sie gründeten Sitzungen, manifestierten ihre Meinungen, schrieben Bücher, lockten die Menschen und ersuchten Herrschaft für sie. Es war eine sehr große Fitnah (Heimsuchung) [2]. Nur die, die von Allaah beschützt wurden, waren davor in Sicherheit. Das Mindeste, mit dem der Mann, der mit ihnen saß, getroffen wurde, war, dass er Zweifel über seinen Diin (seine Religion) bekam, oder dass er ihnen folgte, oder dass er annahm, sie seien auf dem Haqq (der Wahrheit), nicht wissend ob ihre Aussage auf dem Haqq oder dem Baatil (der Falschheit) war, und so wurde er zum Zweifler. So wurden die Menschen vernichtet bis zur Zeit von Ja’far, der als Al-Mutawakkil [3] bekannt war, durch den Allaah die Bid’ah erlöschen ließ und den Haqq und die Leute der Sunnah hervorbrachte. Sie erhoben ihre Stimmen, trotz ihrer kleinen Anzahl und der großen Anzahl der Erneuerer, bis zu diesem Tag [4]. Was ihre Prinzipien und ihre Irreleitung angeht, so blieben einige von ihnen dabei, danach zu handeln und dazu aufzurufen, mit niemandem, um sie von ihren Aussagen und Taten abzuhalten.

وَقَالَ بَعْضُ الْعُلَمَاءِ – مِنْهُمْ أَحْمَدُ بْنُ حَنْبَلٍ: الْجَهْمِيُّ كَافِرٌ, لَيْسَ مِنْ أَهْلِ الْقِبلَةِ, حَلَالُ الدَّم, لَا يَرِثُ وَلَا يُورَثُ, لِأَنَّهُ قَالَ: لَا جُمْعَةَ وَلَا جَمَاعَةَ, (وَلا عِيدَيْنِ) وَلَا صَدَقَةَ, وَقَالُوا: إِنَّ مَنْ لَمْ يَقُلْ: الْقُرْآنُ مَخْلُوقٌ فَهُوَ كَافِرٌ, وَاسْتَحَلُّوا السَّيْفَ عَلَى أُمَّةِ مُحَمَّدٍ – صلى الله عليه وسلم, وَخَالَفُوا مَنْ كَان قَبْلَهُمْ, وَامْتَحَنُوا النَّاسَ بِشَيْءٍ لَمْ يَتَكَلَّمْ فِيهِ رَسُولُ اللهِ – صلى الله عليه وسلم, وَلَا أَحَدٌ مِنْ أَصْحَابِهِ, وَأَرَادُوا تَعْطِيلَ الْمَسَاجِدِ وَالْجَوَامِعِ, وَأَوْهَنُوا الْإِسْلَامَ, وَعَطَّلُوا الْجِهَادَ, وَعَمِلُوا فِي الْفُرْقَةِ, وَخَالَفُوا الْآثَرَ, وَتَكَلَّمُوا بِالْمَنْسُوخِ, وَاحْتَجُّوا بِالْمُتَشَابِهِ, فَشَكَّكُوا النَّاسَ فِي آرائِهِمْ وَأَدْيَانِهِمْ, وَاخْتَصَمُوا فِي رَبِّهِمْ, وَقَالُوا: لَيْسَ عَذَابُ قَبْرٍ, وَلَا حَوْضٌ وَلَا شَفَاعَةٌ, وَالْجَنَّةُ وَالنَّارُ لَمْ يُخْلَقَا, وَأَنْكَرُوا كَثِيراً مِمَّا قَالَ رَسُولُ اللهِ – صلى الله عليه وسلم, فَاسْتَحَلَّ مَنِ اسْتَحَلَّ تَكْفِيرَهُمْ وَدِمَاءَهُمْ مِنْ هَذَا الْوَجْهِ. لِأَنَّ مَنْ رَدَّ آيَةً مِنْ كِتَابِ اللهِ فَقَدْ رَدَّ الْأَثَرَ كُلَّهُ, وَمَنْ رَدَّ أَثَراً عَنْ رَسُولِ اللهِ – صلى الله عليه وسلم – فَقَدْ رَدَّ الْأَثَرَ كُلَّهُ, وَهُوَ كَافِرٌ بِاللهِ الْعَظِيمِ, فَدَامَتْ لَهُمُ الْمدَّةُ, وَوَجَدُوا مِنَ السُّلْطَانِ مَعُونَةً عَلَى ذَلِكَ, وَوَضَعُوا السَّيْفَ وَالسَّوْطَ دُونَ ذَلِكَ, فَدَرَسَ عِلْمُ السُّنَّةِ وَالْجَمَاعَةِ (وَأَوْهَنُوهُمَا) وَصَارَتا مَكْتُومَيْنِ. لإِظْهَارِ الْبِدعِ وَالْكَلَامِ فِيهَا وَلِكَثْرَتِهِمْ, وَاتَّخَذُوا الْمجَالِسَ, وَأَظْهَرُوا رَأْيَهُمْ, وَوَضَعُوا فِيهِ الْكُتُبَ, وَأَطْمَعُوا النَّاسَ, وَطَلَبُوا لَهُمْ الرِّيَاسَةَ, فَكَانَتْ فِتْنَةٌ عَظِيمَةٌ لَمْ يَنْجُ مِنْهَا إِلَّا مَنْ عَصَمَ اللهُ, فَأَدْنَى مَا كَانَ يُصِيبُ الرَّجُلَ مِنْ مُجَالَسَتِهِمْ أَنْ يَشُكَّ فِي دِينِهِ, أَوْ يُتَابِعَهُمْ أَوْ يَزْعُمَ أَنَّهُمْ عَلَى الْحَقِّ, وَلَا يَدْرِي أَنَّهُ عَلَى الْحَقِّ أَوْ عَلَى الْبَاطِلِ, فَصَارَ شَاكّاً, فَهَلَكَ الْخَلْقُ, حَتَّى كَانَ أَيَّامُ جَعْفَرَ – الَّذِي يُقَالُ لَهُ الْمتَوَكِّلُ, فَأَطْفَأَ اللهُ بِهِ الْبِدَعَ, وَأَظْهَرَ بِهِ الْحَقَّ, وَأَظْهَرَ بِهِ أَهْلَ السُّنَّةِ, وَطَالَتْ أَلْسِنَتُهُمْ, مَعَ قِلَّتِهِمْ وَكَثْرَةِ أَهْلِ الْبِدَعِ إِلَى يَوْمِنَا (هَذَا) وَالرَّسْمُ وَأَعْلَامُ الضَّلَالَةِ قَدْ بَقِيَ قَوْمٌ يَعْمَلُونَ بِهَا, وَيَدْعُونَ إِلَيْهَا, لَا مَانِعَ يَمْنَعُهُمْ, وَلَا أَحَدَ يَحْجُزُهُمْ عَمَّا يَقُولُونَ وَيَعْمَلُونَ

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[1] Die Mu’tazilah und die Raafidah leugneten Aufhebung (Naskh). Vor ihnen hatten die Juden dies geleugnet.

[2] Es wurde verkündet, dass jeder sich an den Glauben der Mu’tazilah halten musste, dass der Qur-aan erschaffen wurde. Die Gelehrten wurden bedroht und es wurde ihnen befohlen, damit einverstanden zu sein. Diejenigen, die sich weigerten, mündlich zuzustimmen, wurden eingesperrt, mit dem Tode bedroht und gefoltert. Imaam Ahmad – rahimahu Allaah – blieb standhaft, trotz mehrerer Monate im Gefängnis, in denen er immer wieder vor die Autoritäten gebracht, mit dem Tode bedroht und in Ketten gelegt wurde. Schließlich wurde er in der Öffentlichkeit heftig ausgepeitscht. ‚Aliy ibn Al-Madiiniyy sagte: “Wahrlich, Allaah hat dieser Religion durch Abu Bakr am Tag der Apostasie (Riddah) und durch Ahmad ibn Hanbal am Tag der Prüfung (Mihnah) geholfen.”
Überliefert von Adh-Dhahaabiyy in Tadhkiratu-l-Huffaadh (2/432).

[3] Der ‚Abbaasid Kaliph, Al-Mutawakkil ‚alaa Allaah: Abu-l-Fadl, Ja’far, Sohn von Al-Mu’tasim bi Allaah, Al-Quraschiyy. Er starb im Jahr 247 nach der Hijrah. Rahimahu Allaah.

[4] Siehe den Brief von Ahmad ibn Hanbal an Al-Mutawakkil, der in As-Sunnah seines Sohnes, ‚Abdullaah, als Punkt 84 erwähnt wird.

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Mehr siehe hier und hier

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übersetzt aus dem Arabischen von Maimuna Y. Bienas / http://www.quranundhadith.wordpress.com

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22. November 2014 - Posted by | andere Sprachen, Aqidah / Manhaj, Arabisch العربية, Bid'ah/Erneuerung, Sadaqah, Salafi, Scharhu-s-Sunnah - Imaam Al-Barbahaariyy | ,

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