Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

„… was kein menschliches Herz erdenken kann.“

Abu Huraira berichtete:
Der Gesandte Allahs, sallallahu ‚alaihi wa sallam, hat gesagt:
„Allah hat gesagt: Ich habe für meinen rechtschaffenen Diener vorbereitet, was kein Auge jemals gesehen hat, kein Ohr jemals gehört hat, und was kein menschliches Herz erdenken kann.“

حَدَّثَنَا مُعَاذُ بْنُ أَسَدٍ، أَخْبَرَنَا عَبْدُ اللَّهِ، أَخْبَرَنَا مَعْمَرٌ، عَنْ هَمَّامِ بْنِ مُنَبِّهٍ، عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ ـ رضى الله عنه ـ عَنِ النَّبِيِّ صلى الله عليه وسلم قَالَ ‏ „‏ قَالَ اللَّهُ أَعْدَدْتُ لِعِبَادِي الصَّالِحِينَ مَا لاَ عَيْنٌ رَأَتْ، وَلاَ أُذُنٌ سَمِعَتْ، وَلاَ خَطَرَ عَلَى قَلْبِ بَشَرٍ“‏

Sahih Al-Bukhari 98, Hadith 7590‏

7. November 2012 Posted by | Ahaadiith, andere Sprachen, Arabisch العربية, Hadiith (Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad صلى الله عليه و سلم), Imaan | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sünden und ihre Auswirkungen im Diesseits auf den Sünder

Schaykh ibn al-Qayyim (rahimahullah) über einige Folgen der Sünden auf den, der sie begeht:

1 – Des Wissens beraubt zu sein, denn Wissen ist Licht, welches Allah das Herz erreichen lässt, und die Sünde löscht dieses Licht aus. Als al-Schafi’i vor Imam Malik saß und ihm vor las, bewunderte er ihn, wegen der Intelligenz, Wachsamkeit und dem Verständnis, die er in ihm sah. Er sagte: „Ich denke, dass Allah Licht in dein Herz gegeben hat, also lösche es nicht durch die Finsternis der Sünde aus.

2 – Der Versorgung (Rizq) beraubt werden. In Musnad Ahmad ist überliefert, dass Thawban sagte: „Der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte: „Ein Mann wird seiner Versorgung beraubt, wegen der Sünden, die er begeht.“ (Überliefert von Ibn Majah, 4022, als Hasan eingestuft von al-Albani in Sahih Ibn Majah).

3 – Ein Gefühl der Entfremdung, das zwischen einer Person und seinem Herrn kommt, und zwischen ihm und anderen Menschen. Einer der Salaf sagte: „Wenn ich Allah ungehorsam bin, sehe ich dies in der Haltung meines Reittieres und meiner Frau mir gegenüber.

4 – Die Dinge werden für ihn schwierig, so dass er seine Aufmerksamkeit nicht einer Sache widmet, ohne dass sie ihm den Weg blockiert oder er es schwierig findet. Aus dem gleichen Grund, werden für den, der Allah fürchtet, die Dinge einfach gemacht für ihn.

5 – Der Sünder wird Dunkelheit in seinem Herzen finden, die er gerade so fühlen wird, wie er die Dunkelheit der Nacht fühlt. So wirkt diese Finsternis auf sein Herz, wie die physische Dunkelheit auf seine Sicht wirkt. Denn Gehorsam (gegenüber Allah) ist Licht und Ungehorsam ist Finsternis. Je stärker die Dunkelheit wächst, desto größer wird seine Verwirrung, bis er in Bid’a, Irreführung und andere Dinge fällt, die zum Untergang führen, ohne es zu merken, wie ein blinder Mann, der zu Fuß allein in die Dunkelheit der Nacht hinaus geht. Diese Dunkelheit wächst stärker, bis sie die Augen bedeckt, dann wächst sie noch stärker, bis sie das Gesicht bedeckt, welches dunkler erscheint und von allen gesehen wird.
‚Abd-Allah ibn‘ Abbas sagte: „Gute Taten machen das Gesicht strahlend (hell), geben Licht ins Herz, und bringen reichlich Versorgung (der Lebensunterhalt vermehrt sich stark), körperliche Stärke und Liebe in den Herzen der Menschen für den Mu‘min mit sich.
Schlechte Taten machen das Gesicht dunkel, bringen Dunkelheit ins Herz, und bringen körperliche Schwäche, Mangel an Versorgung und Hass in den Herzen der Menschen für den Sünder mit sich.

6 – Der Verlust von Ibadah und Gehorsam (gegenüber Allah). Wenn die Sünde keine andere Strafe mit sich brächte außer, dass sie verhindert, dass eine Person eine Anbetung tut, welche das Gegenteil von Sünde ist, und diese den Zugang zu anderen Handlungen der Anbetung abschneidet, wäre das schon schlimm genug. Also schneidet die Sünde einen dritten Weg und einen vierten Weg ab und so weiter, und wegen der Sünde, wird er von vielen Handlungen der Anbetung abgetrennt, die jeweils für ihn besser gewesen wären als diese Welt und alles was darin ist. So ist er wie ein Mensch, der eine bestimmte Nahrung zu sich nimmt, welche eine langwierige Krankheit verursacht, und somit ist er von vielen anderen Lebensmitteln beraubt, die besser als diese gewesen wären. Und Allah ist derjenige, dessen Hilfe wir suchen.

