Qur-aan und Hadiith

بفهم السلف الصالح

„Allah hat Adam nach Seinem eigenen Ebenbild erschaffen.“

Frage: „Allah hat Adam nach Seinem eigenen Ebenbild erschaffen.“ Bedeutet dies, dass alle Eigenschaften von Adam ebenso Göttlich sind?

Antwort: In den beiden Sahih (authentischen) Hadith-Büchern (Al-Bukhari und Muslim) wurde vom Gesandten Allahs صلى الله عليه و سلم berichtet, dass er صلى الله عليه و سلم sagte: „Allah hat Adam nach Seinem eigenen Ebenbild erschaffen.“ In einer Erzählung von Ahmad und anderen Hadith-Gelehrten lautet derselbe Hadith: „Im Ebenbild von Ar-Rahman (dem Barmherzigsten)“. Im ersten Hadith bezieht sich das Pronomen auf Allah.
Einige Gelehrte, wie Ahmad, Is-haq ibn Rahawayh und den Imamen der Salaf (rechtschaffenen Vorgängern) sagten: „Wir müssen diesen Hadith so akzeptieren, wie es Allah gebührt, ohne Taschbih (Vergleich), Tamthil (Allahs Eigenschaften mit denen Seiner Schöpfung zu vergleichen) oder Ta’til (Leugnung der Eigenschaften Allahs).
Es muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Sein Ebenbild (verherrlicht sei Er) dem Ebenbild des Menschen gleicht. Allah ein Gesicht, Hände, Finger Füße, Bein, Ärger und ähnliche Eigenschaften zuzuschreiben, beinhaltet ebenso nicht, dass Allahs Eigenschaften denen der Menschen entspricht. Er (verherrlicht sei Er) wird damit beschrieben, was Er über Sichselbst gesagt hat und was Sein Gesandter Muhammad صلى الله عليه و سلم in der Art gesagt hat, die Ihm gebührt, ohne eine Ähnlichkeit zu haben mit irgendeinem Seiner Geschöpfe. Allah (verherrlicht sei Er) sagt in Sure Asch-Schura (42:11): „Nichts ist Ihm gleich; und Er ist der Allhörende und Allsehende.“ Wir müssen dies in der Art akzeptieren, die der Gesandte beabsichtigte, ohne Takyif (In-Frage-Stellen der Eigenschaften Allahs) oder Tamthil.
Die Bedeutung – Allah weiß es am besten – ist, dass Er Adam nach Seinem Ebenbild erschuf, mit einem Gesicht und der Fähigkeit zu hören, sprechen, sehen und tun was immer er will. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Ebenbild gleich ist. Dies ist die allgemeine Regel laut der Ahlu As-Sunnah wa Al-Jama’ah (derjenigen, die sich an die Sunnah und an die muslimische Gemeinschaft halten), die besagt, dass die Ayat (Verse des Qur’an) und die Hadithe, die von den Göttlichen Eigenschaften handeln, als Wahrheit anerkannt werden sollten, ohne Tahrif (Verzerrung der Bedeutung), Takyif, Tamthil oder Ta’til. Sie bestätigen Seine Namen und Eigenschaften ohne Tamthil und erhöhen Ihn über das Gleichsein mit Seinen Geschöpfen ohne Ta’til, im Gegensatz zu denen, die Bid’ah (Erneuerung in der Religion) Al-Mu’attilah (Leugner der Eigenschaften Allahs) und Mushabihah (die, die Allahs Eigenschaften mit denen Seiner Schöpfung vergleichen) begehen. Das Hören, Sehen und Wissen der Geschöpfe ist niemals wie das von Allah (verherrlicht sei Er), denn keines Seiner Geschöpfe kann mit Ihm verglichen werden. Tatsächlich gibt es nicht wie Ihn, denn die Eigenschaften von Allah sind perfekt und grenzenlos, ohne Fehler. Wobei die Eigenschaften der Geschöpfe begrenzt und unvollkommen sind.
Möge Allah uns erfolgreich sein lassen!

Ibn Baz Fatwas

übersetzt von Maimuna Y. Bienas

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17. Mai 2012 - Posted by | Adam, Ahaadiith, Aqidah / Manhaj, Gelehrte / Fataawaa / Zitate, Ibn Baaz, Qur-aan, Salafi |

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