Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

Hüte deine Zunge!!!

27 Beispiele, wie die Salaf ihre Zungen bewahrten

Shaikh ul-Islam ibn Taymiyah (möge Allah ta3ala mit ihm barmherzig sein) sagte in seinen Schreiben, die Situation vieler Menschen erklärend: «Es ist wirklich erstaunlich, einen Menschen zu sehen, der sich mit Leichtigkeit davor bewahrt, Sünden zu begehen – z.B. Geld aus haram Quellen zu ernten, ungerecht zu sein, zu stehlen, Alkohol zu trinken oder das anzuschauen, was ihm haram ist – während er es immer noch schwer findet, seine Zunge zu hüten. Es geschieht, dass man jemanden sieht, der bekannt ist für seine Rechtschaffenheit, seine ständige Verrichtung von Gottesdiensten und seine Frömmigkeit, aber er spricht Worte aus, die Allah ta3alas Zorn hervorrufen, während er sich dieser Konsequenzen nicht bewusst ist. Man kann eine Person sehen, die sich selbst davor schützt, sich dem zu nähern, was zu Unrecht oder jeglicher schmutziger Tat führt; jedoch hört ihre Zunge nicht auf, üble Nachrede sowohl über lebende und verstorbene Menschen zu begehen, ohne sich überhaupt darum zu kümmern.»

1 – Es wurde überliefert, dass ein weiser Mann, wann immer er eine Person vorfand, die viel sprach und selten schwieg, zu sagen pflegte: «Allah subhanahu wa ta3ala hat für dich zwei Ohren erschaffen und eine Zunge; so dass das, was du hörst, doppelt so viel ist, wie das, was du sprichst.»

2 – Ar-Rabi bin Subaih berichtete, dass ein Mann zu al-Hasan sagte: «O Abu Sa’id, ich sehe etwas, was ich verabscheue.» Abu Sa’id antwortete: «Was ist es?» Er sagte: «Ich sehe Leute deinen Ort besuchen, während sie nach einem Fehler Ausschau halten, den du machen magst, so dass sie diesen unter den Leuten verkünden können, um deinen Ruf zu ruinieren.» Al-Hasan antwortete: «O mein Neffe. Lass diese Sache nicht schwer sein auf deiner Brust und dich bekümmern. Ich werde dir etwas sagen, was größer ist als dies und verwunderlicher.» Der Mann antwortete: «Was ist es, oh Onkel ?» Er sagte: «Ich habe mir selbst in jedem Aspekt gehorcht, der mich Allah näher bringt, in der Hoffnung, Jannah zu betreten, vom Höllenfeuer gerettet zu werden und mit den Propheten zu sein. Jedoch habe ich mir selbst nie gehorcht, wenn es darum ging, darauf zu hören, was die Leute gesagt haben (d.h. Lästern, Verleumden oder was auch immer übel ist). Du musst wissen, dass, wenn irgendjemand vom Bösen der Zungen der Leute geschützt sein müsste, dann wäre es der Schöpfer, Der sie erschaffen hat. Dies wissend, ist es somit normal, dass der Erschaffene niemals sicher ist vor dem Bösen ihrer Zungen.»

3. Jubair bin ‚Abdullah sagte: Ich sah einen Mann, der sich Wahb bin Manbah näherte und ihm sagte: «Da ist jemand, der über dich üble Nachrede führt.» So antwortete Wahb: «Hat der Schaitan niemand anderes gefunden, außer dir, um sich über ihn lächerlich zu machen und ihn wie einen Dummkopf aussehen zu lassen ?» Dann vergingen nur wenige Momente und danach kam jener Mann, so hieß er ihn willkommen und behandelte ihn gütig.

4. Hatim bin al-‚Asim sagte: «Wenn ein angesehener, guter Mann mit einem sitzen würde, würde man auf jedes Wort achten, welches man ausspricht, so dass man nicht etwas falsches sagt. Jedoch weiß man, dass unsere Worte von Allah ta3ala gesehen werden, aber man achtet immer noch nicht auf die Worte, die man ausspricht !»

5. Abu Haiyan at-Tamimi überlieferte von seinem Vater: Ich sah die Tochter von ar-Rabi bin Khatim um Erlaubnis bitten zu gehen und zu spielen, so antwortete er ihr: «Geh und äußere nichts, außer Gutem.»

6. Ein Mann lästerte über jemanden, während er in der Anwesenheit von Ma’ruf al-Karkhi war. So sagte Ma’ruf, indem er den Mann vor der Gefahr der üblen Nachrede warnte: «Behalte immer den Zeitpunkt im Gedächtnis, wenn sie Baumwollstücke in deine Augen legen (d.h. sich auf seinen Tod beziehend)

7. Ein Mann sagte Amr bin al-‚Ubaid: «Al-Aswari lästert immer noch über dich und erwähnt dich mit nichts Gutem.» So antwortete Amr: «Du hast das Vertrauen dieses Mannes (in dich) nicht erfüllt, als er dich mit sich sitzen ließ, da du uns mitgeteilt hast, was er gesagt hatte. Ferner hast du meine Rechte über dich nicht erfüllt, als du mir (das) gesagt hast, was ich über einen meiner Brüder zu hören verabscheue. Trotzdem, ermahne ihn, dass der Tod uns alle ereilen wird, das Grab uns drin behalten wird und der Tag des Gerichts uns versammeln wird und Allah ta3ala dann zwischen uns richten wird und Er ist wahrlich der Gerechteste, Weiseste Richter.»

8. Al-Mu’afi bin Mu’ran wurde einst gefragt: «Was sagst du über einen Mann, der Poesie schreibt ?» Er antwortete: «Es ist sein Leben, so lasse ihn es verschwenden, wenn er dies möchte, auf die Art, die er wünscht.»

9. Ibn ‚Abbas (radiAllahu 3anhu) sagte: «Es gibt kein Wort, das der Sohn Adams ausspricht, ohne dass es niedergeschrieben würde. Selbst das Gebrumme aus Schmerz, das er macht aufgrund seiner Krankheit. Als Imam Ahmad krank war, wurde ihm gesagt, dass Tawus Brummen aus Schmerz aufgrund von Krankheit verabscheute, so stoppte Imam Ahmad dies zu tun, obwohl sein Schmerz groß war.»

10. ‚Umar bin ‚Abdul-‚Aziz sagte einst: «Wer auch immer weiß und erkennt, dass seine Worte, welche er äußert, Teil seiner Taten sind, wird gewiss nur das sprechen, was ihn betrifft.»

11. Al-Hasan bin Salih sagte: «Wir suchten, wo Wara‘ (d.h. der Zustand, wo eine Person es vermeidet das zu tun, was halal ist, aus Furcht, dass es einen zweifelhaften Teil hat an haram) gefunden werden kann und wir erkannten, dass Wara‘ selten zu finden ist; und wenn es gefunden werden kann, dann wird das Wenigste davon in den Zungen sein.»

12. ‚Abdullah al-Khaiyar pflegte, wenn er mit Leuten saß, zu sagen: «O Allah rette uns und bewahre uns und rette die Gläubigen vor den Übeln unserer Zungen

13. Manche der Salaf pflegten zu sagen: «Jede Stunde, die der Sohn Adams gelebt hat, wird angeschaut und überprüft. Und (über) jede Stunde, die er gelebt und in der er Allah ta3ala nicht erwähnt oder gedacht hat, wird er weinen über sich selbst für das Vergeuden einer solchen Stunde.»

14. Al-Hasan bin Baschar sagte einst: «Ich habe meine Zunge dreißig Jahre lang überwacht, so dass ich niemals ein Wort ausgesprochen habe, dass von mir verlangte, dass ich mich dafür entschuldige

15. Ein Mann sagte einst zu al-Fudail bin ‚Iyad: «Ein Mann hat über mich gelästert.» Al-Fudail antwortete: «Er hat dir genutzt, statt dir zu schaden.» (damit bezog er sich auf die Tatsache, dass er am Jüngsten Tag von den guten Taten desjenigen nehmen wird, der über ihn gelästert hat, als Resultat dessen.)

16. ‚Abdur-Rahman bin Mahdi sagte einst: «Ich hasse es, wenn die Leute Allah ta3ala gegenüber ungehorsam sind, ansonsten hätte ich mir gewünscht, dass jeder dieser Welt über mich lästert. Es gibt keine gleichwertige Freude am Jüngsten Tag, als in deiner Waagschale eine Tat zu finden, von der du nichts gewusst hast und die du noch nicht einmal getan hattest.»

17. Ein Mann sagte einst zu Bakr bin Muhammad: «Mir ist gesagt worden, dass du über mich sprichst hinter meinem Rücken.» Bakr antwortete: «Wenn ich es getan hätte, dann wärst du mir wertvoller als ich mir selbst.»

18. Es wurde überliefert, dass einer der bekannten, respektierten Gelehrten in einem Traum gesehen worden ist, in welchem er darüber gefragt wurde, was mit ihm nach seinem Tod geschehen ist. Er antwortete: «Ich habe nicht bestanden, aufgrund eines Wortes, welches ich zuvor gesagt hatte.» Er wurde gefragt: «Was war es ?» Er antwortete: «Ich sagte: ‚Die Leute brauchen dringend Regen‘ (weil es lange nicht mehr geregnet hatte).‘ Aufgrund dieses Wortes wurde mir von Allah ta3ala gesagt: ‚Und was weißt du ?! Ich kenne die Interessen meiner Diener und das, was für sie nützlich ist.‘»

19. ‚Abdullah bin Muhammad sagte einst: Ich war mit Imam Ahmad bin Hanbal, als ein Mann zu ihm sagte: «O Abu ‚Abdullah, ich habe über dich gelästert. Bitte, vergib mir was ich getan hatte.» So sagte Imam Ahamd: «Dir ist verziehen, wenn du es nicht noch einmal tust.» Nachdem er dies gesagt hatte, sagte ich überrascht zu ihm: «O Abu ‚Abdullah, du hast ihm einfach so vergeben für das was er tat !»Er antwortete mir: «Hast du nicht gesehen, dass ich als Bedingung für meine Vergebung gestellt habe, dass er es nie wieder tut ?»

20. Einige Leute kamen zu Ibn Sirin und sagten zu ihm: «Wir haben über dich gelästert, so verzeih uns für das, was wir getan haben.» Er sagte: «Ich werde niemals erlaubt machen, was Allah ta3ala haram gemacht hat .» (d.h. er deutete an, dass sie immer noch bereuen und Allah ta3ala um Vergebung bitten müssen, während er selbst ihnen verziehen hatte)

21. Tawq bin Munbih sagte: Ich trat einst bei Muhammad bin Sirin ein und als er mich sah, sagte er zu mir: «Es scheint, dass du Schmerzen hast und krank bist.» Ich antwortete bestätigend, indem ich sagte: «Ja, ich bin.» Er sagte darauf: «Gut, gehe und sehe diesen Arzt und bitte ihn, dich zu behandeln oder geh und sehe den anderen Arzt, da er erfahrener ist als dieser.» Danach sagte er direkt: «Ich bitte Allah ta3ala um Vergebung für das, was ich eben gesagt habe, denn was ich gesagt hatte, war üble Nachrede in Allah ta3alas Recht.» (Er meinte damit wohl, ihm zu raten, zu Allahs Diener zu gehen, ist eine Sünde, da er ihm hätte raten sollen, Allah ta3alas Hilfe zu ersuchen).

22. Es wurde berichtet, dass zu al-Hasan einst gesagt wurde, dass ein Mann über ihn üble Nachrede geführt hatte. Er sandte dem Mann, der über ihn gelästert hatte, sofort eine Platte voller Datteln und eine Nachricht, die lautete: „Ich möchte dich dafür belohnen, dass du mir mehr Belohnung gibst. Jedoch, bitte vergib mir, denn ich kann dir nicht genug danken für das, was du für mich getan hast.

23. Abu Umamah al-Bahili sagte einst: «Am Jüngsten Tag wird dem Diener Allahs sein Buch der Taten gegeben werden, worin er Belohnung für Dinge findet, die er nicht getan hatte, so wird er fragen: „O mein Herr, woher habe ich diese Taten ?“ So antwortet Allah ta3ala ihm: „Dies ist aufgrund der Leute, die über dich gelästert haben, und du wusstest davon nichts.“»

24. Ein paar weise Männer fragten einst: Was ist die Weisheit dahinter, dass in der Zeit des Propheten (sallallahu alaihi wa sallam) der üble Gestank der üblen Nachrede mit Leichtigkeit ausgemacht werden konnte, während wir heutzutage diesen üblen Gestank nicht mehr unterscheiden können ?! Er antwortete: „Es ist, weil der üble Gestank des Lästerns heutzutage unsere Nasen gefüllt hat, so dass wir keinen anderen Geruch als diesen kennen. Das Beispiel davon ist: Ein Mann, der das Geschäft eines Ledergerbers betritt, der dort nicht verbleiben kann, aufgrund des starken Geruches; während die Leute, die dort arbeiten, essen, trinken und sie bemerken diesen Gestank nicht einmal, weil er ihre Nasen füllt und sie sich an diesem Geruch gewöhnt haben, was die gleiche Situation ist mit uns heutzutage.“

25. ‚Abdullah bin al-Mubarak sagte einst zu Sufian ath-Thawri: „O ‚Abdullah, wie erstaunlich, dass Abu Hanifah niemals üble Nachrede betreibt über irgendjemanden, so dass er sogar niemals über einen seiner Feinde lästerte.“ Sufyan antwortete: „Er ist vernünftiger und klüger, als dass er seine Zunge mit dem kontrolliert sein ließe, was seine guten Taten auslöscht.

26. Ein Mann trat bei ‚Umar bin ‚Abdul-‚Aziz ein und lästerte über einen anderen Mann. ‚Umar bin ‚Abdul-‚Aziz sagte zu diesem Mann: „Wenn du wünscht, werden wir untersuchen, was du sagst, so dass, wenn wir dich als einen Lügner vorfinden, du einer von denen bist, über die Allah ta3ala sagte: ‚O die ihr glaubt, wenn ein Frevler zu euch mit einer Kunde kommt, dann schafft Klarheit, damit ihr (nicht einige) Leute in Unwissenheit (mit einer Anschuldigung) trefft und dann über das, was ihr getan habt, Reue empfinden werdet.‚ (49:6, ungefähre Bedeutung) und wenn du ehrlich gewesen bist und das, was du gesagt hast, die Wahrheit ist, dann bist du von denen, über die Allah ta3ala sagte: ‚Stichler und Verbreiter von Verleumdungen‘ (68:11, ungefähre Bedeutung) oder du kannst um Vergebung bitten.“ Der Mann antwortete: „Ich bitte um Vergebung und werde es nie wieder tun.“

27. Ein Mann kam zu ‚Abdullah bin ‚Umar – zu dieser Zeit war er ein Herrscher – und sagte zu ihm: „Ich habe gehört, dass mich jemand hinter meinem Rücken vor dir schlecht erwähnte.“ ‚Abdullah bin ‚Umar sagte: „Ja, es geschah.“ Der Mann sagte: „Lass mich wissen, was er gesagt hat, so dass ich mich selbst verteidigen und zeigen kann, dass das, was er gesagt hatte, Lügen sind.“ ‚Abdullah bin ‚Umar sagte: „Ich verabscheue es, Übles auszusprechen über mich selbst, indem ich meine Zunge verfluche. Jedoch ist es genügend zu wissen, dass ich nicht geglaubt habe, was gesagt worden ist und immer noch die Beziehung zwischen dir und mir pflege.

Aus «30 Stories, of the Salaf preserving their tongues». Zusammengestellt aus Al-Jawab al-Kafi li-man Sala’an ad-Dawa asch-Schafi‘ (ad-Da’wa ad-Dawa‘). Von Imam Ibn Al-Qayyim

Übersetzung zur Verfügung gestellt aus vertrauenswürdiger Quelle, die namentlich nicht genannt werden wollte.

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14. Juli 2012 - Posted by | Akhlaaq / Fiqh, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibnu-l-Qayyim Al-Jauziyyah, Salafi, Schaykhu-l-Islaam ibn Taymiyyah, Sprechen | , , ,

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