7 – Sünde erzeugt Sünde, bis sie eine Person dominiert und sie nicht mehr vor ihr entkommen kann.

8 – Sünde schwächt die Willenskraft einer Person. Allmählich festigt sie seinen Willen zu sündigen und schwächt seinen Willen zu bereuen, bis er keinen Willen in seinem Herzen mehr hat zu bereuen … also sucht er Vergebung und drückt Reue aus, aber es sind nur noch Worte auf den Lippen, wie die Reue der Lügner, deren Herzen immer noch entschlossen sind, Sünden zu begehen und die sich hartnäckig daran festhalten. Dies ist eine der schwersten Krankheiten, die am ehesten zum Untergang führt.

9 – Der Sünder wird desensibilisiert und wird die Sünde nicht mehr abscheulich finden; so wird es seine Gewohnheit werden, und er wird sich nicht mehr daran stören, wenn die Menschen ihn sehen, während er eine Sünde begeht oder wenn sie über ihn deshalb reden.

Für die Führer der Unmoral, ist dies die ultimative Schamlosigkeit, in der sie eine große Freude empfinden, zu solch einem Maße, dass sie stolz auf ihre Sünde sind und zu den Menschen darüber sprechen, die nicht wissen, dass sie es getan haben, und sagen: „Oh so und so, ich habe so und so getan.“
Solchen Menschen kann nicht mehr geholfen werden und der Weg zur Umkehr ist für sie in den meisten Fällen blockiert. Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte: „Jedem Mitglied meiner Ummah wird vergeben, außer jenen, die ihre Sünden öffentlich machen. Ein Beispiel dafür ist das eines Mannes, der nachts eine Sünde begeht und am nächsten Morgen, nachdem Allah seine Sünde bedeckt hielt, sagt: ‚Oh Soundso, ich habe letzte Nacht dieses und jenes getan.‘ Nachdem sein Herr die ganze Nacht seine Sünden bedeckt hielt und er am nächsten Morgen öffentlich macht, was Allah bedeckte.“ (Al-Bukhari, 5721; Muslim, 2990)

10 – Wenn es viele Sünden sind, hinterlassen sie Spuren auf dem Herzen der Person, die sie begeht, so dass er einer der Nachlässigen wird. Als einer der Salaf sagte, über die Aya {Keineswegs! Vielmehr hat sich das, was sie zu erwerben pflegten, über ihren Herzen angesetzt.} (Sura al-Mutaffifin 83:14)

Dies bedeutet, Sünde über Sünde. Wie dies beginnt ist, dass das Herz befleckt wird durch die Sünde, und wenn die Sünde zunimmt, wird der Fleck größer, bis er zum Rost wird (der sich über sein Herz legt), dann vergrößert er sich, bis er zu einer Dichtung wird, die das Herz abdeckt und versiegelt. Wenn das passiert, nachdem eine Person rechtgeleitet wurde und (den Islam) verstanden hat, dann ist sein Herz auf den Kopf gestellt und an diesem Punkt gewinnt Satan die Kontrolle über ihn und leitet ihn, wie er will.

Schaykh ibn al-Qayyim, rahimahullah

http://www.islamfatwa.de/aqidah-tauhid/15-aqida-fundament-der-religion/1156-suenden-und-ihre-auswirkungen-im-diesseits-auf-den-suender

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Aqidah / Manhaj, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Imaan, Medizin / Krankheiten, Qur-aan, Sprechen | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Da’if und sahih du’aa in „Hisnul Muslim“ (arabisch)

Auch im Werk „hisnul Muslim“ befinden sich da’if Überlieferungen. Hier eine Liste in arabischer Sprache:

http://www.albaidha.net/vb/showthread.php?p=136996

Da dieser Link leider momentan nicht funktioniert, ist hier ein Link zu einem Thread zu diesem Thema: http://www.sahab.net/forums/?showtopic=93741

In schaa Allaah wird der andere Link irgendwann wieder online gehen.

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Aqidah / Manhaj, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Salafi | , | Hinterlasse einen Kommentar

Händeschütteln der Sitzenden, wenn man einen Ort betritt

Frage:
Gibt es Beweise aus dem Buch oder der Sunna des Propheten (sallAllahu alahi wa sallam) für das Händeschütteln, wenn man einen Ort betritt, in dem Leute sitzen? Möge Allah dich mit dem Guten belohnen.

Antwort:
Ich weiß nichts dergleichen aus der Sunna, daher ist es nicht angebracht dies zu tun. Einige Leute fangen an, von der ersten Person bis zur letzten Person die Hände zu schütteln und dies ist, meines Wissens nach, nicht legitim. Das Händeschütteln ist nur dann vorgesehen, wenn man sich gegenseitig trifft. Was das Händeschütteln angeht, wenn man eine Versammlung betritt, so ist dies nicht von Manhaj des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) oder seiner Gefährten, welches sie sonst zu tun pflegen würden.

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) pflegte es, zu kommen und am Ende des Majlis (Sitzungsraum) zu sitzen und wir haben noch nie gehört, dass er sich hinsetzte und die anderen aufgestanden sind und angefangen haben seine Hand zu schütteln – demnach ist das Händeschütteln nicht legitim.

Ich fragte dies die vertrauenswürdigen Gelehrten unter uns, die antworteten, dass sie kein Wissen über den Ursprung dieses Handelns aus der Sunna haben.

Shaykh Muhammad bin Saalih al-Uthaymin

Bid’ah wa Muhdathaat wa ma la Asla lahaa, Seite 478

http://www.islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/147-gesellschaft-aktuelles/begruessung-a-beglueckwuenschung/199-haendeschuetteln-der-sitzenden-wenn-man-einen-ort-betritt

7. November 2012 Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Aqidah / Manhaj, Ehe, Scheidung, Familie, Gelehrte / Fataawaa / Zitate | , | Hinterlasse einen Kommentar

Kategorien des Dua‘ (Bittgebets)

Frage:
Was ist das Urteil darüber, Dua an diejenigen zu richten, die in den Gräbern liegen?

Antwort:
Dua hat zwei Kategorien:

Erste Kategorie: Die Dua als ‚Ibadah.
Beispiele hierfür sind zum Beispiel das Gebet, das Fasten und andere ‚Ibadah. Wenn jemand betet oder fastet, hat er von seinem Herrn die Befreiung von ‘Adhaab (Qualen) und das Erlangen von Ni’mah (Gaben) erbeten. Aus diesem Grund sagt Allah (sinngemäß): {Und euer Herr sprach: „Bittet Mich; Ich will eure Bitte erhören. Die aber, die zu überheblich sind, um Mir zu dienen, werden unterwürfig in Dschahannam eintreten.“} (Gafir, 60)

Allah ta’ala hat die Dua als ‚Ibadah bestimmt. Wer auch immer irgendeine Form von ‚Ibadah an jemanden anderen richtet außer Allah, verlässt den Islam aufgrund des großen Kufr, den er damit begangen hat. Wenn jemand Ruku oder Sujud auf eine Weise verrichtet wie es Allah gebührt und dies nicht dem Erhabenen widmet, ist ein Muschrik.
Aus diesem Grund hat der Prophet sallallahu alaihi wa sallam das Verbeugen bei Begrüßungen verboten, um den Weg zum Schirk zu verhindern. Er wurde gefragt, ob es erlaubt ist, sich vor seinem Bruder zu verbeugen (bei einer Begegnung) und er sagte daraufhin „nein“. Einige Juhaal (Unwissende) verbeugen sich beim Salam-geben und dies ist ein Fehler. Diese müssen aufgeklärt und daran gehindert werden.

Zweite Kategorie: Die Dua als Bitte.
Dies ist nicht gänzlich Schirk und muss unterteilt werden:
1. Wenn derjenige, an den man die Dua (Bitte) richtet, noch am Leben ist und wenn er in der Lage ist, dies zu erfüllen, ist es kein Schirk. Zum Beispiel: Wenn jemand einen anderen um ein Glas Wasser bittet und die Person in der Lage ist, dir Wasser zu geben (,ist das Bitten kein Schirk).

Der Prophet sallallahu alaihi wa sallam sagte: „Wenn ihr um etwas gebeten werdet, dann leistet dieser Sache folge.“ (Bukhari, Muslim)

Allah sagt (sinngemäß): {Und wenn bei der Teilung die Verwandten und die Waisen und die Armen anwesend sind, so schenkt ihnen etwas davon und sprecht freundliche Worte zu ihnen.} (Nisa,8)

Es ist einem Armen erlaubt, nach etwas zu bitten, denn Allah sagt (sinngemäß): {so schenkt ihnen etwas davon}

2. Wenn derjenige, den man bittet, tot ist, dann ist diese Handlung großer Schirk.
Leider glauben viele in islamischen Gemeinden, dass Gräber, in denen die Leichen schon zur Erde geworden sind, einem etwas nützen oder schaden oder die Fruchtbarkeit fördern können. Dies als erlaubt anzusehen ist schlimmer als Alkohol, Zina oder Homosexualität als erlaubt zu sehen, denn diese Personen bewilligen nicht „nur“ eine Sünde, sondern auch Kufr.

Wir bitten Allah um die Verbesserung der Lage der Muslime.

Schaikh Uthaymin, rahimahullah

1. Ausgabe von „Fatawa Arkanil Islam“

http://www.islamfatwa.de/gottesdienste-ibadah/108-gedenken-dhikr-bittgebet-dua/241-kategorien-des-dua-bittgebets

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Aqidah / Manhaj, Begriffserklärung, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Qur-aan, Sprechen, Tauhid | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Platzieren der Hände auf der Brust nach der Ruku‘ (zwei Meinungen)

Scheich Nasiir-ud-Diin al-Albaani (rahimahullah)

Er (sallAllahu alayhi wa sallam) machte das Stehen gewöhnlich ungefähr genauso lang wie seine Ruku, wie bereits erwähnt; tatsächlich „stand er manchmal so lange, dass man sagen könnte: „Er hat vergessen“ [weil sein Stehen so lang war].“ (Bukhari, Muslim und Ahmad)

Er (sallAllahu alayhi wa sallam) wies sie immer an, dabei entspannt zu sein; deshalb sagte er „dem, der schlecht betete“: „… dann hebe deinen Kopf, bis du gerade stehst [und jeder Knochen seinen eigenen Platz eingenommen hat]“ – in einer anderen Überlieferung: „Wenn du aufstehst, richte dein Rückgrat auf und hebe deinen Kopf, bis die Knochen zu ihren Gelenken zurückgekehrt sind.“ (Bukhari und Muslim (nur der erste Satz), Darimi, Hakim, Schafi’i und Ahmad. Mit „Knochen“ ist hier das Rückgrat gemeint, die Wirbelsäule, wie bereits im Haupttext erwähnt.)

