Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Einige Fataawa zum Gebet der Frau

assalaahFrage:
Können Sie mir bitte sagen, ob es für Frauen verpflichtend ist, die Iqâmah zu rufen, bevor sie
alleine oder zusammen mit anderen Schwestern beten?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allâh.
Das Ständige Komitee für das Erlassen von Fatwas wurde gefragt: Ist es in der Sharîah vorgeschrieben, dass eine Frau die Iqâmah sagen muss, wenn sie andere Frauen im Gebet leitet?

Sie antworteten: Es ist für Frauen nicht vorgeschrieben, die Iqâmah für das Gebet zu sagen, ob sie einzeln beten oder eine Frau die anderen im Gebet leitet, ebenso wie es für sie nicht vorgeschrieben ist, den Adhân zu sagen.

Fatâwa al-Lajnah al-Dâimah, 6/84

Sheikh Ibn Bâz (möge Allâh barmherzig mit ihm sein) wurde gefragt:

Ist es einer Frau erlaubt, den Adhân und die Iqâmah für das Gebet zu machen oder nicht?

Der Sheikh antwortete:

Es ist für Frauen nicht vorgeschrieben, den Adhân oder die Iqâmah für das Gebet auszusprechen, vielmehr gilt dies für Männer. Weder der Adhân noch die Iqâmah sind für Frauen vorgeschrieben, stattdessen sollten sie ohne Adhân oder Iqâmah beten.

Majmû Fatâwa wa Maqâlât Mutanawwi’ah, 10/356

*                                                     *                                                     *                                                     *                                                     *

Frage:
Erhebt die Frau ihre Stimme beim Sagen von „Amin“ und ruft sie auch den Adhan und die Iqamah?

Antwort:
Was das Erheben der Stimme beim Sagen von Amin betrifft, so gibt es dazu eine ausführliche Erklärung. Wenn sie mit Frauen betet, dann Ja. Wenn sie hinter fremden Männern (Nichtmahrams) betet, dann nicht.

Denn ich sage nicht, dass die Stimme der Frau Aurah (etwas Privates, das bedeckt werden muss) sei, wie viele dies tun, denn die Mütter der Gläubigen und die Frauen der frühen Sahaba haben mit Männern gesprochen und auch mit ihnen kommuniziert und sehr oft kamen die Frauen zum Propheten (sallAllahu alaihi wassallam) und stellten ihm Fragen vor den Männern und er antwortete dann darauf.
Aber hier gehört es nicht zum guten Benehmen einer Frau, ihre Stimme beim Rezitieren des Qur’aan zu erheben. Wir werden oft gefragt, ist es einer Frau erlaubt, wenn sie die Rezitation bei einem Scheikh, welcher ein Rezitator ist, lernt, die Rezitation zu wiederholen, damit er sie korrigieren kann – die Antwort ist nein. Auch wenn sie lernt, so ist ihr Lernen darauf begrenzt, nur zuzuhören, so wie die Frauen all der Gefährten des Propheten (sallAllahu alaihi wassallam) dies taten, indem sie seiner Rezitation im Gebet und außerhalb des Gebets zuhörten.
Wenn eine Frau mit Frauen betet, während sie die Vorbeterin ist, dann erhebt sie ihre Stimme und die Frauen hinter ihr tun dies auch. Dies ist weil der Prophet (sallAllahu alaihi wassallam) sagte: „Die Frauen sind die Zwillingshälften der Männer“ (Silsilat ul-Ah?d?th us-Sah?ha # 2863), das bedeutet dass jede Regel, welche zu den Männern kam, auch für die Frauen zur Anwendung kam, es sei denn, wenn eine Ausnahme bei ihnen gemacht wurde. Zum Beispiel, und ich bitte um eure Aufmerksamkeit, ist es viel besser für die Frau ihre Gebete (mit Ausnahme der Tarawihgebete) zu Hause zu beten; aber auf der anderen Seite ist es für den Mann Pflicht die Gebete in Gemeinschaft in der Moschee zu beten. Hier ist die Frau also anders als der Mann (d.h. hier wurde eine Ausnahme gemacht). Aber das grundlegende Prinzip ist, wie der Prophet sagte: „Die Frauen sind die Zwillingshälften der Männer.“
Wenn die Frau also andere Frauen im Gebet leitet, dann tut sie dies wie der Mann (Der Imam):
Zuerst erhebt sie ihre Stimme bei der Rezitation des Qur’aan und beim Sagen von „Amin“. Und die Frauen erheben ebenfalls ihre Stimmen beim Sagen von Amin, hinter ihr. Zweitens: Nicht nur betet die Frau anderen Frau vor wie dies der Imam tut, sie sagt auch den Adhan und die Iqamah. Warum? Wegen dem vorigen Hadith: „Die Frauen sind die Zwillingshälften der Männer.“ Außerdem rief auch Aischa, die Mütter der Gläubigen und Führerin der Mütter der Gläubigen in Angelegenheiten des Fiqh (Verständnis der Religion), Wissen und der Da’wah (möge Allah sie und ihren Vater segnen) den Adhan und die Iqamah aus, wenn sie Frauen als Vorbeterin im Gebet leitete.
Und hier gibt es eine Warnung, worüber es keine Frage gibt – die Frau unterscheidet sich von den Männern, indem sie nicht nach vorne vor die Reihen der Frauen schreitet, wenn sie vorbetet, sondern vielmehr in ihrer Mitte steht. Sie steht nicht vor den Frauen, um sie zu leiten, und dazu gibt es auch einen Text. Deshalb fällt die Frau, hier in diesem Fall, nicht unter das generelle Gebot der Aussage des Propheten (sallAllahu alaihi wassallam): „Die Frauen sind die Zwillingshälften der Männer“.