Er (sallAllahu alayhi wa sallam) erinnerte ihn auch: „Dass niemandes Gebet vollständig ist, bevor er dies nicht tut“ und er (sallAllahu alayhi wa sallam) pflegte zu sagen: „Allah, Der Mächtige und Erhabene, sieht nicht auf das Gebet Seines Dieners, der nicht seinen Rücken zwischen seinen Verbeugungen und Niederwerfungen gerade macht.“ (Ahmad und Tabarani in Muj’am al Kabir mit einem sahih Isnad)

Die Bedeutung dieses Hadith ist klar und offensichtlich: entspannt stehen. Was den Gebrauch dieses Hadith durch unsere Brüder von den Hijaz und anderswo um das Platzieren der rechten Hand auf der linken Hand in diesem Stehen angeht, es ist weit hergeholt von der Bedeutung der vielfältigen Überlieferungen dieses Hadith. Tatsächlich ist es ein falsches Argument, weil das erwähnte Platzieren im Hinblick auf das erste Stehen sich auf keine der Überlieferungen oder Wortlaute des Hadith beziehen; wie kann man daher „die Knochen nehmen ihre eigenen Plätze wieder ein“, das in dem Hadith erwähnt wird, darauf beziehen, die rechte Hand die Linke ergreifen zu lassen wie vor der Ruku?!

Dies würde angewendet, wenn alle Versionen des Hadith so ausgelegt werden könnten, dies zu bedeuten, was wäre also, wenn sie offensichtlich eine unterschiedliche Bedeutung beinhalten würden? Tatsächlich kann dieses Platzieren, das sie machen, überhaupt nicht aus diesem Hadith hergeleitet werden, weil das, was mit Knochen gemeint ist, die Knochen des Rückgrats sind, wie die Sunnah bestätigt: „Er stand gerade, bis jeder Wirbel an seinen Platz zurückgekehrt war“.

Ich für meinen Teil habe keinen Zweifel daran, dass das Platzieren der Hände auf der Brust während dieses Stehens eine Bid’a und Irreführung ist, weil es in keinem der Ahadith über das Gebet erwähnt wird, trotz ihrer großen Anzahl. Hätte diese Praxis irgendeine Grundlage, hätte es uns in wenigstens einer Überlieferung erreicht. Darüber hinaus praktizierte dies kein einziger der Salafis, noch hat keine einzige Hadith-Schule es erwähnt, soweit ich weiß.

Dies ist nicht unvereinbar mit dem, was Schaikh Tuwaijiri in seinem Artikel (S. 18-19) von Imam Ahmad (rahimahullah) anführte: „Wenn einer von euch möchte, kann er seine Hände an seinen Seiten lassen oder, wenn er das möchte, kann er sie auf seine Brust legen“, weil Imam Ahmad dies nicht dem Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) zuschrieb, sondern es von seinem eigenen Ijtihad und seiner Meinung sagte, und die Meinung kann irren.

Wenn ein authentischer Beweis die Bid’a einer Praxis nachweist, so wie diese, dann verneint die Aussage eines Imams nicht, dass es eine Bid’a sein kann, wie Schaikh-ul-Islam Ibn Taymyy’ah (rahimahullah) geschrieben hat. Tatsächlich sehe ich in seinen Worten ein Zeichen, dass Imam Ahmad das oben beschriebene Platzieren als ‚nicht in der Sunnah bewiesen‘ betrachtete, weil er die Wahl lässt, ob man es so macht oder nicht. Glaubt der respektierte Schaikh, dass der Imam auch eine Wahl lässt, wie man die Hände vor der Ruku zu halten hat?
Auf diese Weise ist bewiesen, dass das Platzieren der Hände auf der Brust nach der Ruku kein Teil der Sunnah ist.

Dies ist eine kurze Diskussion dieses Themas, das mit mehr Details und Tiefe behandelt werden könnte, aber wegen Platzmangels ist dies leider in meiner Widerlegung gegen Schaikh Tuwaijiri abgehandelt.

Scheikh Nasiir-ud-Diin al-Albaani (rahimahullah)

Aus dem Buch „Das Gebet des Propheten vom Anfang (Takbir) bis zum Ende (Taslim) als ob du es sehen würdest“ – Seite 86-87

http://www.islamfatwa.de/gottesdienste-ibadah/167-gebet-salah/die-stellungen-im-gebet/970-das-platzieren-der-haende-auf-der-brust-nach-der-ruku-ist-bidah

***

Scheich Ibn ‚Uthaymeen (rahimahullah) 

قال الشيخ ابن عثيمين رحمه الله : الذي يظهر أنّ السنة هو وضع اليمنى على ذراع اليسرى لعموم حديث سهل بن سعد الثابت في البخاري ” كان الناس يُؤمرون أن يضع الرجل يده اليمنى على ذراعه اليسرى في الصلاة ” فإنك إذا نظرت لعموم هذا الحديث ” في الصلاة ” ولم يقل في ” القيام ” تبيَّن لك أن القيام بعد الركوع يُشرع فيه الوضع ؛ لأنَّه في الصلاة تكون اليدان حال الركوع على الركبتين ، وفي حال السجود : على الأرض ، وفي حال الجلوس : على الفخذين ، وفي حال القيام – ويشمل ما قبل الركوع وما بعد الركوع – : يضع الإنسان يده اليمنى على ذراعه اليسرى .هذا هو الصحيح .” الشرح الممتع ” ( 3 / 146 ) .

Es scheint, dass es Sunnah ist, die rechte Hand auf den linken Unterarm zu platzieren, aufgrund die allgemeine Bedeutung des Hadith von Sahl ibn Sa’d , welcher von al Bukhari überliefert wurde: ,,Den Leuten wurde befohlen, dass ein Mann im Gebet seine rechte Hand auf den linken Unterarm platzieren sollte.” Wenn du dir die allgemeine Bedeutung dieses Hadith anschaust, wirst du bemerken, dass es ‘im Gebet” heißt, (und) nicht ‘im Stehen‘. Demzufolge wird es klar, dass wenn man nach dem Verbeugen aufsteht, es einem vorgeschrieben ist, (seine rechte Hand auf den linken Unterarm) zu platzieren, da im Verbeugen, die Hände auf die Knie sind, in der Niederwerfung, die Hände auf den Boden sind und im Sitzen, die Hände auf den Schenkeln sind. Aber im Stehen – welches das Aufstehen vor und nach dem Verbeugen beinhaltet – sollte eine Person seine rechte Hand auf seinen linken Unterarm platzieren.

Dies ist die Korrekte Ansicht.

Schaykh Ibn al-’Uthaymin in seiner Erklärung zu al-Mumti’, 3/146

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Al-Albaaniyy, Aqidah / Manhaj, Bid'ah/Erneuerung, Das Gebet (Salaah), Die fünf Säulen, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Salafi | , | Hinterlasse einen Kommentar

„Die Bedingungen, dass ein Dua erhört wird“ – und – „Das Erheben der Hände beim duaa nach dem Pflichtgebet“

Frage:
Wieso wird die Dua manchmal nicht erhört? Allah sagt doch „Bittet Mich; Ich will eure Bitte erhören.“

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. Frieden und Segen seien auf dem Propheten, seiner Familie und seinen Gefährten. Ich bitte Allah um Rechtleitung für mich und meine Geschwister in Bezug auf Aqidah, Wort und Tat.

Allah azza wa jall sagt (sinngemäß): {Und euer Herr sprach: „Bittet Mich; Ich will eure Bitte erhören. Die aber, die zu überheblich sind, um Mir zu dienen, werden unterwürfig in Dschahannam eintreten.“} (Ghafir, 60}

Der Fragesteller meint, er habe eine Dua gesprochen, die nicht von Allah erhört wurde. Jedoch bricht Allah Sein Versprechen niemals. Die Antwort darauf lautet: Damit eine Dua erhört wird, müssen unbedingt einige Bedingungen erfüllt werden.

Diese sind:

Erstens: Er muss während des Bittgebets Ikhlas haben. Er muss bereit sein, sich mit seinem Herzen Allah, dem Erhabenen, zu widmen. Er muss aufrichtig, mit seiner Zunge, seine Bitte äußern. Des Weiteren muss ihm bewusst sein, dass Allah zu allem in der Lage ist und die Bitte erhören kann. Auch muss der Bittende die Hoffnung haben, dass seine Dua erhört wird.

Zweitens: Jemand muss während des Dua wissen, dass er auf den Erhabenen angewiesen ist/Ihn braucht; dass derjenige, der in Schwierigkeiten steckt, nur von Allah Hilfe bekommen kann; dass nur Er derjenige ist, Der einem helfen kann.
Wenn ihm nicht bewusst ist, dass er Allah braucht und die Dua nur aus Tradition spricht, dann verdient er es nicht, dass seine Bitte erhört wird.

Drittens: Derjenige, der das Bittgebet spricht, muss sich davor hüten, Haram-Nahrung zu sich zu nehmen. Denn gemäß einer authentischen Überlieferung, steht diese Tat (sich von Haram (Verbotenem) zu ernähren) zwischen einem und der Erhörung des Bittgebets.

Der Prophet sallAllahu alaihi wa sallam sagte: „Zweifellos, Allah ist rein und akzeptiert nur das Reine. Allah befiehlt den Mu’minun (Gläubigen) dasselbe, was er den Propheten befohlen hat.“ (Muslim)

Allah sagt (sinngemäß): {O ihr Gesandten, esset von den reinen Dingen und tut Gutes. Wahrlich, Ich weiß recht wohl, was ihr tut.} (Mu’minun, 51)

Des Weiteren sprach der Prophet sallAllahu alaihi wa sallam von einem Mann, der aufgrund einer langen Reise ein ungepflegtes Äußeres hatte (ungekämmte Haare, Kleidung voller Staub etc.) und mit erhobenen Händen ein Bittgebet sprach: „Oh Herr, Oh Herr!“. Das Essen dieses Mannes war haram, seine Kleidung war haram und der Prophet sallAllahu alaihi wa sallam sagte: „Wie soll die Dua von diesem erhört werden?
Obwohl dieser Mann die scheinbaren/äußerlichen Bedingungen für das Bittgebet erfüllte, sah der Prophet sallAllahu alaihi wa sallam keine Möglichkeit, dass die Dua des Mannes erhört wird.

Die äußerlichen Bedingungen in diesem Falle sind:
1. Das Erheben der Hände. Allah ‚azza wa jall ist über Seinem Thron. Die Hände (beim Bittgebet) zu heben, ist einer der Gründe, warum eine Dua erhört wird.

Imam Ahmad überliefert: „Allah ta’ala hat Scham und ist großzügig. Wenn Sein Diener für Ihn die Hände hebt, schämt Allah Sich, nichts zu geben.“ (Ahmad, Musnad, Tirmidhi, Ibn Madscha)

2. Dieser Mann sagte: „Oh mein Herr, oh mein Herr!
Sich Allah mit Seinen Namen und Eigenschaften zu nähern, ist ein weiterer Grund, warum eine Dua erhört werden kann. Weil Der Herr (Rabb) Allah ist, Er Der Erschaffer ist und alles regelt. Die Schlüssel der Himmel und der Erde sind in Seiner Hand.

Aus diesem Grund werden viele Bittgebete im Qur’an mit diesem Namen gemacht: {Unser Herr, wahrlich, wir hörten einen Rufer, der zum Glauben aufrief (und sprach:) »Glaubt an euren Herrn!« und so glauben wir. Unser Herr, und vergib uns darum unsere Sünden und tilge unsere Missetaten und lass uns mit den Frommen verscheiden. Unser Herr, und gib uns, was Du uns durch Deine Gesandten versprochen hast, und führe uns nicht in Schande am Tage der Auferstehung. Wahrlich, Du brichst nicht (Dein) Versprechen.“ Da erhörte sie ihr Herr (und sprach): „Seht, Ich lasse kein Werk der Wirkenden unter euch verlorengehen, sei es von Mann oder Frau; die einen von euch sind von den anderen.} (Al-Imran, 193-195)

Sich Allah auf diese Weise Allah zu nähern (tawassul) ist ein Grund, warum ein Bittgebet erhört wird.

3. Der vorhin erwähnte Mann war ein Reisender. Im Allgemeinen ist die Reise ein Grund, warum eine Dua erhört werden kann. Ein Reisender fühlt die Sehnsucht während einer Reise gegenüber Allah und seiner Familie mehr, als ein Nichtreisender. Das Äußere ist nicht mehr so gepflegt, als würde er an sich selbst gar nicht mehr denken. Als wäre das Wichtigste für ihn, Hilfe von Allah zu erbitten.
Unabhängig in welcher Situation man sich befindet, muss man sich an Allah wenden. Die äußere Erscheinung während der Reise (das Durcheinander der Haare usw.) hat Auswirkungen auf die Erhörung des Bittgebets. Denn der Prophet sallAllahu alaihi wa sallam sagte: „Allah ta’ala nähert sich in der Nacht von ´Arafah dem (Erd-)Himmel und lobt die Stehenden dort (bei) den Engeln: ‚Diese sind jene, deren Äußeres sehr gelitten hat, mit Staub bedeckt sind und aus allen vier Richtungen der Erde gekommen sind‘.“ (Muslim)

Dadurch, dass der Mann sich von Haram ernährt hat und sich mit Haram gekleidet hat, nutzte ihm keine der äußerlichen Möglichkeiten (eine Dua zu äußern), für die Erhöhung des Bittgebets. Der Prophet sallAllahu alaihi wa sallam sagte: „Wie soll die Dua von diesem erhört werden?“ Die Tatsache, dass diese Bedingungen nicht ausreichend sind, zeigt, dass die Erhörung des Bittgebets in der Ferne liegt.

Wenn allerdings alle Bedingungen erfüllt werden und das Bittgebet trotzdem nicht erhört wird, liegt das an einer Weisheit, die nur Allah kennt. Man kann sich etwas wünschen, was vielleicht Schlechtes für einen bringt. Es kann sein, dass Allah dadurch ein schlimmeres Übel vermieden hat oder dem Bittenden die vollständigen Hasanat (guten Taten) am Tage der Abrechnung gutschreibt.
Wenn jemand eine Dua, gemäß allen Bedingungen, spricht, diese aber nicht erfüllt wird, obwohl z. B. dadurch nichts Schlimmeres verhindert wird, gibt es mit Sicherheit eine andere Weisheit dahinter. In diesem Fall bekommt er zwei Hasanat: die erste Belohnung, weil er das Bittgebet gesprochen hat und die zweite, weil es für ihn eine Prüfung ist, dass er keine Antwort bekommen hat. Aus diesem Grunde wird er mit mehr Hasanat am Tage der Auferstehung belohnt.
Außerdem ist es wichtig, nicht voreilig in Bezug auf die Bittgebete zu sein. Denn gemäß einer Überlieferung des Propheten sallAllahu alaihi wa sallam ist das einer der Gründe, weshalb eine Dua nicht erhört wird: „Die Dua eines Bittenden wird erhört, solange er nicht voreilig ist.“ (Bukhari)

Daher sollte jemand nicht voreilig sein und nie aufgeben, die Dua zu sprechen. Er muss sogar beharrlich darin sein, die Dua immer wieder zu wiederholen. Denn jede Dua, die er spricht, bringt ihn näher zu Allah und er verrichtet eine ‚Ibadah (gottesdienstliche Handlung), die ihm Hasanat bringt.

Und du, mein Bruder/meine Schwester im Islam, solltest in jeder Situation Dua zu Allah machen. Wenn der Hintergrund der Dua nur ‚Ibadah wäre, müsste man immer noch beharrlich darin sein.

Und Erfolg gewährt Allah.

Scheikh Uthaymin, rahimahullah

Fataawa Arkaanil Islam von Scheikh Uthaymin

http://www.islamfatwa.de/gottesdienste-ibadah/108-gedenken-dhikr-bittgebet-dua/821-die-bedingungen-dass-eine-dua-erhoert-wird

***

ABER:

Frage 1:
Nach dem Fard-Salah (d. h. dem Sagen des Salam) machen einige Leute Du`a, während andere nur Tasbih sagen. Einige Leute bestehen darauf, dass das Sagen von Du`a nach dem Salah Bid`ah ist. Dies verursacht einige Spannungen innerhalb der Gemeinschaft, insbesondere bei denjenigen, die Imam Abu Hanifah oder Schafi`i folgen. Können wir Du`a nach dem Salah machen? Können wir zusammen mit dem Imam Du`a machen?

Antwort 1:
Das Sagen von Du`a nach den Pflichtgebeten ist nicht Sunnah, falls es durch das Heben der Hände erfolgt, unabhängig davon, ob es vom Imam alleine, oder einem Mitglied der Gemeinschaft, allein oder von beiden zusammen gemacht wird. Vielmehr ist es Bid`ah, denn es wurde nicht überliefert, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) oder einer seiner Gefährten (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) dies tat.

Bezüglich des Sagens von Du`a ohne die Hände zu heben, so ist daran nichts Falsches, denn es gibt einige Ahadith darüber.

(Fataawa al-Lajnah al-Da’imah #7/103)

Frage 2:
Ist es bewiesen, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) nach den fünf täglichen Pflichtgebeten seine Hände hob? Falls es nicht bewiesen ist, ist es trotzdem erlaubt?

Antwort 2:
Soweit wir wissen, ist es nicht bewiesen, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) seine Hände zum Du`a nach den Pflichtgebeten erhob. Daher steht das Heben der Hände nach dem Salam eines Pflichtgebets nicht in Übereinstimmung mit der Sunnah.

(Fatawa al-Lajnah #7/104)

Das Ständige Komitee für wissenschaftliche Forschung und Rechtsfragen

http://www.islamfatwa.de/gottesdienste-ibadah/32-gebet-salah/dhikr-gedenken-nach-gebet/414-haende-fuer-dua-nach-pflichtgebeten-zu-heben-ist-bida

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Al-'Uthaymien, Das Gebet (Salaah), Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Imaan, Qur-aan, Sprechen, Tauhid | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was ist das Urteil über das Aufhängen von Versen (Āyāt)?

Frage:

Was ist das Urteil über das Aufbewahren des Muşĥaffs (Kopie des Qur`āns) im Auto zwecks Segnung und Schutz vor bösen Blicken?

Antwort:

Gepriesen sei Allah!

„Das Aufbewahren des Muşĥaffs (Kopie des Qur`āns) in Autos zwecks Abwehr von bösen Blicken und zum Schutz vor Gefahren ist eine Neuerung (Bidd‘ah). Die Gefährten (Şaĥābah) – Allahs Wohlgefallen auf sie alle – haben den Muşĥaff nie zwecks Abwehr von Gefahren oder dem bösen Blick bei sich aufbewahrt. Wenn es nun eine Bidd’ah ist, dann sollten wir uns daran erinnern, dass der Prophet – möge Allah ihn loben und Heil schenken – sagte: „Jede Bidd’ah ist ein Fehlgehen und jedes Fehlgehen führt ins Höllenfeuer.“ [al-Bidda‘ wa l-Muĥdathāt wa mā lā Aşlah Lahu, S. 259]

Auch Scheich ‘Abdul‘azīz Ben Bāz – möge Allah mit ihm gnädig sein – wurde einmal folgende Frage gestellt: „Manche Leute hängen Verse des Qur`āns und Ĥadīthe des Propheten – möge Allah ihn loben und Heil schenken – in ihren Häusern, in ihren Restaurants oder in ihren Büros auf. In einigen Krankenhäusern und Arztpraxen hängen sie zum Beispiel folgenden Vers auf: „Und Der, wenn ich krank bin, mich heilt.“ [Sure 26, asch-Schu’arā`, Vers 80]. Gleicht denn auch diese Tat dem Gebrauch von Amuletten, der ja in der Scharī‘ah bekanntlich verboten ist? Bei vielen sind Suche nach Segnungen und Abwehr vor den Teufeln (Schayātīn) die Absicht dahinter. Manche tun das auch nur, um damit sowohl die Vergessenden zu erinnern als auch die Fahrlässigen zu warnen. Kommt denn auch diese Tat dem Tragen von Amuletten gleich, wenn man einen Muşĥaff im Auto zwecks Suche nach Segnung aufbewahrt?“

Scheich Ben Bāz hat darauf wie folgt geantwortet: „Wenn es, wie beschrieben, allein darum geht, die Menschen zu erinnern und sie zu lehren, etwas Gutes zu tun, dann gibt es daran nichts auszusetzen. Doch wenn sie glauben, dass dies ein Schutz gegen die Teufel oder der Djinn bildet, so kenne ich keine Grundlage dafür in unserer Religion. Das gleiche gilt auch für das Aufbewahren des Muşĥaffs im Auto zwecks Suche nach Segnung. Wenn jedoch eine Person den Muşĥaff in seinem Auto aufbewahrt, um ab und zu darin zu lesen oder damit seine Mitfahrer darin lesen können, dann ist dies eine gute Sache. Und Allah ist die Quelle der Kraft.“ [Fatāwah Islāmiyyaah (4/29) von Scheich Ben Bāz ]

http://www.basseera.de/faa/fiqh-f/neuerung-fatawa-fiqh/159-was-ist-das-urteil-ueber-das-aufhaengen-von-versen-yt-als-schutz.html

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Akhlaaq / Fiqh, Aqidah / Manhaj, Bid'ah/Erneuerung, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Qur-aan, Salafi, Tauhid | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Dua einer menstruierenden Frau wenn es Quran-Ayat enthält

Frage:
Ist es der menstruierenden Frau erlaubt, die Duas am Tag von Arafat zu lesen, trotz der Tatsache, dass sie Ayat aus dem Qur’an enthalten?

Antwort:
Es ist nichts daran verkehrt, wenn die menstruierende Frau und Wöchnerin Da‘awat rezitiert, welche für die Zeremonien der Hajj vorgeschrieben sind. Auch ist gemäß der richtigen Meinung nichts daran auszusetzen, wenn diese Frauen Qur’an lesen, weil es keinen eindeutigen sahih Bericht in den islamischen Quellen gibt, der diesen Frauen das Rezitieren des Qur’ans verbietet.

Es wird berichtet, dass der Mann, welcher junub ist, nicht den Qur’an lesen darf, während er in diesem junub-Zustand ist, wegen dem Hadith von ‘Ali (radiAllahu anhu). In Bezug auf die menstruierende Frau und die Wöchnerin gibt es den Hadith von ‘Umar: „Die menstruierende Frau und der Mann, welcher junub ist, sollen nicht den Qur’an lesen“ – aber er ist da‘if, weil der Hadith von Ismail ibn Ayyash von den Hijaziyin berichtet wurde, und er ist da‘if in seinen Berichten von ihnen. Aber sie (die menstruierende Frau und Wöchnerin) soll den Qur’an lesen, ohne dabei das Mushaf zu berühren [1], oder ihn auswendig rezitieren.

Im Falle einer Person, welche junub ist, so darf sie weder den Qur’an vom Mushaf rezitieren noch ihn auswendig vortragen, bis sie Ghusl gemacht hat. Der Unterschied zwischen diesen Beiden ist, dass die Zeitspanne für die Person im junub-Zustand sehr kurz ist und sie sofort Ghusl vollziehen kann, sobald der sexuelle Verkehr beendet ist. Sie befindet sich nicht lange im junub-Zustand und es liegt an der Person, wann sie den Ghusl vollzieht; wenn sie kein Wasser findet, so kann sie Tayyammum verrichten und dann beten und den Quran lesen.

Aber die menstruierende Frau und Wöchnerin hat keine Kontrolle über ihre Situation – sie liegt bei Allah Dem Erhabenen. Im Falle der Wöchnerin dauert die Periode ein paar Tage oder Wochen. Deshalb ist es ihnen erlaubt, den Quran zu rezitieren, damit sie ihn nicht vergessen und damit sie nicht vom Segen des Quranrezitierens und des Lernens der Schariah Regeln vom Buche Allahs ausgeschlossen bleiben.

Da dies (die Erlaubnis den Quran zu rezitieren und zu lesen) der Fall ist, ist es ebenso mit Sicherheit erlaubt, Bücher mit Da’awat zu lesen, welche eine Mischung aus Quran-Ayat und Ahadith beinhalten. Dies ist die korrekte Ansicht unter den zwei Gelehrtenmeinungen.
Schaikh Ibn Baz, rahimahullah

Fataawa Islammiyyah (1/239)

http://www.islamfatwa.de/gottesdienste-ibadah/45-reinigung/al-haidh-menstruation-und-an-nifas-wochenfluss/968-das-dua-einer-menstruierenden-frau-wenn-es-quran-ayat-enthaelt

7. November 2012 Posted by | 'Ibaadah, Ahaadiith, Akhlaaq / Fiqh, Du'aa (Bittgebete), Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Medizin / Krankheiten, Qur-aan, Reinigung (Tahaara), Sprechen | , , | Hinterlasse einen Kommentar