Scheikh al-Albani
Quelle: Silsilat ul-hud? wa nn?r, Kasette Nr. 697, Frage Nr. 3

*                                                     *                                                     *                                                     *                                                     *

Frage:
Wie sieht das Urteil dazu aus, die Hände und Füße im Gebet zu bedecken? Ist dies verpflichtend für die Frau oder ist es ihr erlaubt sie nicht zu bedecken, insbesondere, wenn keine Nichtmahram-Männer anwesend sind oder sie in einer Gruppe von Frauen ist?

Antwort:
Was das Gesicht der Frau betrifft, so ist es Sunnah, es während des Gebets unbedeckt zu lassen, wenn keine Nichtmahram-Männer anwesend sind.
Was die Füße betrifft, so ist es gemäß der Mehrheit der Gelehrten (und der richtigen Meinung unter ihnen) verpflichtend, sie im Gebet zu bedecken. Abu Dawud berichtete dass Umm Salama zu einer Frau, welche in einer Kopfbedeckung und einem langem Gewand betete, befragt wurde und sie geantwortet hat: „Es liegt nichts Falsches darin, solange das Gewand ihre Füße bedeckt.“[1]
Das Bedecken der Füße ist also unter allen Umständen besser und sicherer.

Was die Hände betrifft, so ist ihre Angelegenheit einfacher. Wenn sie sie nicht bedeckt, liegt nichts Falsches darin und ebenso wenn sie sie bedeckt, so liegt nichts Falsches darin. Manche Gelehrte sagen, dass es besser ist, sie zu bedecken. Und von Allah kommt die Rechtleitung auf den geraden Weg.

Schaikh ibn Baz, rahimahullah
Aus: „Islamic Fataawa regarding women“

[1] Die Tatsache, dass die Gebetskleidung der Frau ihren gesamten Körper bedecken muss, wird durch den Hadith von Umm Salama (rahimahullah) angezeigt, als sie darüber befragt wurde, in welcher Kleidung eine Frau beten soll. Sie sagte: „Sie soll in einem Khimar und einem Qamis beten, das ihre Fußspitzen bedeckt.“ (Berichtet von Abu Dawud, 639)
Dies wurde ebenso in einem marfu-Hadith berichtet. Al-Hafidh Ibn Hajar sagte in Bulugh al-Maram (S. 40): „Die Imame stuften den mawquf-Bericht als sahih ein.“
Ibn Taymiyya (rahimahullah) sagte: „Die bekannte Ansicht besteht darin, dass er mawquf ist mit einem Isnad, der bei Umm Salama endet, aber er hat dasselbe Gewicht wie ein marfu-Hadith.“

(Sharh Kitab as-Salah min al-Umda, S. 365)

www.islamfatwa.de

4. Dezember 2012 - Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-Albaaniyy, Das Gebet (Salaah), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Schaykhu-l-Islaam ibn Taymiyyah, Sprechen | ,

Du hast noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: